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Show 140 Hirzlache - Hochfelden. Kantone Ensisheim und Neubreisach, die von Algolsheim aus besorgt werden. 728 durch Graf Eberhard der Abtei Alurbach geschenkt. 1303 habsburgisch, ein Theil der Einkünfte verpfändet als Burglehen für Ensisheim an die Stör seit 1278; gehörte zum Amt Ensisheim. 1228 fand zwischen H. und Blodelsheim die Schlacht zwischen Bischof Berthold von Strassburg und den Grafen von Pfirt statt. 1446 wurde IL von den Baselern verbrannt. Begütert: Kloster Lützel 1179. Unklar sind die Rechte, welche der Bischof von Strassburg im 13. Jhdt. gehabt haben soll. - 1441 Pfarrei des Baseler Landkapitels Citra Rhenum; den Kirchensatz hatten die Truchsess von Rheinfelden. - In H. hielten noch im 18. Jhdt. die Schäfer des Oberelsäss, die wie die Pfeifer und die Kesselflicker eine Brüderschaft bildeten, ihr Jahrgeding ab (s. AA'cissenburg). - H. liegt im Kreuzungspunkte eines alten Keltenweges von Basel nach Egisheim und einer spätrömischen Strasse von Burnhaupt nach Breisach. In der Nähe, im sog. Rothleiblen, viele Tumuli der Hallstatt-La Tene-Zeit. Kirchthurm aus dem 13. Jhdt. - In H. ist geboren Frz. Ant. Jecker (14. Nov. 1766 - 30. Sept. 1S34), namhafter Ingenieur und Begründer der ersten Fabrik Frankreichs für astronomische, geodätische, optische und nautische Instrumente; Erfinder einer Goldwage von grosser Genauigkeit. Gemeindewald (Oberförsterei Sulz) 625,6 ha. (Mittelwald. Eichen mit Hainbuchen. Kieferansaat.) Alter Besitz der Gde. Hirzlache s 111 88. Hirzsteinriedbach s. Kleine Fecht 4. Hisslenbeck, Alei. (Gde. Ammerschweier, Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Ammerschweier. Hitzelgraben s. 111 73. Hoblingen, Df. (Gde. Schemerich [s. 1310], Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L ) . 135 E. 37 Hsr. Vor 1810 selbständig und seit 189") /um Ka. Busendorf gehörig. - Hoveldinga 1333; Hoblingen 1504; Hohl ing 1369. - AVasserltg. (s. 1891). - Gehörte zu dem Landschultheisscnamte Sierck, welches dort jedoch nur die hohe Gerichtsbarkeit hatte, das übrige gehörte zur Abtei Busendorf und zur Abtei ATillers- Bettnach. Letzterer stand auf ihrem Antheile die hohe Gerichtsbarkeit zu. die mit ihrer Herrschaft Daistein auch früher verbunden war. In H. hatte die Karthause Rettel wegen ihrer Herrschaft St. Sixt in Freisdorf (s. Didingen) Güter. - Kirchlich war H. vor 1802 Annexe der Pfarrei Ebcrsweiler. Gemeinde wald (Oberförsterei Busendorf) 50,6 ha. Hoch- s. auch Höh-, Hohe. Hochbach s. Saar 44. Hochberg, Rcbenhügel, 2b0 m, östl. AVillgottheim, Ka. Truchtersheim, Landkr. Strassburg. Hochberg, H , 380 6 m, östl. Rosteig, Ka. Lützelstein. Hochberg, auch Berg von Tincry, franz. Alont de Tincry, genannt, bewaldeter B., 371,5 m. nördl. Tincry, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins. Auf dem südlichen Rande des Plateaus eine prähistorische Umwallung; s. Paulus im Jahrbuch der Gesellschaft für lothr. Geschichte und Alterthumsk. AT. Jahrg. 1894, S. 111 mit Plan. Hochberger Glashütte, AVlr. (Gde. AAfingen, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, L*.-E). 155 E. 12 Hsr. (Früher Ha-nauer- Glashütte genannt.) Die Glashütte, 1715 von dem Schweizer Joh. Adam Stenger errichtet und vom Grafen von Hanau-Lichtenberg mit bedeutenden Privilegien ausgestattet, während der Revolution als Domäne eingezogen, 1808 von den Stengerschen Erben erworben, ging 1816 auf eine Gesellschaft über, die 1868 den Betrieb einstellte. Hochbruck, Wir Gde. u. Ka. Markirch, Kr. Rap-polisweiler, O -E.i. 24 E. 4 Hsr. Haute Broque, grange et metairie 1622; Hohe nbruck 1748; Hau te Bro ck 1839. Hochbruck, AVlr. (Gde AATilsberg, Ka. Pfalzburg Kr Saarburg, L.). 45 E. 8 Hsr. Das erste Haus ist 1845 erbaut worden. Hochbruckbach s. Leber 9. Hochbrunn, früher Haute-Fontaine, B, ca. 860 m, in Urbeis ebenso wie die nördlich davon gelegene Höhe Les Aviats, Hau t- du - Sehn ar u pt nach dem AVeiler gleichen Namens genannt, in dem Bergkamm, beim Zusammentreffen der Bezirksgrenze von Ober- und LTnter-Elsass mit der Landesgrenze. Hochbühl, Staatswald (Gde. u Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.). 233 ha. Oberförsterei Finstingen. Forsthaus Niederstinzel. (Hainbuche, Eiche, Esche, Espe, Erle. Linde, Birke.) Muschelkalk. Domäne der Herrschaft Finstingen. 1664 von Lothringen erworben (s. Finstingen). A'on 1883 bis 1894 um etwa 4 Hektar durch Ankauf vergrössert. Hochburg s. a. Hohburg. Hochburg, 800 m, Kopf in dem vom AVelschen Belchen gegen SO. streichenden Grenzkamm, südöstl. Ausläufer des Sudel 's. d.), bei Grenzstein 3589/90. Hochburg, 675,6 m. TP. B. östl. Oberburbach, Ka. Thann. Hochburg. B. 400 m, am linken Ufer des Rothbach-thales. östl. AA'eiler Fuchsthal, Gde. Reipertsweiler, Ka. Lützelstein. Hochfeld, AVlr. (Gde. Hohwald, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.i. 24 E. 4 Hsr. Schon 1393 erwähnt; gehörte, wie Hohwald, zur Herrschaft Weilerthal. Hochfeld (unter diesem Namen urkundlich schon 1393. dann wieder 1690 erwähnt), breiter Bergrücken, die höchste Erhebung der Nord- und Alittelvogesen, 1098,8 m. TP. westl. Hohwald bei Barr. Der Berg heisst im Patois der französisch sprechenden Bewohner des hintern B^eusch-thales: C h a m p do fe d. i.Vichfeld, wegen der dort befindlichen A'iehweiden, woraus die den Namen missverstchenden Franzosen Champ-du-Feu gemacht haben, das nun wiederum, besonders von den seit 1870 eingewanderten Deutschen durch «Feuerfeld • übersetzt wurde, ein Name. der in der Umgegend ganz ungebräuchlich und auch wieder im Schwinden begriffen i-t. Auf dem höchsten Punkte, an Stelle des alten hölzernen Trigonometer-Signales, seit 1898 ein steinerner 20 m hoher Aussichtsthurm des A'ogesenclubs (Hohenlohcthurm, s. d.) mit umfassender Rundsicht. Ueber «die Geister und den wilden Jäger auf dem H.» s Stöber, Elsäss. Sagen. Neue Ausgabe. II, S. 46. Hochfelden, Df. <Ka. gl. N. [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 2561 E. (Sterbf. 26, leb. Geb. 30,6 auf 1000.) 480 Hsr. (21 GRe.) - An der Zorn und dem Rhein-AIarne- Kanal. ISO m. - KHO. Strassburg (27,8); Bhf. Hochfelden (0.5). - Hocfeldis 816; Hohfeldon 968; Hochfeld 1065; ma. Hofalde, Hofeile. - Die Gde. umfasst den HO. H. (2511 E. 474 Hsr.) und die AO. A m Kanal und Purzelmühle. - P. III. Kl. T. Oeff. Fernsprechstelle (seit 20. Sept. 1900). Stadtfernsprecheinrichtung (dgl.). Bhf.(s.l851). AG., umfassend den Ka. Hochfelden. 2 Notare. 2 Gerichtsvollzieher. Gendarmeriestat. Steueramt I. A'erkehrsStA. StEBez. H. L, umfassend die Gden. Bossendorf, Dunzenheim, Friedolsheim, Geisweiler, Hochfelden, Ingenheim, Issenhausen, Lix-hausen, Alelsheim, Säsolsheim, Scherlenheim, AVickersheim, AVilshausen.AVilwisheim, Zöbersdorf. StEBez.H IL,umfassend die Gden. Alteckendorf, Ettendorf, Gingsheim, Grassendorf, Hohatzenheim, Hohfrankcnheim.AIinwersheim, Alittelhausen, AIutzenhauscn.Ringeldorf.Ringendorf, Schaffhausen,Schwindratzheim, Waltenheim, AVingersheim. 3 Aerzte, darunter 1 Kantonalarzt. Apotheke. Armenanstalt (s. 1S55, 17 B., für Kranke und Sieche, Pflege durch Niederbronner Schwestern). Armr. (s. 1854; Grundbesitz 2,38 ha). Sparkasse (s. 1891). Schlachths. (s. 1881). AVasserltg. (s. 1837). Fw. (s. 1888, 3 Spritzen). Krgv. (s. 10. Alai 1S8Ö>. Autorisirte Fischereigenossenschaft für die Zorn (s. 1894). - Kath. Pfarrei IL KL, |