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Show Geiswasser - Gemar. 515 Geiswasser s. Rhein 4. Geisweg, Fsths. iGde. Westhofen, Ka. AVassclnheim, Kr. Alolsheim. U.-E.). 5 E. 1 Hs. 1847 entstanden. Geisweiler, DftKa. Hochfelden [1790-1801 Ka. Buchs-weilerj, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 236 E. 44 Hsr. (10 GRe.) - 215 m. - AG. Hochfelden 16.8); Bhf. Buchsweiler (5,8). - Gaizwilar e 773 (Trad. AATiz.); ma. G eiswiller. - StEBez. Hochfelden I. Armr. ts. 1866). - Filiale der kath. Hilfspfarrei in Kirweiler, der prot. Pfarrei in AA'ickersheim (s. 1853, vorher von Prinzheimi. Prot. Kirche. - AMehzucht-genossenschaft. 773 zuerst erwähnt; damals, wie auch 774 und 784, war die Abtei AVeissenburg daselbst begütert. G. war allo-dialer Besitz. Anfangs des 14. Jhdts. sind wahrscheinlich die Herren von Falkenstein Besitzer von G. gewesen. A'on diesen kam es (1342i an die Herren von Lichtenberg, 1480 an Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. Es gehörte zum Amte Buchsweiler. Das Schultheissenamt zu G. war im Besitz der Abtei Selz, wurde jedoch 1317 veräussert. Die übrigen Selz'schen Güter zu G. kamen im 16. Jhdt. mit der Abtei an Kurpfalz. - 1571 wurde die Reformation eingeführt und G. Filiale der prot. Pfarrei Prinzheim bis 1852, dann von AA'ickersheim. Die Katholiken waren schon vor der Revolution nach Kirweiler eingepfarrt. Geitershof, Wir. (Gde. Altenstadt, Ka. u. Kr.Weissenburg, U.-E.i. 47 E. b Hsr. Die ref. Einwohner gehören zur Pfarrei Oberseebach. G. iGeidershofen) soll um 1600 gegründet worden sein ; gehörte bis zur Revolution der Komthurei des Deutschherren-Ordens zu AA'eissenburg. Gelber Bannstein, 743,3 m, flache Einsattlung (eigentlich der daselbst stehende meterhohe, gelb angestrichene Grenzstein) zwischen nordöstl. Pfaffenheimer Kopf (852 m) und sw. Sandrainkopf (771,2 m), östl. über den Häusern Eberschneid, Gde. AA'asserburg, Ka. Alünster, Kr. Colmar. Gelbe Zorn s. Zorn und Zorn 1. Geldfelsen an der Nonnenburg bei Alberschweiler s. Teufelsfelsen. Geligoutte, Hs. (Gde. Bourg-Bruche, Ka. Saales, Kr. Alolsheim, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Anfang des 19. Jhdts. erbaut Gelingen, AATr. (Gde. Niederginingen [s. 1810], Ka. J Aletzerwiese. Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Vor 1810 selbständig ' und 1790-1802 zum Ka. Lüttingen, dann zum Ka. Aletzer- i wiese gehörig. 68 E. 29 Hsr. Guelanges 1186; Geldenges 1243; Geneidingen 1440; franz. Guelange. - War Wir. j der Herrschaften Lüttingen iz. Th.) und Bertringen j (z. Th.: Püllerhof und Cronenburger-Arcgtei). 1186 war dort die Abtei St. Alartin bei Aletz, 1278 die Abtei Arillers- Bettnach, im 18. Jhdt. die Jesuiten aus Luxemburg begütert. 1243 schenkte Gfrard Herr von Lüttingen den Kirchensatz und Zehnten von Gelingen und Reningen an die Abtei j Alettlach. Gelingoutte, Hsr. (Gde. Deutsch-Rumbach, Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler. O.-E.). 14 E. 2 Hsr. Im 18 Jhdt. bereits vorhanden. Entstehungszeit unbekannt. Gelingoutte, Wlf, s. Leber 24. Gellinger Kopf, AA'esthang gegen den Breidenbach, ' südöstl. Breidenbach, Ka. AVolmünster, Kr. Saargemünd. Gelmingen, Df. (Ka. [1790 Ka. Brittendorf, 1792- 1802 Ka. Ottendorf] u. Kr. Bolchen, L.). 4ö7 E. 142 Hsr. (10 GRe.) - 205 m. - AG. Bolchen (8,5); Bhf. Bolchen (9,1). - Gelmelingen 1184; Gaimelange 1276; Guelming 1681; Gommelange 1869. - Die Gde. umfasst den HO. G. (453 E. 135 Hsr.) und die AO. Colmingen und Gravatten. - P. F. StEBez. Bolchen I. AVasserltg. (s. 1870). Fw. (s. 1873, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bolchen (s. 1804), die Gde. G. (ausser Colmingen) umfassend. Kirche des hl. Alartin (11. Nov.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kleine Oelmühle und kleine Gipsmühle.. War 1648 noch Lothringische Lehensherrschaft mit gan- . , zer Gerichtsbarkeit von Lothringen im Landschult- I heissenamte Sierck, später in der Probstei Freisdorf, dann Busendorf. - G. war alter Besitz der Abtei St. Pierre- ! mont. AVirich von Valcourt, welcher es von dieser erworben hatte, schenkte das Dorf 1130 als Allod an die Abtei Freisdorf. Diese behielt es nicht, denn schon im 14. | Jhdt. war G. als lothringisches Lehen in den Händen der von Onville, später der von Toulon und 1505-1549 der Aletzer Familie Roucel. 1632 wurde es dem AVilhelm von Braubach zu Lehen überlassen. 1681 hatten es die von Choi- ' seul und de Hausen inne, 1742 die de Hae'n zu Schwerdorf. Die Abteien Busendorf und Villers-Bettnach waren ebenfalls hier begütert. Erstere besass bereits 12o4 die Bannmühle. - G. war bis zum Konkordat Pfarrei des Archipr. Kedingen, von welcher die Alühle von Rederchen 1804 abgetrennt und der Hilfspfarrei Brittendorf zugewiesen wurde. DenKirclren-satz hatte die Abtei Freisdorf. Gemeindewald (Oberförsterei Bolchen) 255.7 ha. (25 bis 150jähriger Eichenbestand. Mittelwald.) Im Besitz der Gde. schon vor dem Jahre 1771. Simon, O., Notice sur une dent de Rhinocüros trouv^e k Gommelange. (Alem. de l'Ac. de Aletz 1831-32, App. 82.) Gelsberg, B., 655 m, südöstl. Lüxdorf, Ka. Pfirt. Gelucourt, DL, s. Gisselfingen (Ka. Dieuze, Kr. Chäteau- Salins, L.'. Gelucourt, verschw.Hf. (Gde. Gisselfingen, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). AVar mit einer dabei stehenden Ziegelei Besitz des Alalteserordenshauses in Gisselfingen. doch wurde es 1661 nicht mit Gisselfingen an Frankreich abgetreten, sondern blieb lothringisch. Vgl. Commanderie. Gemar, St. (Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E. [1790-1802 Ka. Reichenweier]). 1208 E. 223 Hsr. (12 GRe.) - 180 m. - AG. Rappoltsweiler (6,2); Bhf. Rappoltsweiler (1,7). - Gher-mari 768; Gasmaringa (marca) 774; Gairmari und Germeri 777; Garmaringa tmarca) 854, Kermere 885; Gemare 953; G ö m a r 1467. - Die Gde. umfasst den HO. G. (1163 E. 210 Hsr.), den AO. Junghurst (bis 18. Mai 1*33 auch Illhäusern, das dann selbstg. wurde) und den unbew. O. St. Alaximin (Kapelle). - P. T. Oeffentl. Sprechstelle. Bhf. Rappoltsweiler (s. 1840). Ortseinn. StEBez. Rappoltsweiler. Armr. (s. 6. Juni 1853). Sparkasse (s. 1890). Oeffentl. Vorschusskasse (s. 1888). Verbds.-Fw. (s. 1840, 6 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rappoltsweiler (s. 1802). Schutzheiliger hl. Leodegar (7. Okt.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in Ostheim, die Reformirten zur Pfarrei Alarkirch. - Kleine Sägemühle. - Ende Alai Krammarkt (Alaximinmarkt). Obergemar (oberes dorf zu G. 1384, Obern G. 1383, superior Gemer 1441), der ältere Theil von G., gehörte im 8. Jhdt. dem Edlen Wido, der dasselbe dem Fulrad, Abt von St. Denis, schenkte i königl. Bestätigung vom 23. Sept. 768). Dieser vermachte es 777 testamentarisch seinem Kloster, von dem die Hauptbesitzungen zu G. auf das Kloster Leberau und auf das Stift St. Die übergingen (vgl. unten: Dinghöfe und Pfarrkirchen. Im Jahre 953 scheint auch das Bisthum Chur daselbst begütert gewesen zu sein. Obergemar wurde nicht mit in die Ringmauer einbezogen, durch welche Unter-gemar um die Alitte des 14. Jhdts. zur Stadt gemacht wurde (vgl. unten: Pfarrkirchen). LTn tergemar (Gemer das nider dorf 1334 ; inferior Gemer 1441) war bis 1363 ein Dorf; als Stadt zuerst genannt 1369. Uhtergemar nebst zwei Dinghöfen, dem Ober- und dem Niederhof, war bis 1293 Eigenbesitz der Herren von Rappoltstein; vgl. die Colmarer Chronik, wo berichtet wird, dass der römische König Adolf 1293 ein Drittel der Herrschaft Rappoltstein (d. h. den Antheil des zu Colmar gefangenen Anselm IL) an sich zog, und dass in Folge dieser Theilung «heredes omne ius in Gemere et he-reditatem in regiam potestatem tradiderunt». Da der Oberhof noch im 14. Jhdt. wiederholt (zuletzt im Jahre 1369) als freies Eigen der Rappoltsteiner bezeichnet wird, kann die |