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Show 132 Breusch - Breusehwickersheim. Beiträge, Aktenstücke und Belege zur Beleuchtung der i Geschichte des Schiff bach oder Altdorfer Breuscharm. Strassburg 1887. - Bok, O., Die Breusch. Strassb. Diss. Gebweiler 1900. Auch in: Zeitschr. f. Gewässerkde 1, 1901.) B r e u s c h , Altdorfer, s. Breusch 40. B r e u s c h b ä c h l e i n s. Lauch 31. Breuscheck,ehem. Burg (Gde. Strassburg, Ka. West extra-muros, Stdtkr. Strassburg, L'.-E.). Ursprünglich einer der Wartthürme der Stadt. 1393 erbaut. Das kleine Schloss wtir bis 16*1 markgrätlich-badischcs Lehen, im 16. Jhdt. in Händen der Prcchtler; wurde 1681 von Maximilian Felix Grafen von Wolkenstein-Eberstein zu gleichen Theilen an Joh. Franz Grafen vonBronchorst-Gronsfeldund den Strassburger A'ogt Gottfried Stösser verkauft, von denen es an die Günzer und von diesen 171* an die Treitlinger kam. - Thurm erhalten, in der Neuzeit verbaut. Grandidier, Oeuvres historiques in^dites, Ar, 565 f. S a l o m o n , Notice sur le Breuscheck-Schlösslein. (Bull, de la Soc. pour la Conservation des mon. hist. d'Alsace. II seTie XII, S. 86-89). B r e u s c h k a n a l . Der Bau zuerst beabsichtigt vom Bischof AVilhelm von Diest 115. Jhdt. i, 1682 hergestellt von Vauban auf Staatskosten (30000 AI.) und mit Hülfe von Soldaten, zur Herbeischaftung von Baumaterial aus den Vogesen für den Bau der Citadelle in Strassburg [beim Bau wurden z. Th. alte Mühlkanäle benutzt, das B r e u s c h b e t t jedoch unberührt gelassen]. Dient besonders zum Transport von Brennholz, welches die Breusch herabgeflösst wird, Brettern und Bauholz, sowie Hausteinen aus den AVolxheimer Brüchen und Gips aus denen von Flexburg, und zu industriellen Zwecken. - Beginnt beim Einfluss der AI o s s i g in die B r e u s c h südl. Sulzbad - Kanal, Wolxheim (AL, Alühlkanal 0,6 km, 2 Brücken i, Ergersheim, Ernolsheim (Fbrk., Gewerbe-Kan., 1 km, 1 Brücke), Kolbsheim (2 AL, Alühlkanal, 1,1 km), Hangenbieten AL, Mühlkanal, 0,6 km, 1 Brücke), Achenheim (AL, Alühlkanal, 0,6 km), Oberschäffolsheim (AI., Mühlkanal, 1,6 km, 1 Brücke), Wolfisheim (AI., Alühlkanal, 3,8 km, 3 Brücken [AVässeiungsgenossenschaft AA'ollisheim 200 Betheiligte, staatlich genehmigt 1888]), Eckbolsheim (M.), Königshofen kreuzt die Strassburg-Colmarer Eisenbahn, mündet in Gliesberg sw. Strassburg in die I!l (linkes Ufer), 19,78km, lSBrücken. Höhenunterschied zwischen Anfang und Ende: 29,24 m , durch 11 Schleusen überwunden. Diese haben in Erde geböschte Seitenwände, nur die Köpfe sind früher in Holz, später in Alauerwerk ausgeführt worden, 48,80 m lang, im Alittel 11 m breit, lichte Oeffnung der Köpfe 4,50 m. Kanalbett: in der Sohle 8 m.in Höhe desNormal-AVasserspiegels. 11 m breit Treidelpfad nur auf einer Seite. Gespeist wird der Kanal durch die M o s s i g südl. Sulzbad, die B r e u s c h ebendaselbst mittels des Canal de C h a m p a g n e (durch das Regiment de Champagne erbaut, daher der Name, - 0,7 k m ) und einen kurzen Speisekanal südl. Kolbsheim, durch letzteren nur bei grosser Dürre. Z u f l u s s 1 AI ü h 1 b a ch, recht. LT., mündet in Achenheim. entspringt nordöstl. Dahlenheim-Osthofen. Breusehwickersheim (AI. - 10km,8Brücken [Genossenschaft des M ü h l b a c h s Breusehwickersheim staatlich genehmigt 1890]). - 'Zufl.: T h a l m a t t e n g r a b e n mündet westl. Osthofen, entspringt nördl. Dahlenheim 3 km, 3 Brücken, [Genossenschaft des T h a l m a t t e n g r a b e n s Dahlenheim staatlich genehmigt 1*01]). B r e u s c h k a n a l , A m , Hsr. (Gde.,Ka. u. Stdtkr. Strassburg, U.-E.). S. Schirmeckerstrasse. B r e u s c h k a n a l , V o r d e m , Hsr. (Gde., Ka. u. Stdtkr. Strassburg, L'.-E i. S. Schirmeckerstrasse. B r e u s c h m ü h l e . AI. (Gde. Dinsheim, Ka. u. Kr. Alolsheim, U.-E.i. 7 E. 1 Hs. Besteht s. 1850. B r e u s c h w a l d . verschw. Schi. (Gde. Ernolsheim, Ka. u. Kr. Alolsheim. L'.-E.). Stand etwa 1 k m südl. von Ernolsheim in dem Gelände, das heute noch den N a m e n Breuschwald führt. 1805 wurde aus dem Alatcrial des Waldschlösschens ein Privathaus in Ernolsheim gebaut. Das Schloss gehörte 1732-1761 der Familie de Clery, welche 1732-54 auch das zu Ernolsheim noch jetzt vorhandene Schloss Urendorf besass (vgl. Ernolsheim). Ein Mitglied dieser Familie, der 1750 oder 1753 im Waldschlösschen geborene Franz Jakob von Clery, war 1803-1806 Excrzirmeister des damaligen Prinzen AVilhelm, späteren Kaisers AVilhelm I. Die letzten Besitzer des Schlosses B. waren nach einander der Baron Otto von AVurmser, Inf.-Oberst im elsässischen Regimcnte, und der General der Rhein- und Aloselarmee Argoud. P f a n n e n s c h m i d in der «Strassb. Post» 1888, 23. Sept. 2. BL, Nr. 265. B r e u s c h w e r k . Eisenw. (Gde. Dinsheim, Ka. u. Kr. Alolsheim, U.-E.). 23 E. 3 Hsr. U m 1800 entstanden; bis 1870 wurden dort die in der Gewehrfabrik zu Alutzig gebrauchten Eisentheile hergestellt. B r e u s e h w i c k e r s h e i m , Df. (Ka. Schiltigheim [1790 Ka. Alolsheim, 1802-32 Ka. Oberhausbergen], Landkr. Strassburg, U.-E.i. 607 E. 109 Hsr. (12 GRe.) - 160 m. - AG. Schiltigheim (13,1); HSt. Enzheim (4,7). - Wigfridashaim 788 (Trad. Fuld.); W i c k i r s h e i m 1219; m a . AV ick ersehe, B rischwi c kersche. - Im Gebiet der Gde. soll die verschw. Burg Steinbronn gelegen haben. - Telegraphen-betriebstelle mit öff. Fernsprechstelle (s. 30. Aug. 1901). Ortseinn. StEBez. Strassburg IAL Armr. (s. 1850 jur. Person, soll tiberschon s. 1607 bestehen; Grundbes. l,27hac - Prot.Pfarrei Augsb. Konf., s. 1852 zum Konsistorium Ittenheim der Inspektion Neue Kirche zu Strassburg gehörig. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Achenheim.- Oelmühle. 2 Sägemühlen. 2 Hänfereien. Gewehrschäftefabrik (J. Spohr). Altes Dorf; schon 788 erscheint die Abtei Fulda daselbst als begütert. 884 hatte auch Kloster Honau Besitz zu B. 1077 schenkte Kaiser Heinrich IV. der Abtei Selz Güter daselbst. 1219 war dtis Strassburger Hospital zu B. begütert. Das Dorf gehörte zum Territorium der unterelsässischen Reichsritterschaft und war Allod. AVer es im Alittelalter besessen hat, ist nicht festzustellen. AVir wissen nur, dass es 1261 von Rittern besetzt war, die dort ein festes Schloss (schon 124o erwähnt) hatten und der Stadt Strassburg vielen Schaden zufügten. Die Strassburger nahmen es daher im Dez. 1261, mussten aber bei Anmarsch des feindlichen bischöflichen Heeres wieder abziehen, verbrannten jedoch vorher das Dorf. Vielleicht war B. im Besitz des nach ihm benannten Geschlechtes (s. u.), derer von AVickersheim, die später nur noch das feste Schloss im Dorfe ihr Eigen nannten und bis zu ihrem Aussterhen (1732) ihren Hauptsitz daselbst hatten. Erst s. dem 15. Jhdt. wissen wir näheres über die Besitzer des Ortes. Als solche erscheinen 1475 und im Anfang des 16. Jhdts. die von AAMnterthur, dann die Zuckmantel, die schon vorher Alitbesitzer waren, endlich die Sturm von Sturmeck. Nach deren Aussterben 1640 kam es zu einem Prozess, der 1645 dadurch beendet wurde, dass man die Ansprüche der Herren von Dettlingen abwies und die von AA'eitersheim als Herren von B. anerkannte. Diese veräusserten es schon 1647 an die von Gayling, kauften es jedoch im 18. Jhdt. von denselben zurück und besassen es bis zur Revolution. Ein Freihof zu B. gehörte dem Strassburger Domkapitel. 1444 nahmen die Armagnaken die Burg zu B. ein und verwüsteten das Dorf. - Die Burg von B. war Stammsitz des adligen Geschlechts von AVickersheim, dtis 1284 zuerst erwähnt wird, vielfach im Rath und unter dem Adel von Strassburg erscheint, auch häufig das Schultheissenamt in Hagenaii bekleidet hat. Ob ein zweites Geschlecht von AAHckersheim, das 1277 zuerst erwähnt wird und im 15. Jhdt. erloschen ist, auch von B. oder etwa von Illwickersheim stammt, ist unsicher. - Kirchlich war B. im 15. Jhdt. Rektorat und Plebanat. Das Patronatsrecht hatte das Strassburger Domstift. 1560 wurde die Reformation eingeführt. Seitdem prot. Pfarrsitz, 1806-11 mit Filiale Handschuhheim. Die Kirchenbücher gehen bis 1623 |