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Show Metz. 659 tion Lorraine: M a r ichal, catalogue des manuscrits con-serves ä la bibl.nat. sous les Nos. 1 k 725 de la collection de Lorraine. Nancy 1896. Ebenso ist die Litteratur über M. fast unerschöpflich, so dass nur auf einige grundlegende oder orientierende Werke hingewiesen werden kann. [Ta-bouillot], Histoire generale de Metz par des religieux Benedictins Metz 1769-1790.6 B. d'Ha nnonce 11 es, Metz ancien. Ouvrage edite par M M . Tardif de Moidrey. Metz 1856. 2 vol. Prost, A., Etudes sur l'hist. de Metz. Les Legendes Metz 1865. Klippfei, H., Metz cite episcopale et imperiale. Bruxelles 1867. W e s t p h a l , Geschichte der StadtM. M. 1876- 78. 3 B. Sauerland, H. V., Die Immunität von M. M. 1877. Kraus, F. X., Kunst und Altertum in Lothringen. Strassburg 1889. Technischer F ü h r e r durch M. herausgeg. vom polytechnischen Verein. M. 1894. Von Zeitschriften, die sich mit Metzer Geschichte beschäftigen sind zu nennen: L'Austrasie, Revue du Nord-Est de la France I -VII. 1837-1843. R e v u e de Metz I-IL 1844-1845. L'Austrasie. Revue de Metz et de Lorraine IV - X V . 1853-1867. Me"- moires de l'academie de Metz I-LXXXI. 1819-1900. L'Union des Arts. 2 V. 1851-1852. M e m o i r e s de la so-ciete d'areheologie et d'histoire de la Moselle I-XVII (1860 -1887). Bulletin de la societe d'areheologie et d'histoire de la Moselle. I-XIV. 1858-1874. R e v u e de Metz et de Lorraine. 1 B. 1872. J a h r b u c h der Gesellschaft für lothringische Geschichte und Alterthumskunde Bd. I-XIII. 1888-1901. IL Kirchliche Institute, Spitäler und Erziehungshäuser. Allgemeine Litteratur: Unter den einzelnen Artikeln ist nur die Speziallitteratur (Monographien und Zeitschriftenaufsätze) angegeben. Blosse Erwähnungen oder unwichtige Notizen sind nicht genannt. Ebensowenig sind allgemeine Kirchen- und Kunstgeschichten angezogen. Von Werken, welche die Metzer Kirchen ins Gesammt behandeln, sind besonders zu nennen: C a l m e t , Notice de la Lorraine, 1. ed. I, p. 790 ff. 2. e"d. II, 44 ff. und in der Histoire de Metz par des religieux Benedictins die Stellen an welchen über die einzelnen religiösen Institute gehandelt wird, im Index (Band III). Gallia christiana XIII, 826ff. B out e i 11 er, Monas-tica Mettensia. V i ville, Dictionnaire du departement de la Moselle I, 387 ff. Kraus, Kunst und Alterthum in Lothringen. 397 ff. Technischer Führer durch Metz hrsg. v o m polytechnischen Verein. Metz 1894. Im Uebrigen wird auf die in den Artikeln Elsass-Lothringen und Lothringen genannten Bibliographien verwiesen. a) Abteien, Klöster, Priorate und andere K o n gregationen. - Antonistens. Spitäler. - Augustinerkloster (Augustins). Nach Philipp von Vigneulles haben sich die Augustiner 1260 in Metz niedergelassen und zuerst auf einem Terrain, das den Nonnen von Ste. Glossinde gehörte, Unterkunft gefunden. Vermuthlich benutzten sie ein Oratorium des hl. Mauritius, das ursprünglich den Templern überlassen war, als Gotteshaus. 1290 sind sie urkundlich in Metz nachweisbar. W a n n der grössere Bau entstanden ist, den wir auf den älteren Karten von Metz nahe beim Theo-baldsthor (Augustinerstrasse) eingetragen finden, lässt sich nicht sagen. Durch die Anlage des Theobaldsplatzes und der Asfeldstrasse unter Belleisle wurde 1739 ein Umbau nöthig. Die Kirche 1799 zerstört. Litter.: Hist. de M. IL 449. Chabert, Austrasie VI, 208. Lorrain, Bull, de la soc. d'ar-cheol. de la Mos. X, 205. - A v e M a r i a s. S. Ciaire unter Franziskaner. - B a u d e b r ü d e r s. Franziskaner. - B e g h i n e n in Metz erwähnt seit dem 13. Jhdt.; wohnten in der Rue au dessus le mur bei der kleinen Kirche Simon und Judas. Hist. de M. 11,619. - Benediktinerabteien. 1. M ä n n e r k l ö s t e r . St. Arnulf. Benediktinerabtei, lag dicht vor den Thoren der Stadt, zwischen der Lunette d'Arcon und den ersten Häusern von Sablon. Der ursprüngliche N a m e der Kirche hiess «Basilica sanctorum apostolorum», nachdem aber die Gebeine des hl. Arnulf (643) hierher übertragen waren, wurde sie nach ihm genannt. So in der Urkunde König Chilperichs von 717 basilica S. Arnulfi vel sanctorum apostolorum; bei dem Eortsetzer des Fredegar (736) basilica S. Arnulfi, Basilica S. Jacobi vel ceterum beatorum apostolorum (783), Monasterium S. Arnulfi (840), Ecclesia S. Arnulfi (869), Coenobium SS. apostolorum Joannis, Jacobi et Philippi nee non et confessoris Christi Arnulfi (875), Ecclesia S. Johannis evangelistae 12. Jhdt. S. Arnoult (1235). S. Arnulf wurde die ßegräbnissstätte des karo-lingischen Hauses. Es sind hier beigesetzt worden: zwei Schwestern Karls des Grossen, Rodthaid und Adelaid, seine Gattin Hildegard, seine Töchter Adelaid und Hildegard, sein Sohn Ludwig der Fromme und sein ausserehelicher Sohn Drogo, Bischof von Metz. Statt der ursprünglich in S. Arnulf einsässigen Kanoniker wurden nach einem, wie es scheint, vergeblichen Versuche Bischof Drogo's durch Bischof Adalbero und mit Zustimmung König Ottos L, im Jahre 942 Mönche eingesetzt, die nach der Benediktinerregel zu leben hatten. Neben der materiellen entwickelte sich jetzt auch eine hohe geistige Blüthe, hervorgerufen durch die lothringische Klosterreform, in der S. Arnulf neben Gorze die Hauptrolle spielte. Besonders zu nennen ist der Abt Johannes, der die Lebensgeschichte seines Freundes, des Abtes Johannes von Gorze, schrieb (vor 984). Durch die Schöffenmeisterordnung Bischof Bertrams vom Jahre 1180 stand dem Abte von S. Arnulf mit denjenigen von 4 andern Benediktinerabteien und dem Dekan des Domkapitels das Wahlrecht zu. Die Ansprüche einer königlichen Abtei, die sie im 12. Jhdt. er- , hob, setzte sie nicht durch. Im Jahre 1552 wurde die Abtei auf Veranlassung des Herzogs von Guise niedergelegt und den Mönchen wurde das Dominikanerkloster zwischen der heutigen Bären- und Arnulfsstrasse überwiesen. 1603 wurde hier ein neuer Glockenthurm errichtet, 1661-1670 das ganze Kloster neu gebaut. Nach Austreibung der Mönche durch die Revolution diente das Kloster als Spital, seit 1802 Ecole d'ap-plication d'artillerie et du genie. 1870 Oberpostdirektion, seit 1. April 1872 Kriegsschule. Das Kloster S. Arnulf galt als die vornehmste Metzer Abtei und verfügte über einen ungeheuer reichen Besitz. G e d r u c k t e Q u e l l e n : Dedica-tiones ecclesiae S. Arnulfi Mettensis. M. G. SS. X X I V , 545- 549. Notae S. Arnulfi Mett. M. G. SS. XXIV, 526/7. Ceremo-niale vetus abbatiae regalis S. Arnulfi Met. ed. Prost in Mem. de la soc. d'archeol. et d'hist. de la Mos. X V , 2t7ff. Litter.: V a 1 1 a d i e r, L'Auguste basilique de l'abbaye royale de S. Arnould de Metz. Paris 1615. - L e Pouillon de Boblaye, Notice historique sur l'ancienne abbaye royale de S. Arnould. Metz 1857. Hist. de Metz s. Index. Gallia christiana XIII, 893. Bouteiller, Eloge de Metz HS. Stünkel, Geschichtl. Streifzug 20, 24. W o l f r a m , Kritische Bemerkungen zu den Urkunden des Arnulfklosters. (Jahrb. für lothr. Geschichte und Alterthumsk. I, 40ff.) Thiriot, Le relogement des Benedictins de S. Arnould dans le couvent des Dominicains de Metz, i Jahrb. f. lothr. Gesch. u. Alterthumsk. V, 2, 108 ff.) v. W e b e r n , die Kriegsschule Metz 1897. M ü s e b e c k , Die Benediktinerabtei S. Arnulf vor Metz in der ersten Hälfte des Mittelalters. (Tahrb. für lothr. Gesch. u. Alterthumsk. XIII, 164 ff.) - St. Clemens. Benediktinerabtei, vor den Mauern der Stadt «in villa ad Basi-licas » gelegen. Führte ursprünglich den N a m e n des heiligen Felix, so noch in der Urkunde Otto's III. v o m Jahre 1000. V on Bischof Adalbero I. 946 durch Berufung des Abtes Kadroe, früher in Waulsort, reformirt; auch die verfallenen Gebäude wurden wieder hergestellt. U m die Mitte des 11. Jhdts. wurde von S. Arnulf aus der vergebliche Versuch gemacht, das Kloster mit S. Arnulf zu vereinigen. In einer Urkunde Bischof Hermanns v o m Jahre 1090 zum ersten Male • cenobium | S. Clementis* erwähnt. Durch die Schöffenmeisterordnung I Bischof Bertrams vom Jahre 1180 gehörte der Abt des Klo- • sters zu den 6 Wahlmännern des Schöffenmeisters. 1552 wurde i die Abtei durch den Vertheidiger von Metz, Heinrich von ! Guise, zerstört, die Religiösen erhielten einstweilen die Abtei |