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Show 194 Jungenberg -Jussy. dem Vorsitzenden des Vog.-Clubs, Professor Dr. Julius Euting in Strassburg, benannt. Jungenberg, IL, zwischen Riedisheim und Rixheim bei Mülhausen [vnder de m Jungenb e rg 1395: vff dem Jungennberg 1561]. L'eber die hier lokalisirte Sage s. Stöber, Elsäss. Sagen. Neue Ausg. I, S. 25 u. 121. Jungenberg, H., nördl. Altenheim, Ka. Zabern. Jungenwald, verschw. Hf. (Gde. Lampertsloch, Ka. Wörth, Kr. Weissenburg, U.-E.!. l.sQO abgerissen. Jungferberg, IL, 247 m, östl. Insmingen, Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins. Jungforst, Hf. (Gde. Bühl. Ka. u. Kr. Saarburg, L.). 8 E. 1 lls. 1864 erbaut. Jungfrauenkopf, 1266,6 m, in dem vom Rheinkopf (Grenzkamm, südöstl. ziehenden Seitenkamm, nördl. Wesserling. Jungfrauenplatz, franz. Tertre de la Fille Morte, 960,8 m, eine Waldlichtung auf einem Ausläufer des Brezouardmassivs <s. d.i, Forstdistrikt 42 und 54, südl. Markirch. Ueber die hier lokalisirte Sage s. Stöber, Elsäss. Sagen. Neue Ausg. I, S. 111 u. 151. Jungfrauenrunz s. Lauch 1. Jungholz, Df. Ka. Sulz, Kr. Gebweiler, O.-E.). 737 E. 106 Hsr. (12 GRe.) - 330 m. - AG. Sulz (3,1); Bhf. Sulz (3,5). - Juncholz 122n. - Selbständige Gde s. 1880; vorher AO. der Gden. Sulz (Ka. Sulz) und Rimbach (Ka. Gebweiler . - Die Gde. umfasst den HO. J. (70o E. 101 Hsr.) und die AO. Latscha, Marbach, St. Anna. Thierenbach (Thierbach). - P. F. Oeff. Fernsprechstclle is. 1898). Ortseinn. StEBez. Sulz. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz is. 1882, vorher Filiale von Sulz). Kirchenfest 24. Mai i Maria, Helferin der Christen). Zur Pfarrei gehören die Wallfahrts-Kap. Thierenbach und die Kap. St. Anna. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. Aeltester Judenkirchhof des Oberelsasses. - Fabrik für Maschinentheile und Giesserei Karl Latscha. seit 1835, 100 Pferdekräfte, davon bis 20 Wasserpferdekr.. 423 Arbeiter. Mechanische Werkstätte (10 Arb.). Getreidemühle. Steinbruch. - Luftkurort (1899 bis Mitte August von 300 Personen besucht . Das Schloss J. wurde 1259 dem Bischof von Strassburg von den Jungholz aufgegeben, blieb Lehen der Familie bis zu ihrem Aussterben nach 1376; dann kam es an Burkhard von Lützelstein; 1419 an Bischof Wilhelm von Diest verkauft, erhielt es Heinrich von Rödersdorf, von diesem kam es durch Kauf an Bock von Staufenberg; 1471 durch den ehemaligen Bischof von Strassburg Konr. von Busnang an Georg von Staufenberg, Joh. von Mörsperg und Reichard von Schauenburg verliehen, blieb es seit 1493 im Alleinbesitz der Schauenburg. Das Schloss soll aus dem 11. Jhdt. stammen, es nahm den Namen Schauenburg an. Geringe Trümmer sind übrig, die vom Judenfriedhof umgeben sind. 1430 wird J. Städtlein genannt, später wieder Dorf. Begütert war die Abtei Lützel 1262, St. Ursitz 1313. J. gehörte zum Banne von Sulz. Ein capellanus von J. 1441 erwähnt. Gemein de wald (Oberförsterei Sulz) 67,8 ha. Schauenburg, Baron de, Chäteau de J. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. IV, 1860-01, 2, S. 185-188.) Zingerle, J., LTkunde von Bischof Wilhelm von Strassburg, das Schloss J. betr. (Als. VI. 262-264.) Jungholzberg, 34.3,6 m, nördl. Sparsbach, Ka. Lützelstein. Junghurst, Fsths. (Gde. Gemar, Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 5 E. 1 Hs. Waldname: Jungenhurst 1546; Junghurst lo74 <ob dem Hägegiesseni, 1764 und 1790. Das Forsthaus wurde 1843 erbaut. Jungmünsterol, Df. (Ka. Dammerkirch [s. 1873; 1790 Ka. Delle, 1795-1870 Ka. Fontaine, 1870-73 vom Kr. Altkirch verwaltet]. Kr. Altkirch, O.-E.). 277 E. 53 Hsr. (10 GRe.) - 360 m. - AG. Dammerkirch (8,6); Bhf. Altmünsterol (1,1). - Zu Jungen Munstroll 1588; Montreux -Jeune 1869. - Die Gde. umfasst den HO. J. (230 E. 48 Hsr.) und den AO. Brückenhütte. - StEBez. Dammerkirch. - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802); bis 1874 zum Dek. Fontaine, dann zum Dek. Dammerkirch gehörig. Schutzheiliger hl. Dionysius (9. Okt.). Filiale Menglatt. Bis 1S63 hatte es auch Willern (s. d.) als Filiale, welches dann selbst Hilfspfarrei wurde. Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. Gehörte zur Herrschaft Münsterol (s. d.). Die Pfarrei gehörte 1441 zum Landkapitel des Sundgaus im Bisthum Basel, dann zum Landkap. Masmünster, seit 1779 zum Erzbisthum Besancon. Dazu gehörten die jetzt franz. Orte Romagny (Welschenesch) und Lunelicre, sowie Menglatt .Magny) und Willern (s. o.). Den Kirchensatz hatten die Reinach-Montreux. Gern ein de wald (Oberförsterei Altkirch) 45,8 ha. Jung'sche Mühle, Sgm. (Gde. Walscheid, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. Nur Betriebsstätte. 1750 errichtet. Jungsmühle, M. (Gde. Buschbach, Ka. u. Kr. For-j bach, L.i. S. Niedermühle (Jungsmühle). Jungwald, Hs. (Gde. Epfig, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 5 E. 1 Hs. 1859 erbaut; war bis Ende des 19. Jhdts. Fsths. Jungwald, der den Schlossberg (s. d.) mit der Frankenburg im W . überragende Berg, 854,9 m, TP., westl. Schlettstadt. Der Nordhang desselben, sowie der nördl. davon gegen Neukirch ausstrahlende schmale Bergrücken (765, 734,8 und 711,3 m) heisst Altenberg, ein Name, der wohl auch auf das Plateau des Jungwaldes übertragen wird. Auf dem Altenberg Reste eines verschlackten Walles. Junkerfeld, Hf. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). Früher besonderer AO. der Gde. Hagenau, seit 1885 mit dem AO. Forstheimerstrasse derselben Gde. unter dem gemeinsamen Namen Münchacker (Forstheimerstrasse und Junkerfeld) vereinigt. Junkersherie, Weiher (Gde. Germingen, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 7 ha. Privatbesitz. Karpfenlischerei. Jura. Der Schweizer Jura reicht in den Süden des Reichslandes hinein und schiebt seine Falten bis über Pfirt hinaus in das Rheinthal vor. Vergl. darüber Th. I, S. 2 u. 48. Friche-Joset et Montandon, F. J., Synopsis de la Flore du Jura septentional et du Sundgau. Mulhouse 1856. Jury, Df. (Ka. Verny [1790 Ka. Borny, 1795-1802 Ka. Ars-Laquenexy], Kr. Metz, L.). 143 E. 36 Hsr. (10 GRe.) - 200 m. - A.-, L.- und SchwG. Metz (9,1). - Girey 1179; Gerei 1376; ma. Jöri. - Die Gde. umfasst den HO. J. (129 E. 34 Hsr.) und den AO. Jury-le-Petit. - StEBez. Verny. - Filiale der kath. Pfarrei in Ars-Laquenexy und (s. 1892) der ref. Hilfspfarrei Montigny-Sablon (vorher gehörten die Reformirten zur Pfarrei Metz). - Ohne Volksschule, benutzt die Volksschule von Peltre. - Geschäftssprache französisch. J. war Df. im Pays Messin (Saulnois) und Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Es war alter Besitz des Metzer Domkapitels und blieb bei diesem bis zur Revolution. Die Zehnten hatte inj. früher das Kapitel St.Reinette. Gemeinde wald (Oberförsterei Metz) 9,2 ha. Jurybach s. Seille 31. Jury-le-Petit, Hsr. (Gde. Jury, Ka. Verny, Kr. Metz. j L.). 14 E. 2 Hsr. 1823 entstanden. Jussy, Df. (Ka. Gorze [1790 Ka. Moulins b. Metz, 1795- 1802 Ka. Rozerieulles], Kr. Metz, L.). 254 E. 68 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Ars a. d. Mosel (4,8); Bhf. Moulins b. Metz (2,4). - Jussiaca villa 869 ; Jusseyum 1012 ; Tussey 1140; ma. Joschi. - Umfasst den verschw. O. Franchard. - StEBez. Longeville b. Metz. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Gorze (s. 1880, vorher seit 1804 Filiale von Vaux). Kirche des hl. Hilarius (14. Jan.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Ars a. d. Mosel. - Geschäftssprache franz. - Kalksteinbruch (5 Arbeiter). |