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Show 52o Klimbacher Berg - Klose. kanats Weissenburg (s. 1847, vorher zu Wingen gehörig). Schutzheilige hl Philippus und Jakobus (1. Maie Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Wingen. Simultankirche. - 4 Steinbrüche. Kurhaus. K. war Allod der Puller von Hohenburg und gehörte zur Herrschaft Hohenburg (s. d.). Es kam mit derselben nach dem Aussterben der Hohenburg 1482 durch Erbschaft an die Herren von Sickingen, in deren Besitz es bis 1789 verblieb, seit löSO unter franz. Oberhoheit. - In der zweiten Hälfte des 16. Jhdts. wurde die Reformation in K. eingeführt. Es wurde Filiale der prot. Pfarrei Wingen. Seit Ludwig XIV7. Simultaneum. Die Katholiken gehörten ebenfalls zur Pfarrei Wingen. Gerne in de wald (Oberförsterei Lembach) 238,2 ha. 360-444 m ü. d. M. .Eiche, Buche, Kiefer.) Buntsandstein. Wahrscheinlich früher im Sickingen'schen Besitz (Herrschaft Hohenburg). Klimbacher Berg, auch kurz Klimberg genannt, 525 m, zwischen Klimbach und Klecburg, Ka. Weissenburg. Klinckberg, Wir. (Gde. Mackweiler, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 28 E. 7 Hsr. Erst 1840 entstanden. Früher vermuthlich in dem engen Thale («Klenck») bei den Salzquellen ein Gutleuthaus. - Vergl. Klinckmühle. Klinckmühle, Steindrechsl. (Gde. Mackweiler, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 2 E. 1 Hs. Schon im 18. Jhdt. erwähnt, gehörte zur Grafschaft Saarwerden. Vergl. Klinckberg. War bis 1893 Mühle, doch bestand schon seit 1890 daneben die Steindrechslerei. Kling, Hf. (Gde. Plobsheim, Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, L'.-E.). S. Kempferhof (Kling). Klingelberg, H., 316,5 m, TP., östl. Finstingen, Kr. Saarburg, in dem Strasscnzuge Finstingen-Postdorf. Klingeleberg s. Klingenburg. Klingelfels, in der Einsattlung, 385 m (Wengelsbacher Jochhöhe), zwischen nördl. Maimont und südl. Götzenberg, nordöstl. Obersteinbach, Kr. Weissenburg. Klingelfelsenkopf, 730 m, südwestl. vom Kuppel-thannkopf is. d. , westsüdwestl. Thann. Klingelstein, Felsen an dem steilen Hange südl. der Kirche von Alt-Plirt. Klingenburg, ehem. Burg (Gde. Rantsweiler, Ka. Landser, Kr. Mülhausen, O.-E.i. Auch Klingeleberg genannt. Nach der Ortsüberlieferung Stätte eines alten Schlosses. Erhalten ein von Menschenhand errichteter länglichviereckiger kleiner Hügel, an der Nordseite 12 m hoch, an der Ostseite ohne Böschung. Klingenhaltbächel s. Mossig 12. Klingenthal, Df. (Gden. Börsch [70 Hsr.] u. Ottrott {20 Hsr.[, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 447 E. 90 Hsr. - Standesamt. Wasserltg. (s. 1892/93». - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rosheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Ludwig (25. Aug.). Filialen: Ochsenläger und Wolfsgrube (beide Gde. Börsch), sowie Vorbruck und Willerhof (beide Gde. Ottrott). Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1791, vorher Filiale von Heiligenstein), zum Konsistorium Barr, Inspektion St. Thomas in Strassburg, gehörig. Filialen: Bernhardsweiler, Börsch mit St. Leonhard, Niederehnheim, Oberehnheim (erst s. 1878), Ottrott, Rosenweiler i bis 1898 gehörte auch Rosheim dazu, das dann mit der evang. Pfarrei in Dorlisheim verbunden wurdei; ferner wenden sich auch die Protestanten in St. Nabor, die eigentlich zur Pfarrei Heiligenstein gehören, meist nach Klingenthal. - Kupferschmiede (Herstellung von Windformen für den Hochofenbetrieb. Werkzeugfabrik (Coulaux & Co., hauptsächlich Sensen und Sicheln, Strohmesser und Säbel. 130 Arbeiter. 1730 als staatliche Waffenfabrik gegründete Farbholzmühle und Extraktfabrik 1 Arbeiten. Luftkurort. Der Ort ist entstanden aus einer Klingenfabrik, welche Joh. Heinr. Anthes (s. a. Oberbruck) auf Grund eines königl. Patentbriefes vom 15. Juli 1730 errichtet hatte, nachdem er den Grund und Boden vom Strassburger Domkapitel käuflich erworben. Diese < manufacture royale d'armes blanches» war errichtet worden, um die Waffen für die franz. Armee, die man bisher aus Solingen bezogen hatte, im Lande selbst zu fabriziren, wurde auch zunächst durch Solinger Arbeiter betrieben, und war mit besonderen Privilegien ausgestattet; dieselben waren jedoch an die Bedingung gebunden, dass der Preis der Waffen mindestens um 10 Prozent ' unter dem der Solinger Klingen stehen sollte. - Kirchlich gehörte K. zum Landkapitel Oberehnheim. Anfangs Filiale der Pfarrei Börsch, seit 1760 eigene Pfarrei, deren Patronat dem Strassburger Domstift zustand. Eine prot. Gemeinde (Augsb. Konf.) besteht erst seit 1730 und war bis 1791 Filiale von Heiligenstein, dann selbständige Pfarrei. Die Kirchenbücher gehen bis 1803 zurück; die prot. Kirche ist 1828 erbaut worden. Mossmann, X., L.es religieuses de K. (Rev. d'Als. 1872, S. 398-423.) Klingenthalerstrasse, Hsr. (Gde. u. Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Oberehnheim. Klingenweiher, [Klinck elwey er ... bey der Klinkelmatten 1769], im Larggebiet, 2 km südwestl. Ballersdorf und 0,8 km nördl. Füllern - 3,5 km. Fischerei. WTird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfls. s. Larg 21. Klinzebene, Fsths. (Gde. Linthal, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 3 E. 1 Hs. Soll 1836 entstanden sein. Klinzkopf, 1328,4 m, in dem vom Breitfirst zum . kahlen Wasen abzweigenden Seitenkamm; von dem felsigen Gipfel umfassende Rundsicht. [Klinskopf 1738; an den Glintzkopf 1760; Klintzeren 1775; Kleinkopf (franz. Generalstabskarte)]. Klitzerstein bei Mühlbach s. Glitzerstein. Klögelberg, H. bei St. Pilt, s. Glöckelberg. Klösterle, Hs. (Gde. Kiffis, Ka. Pfirt. Kr. Altkirch, O.-E.). 1 Hs. A n des klüsterlins ackre 1323. Das Haus bestand schon 1826. Klösterle, Kap. u. Hof (Gde. Mollkirch, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 8 E. 1 Hs. Heutige Bezeichnung für die Kapelle und das Priorat «zur Lauben», s. Laubenheim, Wir. Klösterlewasser s. Lützel 2. Klop, Hf. (Gde. Schemerich, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.i. 7 E. 1 Hs. LTm die Mitte des 19. Jhdts. entstanden. Kloppberg, LL, 350,1 m TP., nördl. Singrist, Ka. Maursmünster, Kr. Zabern. Kloppenberg, 302 m, westl. Ebersweiler, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen. Klose, Kap. (Gde. Ohlungen, Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 1818 erbaut durch Nik. Schneider mit Unterstützung der Gde., der schmerzhaften Mutter Gottes und dem hl. Moritz geweiht. An ihrer Stelle stand früher eine kleinere Kapelle, welche nach einer 1817 bei der Herstellung der jetzigen Kapelle gefundenen Inschrift 1213 erbaut worden war. Einer Ueberlieferung nach soll sie von der Abtei Neuburg (s. d.) gegründet und von derselben abhängig gewesen sein, nach der andern, die sich aber nur auf den Namen Klose (Klause) und die in der unmittelbaren Umgebung zahlreich vorhandenen und regelmässig vertheilten Gräber stützt, soll sie die Kapelle eines vor alten Zeiten an dieser Stelle befindlichen Klosters gewesen sein. 1526 wurde sie zum ersten Mal zerstört, 1532 wieder erbaut, um 1793 ein Opfer der französischen Revolution zu werden. Das darin befindliche Marienbild, eine Pietä, welches in die neue Kapelle übernommen wurde, ist aus Birnbaumholz und soll aus dem 16. Jhdt. stammen. Bussierre, Th. de, Culte et pelerinagcs de la t.-s. vierge en Alsace (Paris 1862). S. 91-94. |