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Show Ernstwciler - Erstein. 271 Ernstweiler, Df. (Ka. Saaralben [1790-1802 Ka. Püttlingen]. Kr. Forbach, L.). 395 E. 95 Hsr. (10 GRe.) - 200 m. - AG. Saaralben (10,5); Bhf. Hundlingen (5,0). - Ernes-w eiler 1779; E r n e s t viller 1809. - Die Gde. umfasst den H O . E. (278 E. 67 Hsr.), den A O . Heckenransbach (s. 1811, vorher selbstdg.) und die verschw. Orte Reinholdsborn und Schomburg. Ein Theil des Ortes E. liegt auf dem Banne der Gde. Püttlingen. - StEBez. Püttlingen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saaralbcn (s. 1881, vorher Annexe der Pfarrei Püttlingen). Kirche des hl. Michael (29. Sept.). Zur Pfarrei gehörtauch der auf dem Püttlinger Bann liegende Theil des Ortes E., ausserdem wird der A O . Heckenransbach, der de jure zur Pfarrei Wustweiler gehört, durch Pfarrei E. pastorirt. - Hausindustrie : Strohhutflechterei, für eine Firma in Saarunion. AVar Dorf der Herrschaft Püttlingen (s. d.). E. wurde laut Urkunde vom 8. Nov. 1603 des Grafen Ernst von Alansfeld, Alitherrn von Püttlingen, auf dem Banne des abgegangenen Dorfes Reinholdsborn gegründet. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Püttlingen) 82,1 ha. Ernstweiler, AVlr. (Gde. Püttlingen, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 36 E. 10 Hsr. - Erst im 18. Jhdt. nach Anlegung der Strasse Püttlingen-Saargemünd, in der Nähe des Dorfes Ernstweiler (s. d.) entstanden. - Annexe der Hilfspfarrei Ernstweiler. Ernweiler, abgeg. Ort, auf dem linken Dollcrufer, über Niederaspach, bei Oberburnhaupt (Ka. Sennheim, Kr. Thann, O.-E.i. A n n u w i l r a 1179; E n w e y l e r 1569. - Habsburgisches Lehen, 1397 dem Kunemann Hack von Schvveighausen gegeben. Begütert: ab 1179 Kloster Lützel. - AVegen Kriegsverheerungen im Laufe des 14. und der ersten Hälfte des 15. Jhdts. von den Einwohnern verlassen, die sich in die nächstliegenden Ortschaften, hauptsächlich nach Niederaspach, begaben. Letzteres Dorf und Schweighausen theilten den Bann. Erhalten die Flurnamen E. und E.-AIatten. Erpigny, ehem. AVlr., Theil der Gde. Ste. Barbe (Ka. Vigy, Kr. Aletz, L.). Auch Rupigny genannt; R u p p i g n ey 1404. Früherer Name des Dorfes Ste. Barbe, der seit dem 14. Jhdt. durch den heutigen verdrängt wurde. Doch führt -ein Theil des Dorfes heute noch den alten Namen. Erschlitt, Hsr. (Gde. Eschbach, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O -E ). 29 E. 7 Hsr. Alatten im Erschlitt 1716 erwähnt. Ersdorf, Df. (Ka. Grosstänchen [1790 Ka. Hellimer, 1795-1802 Ka. Bischdorf], Kr. Forbach, L.). 304 E. 88 Hsr. {10 GRe.) - 240 m. - AG. Grosstänchen (3,6); HSt. Lei-ningen( 7,5). - E g l c s t or f 1345; E r s t h o r p h 1731 ; Erstroff 1869; ma. Erstroff. - Die Gde. umfasst den H O . E. (302 E. 86 Hsr.) und die A O . Kreuzhof und Schindelmühle. - StEBez. Grosstänchen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Alörchingen (seit 1802, vorher Annexe der Pfarrei Grosstänchen). Kirche zu Ehren der Kreuzerhöhung (14. Sept.), 1781 erbaut. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Saargemünd. - Kleine Dampfsägemühle. W a r Dorf und bischöfliche Lehensherrschaft im Bailliage Vic mit ganzer Gerichtsbarkeit, im Besitze der Grafen von Kriechingen. 1345 ertheilte Bischof Adhemar von Aletz dem Wyrich von Kriechingen das Auslösungsrecht des Gutes und Dorfes Eglestorf, mit der Bestimmung, dass dieses Dorf später selbst von ihm oder seinen Nachkommen ausgelöst werden könne, was jedoch nicht eingetreten zu sein scheint; denn das Dorf blieb in Händen der Kriechingen, welche es zuerst 1687 den Grafen Salm zu Püttlingen verpfändeten, dann 1717 verkauften. Die Rheingrafen überliessen 1731 die fünf Achtel der Herrschaft einem LIerren Alaience und behielten die 3 übrigen Theile. Der Antheil von Kriechingen kam gegen Ende des 17. Jhdts. als Pfand schaff an die Grafen von Solms-Braunfels, die noch 1777 dafür gehuldigt haben. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Püttlingen) 87,7 ha. Ersdorferbach s. Albe 4 E r s i n g e n , Df. (Ka. Havingen [1790 Ka. Hayingen, 1795 Ka. Sancy, 1801 Ka. Diedenhofen, 1802 Ka. Audun-le-Roman, 1854-1901 Ka. Diedenhofen], Kr. Diedenhofen-AVest, L.i. 536 E. 69 Hsr. (12 GRe.) - 200 m. - AG. Havingen (1,7); Bhf. IL (2,6). - Eresengis 875; H e r i sing es 962; E r sänge 16S1 E r z a n g e 1869. - Die Gde. umfasst den HO. E. (366 E. 51 Hsr. und den A O . A n der Staatsstrasse. - StEBez. Hayingen. Wasserltg. (s. 1892). - Gehört seit 1877 zur kath. Hilfspfarrei Schremingen, vorher zu Hayingen. -• Geschäftssprache franz. - Auf dem Banne von E. liegt ein Theil der Werke von Hayingen (s. d.). AVar Dorf der Herrschaft Flörchingen (s. d.). Nur zwei Vogteien (Häuser) gehörten zur Probstei Diedenhofen, die anderen (6) gehörten 1631 zu Flörchingen. - E. war von 875-1877 Annexe der Pfarrei Hayingen. Erste M ü h l e , AI (Gde. Bettweiler, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.i. s. Peiffersmühle (Erste Alühle). Erste Mühle (Fuxenmühle), (.de., Ka. u. Kr. Forbach, L.i. Früher AO., jetzt Theil der Gde. Forbach. Erste Mühle (Stumpemühle), Hs. (Gde. Gross- Rederchingen, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L>. 1 Hs. Soll schon im 18. Jhdt. bestanden haben. AVar bis 1886 Alühle. Erstein, St. (Ka. [s. 17901 u. Kr. gl. N., U.-E.). 5270 E. (Sterbf. 30, leb. Geb. 41,6 auf 1000.) 818 Hsr. (24 GRe.) - Serv.-Kl. IV. - An der 111. 150 m. - BczHO. Strassburg (21,2); Strbst. E. - Herinstein 817; Erenstein 952; E r i-stein 1192. - Die Gde. umfasst den H O . E. (4954 E. 764 Hsr.) und die A O . A m Bürkelweg (b. Schäffersheim), Krafft, Obere Ziegelhütte, Untere Ziegelhütte; der frühere A O . Rott (Auf der Bleiche) zählt jetzt zum HO., der frühere AO. Reichenetter zur ESt. E. A n die Gdcgemarkung stossen die abgesonderten, linksrheinischen Gemarkungen der badischen Gden. Ottenheim und Meissenheim. - P. IL Kl. T. Bhf. (s. 1841). Kreisdirektion. Kassenkontroleur. Kreisschulinspck-tor. Kreisarzt. 2 Kantonalärzte. A G . (s. 1891; zugl. Rheinschiffahrtsgericht), umfassend den Ka. E. mit Ausnahme der Gde. AVesthausen. Notar. Gerichtsvollzieher. Kantonal- Polizeikommissar für die Ka. Benfcld und Erstein. Gendarmerieberitt. Gendarmeriestation. Oberförsterei (Forstaufsichtsbezirk Strassburg-Schleti Stadt). Steueramt I. Ver-kehrsStA. StEBez. für die Gden.: Bolsenheim, Erstein. Gerstheim, Hindisheim, Hipsheim, Ichtratzheim, Limersheim, Nordhausen,Osthausen, Plobsheim, Schäffersheim,Uttenheim. AViesenbaumeisterbez.mit der 111 einschliesslich dem Ersteiner Illhoehwasserableitungskanal und dem krummen Rhein von Benfeld bis Strassburg. Gde.-Fassaichungsamt. Hospital (s. 1861, 50 Betten für Kranke und Sieche; 13,65 ha Grundbesitz, darunter 0,69 ha Wald). Armr. (s. 1718). Sparkasse (s. 1880). Vorschusskasse (s. 1888) für die Gden. E. und Osthausen. Schlachths. (s. 1884). Landw. Kreis verein (690 Alitglieder). A^erein für Förderung der Pferdeaufzucht (Fohlenkoppelverein ). AA'ohlthätigkeitsvereine; a) Armenküche (kathol. ATer-ein), b) Gesellschaft kathol. mildthätiger Damen, c) Evangelischer Frauenverein. Sitz des Kr.-Fw.-A'erbds.E., umfassend die Verbds.-Fw.: Bläsheim, Enzheim, Erstein, Geispolsheim, Gerstheim, Oberehnheim, Rheinau und Sand. Verbds.-Fw. (s. 1886. 5 Spritzen). Krgv. (s. 12. Nov. 1887). Turnv. (s. 1887 . - Station der Krankenschwestern des hl. Joseph v o m Kloster St. Markus bei Geberschweier (s. 1897); dgl. der Schwestern von St. Arincenz von Paul (im Spital). - Kath. Pfarrei II. Kl. und Sitz des Dekanats (s. 1802); letzteres umfasst die Pfarrei E. und die Hilfspfarreien Bolsenheim, Gerstheim, Hindisheim, Hipsheim, Limersheim, Nordhausen, Obenheini, Osthausen, Schäffersheim, Uttenheim, AVesthausen. Schutzhl. hl. Alartinus (11. Nov.). Filiale: A O . Krafft (Aluttergottes-kapelle). Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1884, vorher Filiale von Gerstheim) des Konsistoriums Gerstheim (Inspektion St. AVilhelm in Strassburg). Die Kirche 1883 erbaut, die Kirchenbücher gehen bis 1875 zurück. 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