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Show 584 Lörchingen - Logne. zwischen Deutschland und Frankreich, nach näherer Bestimmung der Beschlösse der Grenzregulirungs-Kommission vom 28.- 31. Aug 1872 bis auf einige Theile seines Gebietes, die dann zur Gde. Grandfontaine (Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.) geschlagen wurden, wieder an Frankreich. Rodt gehörte vor 1802 zum Ka. Freiburg, die franz. gebliebenen Gden. zum Ka. Cirey. Lörchingen, Priorat. In L. stiftete 1128 Bencelin von Türkstein mit Zustimmung seiner Familie ein Priorat und stattete es mit seinen dortigen Besitzungen aus. Dieses Priorat stand unter der Leitung der Abtei Senones. Stephan, Bischof von Metz, aus dem Hause Bar schenkte ihm die Kirche zu Lörchingen. Das Priorat scheint schon sehr früh eingegangen oder mit der Pfarrei verbunden worden zu sein. 1361 wird es schon nicht mehr als solches aufgeführt. L'eber die Lage des Priorats s. Zufall (Schloss). Löschenbruchberg, 257 m, südl. Kirsch bei Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost. Löschgraben s. Zinsel 19. Lösgraben s. Falkensteinerbach 16. Löwenguth. Fsths., s. Herrenwald (Löwenguth). Löwenkopf, F , S. Fels bei Wasselnheim. Löwenstein, Burgruine (Gde. Wingen. Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). Auch Lawenstein ; im Volksmund Lin-denschmidt (Lindenschmidt ist der elsässische Rodensteiner) auch Linkenschmidt Gesch. Dkm. Reichslehen von dem letzten des nach der Burg benannten Geschlechts. Wolfram von L., dem Kaiser Rudolf von Habsburg aufgegeben, 1283 den Ochsenstein verliehen, die den Besitz 1380 mit den Landenberg theilen. Gegen 1383 zur Hälfte an Johann von Bitsch genannt Albe verpfändet, der mit dem Gemeinherrn Hännel Streif von Landenberg Strassenraub trieb; in Folge dessen wurde L. 138b durch Johann von Lichtenberg und die Strassburger genommen und zerstört Nach dem Wiederaufbau als Vorwerk der Hohenburg im Besitz der Puller von Hohenburg, nach deren Aussterben 14s_' als zur Herrschaft Hohenburg (s. d.> gehörig im Besitz der Herren von Sickingen. Oberlehnsherren waren bis 1485 die Ochsenstein, von da ab die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, seit 1570 Hanau-Lichtenberg, seit 173b Hessen-Darmstadt. Auf dem Felsen, auf dem die Burg erbaut ist, Spuren der Bronzezeit > Näpfe). Jung, Le chäteau de L. 'Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. I, 1856-57, S. 129-148.) Lehmann, J. G., 13 Burgen des U.-E. Strassb. 1878 S. 143-147. Mehlis, Aus dem Wasgau. .Betr. Ruine Löwenstein.] (Korrbl. des Ges.-Ver. der dt. Gesch. u. Alt.-Vereine XLIV, 1896, S. 139 f.) Löwerthorkapelle, Kap. nördl. von Rosheim (Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, LT.-E.). Hat ihren Namen von ihrer geringen Entfernung vom Löwerihor der Stadt Rosheim; soll sehr alt sein; der hl. Dreifaltigkeit geweiht. Lofmühle, verschw. M. (Gde. Bettingen, Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). Wird 1278 als Besitz des Domherrenstiftes St. Arnuald erwähnt, l'eber Zeit und Gelegenheit des Abganges ist nichts bekannt. Loge St. Aubin, verschw. Hs. (Gde. Remilly, Ka. Pange, Kr. Metz, L). Ehemals zur Herrschaft Auhecourt-la- Grande gehörig, schon lbS5 zerstört. Logelbach, Df. Gde. u. Ka. Winzenheim. Kr. Colmar, O.-E.). 583 E. 54 Hsr. - Ma. Lojlebach, Lojelebach. Ein Theil des Dorfes Logelbach liegt auf dem Banne der Gde. Colmar und hängt mit dieser unmittelbar zusammen, ist daher unter Colmar als AO. nicht aufgeführt; einige andere, Ende des 19. Jhdts. erbaute Hsr. derselben bilden einen AO. der Gde. Ingersheim. - P. III. Kl. T. Bhf. s. 1863). Strbst. (s. 1885, auf dem Banne von Ingersheim). Her-zog'sches Spital (Privatanst. s. 1871, 14 B.> - Residirendes Vikariat, Filiale der kath. Pfarrei Munzenheim. Schutzheiliger St. Antonius Abbas (17. Jan.). - Baumwollspinnerei und Weberei. Aktien-Gesellschaft Spinnerei und Weberei Haussmann, gegründet 1828 von den Gebrüdern Haussmann, 600 Dampf- und 100 Wasserpferdekräfte, 37 77b Spindeln, 630 Webstühle, 750 Arbeiter. Spinnerei und Weberei der Firma Herzog, 65632 Spindeln für Baumwolle, 520 Arbeiter, 190 Webstühle, hauptsächlich für Seide, 260 Arbeiter. Das Dorf verdankt seinen Ursprung einigen Wassermühlen an dem nach dem zerstörten Dorfe Dürren-Logeln-heim (s. d.) benannten Logelbache (Logein Bach 1575), einem Ableitungskanal der Fecht zu Türkheim, welcher sich in Colmar mit der Lauch vereinigt. Der Kanal hiess auch Mühlbach (1358, 1370, 1407.1432) und Gerberbach. Die Mühlen an demselben, welche seit dem 13. Jhdt. bestanden, lagen auf dem Banne von Dürren-Logelnheim (s. d.). In ihrer Nähe errichteten 1775 die Gebrüder Haussmann aus Augs-bung eine Weberei und Stoffdruckerei, welche sich im Laufe der Zeit beträchtlich vergrösserte und die Ursache der heutigen Ausdehnung des AO. L. wurde. Logelbachkan.il s. Fecht, Lauch 27. Logeinheim, Df. .Ka. Neubrefsach [1790 Ka. Neubreisach, 17°-5 - ls02 Ka. Rufach, dann wieder Ka. Neubrei-sach]. Kr. Colmar, O.-E.i. 333 E. 88 Hsr. (10 GRe.) - 195m. - AG. Neubreisach (9,9); Hp. Heilig-Kreuz (3,1). - Lagelenheim 770; ma. Logele. - StEBez. Neubreisach I. Fw. (s. 1890, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Neubreisach (s. ls02). Schutzheiliger hl. Mauritius (22. Sept.). Filiale: Appenweier. Die Protestanten werden von Algolsheim pastorirt. L.. welches in den Quellen nicht immer mit Sicherheit von dem abgeg. Dürrenlogelnheim zu unterscheiden ist, war Österreichischer Besitz und gehörte 1303 zum Amte Ensisheim, später zur Herrschaft Hoh-Landsberg, von der es vorübergehend (bis 1539) getrennt und als Lehen an die Villinger von Schönenberg vergeben war. Als diese 1536 den Ort mit der Stadt Heilig-Kreuz an Colmar verkauft hatten, musste Colmar denselben *für 58.3 Gulden wieder herausgeben, da er nicht Allodialguf der Villinger war. 1613 belehnte Erzherzog Maximilian von Oesterreich den Grafen Jakob Ludwig von Fürstenberg mit L. - Begütert in L. war schon früh das Kloster Ebersmünster, welchem Herzog Atticus von Elsass seinen Besitz daselbst schenkte, dies war «curtis dominica cum omnibus pertineneiis suis, ecclesia parochialis cum deeimis suis, mansus serviles et censuales, familia tota, bannus generalis cum omni libera utilitate». Noch 1224 besass Ebersmünster den Hof. Ferner hatten Besitz in L. die Klöster Masmünster 823 und Heilig-Kreuz um 1090, die Stiftsherren von St. Die und die Johanniterkomthurei Colmar 1258. Der Kirchensatz und der Laienzehnt waren Rappoltsteinisches Lehen der Familie von Girsberg (1398-1410) und wurden 1507 von den Herren von Rappoltstein der Abtei Murbach zu Mannlehen aufgetragen. Der Dinghof mit Zwing und Bann und der Gerichtsbarkeit über Diebe und Frevel stand 1404 den Herren von Girsberg zu. Von diesem Dinghof ging der Rechtszug an den zu Sundhofen. Ordnungen aus dem 15. Jhdt. s. Stoffel, Weis-thümer S. 144. - L. wurde 1444 von den Armagnaken geplündert und verbrannt. - Die Pfarrei zu St. Mauritius gehörte zum Landkapitel Citra Rhenum des Bisthums Basel; den Kirchensatz hatten nach einander die Rappoltstein, die Birckenfeld und das Haus Zweibrücken. Bis 1808 gehörte als Filiale zu L. Hettenschlag. Jetzt ist Appenweier Filiale. Ein Geschlecht, welches den Namen des Ortes trägt, ist vom 13-15. Jhdt. urkundlich bezeugt. - L. liegt an einem Römerwege von Egisheim nach Altbreisach. Spätgothischer Kirchthurm. Loges, Les, Theil (und Strasse) des Dorfes Sablon (Ka. u. Kr. Metz, L.), welcher mit Montigny zusammenhängt und daher nicht zur kath. Pfarrei Sablon, sondern zur kath. Pfarrei Montigny gehört. Logne Loigne, Lensen, Leiserhof), Herrschaft. War luxemburgisches Lehen; umfasste Rörchingen z. Th. |