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Show Dambach - Dammerkirch. 199 1236 erwarb das Bisthum auch den bisher im kaiserlichen Besitz befindlichen Hof zu D. Unter Bischof Berthold IL, u m 1333, wurde D. zur Stadt erhoben und mit Alauern versehen, und erhielt einen Zuwachs durch Einwanderung der Bewohner der in der Nähe gelegenen, heute verschwundenen Pfarrdörfer Oberkirch und Altenweiler. 1405 wurde die Stadt dem Herzog von Lothringen verpfändet, 1422 vorübergehend der Stadt Strassburg. Von 1444 Okt. 10 bis 1445 Alärz 18 hausten die Armagnaken in D. 1593 im Januar wurde die Stadt vom Alarkgrafen von Baden, 1632 von den Schweden eingenommen, 1642 vergebens v o m Herzog von Lothringen belagert. Ein adliges Haus zu D. war im 17. Jhdt. reichsritterschaftlich und im Besitz der Rathsamhausen zu Ehnweyer, ein anderes desgleichen im Besitz der Herren von Alüllenheim. - Ein nach D. benanntes Adelsgeschlecht, 1158 zuerst erwähnt, scheint 1458 erloschen zu sein. - D. soll Geburtsort des Joh. von Tambach, geb. 1288, Dominikaners zu Strassburg, sein (s. jedoch auch Dambach, Ka. Niederbronn); er verfasste: De consolatione theo-logiae, gestorben zu Freiburg i. Baden 1372. - Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Schlettstadt. Ursprünglich besass es keine eigene Pfarrkirche, sondern gehörte zu den (verschwund.) Pfarrdürfern Oberkirch (obere Kirche) (s.d.) und Alten weiler (untere Kirche) (s. d.). Patronatsherr der ersteren war der Bischof der letzteren die Abtei Hohenburg, der die Kirche auch 1332 incorporirt wurde. 1285 wurde die Kapelle des hl. Stephan zu D. neu erbaut, in welcher nun die beiden Pfarrer abwechselnd Gottesdienst halten mussten; 1356 wurde der Gottesdienst durch bischöflichen Befehl fast ausschliesslich auf diese Kapelle eingeschränkt. Bis 1365 bestanden jedoch die beiden anderen Kirchen noch daneben als Pfarrkirchen. Seit 1489 nur noch eine Pfarrei D. Die ehemalige Oberkirche ist wahrscheinlich die heutige Sebastianskapelle, die Unterkirche die heutige AVallfahrtskapelle St. Joh. Bapt. Das Patronatsrecht der Pfarrei besass laut Uebertragung von 1450 das Strassburger Bürgerspital. Die alte St. Stephanskapelle (s. o.) wurde 1757 abermals erneuert, aber 1862 durch den Blitz zerstört. Das ehemalige Kloster der AVilhelmiten, die im 17. Jhdt. nach Freiburg i. B. auswanderten, ist 1852 ein Raub der Flammen geworden. - Römische Funde an einem Keltenwege. Alittelalterliche Stadtmauer mit Thoren aus dem 13.-14. Jhdt. Rathhaus und viele Privathäuser aus der Renaissancezeit. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Barr) 915,3 ha. Vor berge der Vogesen. 169-539 m über dem Aleere. Granit. (Tanne, Eiche, Kiefer, Buche.) Alter Besitz der Gde. D a m b a c h , Df. (Ka. Niederbronn [s. 1790], Kr. Hagenau, U.-E.). 801 E. 172 Hsr. (12 GRe.) - 235 m. - AG. Niederbronn (11,1); Bhf. Niederbronn (11,9). - T a m b a c h 1245. - Die Gde. umfasst den HO. D. (333 E. 64 Hsr.); die A O. Buch wald, Fischerackerhof, Herrenhof, Hinterthal, Im Kessel, Kehlenhof, Neudörfel, Neunhofen, Wineckerthal und die unbew. O. Hohenfels, Rothenburg, Schöneck, Wineck, AVitt-schloss. - P. F. StEBez. Niederbronn. Armr. (s. 1830). W a s serltg. (s. 1896). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Niederbronn (s. 1802, vorh. Annexe der Pf. Obersteinbach). Schutzheiliger St. Alauritius (22. Sept.). Filiale AVindstein. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konfession in AVindstein (s. 1847, vorher zu Langensulzbach). - 2 Sagemühlen (mit Dampfbetrieb). Getreidemühle. D. soll 1280 im Besitz der Herren von AVindstein gewesen sein und im 14. Jhdt. als Lehen der Herrschaft Bitsch in den Händen der Herren von Ettendorf. Diese hätten 1387 die Hälfte von D. der Abtei Sturzelbronn geschenkt, was dieselbe noch 1680 bei den Reunionen geltend machte. Die andere Hälfte ging nach Aussterben der Ettendorf (1410) in den Besitz des Bisthums Strassburg über. AVahrscheinlich ist es diese Hälfte gewesen, die als ein Theil der Herrschaft Hohenfels erscheint und vom Bischof von Strassburg den | Herren von Lichtenberg zu Lehen gegeben wurde. Deren Erben, die Grafen von Bitsch-Zweibrücken, gaben 1517 ein Ariertel von D. mit der Burg Schöneck den Eckbrecht von Dürekheim als Afterlehen. Ein zweites Viertel erwarben die letzteren 1542. Die lichtenbergische Hälfte von D. kam 1570 an Hanau-Lichtenberg und war dem Amte Niederbronn zugetheilt, gehörte jedoch nicht zur Herrschaft Niederbronn. A n der Stürzelbronn'schen Hälfte von D. hatten die Dürekheim auch Antheil. Ob sie der Abtei verblieb, ist nicht sicher. Alan weiss nur, dass Ludwig XIV. 1680, da ihr die Besitztitel fehlten, diese Hälfte als zu seiner Souveränität gehörig (wegen der Landvogtei) erklärte. A'olle Klarheit ist überhaupt noch nicht über die Herrschaftszugehörigkeit und die Besitzverhältnisse von D. vorhanden. - Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Ober-Hagenau. Vor der Reformation Pfarrei. Das Patronatsrecht besass die Abtei Sturzelbronn. 1693 jedoch erscheint D. schon als Filiale der Pfarrei Obersteinbach. - D. soll nach Einigen der Geburtsort (1288) des Geschichtsschreibers Johannes de Tambaco sein (nach Anderen ist er in Strassburg oder in Dambach im Ka. Barr geboren), der in Strassburg 1301 Dominikaner- ; mönch wurde, dann in Paris lebte und später von Karl IV. | zum 1. Rektor der neugegründeten Universität Prag gemacht wurde. Er starb 1372 zu Freiburg i. Br. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Niederbronn) 45 ha. D a m b a c h s. YVindsteinerbaeh 5. D a m b a c h e r B e r g , Gesammtname für den Gebirgs-stock zwischen Dambach bei Schlettstadt und Thannweiler im AVcilerthal: die beiden höchsten Gipfel desselben sind der D a w h u r s t , auch Dafirst geschrieben, 602,5 m, TP, und der Diefenthaler Schild, t57 m. D a m e n k a p e l l e , Kap. nordöstl. von Bitsch (Ka. gl. N., Kr. Saargemünd, L.). A'on einer Frau von Roncourt gestiftet. D a m e r b a c h s. franz. Nied 14. Damitt, Hs. (Gde. u. Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Saaralbcn. D a m m b e r g , Zgl. (Gde. Willcrwald, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 10 E. 2 Hsr. Soll schon im 18. Jhdt. bestanden haben. D a m m e r k i r c h , Df. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 1104 E. 197 Hsr. (12 GRe.) - 315 m. - KrHO. Altkirch (10,0); Bhf. D. (0,6). - D o m n a AIar ia 823 (?); D a n a m a r a - chiricha 1016; D o m a r c h i l k e 1187; D a n n e m a r i e 1869; ma. D a m m e r k il ler.h ; jüd. Damdeffle. - Die Gde. umfasst den H O . D. (1068 E. 192 Hsr.) und die AO. Brückenmühle, Gerbhäuser, Ziegelscheuer. - P. III. Kl. T. Oeff. Fernsprechstelle. Stadtfernsprecheinrichtung (s. 1901). Bhf. j (s. 1857). AG., umfasst den Ka. D. Notar. Gerichtsvollzieher. Gendarmeriestat. Obergrenzktr. StA. IL A'erkehrsStA. StEBez. für die Gden. Altenach, Altmünsterol, Dammerkirch, Ellbach, Gommersdorf, Gottesthal, Hagenbach, Jungmün-j sterol, Luttern, Alansbach, Alenglatt, Retzweiler, Schaffnatt a. Weiher, AVillcrn, AVolfersdorf. Gde.-Fassaichungsamt. 2 Kantonalärzte. Apoth. Hospital (s. 1879, 20 Betten, für Kranke und Sieche, Grundbesitz 0,40 ha), Armr. (s. 1822). Sparkasse (s. 1890). AVasserltg. Krgv. (s. 21. Jan. 1891). - Seit 1802 kath. Pfarrei IL Klasse mit den AO. Ellbach, Gommersdorf, AVolfersdorf und Retzweiler, letzteres wurde 1848 abgetrennt. Schutzheiliger der hl. Leonhard (6. Nov.). Dekanat, umfassend die Pfarrei D. und die Hilfspfarreien Altenach, Altmünsterol, Ammerzweiler, Balschweiler, Bretten, Brückensweiler, Bütweiler, Diefmatten, Gildweiler, Hagenbach, Jungmünsterol, Luttern, Obc-rtraubach, Retzweiler, St. Cosman, St. Leodegar (Alansbach), Schaffnat a. AA'eiher, A\relschenstcin-bach, AA'illern. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. In der 2. W o c h e jedes Alts. ATiehmarkt, ausserdem im April der Georgimarkt. - Sägemühle mit Dampfkraft. Noch 1303 gab es in D. freie Leute, welche den Habs-burgern als Landgrafen steuerten, welch' letzteren auch die hohe und niedere Gerichtsbarkeit über diese freien Leute |