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Show 510 Keiiiplicherbach - Kerprich b. Dieuze. Ortseinn. StEBez. Metzerwiese. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Metzerwiese (s. 1802). Kirche des hl. Urbanus (25. Mail, 1755 und 1*47 restauriert. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Gipsmühle (7 Arbeiter) mit Gipssteinbruch. K. gehörte zu dem Landschult hei ssena m t Sierck <s. d.). Es war alter Besitz des Hauses Lothringen, wurde 1226 als Witthum der Agnes von Bar, Herzogin von Lothringen, zugewiesen. Dieselbe hatte durch Testament bestimmt, dass nach ihrem Ableben Kirchensatz und Zehnten dieser Pfarrei an die Abtei Beaupr£, die Mühle an die Abtei Freisdorf, das Dorf an ihren Sohn Jacob fallen sollten. Nach dem Ableben aber des Jacob von Lothringen oder nach seiner Erhebung auf den Erzbischöfiichen Sitz von Trier sollte das Dorf Besitz der Trierischen Kirche werden. Da aber Jacob nicht Bischof von Trier sondern von Metz wurde, blieb K. im Besitz von Lothringen und wurde 1635 dem Obersten Maillard verpfändet und später zur Lehensherrschaft mit Hof Bessdorf erhoben. Spätere Pfandherren waren 1681-lb92 Petit de la Vaux, 1733 De Boisloge. - Der Ort wurde 1661 an Frankreich abgetreten. - K. war vor 1802 Pfarrei (schon 1226) des Archipr. Kedingen. Den Kirchensatz hatte die Abtei Beaupre\ - In einem benachbarten Walde befindet sich an einem Felsen eine rohe Darstellung einer Frauengestalt. Im Schweinheckenwalde bedeutende Reste einer römischen Niederlassung (bis jetzt nicht näher untersucht). Nördlich von K. Spuren eines angeblichen Schlosses. Gemeindewald (Oberförsterei Kedingen) Löffelberg genannt, 130,3 ha. (Mittelwald: Buche, Eiche, Hainbuche, Kiefer.) Alter Besitz der Gde. Kemplicherbach s. Anzelingerbach 1. Kemplicherwaldbach s. Kannerbach 11. Kerbach, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Forbach, L.). 743 E. 153 Hsr. (12 GRe.) - 300 m. - AG. Forbach (6,8); Bhf. Kleinblittersdorf (b,7). - Kerpach 1257; Kerbach 1618.- Die Gde. umfasst den HO. K. (294 E. bl Hsr.). die AO. Beh-ren (s. 1812, vorher selbständig), Lettfeld, Neumühle, Ohligmühle und die verschw. O. Bedelweiler, Bettingen, Bilstingen, Widenhof. Hatte 1812-96 Etzlingen und dessen jetzigen AO. Losermühle zu AO. - StEBez. Forbach IL Wasserltg. <s. 1885). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Forbach (s. 1802). Kirche des hl. Remigius (1. Okt.). - Kalksteinbruch und drei Sandsteinbrüche (zusammen 23 Arbeiten; kleine Getreidemühle. Gehörte zu der Herrschaft Forbach (s. d.). - K. war vor 1802 Pfarrei des Metzer Archipr. St. Arnuald. Frühere Annexen der Pfarrei waren noch Forbach (bis 1802), Etzlingen (bis 1893) und Spichern z. Th. (bis 1802). Kirche 1735 umgebaut. Der Kirchensatz, der ursprünglich zur Herrschaft Forbach gehörte, ist 1257 durch Graf Dietrich von Werd, Herrn zu Forbach, an das Kapitel Ober-Homburg geschenkt worden. 1743 kam er mit den übrigen Gütern des Stiftes an das Priesterseminar St. Simon in Metz. Gemein de wald (Oberförsterei Saargemünd) 37,4 ha, ausschliesslich dem HO. gehörig; über den Wald von B eh ren s. d. Kerbach s. Doller 7. Kerbholz, Sennh. (Gde. Metzeral, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Entstehungsjahr unbekannt. Kerbholz, Sennh. (Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.i. 1 Hs. Kerpholtz ls. Jhdt. Kerbholz, bewaldetes Plateau, 330 m, zwischen Tieffenbach, Ka. Lützelstein, und Assweiler, Ka. Drulingen. Kerbholz, Staatswald in den Gden. Tieffenbach, Bettweiler, Adamsweiler, Ka. Lützelstein u. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 218 ha. Oberförsterei Lützelstein-Nord. Forsthaus Tieffenbach. (Buche, Eiche, Hainbuche, Birke, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche.) Vogesen- und Buntsandstein. Bis 1452 Domäne der Grafen von Lützelstein. 1453 von Kurpfalz eingezogen; wegen der weiteren Schicksale s. Lützelstein (Grafschaft). 1792 vom Staate eingezogen. 1895 an die Reichseisenbahn 3,1 ha abgetreten. Die Gden. Adamsweiler, Bettweiler, Durstel und Gungweiler, welche zusammen die Schultheisserei Bettweiler bildeten, hatten Holzrechte in den Waldungen der Grafschaft Lützelstein, welche für Durstel 1S02 abgelöst wurden ; Durstel erhielt 59,86 ha Wald als Eigenthum. Kerbholzkopf, 1107 m. ein aus dem Grenzkamm vortretender Gipfel, nordwestl. Sulzern bei Münster. Kerlingen, Df. (Ka. Sierck [1790 Ka. Königsmachern, aber wohl noch in demselben Jahre dem Ka. Sierck zugewiesen, 1802-25 Ka. Metzerwiese], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 652 E. 157 Hsr. (12 GRe.) - 260 m. - AG. Sierck (6,8); Hp. Mallingen (5,0). - Crelligon 874; Cherlingen 1084; Karlinges 1139; Kerlingen 1376;Kerling-les-Sierck 1869. - Die Gde. umfasst den HO. K. (266 E. 75 Hsr.) und die AO. Freckingen, Karthauserhof, Obersierck (Df., s. 1811, vorher selbständig), Obersierck (Fsths.). - StEBez. Sierck. Met. St. IL O. und Regenstation Obersierck. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Metzerwiese, dann Sierck (s. 1802). Kirche des hl. Johannes des Täufers (24. Juni), 1899 neu gebaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Bauholz- und Weinhandel. Ehemaliges Priorat und Dorf der Probstei Sierck (s. d.). K. war alter Bestandtheil der St. Regulaprobstei; ein ausgedehntes Gut des St. Cunibertsstifts in Köln. Die Probstei war durch die Herrschaften Kedingen (s. d.), Mallingen (s. d.), Wallen und K. gebildet. Diese ansehnlichen Güter sollen angeblich durch König Dagobert an die Kölner Kirche geschenkt worden sein. 874 waren sie noch im Besitze derselben. Durch einen Tauschvertrag vom Jahre 1088 überliess der Kölner Erzbischof an die Abtei St. Arnulf in Metz die gesammte Probstei und erhielt dagegen die Güter, welche die genannte Abtei im Kölnischen besass. St. Arnulf errichtete dann in K. ein von ihr abhängiges Priorat. Obervögte waren die Herzoge von Lothringen, welche die Vogtei schon im 12. Jhdt. an die Herren von Walcourt zu Lehen vergeben hatten. Zum Besitz des Priorats gehörten nebst K., Freckingen und Obersierck z. Th. noch Güter in Lemmersdorf, Weckringen, Hellingen, Metrich und Hargarten. Diese Vogt-Rechte scheinen später an die Herren von Homburg-Kedingen gekommen zu sein. (s. d.). Das Priorat, welches um die Mitte des 15. Jhdts. seit mehr als 50 Jahren verlassen war und dessen Gebäude in Trümmern lagen, wurde durch den damaligen Probst für eine Geldrente von jährlich 50 Goldgulden, die nach Tod des Probstes an die Abtei St. Arnulf heimfallen sollten, den Karthäusern von Rettel mit allen Einkünften überlassen. Nachdem dieser Vertrag 1454 und 1456 nach langen Wirren durch Päpstliche Bulle bestätigt worden war, wurde das Priorat Kerlingen mit Rettel vereinigt und blieb bei diesem Kloster bis zur Revolution. - K. war früher Pfarrei des Trierischen Landkapitels Perl. Den Kirchensatz hatte das Priorat, dann die Karthäuser von Rettel. - Fund von 2500 Stück mittelalterlicher Münzen des 12. Jhdts., aus Trier und Metz (1853). Gemeindewald 74,5 ha (Oberförsterei Kedingen), ausserdem 17,18 ha Antheil an dem Gemeindewalde Kerlingen und Genossen (ebd.). Kermode, Wir. (Gde. u. Ka. Schnierlach. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 28 E. 6 Hsr. D e u x journaulx de terre (champs et hagis) k Quemauldey 1641; A Quermaudey 1658; Que u rmaud 6 1701; A Crimaudel, Matten und ein Haus; La Cöte de C r i m a u d e, Weiden 1760. Kerperche, H., im Staatswald Bride und Köking Kr. Chäteau-Salins, s. Kirchberg. Kerprich-aux-Bols s. Kirchberg am Wald. Kerprich b. Dieuze, Df. (Ka. Dieuze s. 1790], Kr. |