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Show 192 Courcelles - Cras. Ziegelei, lsoo durch die Gebr. AVeil erworben und umgebaut 28 Arbiiter i. Kleine Getreidemühle. C. war Dorf des Pays Alessin (Saulnois), Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und befestigtem Schlosse bei der Kirche, C, Laquenexy, Chaillv a. d. Nied und Hof Chailly aux Bois umfassend. Bis zur Revolution (mit der von Gerard von Blory 124s erworbenen Vogtei) Besitz der Aletzer Abtei St. AMncenz. - C. war früher Pfarrei des Archipr. Noisseville. Kirchensatz und Zehnten hatte die Abtei St. Vincenz, welcher Ende des 13. Jhdts. die Pfarrei einverleibt wurde. - 3 Kriegergräber von 1870/71. Courcelles, verschw. Ort (Gde., Ka. u. Kr. Chäteau- Salins, L.), dessen Lage 1303 bezeichnet wird als: «zwischen der Brücke von Ameiecourt und der Alühle von Seraincourt». Es dürfte dies das 815 als Besitz des Priorates Salonnes erwähnte • Cureella cum aquis salsatis» sein, das nach einer Urkunde von 896 «juxta super Salona» lag. Es scheint demnach, dass der Strassenname Basse Courcelle in Chäteau- Salins, das u m 1340 dort erbaut wurde, mit der früheren Ortschaft Courcelles zusammenhängt. C. wird auch 1106 als Besitz der Abtei St. Alihiel erwähnt, welcher damals das Priorat Salonnes unterstand. Die Abtei St. Alihiel hat 1303 und 1304 die Alühle von C. gekauft, an welcher früher das Spital von Vic und das dortige Kapitel Rechte hatten. [dPr.] Courcelles-Chaussy s. Kürzel. C o u r o n n e , H L (Gde. Lach, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 7 E. 2 Hsr. Bestand schon Anfang des 19. Jhdts. C o u r o n n e , Wlf., s. Rhein-Rhone-Kanal 2. Courrier, Sgm. (Gde. St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). Frühere Bezeichnung für die Sägemühle Aleierei (s. d.) derselben Gde. Courrierthalbach s. Rothe Saar 1. C o u r t a v o n s. Ottendorf (Ka. Pfirt). C o u r t e a u s. Grand-Courteau. Courtegain, verschw. Hf. in der Gde. St. Quirin (Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). Gegen 1835 abgebrochen, stand auf der Stelle des ehemaligen Dorfes Weiler (s. d.) und gehörte bis 1830 zur Gde. Aletairies-St. Quirin, die ihn dann an St. Quirin abtrat. - Im Jahre 1718 wurde er von den von Custine an das Priorat St. Quirin verkauft. Coutures, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Chäteau-Salins, L.). 219 E. 57 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Chäteau-Salins (2,3); Bhf. Chäteau-Salins (3,0). - Culturis 1152; Cotures 12. Jhdt.; Colt er s 1252; ma. Cotür. - Die Gde. umfasst den H O . C. (192 E. 54 Hsr.) und die A O . Houdremont und Alarchande. - StEBez. Chäteau-Salins (3,0). Armr. (s. 1879). AVasserltg. (s. 1880). - Annexe der kath. Hilfspfarrei Am€\6- court. Kirche des hl. Albinus (1. Alärz i. - Geschäftssprache franz. - Holzhandel. C, war Dorf der ehemaligen lothringischen Kastellanei Amance, seit 1751 des Bailliage Chäteau-Salins. Im 12. Jhdt. wird Coutures zuerst erwähnt als Kirchengut der Abtei Lubeln und Sitz einer Vogteiherrschaft die durch ein Rittergesehlecht dieses Namens, als Lehen des Bisthum Aletz, getragen wurde. 1225 wurde durch Schiedsspruch das Allod Coutures der Abtei Lubeln zugesprochen und der Prior von Salonnes, der wahrscheinlich damals den Ort als Pachtgut besass, zur Zahlung von 50 Aletzer Pfund verurtheilt, weil er dasLand unbebaut gelassen hatte. 12.52 erklärte Graf Heinrich von Zweibrücken, dass der Edelmann Gotfried von Dorsweiler und seine Gemahlin Loretta (eine geborene von Warsberg) allen ihren Besitz in Colters an die Abtei Metlach geschenkt hätten (wahrscheinlich A^ogteigut?). Schon 1255 verkaufte Metlach diese Güter an die Abtei Lubeln, die damals ebenfalls durch Kauf von den Erben der Ritter von Coutures in den Besitz der Vogtrechte (1256-1258) gelangte. Letzterer Kauf wurde genehmigt durch Bischof Jacob von Metz. Die Ritter von Alörchingen, wahrscheinlich aus dem Hause Dorsweiler, welche auch einen Antheil an der Vogtei von Coutures besassen, haben 1280 zu Gunsten der Abtei auf diesen verzichtet. A m 20. Okt. 1587 wurde das Dorf Coutures mit allen Rechten, welche die Abtei Lubeln dort besass, an Lothringen gegen die ehemals bischöfliche Hälfte des Dorfes Durchthal, welche Lothringen damals inne hatte, und 4000 Frcs. vertauscht. 1631 wurde das Domanialgut als Hochgerichtslehen dem Andr6 Brigeot verpfändet und durch dessen Erben nach 1681 den von Rambouillet verkauft, welche noch 1701 und 1777 dafür gehuldigt haben. - Coutures scheint früher selbständige Pfarrei gewesen zu sein. In der Kirche z. E. des hl. Albinus erlaubte 1277 Bischof Laurenz von Aletz einen Taufbrunnen zu errichten. - Prähistorische, gallo-römische und merovingische Reste. C r a c h e , verschw. Aleierhf. (Gde. Grandfontaine, Ka. Schirmeck, Kr. Alolsheim, U.-E.). Gehörte bis 1872 zur Gde. Raon-sur-Plaine (in Frankreich), blieb, als diese a m 28.|31. Aug. 1872 wieder an Frankreich abgetreten wurde, bei Deutschland und wurde 1886 von der Forstverwaltung zwecks Abbruchs einem franz. Besitzer abgekauft. 1888 abgebrochen bezw. von Pionieren der 4. Comp. Pionier-Bat. Nr. 15 gelegentlich einer Uebung in die Luft gesprengt. Craincourt, Df. (Ka. Delme [s. 1790], Kr. Chäteau- Salins, L.). 300 E. 117 Hsr. (10 GRe.) - 223 m. - AG. Delme (6,1); Bhf. Baudrecourt (17,8). - Crincurt 1121; Cruncurt 1152; Craincourt 1267; ma. Cränco. - Die Gde. umfasst den H O C. (386 E. 116 Hsr.) und die verschw. O. Fosse, Longeville und Ozier. - StEBez. Delme. AVasserltg. (s. 1886). Verbds.-Fw. (s. 1853, 1 Spr.). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Delme (s. 1802), zu der bis gegen 1860 auch Aulnois gehörte. Kirche des hl. Alartin (11. Nov.). - Geschäftssprache franz. - Neutral (hinsichtlich des Zollverkehrs) erklärter Grenzweg zwischen Grenzstein 1053 und 1054, Länge 120 m. Angrenzende franz. Gde. ist Thezey-St. Alartin. Die eine Hälfte der AVeglänge hat Frankreich, die andere die Landesverwaltung von Elsass-Lothringen zu unterhalten. AVar Dorf des Ban de Delme (s. d.), später der Herrschaft Nomeny. - C. war von jeher Pfarrei des Archipr. Delme. Den Kirchensatz, welcher schon 1121 der Abtei Lubeln zustand, hatte im 18. Jhdt. der Abt von St. Leopold in Nancy. - In Craincourt wurden gefunden: ein Bruchstück einer neolithi-schen AVurfspiessspitze aus Feuerstein, römische Alünzen, ein gallo-römischer Dolch mit kupfernem Griffe und eiserner Klinge. - Die alte Burg der Herren von Craincourt, welche 1635 durch die Schweden angegriffen wurde, ist noch zum Theil erhalten. (16. Jhdt.) Die Pfarrkirche ist ein spätgothischer Bau mit romanischen Resten. Craincourt, Herrschaft. Craincourt war Sitz einer Barischen Lehensherrschaft, Afterlehen der Baronnie Viviers (s. d.) mit festem Hause, der Alühle Envie und ausgedehntem Grundbesitz. Diese Herrschaft scheint ursprünglich eine Vogteiherrschaft des ehemaligen Besitzes der Abtei Senones in Craincourt und Doncourt und der Abtei Lubeln gewesen zu sein. Das Geschlecht von Craincourt stammte aus der alten Vogtfamilie de Delme und führte noch im 13. Jhdt. letzteren Namen. 1436 waren sie im Stande (wohl mit lothringischer Hülfe) der Stadt Aletz den Krieg zu erklären und dann Friedensbedingungen zu stellen. Die Familie erlosch gegen 1542 im Alannesstamme und wurde durch die von Harraucourt und Einville beerbt. Es folgten diesen schon 1596 durch Heirath mit einer Tochter von Einville die de Greische, 1729 die dAnglure, ebenfalls durch Heirath. Craintöle, Die, (Rinnthalbach) s. Leber 22. Cras, AVlr. mit Fsths. Zell. (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 53 E. 11 Hsr. - «En Cras» 1609; O n Cras» lt>37, Ackerland, Scheune, Haus, AVald; «Au Cra» 1662. Orts-Patois: L o krä. Deutsch: Grat. - Herrschaft Rappoltstein. - Der Wir. soll seit Ende des lS.Jhdts. bestehen. Cras, B. s. Grat. |