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Show Lemberg - Lengenberg. 569 wiesen; Meisenthal ging jedoch aus diesem schon im Febr. 1802 in den Ka. Bitsch über. Lemberg, Ilanau-Lichienbergisches Amt. War Theil der Herrschaft Bitsch mit dem Amtssitze zu Lemberg (Pfalz). Das Amt scheint sowohl aus ursprünglich Zweibrücken'schen Gebietstheilen als auch aus solchen der Herrschaft Bitsch gebildet worden zu sein. Im Vergleiche [ vom 6. Februar 1606, durch welchen der Lehensfolgestreit (1570-1600) zwischen Lothringen und Hanau-Lichtenberg I wegen Bitsch beendet wurde, wurde das Amt Lemberg letzterem überlassen. Mit Lichtenberg kam Lemberg 1735 an Hessen-Darmstadt (s. Lichtenberg). Durch Dekret der Nationalversammlung vom 20. März 1793 sind mehrere ] Dörfer des Amtes Lemberg, darunter Obersteinbach ; (mit den Burgen Lützelhard und Arnsberg! mit Frankreich I vereinigt worden. Im Pariser Frieden vom 30. Mai 1814 sind I diese Dörfer an Bayern abgetreten worden, das im Grenz-rezesse von Weissenburg vom 9. Dez. 1825 Obersteinbach mit Lützelhard und Arnsberg wieder an Frankreich überliess, während die übrigen Dörfer bei der bayerischen Pfalz verblieben. Bei dieser Grenzfeststellung kam an Frankreich ausser Obersteinbach auch der Weiler Neunhofen der Gde. Dambach. Zum Amte Lemberg gehörten im Bezirke Lothringen auch die Dörfer Bärenthal und Philippsburg, d. h. die alten Herrschaften Falkenstein, Ramstein und Gross-Arnsberg mit Burg Rothenburg, die von Hanau- Lichtenberg im 16. Jhdt. - zum Theile früher - erworben und nach lbOb dem Amte Lemberg unterstellt wurden. Diese Theile des Amtes Lemberg haben nie zur Herrschaft Bitsch, sondern immer zum Elsass gehört. [dPr.] Lembergerweiher im Saargebiet in Münzthal - 0,18 ha. Forellen-Fischerei. Wird nicht abgelassen. Eigenthum der Actiengesellschaft Verreries et Crystallerie de St. Louis. Zu- und Abfls. s. Spiegelbach 2. Lemestroff s. Lemmersdorf. Lemmersberg, Wir. (Gde. Sillers [9 Hsr.] u. Maizery [2 Hsr.], Ka. Pange, Kr. Metz, L.). 45 E. 11 Hsr. - Landremont 1313; Landrimont 1429. - Die beiden auf dem Gebiete von Maizery liegenden Häuser wurden bis 1892 unter den Namen Poinsignon und Steichen als besondere AO. geführt. - Gehörte zu dem Pays Messin (Haut-Chemin) und war Herrschaft mit Schloss und Hof. Die Ort-schaft, welche nie bedeutend gewesen zu sein scheint, soll Stammort des wegen seines Verrathes an Metz 1492 hingerichteten Edelen von Landremont sein. Das Schloss soll damals abgehrochen worden sein. Der gegenwärtige Ort ist erst neueren Ursprunges. L. gehörte im 16. und 17. Jhdt. zur Herrschaft Pange. Lemmersdorf, Df. (Gde. Udern [s. 1811], Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 194 E.olHsr. - Vor 1811 selbständig und 1790-1802 zum Ka. Königsmachern, nachher zum Ka. Metzerwiese gehörig. - Leimesthorf 9,32; Leimmensdorf 12. Jhdt.; Leimeistroff 1265; Lemestroff 1869. - Muttergotteskapelle. - Gehörte zu der Lehens- und G rundherrschaft Udern (s. d.) und wird schon 932 als Annexe der Pfarrei L'dern erwähnt. 1265 hat Reginald von Lothringen, Graf von Blieskastel, seinen allo-dialen Besitz in L. der Abtei Villers-Bettnach geschenkt, der Ort ist 16bl an Frankreich abgetreten worden. Gemeindewald s. Monneren. Lemoncourt, Df. (Ka. Delme [s. 1790], Kr. Chäteau- Salins, L.). 152 E. 4o Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. Delme (2.9); Bhf. Chäteau-Salins (12,2). - Lymuncurt 1181; Lemoncort 1237; ma. L'monco. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. Hf. Trochas. - StEBez. Delme. Wasserltg. (s. 1888). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Delme (s. 1802), zu der bis 1827 auch Oriocourt gehörte. Kirche zu Ehren Maria Geburt (8. Sept.). - Geschäftssprache franz. Das Dorf war Bestandtheil der Herrschaft Bande Delme, später der Herrschaft Nomeny. Die Souveränetät ist 1661 an Frankreich abgetreten worden. Die Abtei St. Arnulf hatte dort noch 1531 einen gesonderten Bann mit einem 1640 «Le Trochas» genannten Hof, wie es scheint, mit ganzer Gerichtsbarkeit ausgestattet. Auch die Abtei St. Vincenz in Metz hatte in Lemoncourt, Oriocourt und Oziers einen eigenen Bann, sowie ein Drittel der Zehnten, welche sie 1242 von Rcnauldin von Bacourt erworben hatte. Die Gerichtsbarkeit über das Dorf, welche noch nach der Abtretung von 1661 bei Lothringen (wegen Nomeny), verblieben war, wurde durch dieses 1708 dem Paul Protin zu Lehen gegeben, 172s den de Busselot. 1421 und 1470 ertheilte der Metzer Bischof den Merciers du Tour de N. D. de Lemoncourt das Recht, sich einen Zunftmeister zu wählen, und bestätigte ihre Zunftstatuten. - L. war bereits vor 1S02 Pfarrei des Archipr. Delme. Der Kirchensatz, welcher noch 1237 Besitz der Herren von Brissey (Chamhley-Bacourt) war, wurde in jenem Jahre mit einem Theile der Zehnten durch Friedrich von Bricev der Abtei Ste. Glossinde in Metz vermacht. Die Pfarrkirche (gesch. Dkm.) ist ein einschiffiger Bau aus der Uebergangszeit des beginnenden 13. Jhdts., ein Werk von grosser Anmuth und Frische in den architektonischen Formen. Ueber dem Eingange die Krönung Maria, Steinrelief von guter Hand. Lemoncourtbach s. Seille 20. Lemud, Df. (Ka. Pange [1790 Ka. Anserweiler, 1795- 1802 Ka. Remilly], Kr. Metz, L.). 208 E. 66 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - AG. Remilly (3,8); Bhf. R. (3,9). - L'Esmud 1404; ma. L'mö. - StEBez. Remilly. - Filiale der kath. Pfarrei in Anserweiler. Kirche der hl. Felicitas (23. Nov.), (das Kirchenfest wird jedoch am 10. Juli, dem Feste der Söhne der hl. Felicitas gefeiert). - Geschäftssprache franz. War Barisches Lehen mit ganzer Gerichtsbarkeit, zur Probstei Pont-ä-Mousson gehörig. - Enclave im Pays- Messjn, lbb4 als After-Lehen dcrBaronnie Viviers bezeichnet. - Lemud war ursprünglich Bestandtheil der Kastellanei Remilly und alter Besitz der Abtei St. Arnulf, 1404 in Händen der Perette le Hungre, 1682 des Bailly von Luneville, de Tournielle, 1749 bis zur Revolution der Familie Georges, die sich später von Lemud nannte. Unbekannt ist, wie und wann das Dorf an Bar kam. - L. war stets Annexe der Pfarrei Anserweiler. Kirche 1880 erbaut. Lengeisheim, Df. (Ka. Wolmünster [1790-1802 Ka. Breidenbach], Kr. Saargemünd, L.). 520 E. 111 Hsr. (12 GRe.) 280 m. - AG. Bitsch (11,5); Bhf. Bitsch (12,2). - Lengissheim 1594; Lenglisheim IbSl. - Die Gde. umfasst den HO L. (513 E. 110 Hsr.) und den AO. Bersiedershof. - StEBez. Wolmünster. Wasserltg. (s. 1891). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Wolmünster (s. 1804, vorher Annexe der Pfarrei Schorbach), zu der (s. 1S25) auch der AO. Breidensiederhof (Sauerhof) der Gde. Breidenbach gehört. Kirche des hl. Laurentius (10. Aug.) 1819 zuletzt erneuert. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch. - Hausindustrie : a) Strohhutflechterei, für die Materiallieferanten in Frohmühle (Gde. Klein-Rederchingen und Siersthal.; bi Holzschuhverfertigung, auf eigene Rechnung. L. war Dorf der Herrschaft Bitsch (s. d.), zur Meierei Schorbach gehörig. Lengelsheimerbach s. Trualb 4. Lengenbach s. Focht 7. Lengenbachfelsen, B , s. Steinberg. Lengenberg, Hf. (Gde. Hattstatt, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). 12 E. 1 Hs. Ueberrest des verschwundenen Dorfes Lengenbe rg, das 1188 (Len gi nbe r c) zuerst erwähnt wird, und zur Burg Hohenhattstatt (s. d.) gehörte, deren Schicksale es theilte. Es wurde, wie diese, 14bb zerstört. Während aber die Burg wieder aufgebaut wurde, konnte sich das Dorf nie wieder erholen. 1593 bestanden noch 4 Häuser, 1600 noch drei. Dazu legten in demselben Jahre die damaligen Lehensinhaber, die Truchsess von Rheinfelden, noch eine Meierei an. Doch wird noch 1620 L. < Dorf» |