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Show Freisdorf - Frem^court. 313 auch Anzelingen gehörte. Kirche des hl. Stephanus (3. A u g 1. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb Konf in St. Avold.-Kalkbrennerei (6Arbeiter) 2Getreidemühlen.Aeltere Brauerei von Salmon (13 Arbeiter, 5000 hl Jahresproduktion). Handel: Wein, Brennholz, Vieh. Ende Sept. Kram- und Viehmarkt. F. war vor 1302 Pfarrei des Archipr. Kedingen. Kirche 17o (erbaut. Den Kirchensatz hatte die Abtei Busendorf. - Früher waren in F. 2 Schlösser vorhanden; das obere ist im 30jährigen Krieg zerstört worden das andere war noch im l1». Jhdt. erhalten und bemerkenswerth durch seine runde Cestalt. - Vgl. Freisdorf, Abtei. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Busendorf) 250,7 ha. Mittelwald (Buche, Eiche, Hainbuche. Massholder, Aspe, Kirschbaum, Schwarz- und AVeissdorn). Alter Besitz der Gde. Freisdorf, ehem. Abtei (Gde. Freisdorf, Ka. Busendorf, Kr.Bolchen,L.) DieCistercienserabteiF. wurde u m das Jahr 113) durch AVirich von Valcourt und seine Frau Adelheid von Tincry gestiftet und durch den Herzog Simon von Lothringen mit Gütern reich dotirt. 1137 wurde die Gründung durch päpstliche Bulle bestätigt. Der zweite Abt wirthschaftete aber in solcher AVeise, dass die Abtei verarmte und die Mönche auszogen. Die Abtei wurde dann den Prämonstratensern aus Justemont und nach ihrem Abgang den von St. Croix bei Aletz überlassen. Diese Religiösen hatten aber alle schon u m das Ende des 12. Jhdts. F. verlassen. Herzog Alatthaeus von Lothringen berief dann Cistercicnse-rinnen, welche durch Bischof Bertram von Aletz im Besitze der Abtei gegen die Ansprüche der Alönche von St. Croix bestätigt wurden. 1414 war die Abtei F. fast ohne Insassen und ist damals den Nonnen von Alarienfloss (s. d.) zugewiesen worden. Auch diese hielten dort nicht lang aus, denn 1461 war die Frauenabtei wieder durch Cistercienser-mönche besetzt, die F. bis zur Revolution behielten. - 1658 wurden die Gebäude durch Brand zerstört und 1676 ein Commendatarabt eingeführt. Freisdorf, Herrschaft. Zu dieser aus der lothringischen Hochvogtei über die Abtei F. entstandenen Lehensherrschaft gehörten : 1. A n z el ingen (wo das A'ogteilehcn von F. und ein Lehen des Erzbisthums Trier waren; auch in Edlingen hatte die Herrschaft neben Berus und Trier einen Antheil1. 2. E b e r s weiler, das zur Herrschaft F. nicht ursprünglich gehörte; erst 1561 hat die Frauenabtei St. Peter zu Aletz ihren Besitz in Ebersweiler und in F.. dem Johann Faust von Stromhurg, Herrn von F., tauschweise überlassen, •der dafür seine Rechte in Argenchen an diese Abtei abgetreten hat; wegen des lothringischen Lehens in Ebersweiler das im 17. Jhdt. die Herren von Eltz zu F. erworben haben, s. Argenchen und Eberswciler. 3. Freisdorf (F. z. Th. mit Df. D i dingen und dem AVlr. Gischingen). 4. K u h m e n (ein Sechstel des Bannes, im 15. Jhdt. von den Herren von Finstingen zu Bolchen den AVarsberg zu Lehen gegeben, kam erst 1633 in den Besitz der Herren von F.). 5. S c h e m e rich z. Th. (Vintringerhof). Seit 1555 war mit der Herrschaft F. auch ein Viertel an der Aleierei Hollingen (s.d.) verbunden, welche ein gesondertes herzogliches Lehen bildete. - Die Herrschaft F. ist entstanden aus der Untervogtei über die Güter der u m 1130 von der Familie de Valcourt gestifteten Abtei Fr eis dorf (s. d.i, welche der Hochvogtei der Herzoge von Lothringen seit 1137 unterstand. 1211 verkaufte Abt Wolfram von Hornbach mit Zustimmung des Bischofs Bertram von Aletz aber ohne Einwilligung des Konvents (von der Kurie bestätigt 1216) den Kirchensatz und den Herrenhof in F. an die Abtei Busendorf. welche 1229 vom Herzoge Alatthieu die Hälfte der A'ogtei des Hofes Didingen erwarb. In F. waren überdies die Abteien St. Peter in Aletz, St. Sixt in Rettel und V. L. Frau in Alarienfloss begütert; so entstanden 5 Vrogteien, welche unter einer Obervogtei mit dem Gerichtssitze in Burg F. standen. Diese Obervogtei, welche Lehen von Lothringen war, umfasste die Untervogtcien (Grundherrschaften): 1. B u r g g ut (der Abtei F. 1. 2. St. K n u t / (Busendorf, mit dem Sitze in Gischingen). 3. U. L Frau (Marienfloss). 1. St. Peter (mit dem Sitze in Hollingen) 5. St. Sixt (Rettel, mit dem Sitze in Didingen) - 1301 verlieh der Herzog Friedrich III. von Lothringen das Vogteilehen von F. den Brüdern Reg-nier und Virion von Metz mit Ausnahme des dem Herzoge vorbehaltenen Hochgerichtes. Späten- Lehensträger waren (seit 1337) die Herren von Ellentz; durch die Erbtochter dieses Hause,. .Margarethe, Tochter des Fulko, 1474 vermählt mit Heinrich von Warsberg, kam das Lehen an dieses Haus, das 14«3 als Lehensbesserung das Hochgericht in F. erhielt. Die Söhne des Heinrich von Warsberg, Wilhelm und Johann, theilten das Lehen. Die Nachkommen des Wilhelm waren noch lo25 im Besitze der Hälfte während die Töchter des Johann ihn- Hälfte wieder theilten und ihren Ehemännern v. Levenstcin und v. Püttlingen 1 zubrachten; die Levenstein besassen ihren Antheil noch 1625. Der Antheil der Püttlingen war (1561?) an die Faust von Stromburg durch Heirath gelangt. 1631 wurde Friedrich Ernst Herr zu Eltz und Herr von Rodendorf mit einer Hälfte von F. belehnt, mit der anderen Hälfte die Saint-Felix, Seiainchamps und Bichebois. 1789 war die Eltz'sche Hälfte im Besitze der AVittwe von Schmittburg, geb. von Eltz. [dPr.] Freisdorf, Herzogl. Lothringische Prevöte. A'on Herzog Leopold von Lothringen 1698 errichtet, 1705 mit einigen Dörfern der ausgelösten Pfandherrschaft Berus und der ehemaligen Prevöte' Wallerfangen der Prevot<5 Busendorf zugetheilt, aus welcher durch Edikt vom Juni 1751 das Bailliage Busendorf gebildet wurde. Die ehemalige Prevot6 F. umfasste, abgesehen von den durch den zweiten Pariser Frieden 1815 und durch den Grenzvertrag vom 23. Oktober 1829 an Preussen abgetretenen Dörfern: 1. Anzelingen* mit Edlingcn (z. Th.i. 2. Bibisch* mit Neudorf. 3. Daistein. 4. Eberswciler mit Fehringen und Isingen. 5. Freisdorf mit Didingen und Gischingen. 6. Cielmingc-n mit Colmingen. 7. Hessdorf*. 8. Kirchnaumen mit Obernaumen*. 9. Kirsch* bei Sierck. 10. Launsdorf*. 11. Alorschweiler*. 12. Reimelingen*. 13. Schemerich* mit Neu-Schemerich* und Hoblingen*. Die Probstei war provisorisch nach der Abtretung von Sierck mit einem Theil der Probstei Sierck [lool] an Frankreich) aus den bei Lothringen verbliebenen Dörfern von Sierck (mit * bezeichnet' und den nächst ge- | legenen herzoglichen Dörfern gebildet und nach dem Frieden von Ryswyk 1698 zunächst beibehalten, ist aber nach Einlösung des Pfandlehens Berus mit diesem und 1706 mit Busendorf vereinigt worden. [dPr.] Freitag, W . Gde. St. Julien b. Aletz, Ka. u. Kr. Aletz, L.). Theil des A O . Chatillon-Höhe (s. d.i ders. Gde. Freitagberg, auch H o c h b e r g genannt, bei Altpfirt [der Freitagberg 1567]. Freitagberg, Rebenhügel zwischen Wettolsheim und AVinzenheim bei Colmar [inter AVinzenheim et AVetelsheim in monte, qui dicitur Fritag- 1259; a m Freyttag 1523; a m letzen freittag 1559]. Freiwald, Fsths. (Gde. Dreibrunnen, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 7 E. 1 IL. 1858 erbaut. Freiwald, Hf. (Gde. Rommelfingen, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L. >. 18 E. 1 Hs. - 1348 erbaut an Stelleeines 1 schon im 1*. Jhdt. vorhandenen Hofes. Freiwaldbach s. Saar 17. Freiwaldbächel s. Isch 8. Freland s. Urbach. F r e m e c o u r t , Hf. (Gde Marange-Silvange, Ka. u. Kr. Aletz, Li. 7 E. 1 H s - F rimari curtis 875; Fremieourt 1218. - F. war zuletzt Hof der Probstei Briev, im 10. Jhdt. aber Df. und Besitz der Abtei St. Glossinde in Metz; 875 und 962 wird ihr das Df. Frimari curtis mit der dortigen Pfarrkirche zu Ehren des hl. Remigius bestätigt. Annexe dieser Pfarrei war damals Sem6eourt,das später selbst Pfarrei |