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Show 50 Baldersheim Die Gde. umfasst den HO. B. (1032 E. 217 Hsr.) und den AO.: Oberrathsamhausen. - P. F. Oeffentliche Fernsprechstelle (s. 1898). Ortseinnehmerei. StEBez. Alüttersholz. Armr. (s. 1856). Sparkasse (s 1890 . Verbds.-Fw 's. 1889, 3 Spritzen I Filiale der kath. Hilfspfarrei Alüttersholz (s. 1808, vorher von Hessenheim). Prot. Pfarrei Augsburger Konfession, s. 1802 zum Konsistorium Sundhausen damals Inspektion St. Thomas, s. 1877 Insp. St. AVilhelm in Strassburg) gehörig. - AVeberei (Hausindustrie). Schweinezuchtgenossenschaft. .Molkereigenossenschaft. B. erscheint zuerst in den gefälschten Urkunden der Abtei • Ebersmünster im 9. Jhdt. 119.5 hatte Kloster Baumgarten Besitz in B Es gehörte zu der seit 1324 im Besitze der Grafen ispäter Herzoge» von Württemberg befindlichen Grafschaft Horburg (s. d.) und war als Lehen derselben im Besitz der Rathsamhausen zum Stein. Daher immatri-kulirtes Gut der unterelsässischen Reichsritterschaft. Nach Aussterben dieser Linie der Rathsamhausen (1689) verlieh Ludwig XIV. B. samt dem Wir. Oberrathsamhausen dem Herrn v. Chamlay, der jedoch 1607 infolge des Rvs-wyker Friedens den Lehnseid dem Herzog von AVürttemberg leisten musste. Nach Chamlays Tode gab der Herzog B. dem Herrn v. Sandersleben, den Ludwig XAr. zum Grafen v. Coligny erhob und der 1740 dort ein Schloss erhaute, das 1821 niedergerissen worden ist. Durch dessen Tochter kam B. an die AValdner-Sierentz, die es bis zur Revolution behielten. - U m 1576 wurde die Reformation in B. eingeführt. Protestantischer Pfarrsitz seit 1593. Simultaneum seit 1749. Die Katholiken gehörten zur Pfarrei Alüttersholz. Die protestantischen Kirchenbücher gehen bis 1684 zurück, Das Patronatsrecht und i j der Laienzehnten trugen die Herrn v. Andlau als Alannlehen von Württemberg (Lehenbriefe 1453, 1456, 14o7, 1478, 1496). Die Zehnten theilten sie mit der Abtei Ebersmünster. Eine Kapelle St. Oswald i Kaplanei i im 16. Jhdt niedergerissen. - B. ist Geburtsort des bekannten Komponisten A'iktor Nessler, geboren 1841, Januar 28, t 1890, Alai 27. Litt.: Wahrhafter Bericht über die Vorfälle im Chor der Simultankirche zu B. Bern 1843. [Alit geschichtlichen Notizen über B.] Expose^ des faits qui ont eu Heu dans le choeur de l'eglise mixte de B. Lausanne 1844. Nessler, Karl, Der Kirchenraub von Baldenheim. (Protestant, evang. Volkskal. für 1892, S. 32-35.) B a l d e r s h e i m , Df. (Ka. Habsheim [1790-95 Ka. Brunstatt |. Kr. Alülhausen, O.-E. i. 715 E. 145 Hsr. (12 GRe.) - 227 m. - A.-, L.- und SchwG. Alülhausen (7,0); Strbst. B. (1,0). - Baltersheim 1303; ma. B a ld e r s ch e. - Die Gde. umfasst den H O . B. (696 E. 142 Hsr.) und die Aussenorte : A m Kanal (Chevalier), Kreuzstrasse,Salzlecke. - StEBez. Sausheim. Re-genstat. Salzlecke. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Habsheim is. 1802). Schutzheilige Peter und Paul (29. Juni). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. -Strbst. (s. 1885). Getreidemühle mit AVasserkraft. B. gehörte zur österreichischen Herrschaft L a n d s er (S. iL), A m t Nieder-Landser. Schon in merow 'ingischer und karolingischer Zeit sollen die Abteien Ebersmünster und Hohenburg in B. begütert gewesen sein, doch beruhen diese Angaben lediglich auf gefälschten Urkunden. 1064 hatte Kloster Ottmarsheim Besitz in B. 1290 war die Deutschordenskomthurei Alülhausen daselbst begütert. Im 14. Jhdt. wurde das Dorf zerstört, im 15. (wahrscheinlich) wieder aufgebaut.- Kirchlich gehörte B. zum Landkapitel citra colles des Bisthums Basel, dem auch das Patronatsrecht zustand, 1441 Rektorat. B a l d e r s h e i m , F^ths. Gde. Sausheim, Ka. Habsheim, Kr. Alülhausen, O.-E.). o E. 1 Hs. 1890 entstanden. Baigau, In Ka Neubreisach [1790-95 Ka. Ensisheim], Kr. Colmar, O.-E.c 336 E. 89 Hsr. (10 GRe.) - 205 m . - AG. Neubreisach 110,7); Hp. Neubreisach-Stadt (11,0). - Palgo w a 896', ma. Balgaü, Die Gde. besitzt zusammen mit Fessen- - Ballersdorf. heim eine ungetrennte Fläche im Amtsbezirk Staufen (bad. Gde. Bremgarten). - StEBez. Neubreisach IL F w . (s. 1887, 1 Spritze). Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Neubreisach. Schutzheiliger hl. Nikolaus (6. Dez.). B. war 1288 Reichsdorf und wurde von König Rudolf an Johann von Laubgassen zu Pfand gegeben. 1303 gehörte es als habsburgisches Gut zu Landser. Im 15. Jhdt. trugen es die Hungerstein, seit 1500 die Rappoltstein zu Lehen. Begütert in B. war seit 896 Kloster Alünster, dessen Besitz, Dinghof und Kirchensatz, 1356 für 230 Alark Silbers an das Kloster Alspach überging. Dieses war noch 1471 im Besitze des Hofes. Die Dinghofordnung aus diesem Jahre siehe Stoffel, AVeisthümer S. 130. Ferner besass 1183 Kloster Pairis in B. einen Hof. - Die 1110 geweihte Kirche zu St. Nikolaus gehörte zum Landkapitel citra Rhenum des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht hatte, wie erwähnt, bis 1350 der Abt von Alünster. dann die Aebtissin von Alspach. 1802 wurde B. Hülfspfarrei mit der Filiale Nambsheim, 1808 Succursale der damals errichteten Pfarrei Nambsheim, 1843 wieder Hilfspfarrei. - Ein nach dem Orte benanntes Adelsgeschlecht, das 14.88 von den Rappoltstein den Dinghof zu Gocfft zu Lehen trug, scheint u m 1500 erloschen zu sein. - B. liegt an der Consularstrasse von Basel nach Selz u. s. w. In der Nähe Tumulus der Hallstatt-La-Tene-Zeit. G e m e i n d c w a l d (Hart). (Oberförsterei Colmar-Ost,) 119,91 ha. (Hainbuchen, Eichen, Ulmen, Dornen und Strauchholzarten.) Eigenthum der Gemeinde seit 1856 durch Kan-tonnirung. Ring, M. de, Tertre funeraire pres de B. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. IL ser. I, 2, S. 5-7.) Baigau, ehem. Staatswald (Gde. Baigau, Ka. Neubreistich, Kr. Colmar, O -E.).4o ha. 1852 und 1853 vom Staate ver- ) kauft; gehörte früher zur Herrschaft Rappoltstein. B a i h o f s. Rhein 12. Balicourt, ehem. Hf., jetzt nur noch Flurname (Gde. AVuisse, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.). Baligoutte, Hfe. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 13 E. 3 Hsr. Bailli-goutte 180.8. 1702 zuerst erwähnt. Baligoutte, Wlf., s. Leber 15. Bai lern b ü r g (Gde. A^olkringen, Ka. Hayingen, Kr. 1 Diedenhofen-West, L.). Siehe Kalemburg. Balleringen, Wir. (Gde. Holvingen, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.i. 127 E. 30 Hsr. - Baideringen 1294, Balle r i n g e n 1594. - W a r Dorf der Herrschaft Püttlingen (s. d.), schon 1294 erwähnt. Balleringen war damals Sitz einer Aleierei dieser Herrschaft. Ballersdorf,Df.( Ka. [s.1790] u. Kr. Altkirch, O.-E.).617 E. 148 Hsr. (12GRe.) - 3 0 5 m. - AG.Altkirch(6,4); Hp.B.(O.l).- Baldcrichesdorff 823(?); Badricourt 1731; später frz. B a u dricou r t, dann Ball er sd or f f. - Die Gde. umfasst den HO. B. und die Kapelle St. Martin, sowie noch eine unscheinbare und namenlose Kapelle. Im Banne von B. lagen die v erschwundenen O. Alettersdorf und AA^ettersdorf oder AA'eiss-kirch. - P. Hp. (s. 1893). StEBez. Altkirch I. - Kath. Hilfspfarrei s. 1802, Schutzheiliger Joh. Ev. (27. Dez.); dazu eine Kapelle des hl. Alartin. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. B. war Aleierthum der öster. Herrschaft Alt kirch, zu dem kein weiterer Ort gehörte. Begütert: die Klöster Alasmünster, noch 1775 (schon 823?), Gnadenthal (St. Klara in Klcinbasel), St. Ulrich auf der Larg, Lützel, die Kirche (Kaplanei) von Altkirch 1472 und noch 1764, die Herren v. Flachslanden. Im Jahre 1260 gibt der Baseler Bischof Berthold von Plirt medietatem patronatus ecclesiae de Baudiocourt, quem a domino Henrico dicto Perecot emit, an das Kloster Gottesthal (Valdieu, Grün), doch erscheint 1441 wie im 18. Jahrhundert das Domkapitel von Basel als Inhaber des Kir-chensatzes der zum Dekanat des Sundgaus gehörigen Kirche. Es besass auch 2 3 des Kirchenzehnten, während 2 y jcr |