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Show 156 Buss - Butenheim. hauses, welches dicht an der Kirche lag, gewesen sein (?). Den Kirchensatz hatte die Abtei St. Alarie zu Metz. - B. ist Geburtsort des französischen Generals A n t o n Morlot, geb. 5. Mai 1756, gest. 21. Alärz 1809 in Bayonne. Bei der Schlacht von Fleurus bestieg er einen Luftballon und trug durch seine Beobachtungen zur Entscheidung der Schlacht bei. Auberti n, L'eglise de Bousse. I Bull. Soc. arch. Mos.VII, 1*64, 4.i B u s s , Probsteilehen von Diedenhofen, s. Blettingen. Bussangsattel, in älterer Zeit kurz die Steig oder Pass zur Linden genannt, wahrscheinlich von einer daselbst stehenden grossen Linde, franz. Col de Bussang, ca. 720 m, im Grenzkamm zwischen südl. Deutschem Kopf, oo] ni, und nördl.Steinkopf,früher Steigkopf, 1190,1 m. Die über denselben ziehende Strasse verbindet das Thurthal I Wesser-ling- Urbis) mit dem obern Aloselthal (Bussang) und ist zum Schutze gegen herabfallende Felsen und Geröll durch einen 'in in hingen Tunnel geführt, in dessen Alitte die deutsch-französ. Grenze; jenseits desselben links an der Strasse die Aloselquelle. [vberdieSteig 1495; anLothringerstaig 1550; üb er die S tei g bey LT r b i s 1552; S ant- A m ar in, undt den na che g e l e g e n e n P a s s inLottringen, zur Linden genandt 1675.] B u s s b a c h e r h o f s. Buschbacherhof. B u s s e t s. auch Pctit-Biiss, t. Busset, Wir. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E). 47 F. o Hsr. - E s F a i n g n e de Busset lo51-1659, Alatten, Ackerland, Scheuer. Herrschaft R a p poltstein. B u s s i e r e (de), Hs. (Gde. Heilig-Kreuz, Ka. u. Kr. Colmar, O.-E.c Frühere besondere Bezeichnung für ein mit dem zu derselben Gde. gehörigen Forsthaus Dinzen zusammenhängendes Haus. B u s s i n g e n , Df. (Gde. Gandringen [s. 1812], Ka. Gross- Moyeuvre, Kr. Diedenhofen-AVest, L.). 131 E. 40 Hsr. Bol-si n g e n 1115; Bois a n g e s 1128.-Vor 1812 selbstdg.und 1790 zum Ka. Flörchingen, s. 1802 zum Ka.Diedenhofen gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. - Arzt. Dieses Dorf des Schultheissenamts an der Orne (s. d.) gehörte ursprünglich zum Besitze des Aletzer Domkapitels und war noch im 17. und 18. Jhdt. Sitz einer Grundherrschaft desselben, zu welcher noch Cüter in Wallingen, Kluingen, Bevingen und anderen Ortschaften der Umgegend gehörten. Die hohe Gerichtsbarkeit, welche zuerst dem Domkapitel zustand, wurde, wahrscheinlich durch den A'ertrag von 1410, dem Grafen von Luxemburg abgetreten und damals mit dem Schultheissenamt an der Orne vereinigt. 1245 und 1415 erscheinen Edle von Bussingen, welche dort Lehen der Aletzer Kirche trugen. 16*1 reversirten die Jesuiten aus Trier für die Hälfte der Herrschaft; 1721 huldigte Martin Olfrj für die Grundherrschaft von Bussingen und für ein auf der Stelle einer alten Burg neugebautes Haus. 1780 huldigte Lamy de la Gravüre dafür. Die hohe Gerichtsbarkeit wurde Ende des 17. Jhdts. den von Bettainvillers zu Lehen gegeben 1693 1740c - LL war ehemals Pfarrei des Archipr. Rombach und hatte Hagendingen als Pfarr-Annexe. Den Kirchensatz hatte und behielt bis zur Revolution dtis Aletzer Dom-kapicel. Alte Pfarrkirche, jetzt Kapelle Thurm und Chor romanisch), z. E. des hl. Petrus (29. Juni). - Vgl. Bussinger AI Uhle. B u s s i n g e r M ü h l e , eben. AI. (Gde. Gandringen, Ka. Gross-Moveuvre, Kr. Diedenhofen-West, L.c 1880 abgebrannt, Bust, Df. Ka. Kattenhofen [s. 1790], Kr. Diedenhofen- Ost, L.c 4'»l E. 120 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - AG. Diedenhofen (10,4); Bhf. Gross-Hettingen (4,6c- B o u s 1242; Bourst 1697. - Die Gde. umfasst den HO. B. (325 E. 79 Hsr.) und die AO. Nieder-Parth, Ober-Parth und Usselskirch; die verschw. O. Burnen, Pursehholz, Rollingerhof und Siccausen. - StEBez. Rodemachern. Wasserltg. (s. 1893). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Kattenhofen (s. 1*ni . zu der auch Breisdorf gehört. Kirche des hl. Maximinus (29. Mai) in dem AO. Usselskirch (s. d.i, in Bust selbst nur einfache Kapelle des hl. Antonius. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Kleine Getreidemühle. B. war Dorf der Grafschaft Rüttgen (s.d.). 1242 und 1253 erscheint ein Hugo de Buss, wahrscheinlich als Vasall der Grafschaft. - Bust gehörte bis 1804 zur Pfarrei Usselskirch (s. d.). - Die Römerstrasse Aletz-Trier zieht durch das Dorf. Im Süden der Gde. und rechts der Römer-strasse L'eberreste eines römischen Gebäudes. G e m e i n d c w a l d Bust-Parth (Oberförsterei Diedenhofen) 64,1 ha ; gehört dem HO. und Ober- und Nieder-Parth gemeinschaftlich und ungetheilt. B u s t e r b a c h s. Alosel 34. B u s w a l d e r - M ü h l e , Hs. (Gde. Rosslingen, Ka. Gross- Moyeuvre, Kr. Diedenhofen-West, L.). 19 E. 1 Hs. 1824 erbaut. Früher Alühle, doch bestehen Triebwerk und Alühl-einrichtung bereits s. 1871 nicht mehr. B u s w e i l e r , Df. (Ka. AA'olmünster [1790-1802 Ka. Breidenbach], Kr. Saargemünd, L.). 221 E. 49 Hsr. (10 GRe.) - 275 m. - A G . Bitsch (8,8); Bhf. Bitsch (9,5). - Butewire 117(i; Budersvilre 1265; B u s s w e i l e r lö')4. - Zwischen B., Liederscheid, Waldhausen und Walschbronn lag der verschw. O. Remschweiler (s. d.i. - StEBez. AVolmünster. - Filiale der kath. Pfarrei Hanweiler (s. 1804, vorher von Walschbronn). Kirche der hl. Odilia (13. Dez.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch. 13. war Dorf der Herrschaft Bitsch (s. d.), schon 1150 als Grenzort dieser Herrschaft erwähnt. 1265 hat Conrad Ritter von Erfweiler der Abtei AA'erschweiler Güter in Budi-rsw eiler geschenkt. Er war damals Afterlehensmann von Zweibrücken. -, Im 18. Jhdt. kirchliche Annexe der Pfarrei AValschbronn. Kirche 1781 erbaut, früher nur eine Kapelle. B u s w e i l e r , abgeg. Ort iGde. Regisheim, Ka. Ensisheim, Kr. Gebweiler, O.-E.i Bösenwilr 1250; in den B u c h s z w y l e r 1516. Lag zwischen Regisheim und Ensisheim, links von der Thur. - Alurbachisches Lehen. - A'or 1470 zerstört, möglicherweise durch die Pest entvölkert. B u t e n h e i m , verschw. Ort (Gde. Klein-Landau, Ka. Habsheim, Kr. Alülhausen, O.-E.i. Puetteim 1064; Butin-h eim 1191; C h ä t e a u de Boittenheim 1772. - Begütert: 1064 Kloster Ottmarsheim. - A'erschwundenes Dorf und Schlos-, Sitz eines dem Herrenstande angehörigen gleichnamigen Adelsgeschlechtcs, das schon 1191 erwähnt wird und 1335 ausstarb. Im Schlosse zu B. wurde u m 1111 Graf Otto von Habsburg durch Hesso von L'senberg ermordet. - Die Herrschaft B., die zum österreichischen Amte Landser gehörte, und zum ältesten elsässischen Besitze der Grafen von Habsburg zählte, umfasste die Dörfer B., Homburg, Klein-Landau und Niffer. 1269 trugen die von B. ihre Güter dem Bisthum Basel zu Lehen auf, entzogen sich aber bald wieder diesem Lehensverbande und erkannten die Grafen von Habsburg als Lehensherren an 1337 verpfändete Graf Rudolf von Neuenbürg zu Nidau als österreichischer Landvogt ? dem Ritter Friedrich vom Hus die Dörfer Buttenheim, Homburg und Landau mit der Collatur zu Buttenheim als Erhmannlehen und als Kunkellehen beim Aussterben des Alannesstammes. 1394 wird die Dorfstatt B. erwähnt; das Dorf war also damals (wahrscheinlich durch den Rhein) zerstört. Auf die Steuer in den Dörfern Buttenheim, Homburg und Landau war auch ein österreichisches Sasslehcn zu Ensisheim angewiesen, das 1314 Hans, der Schultheiss von Colmar, trug, nach ihm die Brüder LTlman und Hermann von Alasmünster, die das Lehen 1395 an Hartmann vom Hus verkauften. Erben und Nachfolger der vom Hus waren die Herren von Andlau, da Härtung vom Hus den Walter von Andlau in Folge der Heirath mit seiner Tochter Margarethe in die Lehensgemeinschaft aufnahm. 1460 ver- |