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Show Lützelstein - Luffendorf. 605 -Lehen und als angebl. elsass. Landstand mit Frankreich reu nirt und dem Elsass zugetheilt. 1694 starb die Linie Pfalz- Veldenz aus. In den nun entstehenden Erbstreitigkeiten zwischen den pfälzischen Häusern zog der Bischof von Strassburg die Grafschaft als erledigtes Lehen ein, musste sie jedoch wieder herausgeben und Pfalz-Birkenfcld damit belehnen, als der Conseil Souverain dessen Erbansprüche 1695 anerkannte. Birkenfeld hat sich dann mit Pfalz-Sulzbach 1704 dahin geeinigt, dass Sulzbach die Hälfte der Grafschaft erhielt, doch blieben beide Theile in ungetheiltem Besitz. Im Mannheimer Vertrage v o m Dez. 1733 über die Zweibrückische Erbschaft wurde L den beiden Linien Zweibrücken-Birkenfeld und Pfalz-Sulzbach zu gleichen Theilen zugesprochen. Der Neuburgische Antheil ist dann von Birkenfeld 1735 durch Cessionsvertrag erworben worden. Die herrschaftlichen Rechte in der Grafschaft wurden durch Kgl. Patent vom Oktober 173b unter Fixierung der Frohnen anerkannt. Die polizeilichen Bestimmungen und die Neuverordnungen der Lützelsteiner Landsordnung von 1560, die Waldordnung von 1563 (im 19. Jhdt. zahlreiche Prozesse wegen Waldberechtigungen in den ehemals Lützelsteinischen Forsten zwischen der Regierung und den berechtigten Gden.) und die Kirchenordnungen von 1005 und 1721 blieben in Kraft - 1560 ist die Reformation in der Grafschaft eingeführt worden. Vorher gehörten vier Pfarreien zum Bisthum Metz, die übrigen zum Bisthum Strassburg. D a die Aufhebung des Edikts von Nantes, 16cb, nicht auf das Elsass ausgedehnt wurde, L. aber seit 1680 zum Elsass gehörte, so blieb hier die Reformation gewahrt. B e n o i t , A., Quelques lettres de George Jean, comte palatin de Veldenz et Lützelstein. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. III, 1891, S. 17-32.) B o d u n g e n , F. v., Die vormalige Grafschaft Lützelstein und die zugehörigen Waldungen. Str. 1879. C o n s i d ^ r a t i o n s importantes sur les droits et les devoirs respectifs de la France et des Etats de l'Empire possessionnös en Alsace et particulierement sur les rapports des Possessions Palatines de Deux-Ponts. Par un Publiciste du Palatinat (Stupfel), traduites de l'allemand. Paris 1792. Deutsch erschienen 1789 in Strassburg: Betrachtungen u. s. w. F i s c h e r, Dag., Le comtC de la Petite Pierre (Lützelstein) sous la domination de la maison palatine. (Rev. d'Als. 1879, 215-228; 395-408; 1880, 95-122; 454-479.) G e r m a i n, L6on, Une question de ge'ographie historique. Riste sur Feste. (Ausz. a. d. Bull, de la Soc. philom. Vosg.) Nancy 1896. G ü m b e 1, Theod., Geschichte desFürstenthumsPfalz-Veldenz. Kaiserslautern 1900. Klein, Th., Das Städtchen Buchsweiler und die Bergveste Lützelstein. L e h m a n n , Gesch. des Hauses Pfalz-Zweibrücken. Lehr, E., Notice historique et g6neal. sur les comtes de la Petite Pierre en Basse-Alsace. (Rev. d'Als. 1873, 485-517.) [Auch bes.:] Mulh. 1874. L u r i o n, R. de, Armorial de Franche-Comte. Besancon 1890. S. 014. M e y e r, Einiges aus der Geschichte der Schule in der ehem. Grafschaft L. (Els.-Lothr. Schulblatt 28, 1898, S. 360-302.) M e y e r , Die Schule der ehem. Grafsch. L. im 18. Jhdt. (Els.-Lothr. Schulblatt 29, 1899, S. 33-37, 53-54.) Lützelstein, Kanton (Kr. Zabern, U.-E.). Umfasst die Gden. Dossenheim, Erkartsweiler*, Eschburg, Frohmühl*, Hinsburg*, Lichtenberg, Lohr*, Lützelstein*, Neuweiler, Petersbach*, Pfalzweier, Puberg*, Reipertsweiler, Rosteig*, Schönburg, Sparsbach*, Struth*, Tieffenbach*, Weitersweiler, Wimmenau, Wingen*, Zittersheim* und enthält auf 24b,0414 q k m 2790 bewohnte Häuser etc., mit 14493 Einwohnern. - Der Ka. L., 1790-94 zum Distrikt Weissenburg, dann bis 1795 zum Distrikt Saarunion und 1800-1870 zum Arrondissement Zabern gehörig, begriff seit 1790 ausser den oben mit Sternchen bezeichneten Gden., von denen jedoch Sparsbach und Zittersheim damals nur A O . von Erkartsweiler waren, noch Adamsweiler, Bettweiler, Durstel, Gungweiler, Hambach, Volksberg und Weisungen. Die drei letzten gingen 1794 in den Ka. Diemeringen, die vier vor ihnen genannten in demselben Jahre in den Ka. Drulingen über. Dagegen kamen 1801 die ihm zum heutigen Gemeindestand noch fehlenden Gden. hinzu und zwar Lichtenberg-, Reipertsweiler, Weitersweiler und W i m m e n a u aus dem Ka. Ingweiler. Pfalzweier aus dem Ka. Zabern, die übrigen aus dem Ka. Buchsweiler. Lützelstein, Staatswald (Gde. u. Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, LT.-E.). 1190 ha. Oberförsterei Lützelstein-Süd. Forsthaus Rothlach. (Buche, Tanne, Kiefer, Fichte, Erle, Eiche, Hainbuche, Birke.) Vogesensandstein. Schon 846 wird ein Forst Lutilinhard im Eichelgau erwähnt, von welchem die Abtei Weissenburg die Hälfte durch Schenkung von Eto besass. Der Wald war später Domäne der Grafen von L. aus dem Hause Lun6ville, von Kurpfalz, Veldenz u s w. (s. L.). 1792 v o m Staate eingezogen. Die Waldrechte der Gde. L. in den ehemals L.'sehen Forsten sind 1867 abgelöst worden. L ü t z e l w e i h e r im Larggebiet, 0,6 k m südwestl. Moos - 4,0 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Besitzer Pfarrer Dangel in Friesen. Abfls. (Steingraben) s. Larg 8. L ü x d o r f , Df. (Ka. Pfirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.L 306 E. 8b Hsr. 110 GRe.) - 490 m. - AG. Pfirt (3,8); Bhf. Pfirt (4,91. - Luchesdorft 114b; franz. früher Ergin-court. Lechincourt, später Ligsdorff; ma. Ligschd'r f. - Die Gde. umfasst den HO. L. (275 E. 78 Hsr.), die A O. Hintere-Birgmatte, Niedermühle, Reinbachsäge, Vordere- Birgmatte und die verschw. O. Neuhof (Neuneich) und St. Moritz (Kap.). - StEBez. Pfirt I. Wasserltg. (1892/93 und 1895 erbaut). - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Pfirt (s. 1802). Schutzheiliger St. Georg (23. April). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. Kleine Sägemühle mit Wasserkraft. 2 Kalksteinbrüche (je 1 Ar-i beiter). L. gehörte zu dem Meierthum Wolschweiler der Herrschaft Pfirt. Hier war Lützel begütert 1146 und 1273. Die Kirche in Pfirt erhielt 1317 durch St. Ursitz Güter in L. vom Spital St. Bernhard. - 1250 stiftete der Bischof Berthold von Basel 2 neue Präbenden für Basler Kanoniker und bestimmte dazu die Kirche von L., wenn sie frei würde. Dieselbe gehörte bis 1801 zum Landkapitel Eisgau des Bisthums Basel, den Kirchensatz hatte das Domkapitel von Basel. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Pfirt) 304,7 ha. 460 bis 780 m über dem Meere. Jurakalk. (Buche, Tanne, Eiche, Ahorn, Esche. Hainbuche, Fichte, Lärche, Kiefer.) Der WTaldort Gelsberg und der östliche Theil des Glaserberges gehörten bis 15. Sept. 1842 dem Staat, wurden dann verkauft und a m 26. Aug. 1873 von der Gde. L. erworben. Enklave Calmis kaufte die Gde. im Jahr 1877 und am 15. Jan. 1895 wiederum 0,9 ha. Das übrige ist seit langer Zeit im Besitz der Gde. Luffendorf, Df. (Ka. Pfirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 208 E. 55 Hsr. (10 GRe.) - 475 m. - A G . Pfirt (11,6); Bhf. Pfirt (12,9). - L e w u n c o r t 1148; Lubendorff 1304; L e v o n c o u r t 1809; ma. Lüfed'rf, L'vonko. - Die Gde. umfasst den HO. L. (201 E. 54 Hsr.), den AO. Sägemühle und den verschw. O. Monjolet (Montingo). - StEBez. Pfirt I. Wasserltg. (s. 1895). - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Pfirt (s. 1802). Schutzheiliger St. Mauritius (22. Sept.). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kleine Getreide- und Sägemühle mit Wasserkraft. Kleine Ziegel- und Kalkbrennerei. Kl. Kalksteinbruch. L. gehörte zu der Herrschaft Mörsberg. Hier war das Kloster Moutiers-Grandval begütert 1148; Heinrich von Spechbach veräusserte seinen Besitz in L. 1492 an Leute in Friesen. Die Kirche, deren Patronat Hugo von Mörsberg 1 1370 von den Herren von Neuchätel a. d. H. Burgund zu |