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Show Gcblinger Bruch - Gebweiler 327 (s. 1811, vorher selbständig), Scheidt (Houlaihof), Schweix (s. 1811, vorher selbständig), Steinbach (s. 1813; 1811-13 A O. von AVentzweiler, vorher selbständig), AVentzweilcr (s. 1*13, vorher selbständig). - HSt. Ottweiler i. L. (s. 1881). StEBez. Saaralben. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saaralben (s. 1804, vorher Pfarrei des Archipr. Mörchingen), Kirche des hl. Petrus (29. Juni). - Hausindustrie: Palmhutflechterei, für Firmen in Saaralben und Saarunion. W a r Df. der Kastellanei Albesdorf (s. d.). Die alte «villa Geboaldo in pago Saroinse, super fluviolo Abelica war schon im Jahre 712 Besitz der elsässischen Abtei Weissenburg, ebenso noch 1179 und 1193; 121.5 hatte die Abtei dort nur noch einen Hof. Das Dorf war damals Familiengut des Hauses Saarbrücken und des Nebenzweiges Saarbrücken-AVerd geworden. 1255 trug Dietrich Graf von AVerd, Herr zu Rixingen und Forbach die Herrschaft Gabondange oder Gebeldingen dem Bischof Jacob von Lothringen zu Lehen auf. Bei der Theilung zwischen seinen beiden Söhnen (1291) k a m Geblingen an den Forbachischen Theil und blieb bis 1383 mit Forbach vereinigt. Damals wurde es vom Bisthum erworben und mit der Kastellanei Albesdorf vereinigt. Später, oft mit dieser Kastellanei theilweise verpfändet, wurde Geblingen dann mit dem Geblingcrthal (auch Kingerthal) zu einer besondern Pfand-Herrschaft erhoben (s. Kingerthal). - In 14. Jhdt. wird ein Rittergesehlecht von Gebeltingen, Vasallen der Herren von Forbach, erwähnt. - Df. Geblingen scheint vor 1376 befestigt gewesen zu sein, denn es wird damals «ville fermee- genannt. Auf der Stelle der ehemaligen Burg soll die Kirche erbaut worden sein. - AVährend des 30jährigen Krieges ist die ganze LTmgegend vollständig verwüstet worden. V o m Df. Geblingen blieben nur 3 Hsr. übrig. - G. war vor 1S04 Pfarrei des Archipr. Alörchingen. Den Kirchensatz hatte der Bischof von Aletz. Kirche 1071 erneuert, 1747 vergrössert. - In der Nähe von G. zog eine alte Römerstrasse vorbei. Römische Reste. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Püttlingen) 238,4 ha. (Mittelwald von Eiche, Buche, Hainbuche und Aspe.) Die Gden. Geblingen, Kirweiler und Hassenburg hatten im Staatswald Alitterwald jedes Jahr Anspruch auf 1590 Ster Holz. Diese Gemeinden wurden nach Aufhebung der Berechtigung durch Beschluss des Aletzer Gerichtshofes vom 20. Nov. 1850 mit 239,95 ha Wald, die v o m Staatswald getrennt wurden, im Jahre 1851 entschädigt. G e b l i n g e r B r u c h , AVeiher (Gde. Germingen, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 9 ha. Privatbesitz. Karpfcn-lischerei. Geblingerthal, N a m e des Albethales auf der Strecke zwischen der Einmündung des Zellerbaches bei Ueberkinger und der Alündung des Alutterbaches in die Albe. Der obere, westliche Theil des Geblingerthales führte früher den Namen Kingerthal (s. d.). Abgesehen von den Ortschaften des Kingerthales rechnete m a n zum Geblingerthale die Dörfer Geblingen (ohne die 1811-13 mit Geblingen vereinigten. zum Kingerthale gehörigen AVeiler Ottweiler, Schweix, Steinbach und AArentzweilcr), H a s s e n b u r g und Kirweiler (s. Albesdorf, Kastellanei). Das Geblingerthal war im 12. Jhdt. Familienbesitz des Hauses Saarbrücken und scheint die alte Herrschaft Geblingen (s. d.) gebildet zu haben. G e b o l s h e i m , Wir. (Gde. AVittersheim, Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 31 E. 6 Hsr. - Geboltshusen 1158; ma. Gawelse. - Rest des verschwundenen Dorfes G., w o 1158 Kloster Neuburg begütert war. Später war es Reichsdorf der Landvogtei Hagenau, zum Schultheissenamt Wittersheim gehörig; ehemals bedeutend, wurde in den Kriegen des 17. Jhdts. jedoch fast ganz vernichtet und Wittersheim (s. d.) untergeordnet, mit dem es 1662 durch Ludwig XIA''. von der Landvogtei abgetrennt und dem Baron Krebs von Bach gegeben wurde, in dessen Familie es bis zur Revolution blieb. Ein adliges Geschlecht von G. blühte im 13. und 14. Jhdt. - Bis ins 17. Jhdt. hatte G. eigene Kirche und Pfarrei, deren Patronatsherren ursprünglich die Ettendorf, seit 1410 die Strassburger Bischöfe waren; Unterlehner derselben für Patronat und Zehnten waren seit 1302 die Zorn, zu denen 1369 noch die Kageneck kamen. Die ehemalige Pfarrkirche (St. Petronella) wird schon 1666 als verlassen und verfallen bezeichnet und ist heute verschwunden. - Römische Funde. In das Kirchhofkreuz ist ein römisches Relief eingelassen. Siff er, J. A., Notice sur un idole sans nom, sccI16e dans les murs de l'ancienne eglise de G., et sur d'autres antiquites de ce lieu. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e seT. t. IV, Mim., p. 12-13.) Gebolsheimerbächel, i. m. Lf. Ochsenriedgraben, entspringt östl. Hüttendorf-AVittersheim, Gebolsheim (AI.), Alommenheim, kreuzt die Eisenbahn Zabern-Strass-burg - mündet nördl. AValtenheim in die Z o r n (link. LT.). 5,5 km, 8 Brücken. Hauptrichtung N-S.; Zuflüsse: 1. H ü h n e r g r a b e n , recht. Uf, mündet südl. Hüttendorf - 1,5 km, 1 Brücke. 2. D ü r r b a c h , link. Uf., mündet westl. A\rittersheim -1,5 km, 2 Brücken. 3. AI i n w e r sh e im e r-bächel, recht. Uf, i. u. Lf. L a n d - oder Alühlgraben, mündet in Alommenheim, entspringt nordwestl. Ringendorf, - Alteckendorf, Alinwcrsheim (AI.) - 14,7 km, 8 Brücken. - (Zufl.: L a n d - oder A I nie n d graben, mündet nördl. Alteckendorf, entspringt nördl. Büsweiler-Ettendorf - 5,8 km, 5 Brücken; [Zufl. Alühlgraben mündet westl. Minwersheim - 1,5 km, 1 Brücke; S c h w e i n s b a c h - oder L a n d - graben. desgl., entspringt südl. Grassendorf - 2,5 km, 2 Brücken.] O her b ru c h g r a b e n mündet in Alteckendorf - 1,0 km, 1 Brücke, i G e b r ä c h , Hsr. (Gden. Sulzern [1 Hs.] u. Hohrod [1 Hs.], Ka. Alünster, Kr. Colmar. O.-E.). 10 E. 2 Hsr. -Acker, Alatten und Scheuer zu G e b r e c h » 1573; 1700. Das im Banne von Hohrod befindliche Haus bildet einen Theil des AO. H o h r o d b e r g der Gde. Hohrod. Dasselbe soll aus dem Jahre 1770 stammen. Gebrannterbuschbach s. Kannerbach 13. G e b r ä u n , Hsr. (Gde. Alühlbach, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). Früher als A O . der Gde. Alühlbach bezeichnet, gehört jetzt zum AO. S t o c k a derselben Gde. G e b w e i l e r , St. (Ka. u. Kr. gl. N., O.-E.). (1790-1802 Ka. Sulz). 12439 E. (Sterbf. 24,3, leb. Geb. 29,8 auf 1000.) 1285 Hsr. (27 GRe.) - Serv.-Kl. IL - An der Lauch. 300 m. - Bez.-HO. Colmar (25,4); Bhf. G. (0,7). - G e b u n w i l a re 774; Guebwiller 1869; ma. Gawiller. - Die Gde. umfasst den H O . G. (12 379 E. 1277 Hsr.), die A O . Arnold, Axwald, Heisenstein, Hugstein, Alunsch, Trottberg und die verschw. O. Altenrod, Binsenthal, Hungerstein. - Landwehrbezirk für die Kr. Gebweiler und Thann. - P. I. Kl. T. Stadtfern-sprecheinrichtung. Ehfe. Gebweiler (s. 1870) und Heisenstein (s. 1884). Kreisdirektion (vgl. Gebweiler, Kr.). Kassenktr. Kreis-schulinspektor. AG., umfassend den Ka. Gebweiler. Notar. Gerichtsvollz. Kantonal-Polizeikommissar für den Ka. Gebweiler, den Ka. Rufach und den Ka. Sulz mit Ausnahme der Gden. Feldkirch und Ungersheim. Gendarmerieberitt. Gendarmeriestat. Oberförsterei (Forstaufsichtsbez. Colmar-Süd). Regenstat. (296m). StA. I. Ortseinn. A'erkehrsStA. Stkr. StEBez. für die Gden. Bergholz, Bergholz-Zell, Gebweiler, Orschweier, Rimbach und Rimbach-Zell. Gde.-Fassaichungsamt. Oktroi (s. 1862; Dekret vom 21. Alai 1862). Gymnasium mit Vorsch. 8 Klassen. [Ende 1898|: 166 Schüler. Als städt. Collegium 1862 errichtet, neu organisirt 10. Okt. 1871, Collegium bis 13. Febr. 1874, Progymnasium bis 3. Aug. 1875, Realprogym-nasium bis 15. Sept. 1876, Realgymnasium bis 16. Sept. 1S86; (ein besonderer AVohlthäter der Anstalt ist Staatsrath Dr. von Schlumberger). Alittelschule (s. 1892). Städtische höhere Alädchenschule is. 1895c Anstalt der Schulschwestern, gegründet in den 20er Jahren i Kleinkinderschule und Elementarschule für Alädcheni. (Taubstummenanstalt [s. 1886], 1893 nach Isenheim verlegt i. 4 Aerzte, darunter ein Kreis- |