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Show Drulingen - Düppigheim. 255 Drulingen, Kanton (Kr. Zabern, U.-E.). L'mfasst die Gden. Adamsweiler, Assweiler*, Bärendorf, Berg*, Bettweiler, Büst*, Burbach, Diedendorf, Diemeringen, Drulingen*, Durstel, Eschweiler, Eyweiler*, Görlingen, Gungweiler, Hirschland, Kirberg, Mackweiler*, Ottweiler*, Pisdorf, Rauweiler, Rexingen*, Sieweiler*, Thal bei Drulingen*, A'olksberg, Waldhambach, AVeislingen, AVeyer*, Wolfskirchen, Zollingen und enthält auf 198,033) qkm 2913 bewohnte Häuser etc. mit 14019 Einwohnern. - Der Ka. D., gebildet 1793 aus Theilen der in demselben Jahre von Frankreich annektirten Grafschaft Saarwerden im Distrikt Neu- Saarwerden ider 1794 den Namen Saarunion bekam und 1795 aufgelöst wurde), 1800-1870 zum Arrondissement Zabern gehörig, erhielt bei seiner Gründung die oben mit Sternchen bezeichneten Gden. und dazu 1794 noch Adamsweiler. Bettweiler, Durstel und Gungweiler, die bis dahin dem Ka. Lützelstein (Distrikt AVeissenburg) angehört hatten. 1802 kamen die übrigen, ihm heute angehörenden Gden. hinzu, und zwar Diedendorf und Zollingen aus dem Ka. Harskirchen, Diemeringen, Thal, A'olksberg, A\raldhambach und AVeislingen aus dem Ka. Diemeringen, der Rest aus dem Ka. AVolfskirchen. Eine Gebictsverminderung erfuhr der Ka. D. im Jahre 1820, indem die AO. Altmatt (jetzt verschwunden), Hammerhof (jetzt Ruine) und Neumatt von der Gde. Diemeringen abgetrennt und der Gde. Rahlingen (Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.) zugewiesen wurden. Alorlctt, de, Notice sur quelques dt-couvertes arch£o-logiques effectutJes dans les cantons de Saar-Union et de Drulingen. Strasbourg 1864. Drulinger Mühle, AI. (Gde. Drulingen, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 10 E. 1 Hs. Bestand schon 1530. 1680 erwarben sie die Edlen von Steinkallenfels von einem Privatbesitzer und veräusserten sie 1775 an den Fürsten von Nassau-Saarbrücken, der bereits das Obereigenthum hatte. Drumont Ml Trimont), im Volksmunde «Drimung»; [Trumen kopff, 1550] eigentlich Troumont = Lochberg (letzteres noch der Name der auf deutschem Gebiete gelegenen Melkerei); Lochberg = Loh-(Wald) Berg; 1200 m, in dem Grenzkamm zwischen Bussangsattel, AVinterung-sattel, w. Odern im obern Thurthal, Orientirungstafel des Club Alp. Franc. Kleiner Drumont, franz. Petit Drumont, 1180,3 m, ebenfalls im Grenzkamm, südl. vom ersteren. Vergl. auch Felleringer Kopf. Drusenbach s. Alossel 8. Drusenheim, Df. (Ka. Bischweiler [s. 1790], Kr. Hagenau, U.-E.). 1625 E. 325 Hsr. (18 GRe.) - 120 m. - AG. Bischweiler (8,5); Bhf.D.(0,7). - Druosenheim 1154; Tru-senheim 1194; ma. Druesenen, Drusenem. - Die Gde. umfasst den HO. Drusenheim (1597 E. 319 Hsr.) und die AO. Heurieth und Neurieth, den verschw. Ort Neufeld. Die Gde. besitzt mit Dalhunden zusammen eine ungetrennte Fläche im bad. Amtsbezirk Bühl (bad. Gde. Greffern). - P. T. Bhf. (s. 1876). Uebergangssteuerstelle. Ortseinn. StEBez. Bischweiler. Armr. (s. 1828). Sparkasse (s. 18S7). Oeffentl. Vorschusskasse, umfassend die Gden. D., Auenheim, Dalhunden, Sesenheim, Stattmatten. Rheinschiffbrücke (Drusen-heim- Greffern), 1875 von Baden erbaut, Aufsichtsbehörde Rheinbauinspektion Offenburg (Baden). Vgl. dazu die Verordnung des Bezirks-Präsidenten für Unter-Elsass vom 17. Alai 1894 über den Durchlass von Schiffen und Flössen. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Bischweiler (s. 1802). Schutzheiliger hl. Alatthäus (21. Sept.). Die Protestanten sind nach Sesenheim eingepfarrt. - Fischerei. Ziegelei. Kalkofen. AVollspinnerei (Georg AVenger). Hausindustrie : Haarnetzstrickerei, für Firmen ; Gänsemästerei, auf eigene Rechnung. Ende September 2 Tage Krammarkt. Vichzuchtgenossen-schaft. Schon 758 erscheint die Abtei Schwarzach (Baden) in D. als begütert, ebenso 1154.- Ursprünglich Reichsgut; I 1305 von König Albrecht I. den nach dem Orte selbst benannten Herren von D., die schon 1104 erwähnt werden, | zu Eigenthum verliehen. Diese verkauften D. 1420 an die Herren von Lichtenberg. Von diesen erbten es 1480 die Grafen von Bitsch-Zweihrücken, 1570 die von Hanau- Lichtenberg, 1736 die Landgrafen von Hessen Darmstadt. D. war dem Amte Offendorf zugetheilt (s. d.i. Der Dinghof zu D. gehörte der Abtei Schvvarzach. - Am 17. Alai 1022 wurde ein Theil der bei Hagenau (s. d.) geschlagenen österreichischen Trippen bei D., wo sie sich gesammelt, von den Mansfeldischen Truppen niedergemacht. Die Verschanzungen bei D. dienten 1635-1636 dem österreichischen General Gallas als Standquartier. 1705, September 24, vertrieb Marschall Villars die kaiserliche Besatzung aus den Schanzen von D., doch wurde D. am 29. September von den Alliirten unter Herzog Eugen von Savoyen und dem Herzog von Alarlborough nach 5tägiger Belagerung genommen. 1706 wurde es vom Marschal Villars wieder erobert. A m 17". Oktober 1793 stand in der Schlacht bei Hagenau (s. d.) der rechte Flügel der Franzosen bei Drusenheim. - Kirchlich gehörte D, zum Landkapitel Unter- Hagenau. 1386 Rektorat, dessen Inhaber der bekannte Chronist Jakob Twinger von Königshofen war. L'm 1570 wurde die Reformation in D. eingeführt, 1687 der Katholizismus wiederhergestellt. Pfarrei bis in die ersten Jahre des 18. Jhdts. mit Filiale Rohrweiler. Die Kirche 1614 vom Grafen Joh. Reinh. von Hanau-Lichtenberg erbaut. Patronatsrecht und Zehnten besass seit alter Zeit die Abtei Schwarzach. - D. liegt an einem Kcltenwege von Strassburg nach Selz. Neolithische Funde, darunter einer mit künstlerischer Darstellung. Römische Reste. Gemeindewald (Oberförsterei Bischweiler) 135,9ha. 150 m über dem Aleere. Hochwald: tiefgründiger, frischer Alluvial-Lehm und Kieslagerung. Rheinwaldungen : Rheinkies- Alluvium, a) Hochwald (AVissmatten): Eiche, Esche. b) Mittelwald (Rheinwald): Buche, Weichhölzer. Das Ober-holz besteht aus Eichen. Alter Besitz der Gemeinde. Drusenheim, Staatswald (Gde Drusenheim, Ka. Bisch- , weiler, Kr. Hagenau, U.-E.). 218 ha. Oberförsterei Bischweiler. j Forsthaus Drusenheim. (Eiche, Hainbuche, Esche, Weichholz.) Alluvium. Domanialwald der Grafen von Hanau-Liehtenberg (s. Drusenheim 1,1789 dem Staatsgut einverleibt. Zur Ablösung von Berechtigten 29. November 1858 an die Gde. Drusen- - heim abgetreten 35 ha, 1. April 1859 an die Gde. Rohrweiler i 23 ha; 1876 an die Eisenbahn Strassburg-Lauterburg 1 ha abgetreten. 1893 Enklave Kleinhuber (2 ha) vom Staat angekauft. 1896 wurde 1,9 ha zur landwirtschaftlichen Benutzung verkauft. Dubach, Hsr. (Gde. tt. Ka. Alünster, Kr. Colmar. O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Alünster. In Tubbach 13. Jhdt. Dubbe, Hsr. (Gde. Alühlbach, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). Ala. Dübbe. Früher als AO. der Gde. Mühlbaeh bezeichnet, gehört jetzt mit dem AO. Stocka derselben Gde. zusammen. Düppigheim, Df. (Ka. Geispolsheim [s. 1790J, Kr. Erstein, LL-E.). 1006 E. 234 Hsr. (12 GRe.) - 160 m. - AG. Ulkirch-Grafenstaden (11,2); Hp. Düppigheim (2,3). - Du-bincheim 951; Dübingheim 1328, 142o; ma. Dippje. - Die Gde. umfasst den HO. D. (981 E. 230 Hsr.) und den AO. Düppighcimer-AIühle. - P. T. (s. 1897). Oeffentl. Fernsprechstelle (s. 1898). Hp. is. 18ö4). StEBez. Ulkirch-Grafenstaden. Armr (s. 28. Alärz 1838). - Kath. Hilfspfarrei des I Dekanats Geispolsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Arbogast (21.Juli). Muttergotteskapelle südöstl. vom Orte (um 1760-70 durch einen gewissen Libs infolge eines Gelübdes erbaut). Die Juden gehören zum Rabbinat Alutzig; jüdischer Fried-i hof in Rosenweiler. - Kalk- und Ziegclofen (Georg Kressler . Fabrik von Stärke, Kartoffelzucker, Senf (Edm. Krüger, vgl. Düttlenheimi. Hausindustrie: Gänsemästerei (auf eigene |