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Show Colmenerbach - Conatte. 189 Colmenerbach s. Heltenbach. Colmery, Staatswald (Gde. Kuttingen, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). 17o ha. Oberförsterei Albesdorf. (Eiche, Buche, Esche, Aspe, Birke, Laie, Ahorn, Rüster, Linde, Ulme, Apfel-, Birn-, Kirschbaum, Eisbein, \5,gelbeere, Weide, Kiefer, Fichte.) Aluschelkalk, Keuper. Der Wald scheint früher zur herzoglichen Domäne Dieuze gehört zu haben. Colmingen,AVlr (Gde. Gelmingen, Ka. u. Kr.Bolchen, L). 11 E. 6 Hsr. - Kolvenges 1209; Kolvingen desus Niet 1262. - Annexe der Hilfspfarrei Bettingen. - War ehemals Bestandtheil des Dorfes und der Herrschaft Gelmingen (s. d.). - Die Alühle von Colmingen war Besitz der Abtei Villers-Bettnach. Sie war ihr 1264 als Bannmühle durch Johann von Siersberg geschenkt worden. Busendorf hatte hier auch einige Güter. Colombey, Hf. (Gde. Coincy [s. 1812], Ka. Pange, Kr. Aletz, L.c 12 E. 1 Hs. - Co lumbariu m 940; Columbiers 1276. - A'or 1812 selbstdg. und s. 1790 zum Ka. Flanville, dann zu Noisseville, s. 1705 zum Ka. Ars-Laquenexy, s. 1802 zum Ka. Pange gehörig. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Borny. - C. war Dorf des Pays Alessin (Saulnois) und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit mit befestigtem Schlosse und Kirche. C. mit Gütern in Coincy und Aubigny war alter Besitz der Abtei Senones und an diese durch Schenkung der Bischöfe von Aletz gekommen. Schon 940 wurde ihr dieses Gut bestätigt und noch 1681 hat Senones dafür an die Chambre Royale reversirt. Die Vogtei, welche die Herren von Craincourt im 13. Jhdt. zu Lehen trugen, wurde durch die Abtei erworben. 1276 verkaufte das Stift St. Arnuald bei Saarbrücken an das Aletzer Spital St. Nicolas seine dortigen Güter. Als Pachtlehen trugen C. s. 1293 verschiedene Aletzer Familien : 1404 die Renguillon, 1461 die Abtei St. Vincenz, 1591-1632 die Le Goullon, loi.ä- 1681 die Leduchat, Michelet und Rollin, von 1712 bis zur Revolution die De Tschudy, die 1684 den Antheil der Alichelet erworben hatten. - Der Ort, welcher 1429 durch lothringische Truppen verbrannt, 1518, 1558 und noch 1712 verwüstet worden war und zuletzt nur noch aus Schloss, Hof und Kirche bestand, wurde am 14. Aug. 1870 während der Schlacht bei Colombcv-Nouilly völlig zerstört. Der Hof allein ist wieder aufgebaut worden. A m 14. Aug. gegen Abend wurde die Pappelallee zwischen C. und Bellecroix (Todtenallee), ein wichtiger Terrainabschnitt, von deutschen Truppen unter General von der Osten-Sacken erobert. Die Franzosen (Division Alettmann» zogen sich auf Borny zurück. Das von deutschen Truppen besetzte C. wurde am 31. Aug. von den Franzosen wieder genommen, am 1. Sept. jedoch wegen der allgemeinen Gcfechtslage ohne Kampf wieder aufgegeben. - C. war früher Pfarrei des Archipr. Noisseville, zur Pfarrei gehörte Aubigny und Coincy. - Die ehemalige Kirche zum hl. Nabor, jetzt Kapelle, war mit den Zehnten 1224 durch Bischof Johann von Apremont an Senones geschenkt worden. L itter.: Colombey bei Aletz und die Todtenallee. [Mit Abbildungen.] (Illustr. Zeitung LXXXIX, S. 167 f.) Abel, Ch., Notice hist. sur l'eglise et le chäteau de C. (Alem. de l'Ac. de Aletz 1875-76, S. 397-423.) Colombeybach s. Alosel 10. Colonne, Fsths. (Gde. Aleisenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 4 E. 1 Hs. 1844 erbaut. Colonne, Wegesäule in der Nähe der elsäss.-Iothr. Grenze, an derStrasse Zabern-Pfalzburg bei der Abzweigung der Strasse in das Zinzelthal. Colonne, Grenzsäule zwischen Elsass und Lothringen, in der Umgegend nur • Calone>> genannt, 410,7 m, bei dem Forsthaus gleichen Namens, Gde. Meisenthal, Ka. Bitsch. Colroy s. Königsberg. Colroy-la-Roehe, Df. (Ka. Saales [s. 1790], Kr. Alolsheim, L'.-E.).445 F.. 112 Hsr. 10 GRe.)-475m. - A G . Schirmeck (12,7); Bhf. St. Blaise-Poutay (2,6). - Conretum 13.Jhdt.; Conroi (Richer), Kolrein 1303; Gal lerej 1663; ma. Koro le Rosch. -Die Gde.umfasst K\L-n HO C.-la-R. (326 E. sollst.) und die AO. Basse-Charton, Bei St Blaise, Blanche-Pierre, Boeue, Champ des Chenes, Devant la Boeue, Envers-Gouttes, Grand-Champ, Grandes-Haies, Hagnegoutte, Promont, Sur la Folie, Sur la Goutte, Sur Neuf-Pre, Trlambois, Via-goutte. (Die früheren AO. Champ de la Aleau et Aulnas und Grand-Pont hängen ntzt mit dem HO., der früher besonders erwähnte AO. Goutte mit dem AO. Sur la Folie zusammen.) Ferner lag im G bii i di r Gde. der verschw. O. Pranzuroir. - Hp. Saulxures (s. 1890). StEBez. St. Blaise. Armr. (s. 1878; Grundb, sitz 0,24 ha). Fw. seit langer Zeit, aber eist s. 1895 organisirt 1 spritz.-1. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Saales (s. 1802). Schutzheiliger hl. Nikolaus (6. Dez.). Filiale St. Blaise s. 1802). Die Protestanten gehören zur Pfarrei AValdersbach. - Geschäftssprache franz. - 3 Getreidemühlen. C.-la-R. gehörte zur österreichischen Herrschalt Wi i-lerthal (s. d.) 1314 an die Herren von Alüllenheim verpfändet, blieb in ihrem Besitz bis in's 16. Jhdt. hinein. 1262 von bischöflich strassburgischen Truppen verbrannt. Die Leute von C.-la-R. halfen 1525 im Bauernkriege das Kloster Hugshofen stürmen. - Kirchlich gehörte C.-la-R. zum Landkapitel Schlettstadt. Pfarrei (mit Filiale Plaine 1693, Ranrupt 1763) 1562 erwähnt. Kirche 1779 erbaut. 1 »as Patronatsrecht besass ursprünglich Kloster Hugshofen, später die Abtei Andlau. Gerne in de wald (Oberförsterei K'othau 214,3 ha. Grauwacke, Granit. 430-720 m. (Eichen, Buchen, AVeisstannen. Fichten, Kiefern.) Im Besitz, der Gde. s. 1835, vorher ungeteilter AVald von C.-la-R. und Ranrupt. C o m b e s. a. Haute-Combe. C o m b e , Wir. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 45 E. 10 Hsr. - A la Combe (Alatten, Gehölz, Scheuer), '<bans et finagc du Grand trez» (Langenwasen i 1650-1663. Herrschaft Rappoltstein. C o m b e (Grund), AVlr. (Gde. Urbach, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 17 E. 4 Hsr. - Le p r a t (Alattet en la Combe 1441; En la Combe 1606, 17 Zinspflichtige, 1 Haus; La Combe lt>87; 1725, Melkerhütte; La Combe 1762, 3 Häuschen. In den deutsch redenden Theilen des Ober-Elsass erscheint das wälsche Combe als Gumbe, Gumen, G u m m e n etc. Patois: Comme. - Herrschaft Rappoltstein. Combe-1'Agathebächlein s. Larg I. Combre, ILr. Gde. Grube, Ka, Weiler, Kr. Schlettstadt, L'.-E. i. 44 E. 11 Hsr. Sollen gleichen Alters mit Grube selbst sein. Comitat-Dörfer s. Grafschaftsdörfer. Comitatus Judiacensis, i bem Gaugrafschaft. Comitatus Judiacensis (J u d i c i i), Comitatus J u d i-ciensis 960 und 974. Benannt nach dem Hauptorte Judicium (Ober-Jeutz). Scheint alter Bestandtheil des Alosel-gaues gewesen zu sein. - Von Orten werden ausserdem genannt: 974 Dageneid (Danheim, verschwundener Ort bei Königsmachern, Ka. Aletzerwiese), 960 Petraevilare (Pierrevillers), Villare (Villers le Rombach), Seimari curtem (Se-m^ court, Ka. Aletz). Comitatus Metensis s. Mei/, Grafschaft. Commanderie, La, früher gesonderter Wir. der Gde. Gisselfingen (Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). Hängt jetzt mit dem Dorf Gisselfingen* zusammen. Bestand aus einem herrschaftlichen Hause mit Hof und Kapelle, war Sitz der Alalteserkomthurei Gissellingen (s. d.). Haus und Hof scheinen im 17. Jhdt. zerstör: und dann nicht wieder aufgebaut worden zu sein. Die Kapelle ist als geschichtliches Denkmal zur Erhaltung bestimmt. Conatte, Wir. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. 30 E. 7 Hsr. - La Conatte 1658 (Ländereien und Alatten). Herrschaft Rappoltstein. |