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Show 51' i Kriechingerhof - Kronenburg. infolge der Ansprüche der jüngeren Linie; das Parlament in Metz entschied 1688 dahin, dass K. kein Mannlehen sei, also der Tochter des letzten Besitzers, Anna Dorothea, der Wittwe des 1668 verstorbenen Grafen Edgard Ferdinand Cirksema von Ostfriesland, zuzusprechen sei. - Durch den Frieden von Ryswyk wurde der Beschluss der Reunions-kammer vom 16. Sept. 1680 aufgehoben; die Entscheidung des Metzer Parlaments blieb jedoch unangefochten, da inzwischen der Mannesstamm der Linie Kriechingen-Bruch-kastel mit Graf Maximilian Ernst (f lö97> erloschen war, - Frankreich hatte die Grafschaft schon 1680-1697 und dann wieder 1702-1714 im spanischen Erbfolgekriege besetzt gehalten, nach dem Rastatter Friedensschlüsse aber wieder verlassen. - Die Enkelin der oben erwähnten Anna Dorothea, Christine Louise von Ostfriesland, brachte die Kriechingenschen Güter 1726 dem Reichsgrafen Johann Ludwig Adolf von Wied-Vsenburg-Runkel zu, dessen Sohn Christian Ludwig die Regierung 1757 antrat. Er war der letzte regierende Graf von K. - Durch Dekret des Nationalkonventes vom 14. Febr. 1793 sind die Dörfer Kriechingen, Steinbiedersdorf und Tetingen und durch Dekret vom 20. März 1793 die Dörfer Büdingen. Dentingen und Lellingen auf ihr Ansuchen mit Frankreich vereinigt worden. Wegen der übrigen Dörfer, von welchen wohl angenommen wurde, dass sie zu den genannten in einem Meiereiverhältnisse standen, sind keine Beschlüsse erfolgt. Durch den Frieden von Luneville wurde die Erwerbung durch Frankreich bestätigt. - Das fürstliche Haus Wied-Runkel ist im Reichs-deputationshauptschlus^.- vom 25. Febr. 1803 für den Verlust der Grafschaft K. durch die kurkölnischen Aemter Nurburg und Altenwied und durch die kurtrierische Kellerei Vilmar entschädigt worden. Die Domänen und insbesondere die Waldungen der Herrschaft, welche 1793 sequestrirt worden waren, sind 1807 als Staatsgut eingezogen worden. Chatelain, V., Histoire du comte' de Cr6hange. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. III, 1891, S. 175-231; IV, 2, 1892, S. 66 bis 11.5; V, 1, 1893, S. 92-138.) Sittel, Joh. Matth.. Satnm-lung der Partikular-Gesetze und Verordn. f. d. Territorien des linken Rheinufers. 2 Bde. Trier 1843. (Bd. I, S. 58 -64. Bd. II, S. 517-027.1 Die Kriechinger Unruhen 1755 bis 1780. Gemeindezeitung f. Els.-Lothr. 1884, Nr. 38 u. 39. Kriechingerhof, verschw. Hf. (Gde. Fixem, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. War Lehen der Herrschaft Rodemachern ohne Gerichtsbarkeit (s. Fixem). Kriegersmatt, Df. (Gde. Breitenbach. Ka. Weiler. Kr. Schlettstadt. L'.-E.c Früher AO.. jetzt Theil der Gde. B. Kriegersmattenbach s. Giessen 7. Kriegsberg, Westhang bei Struth, Ka. Lützelstein. Kriegsbühl, Westhang der Hohkönigsburg (s. d.). Kriegsheim, Df. (Ka. Brumath [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 341 E. 68 Hsr. (10 G R e - ISO m. - AG. Brumath (3,5); Bhf. Brumath (3,7). - Creacheshaim 823; Crieg esheim 14. Jhdt.; ma. K rejse. - StEBez. Brumath. Armr. (s. 1866). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Brumath (s. 1872, vorher Filiale von Brumath i. Schutzheiliger der Kirche der hl. Ulrich (4. Juli), der Gde. der Erzengel Michael. Filiale Rotteisheim (s. 1872). 823 erwarb Bischof Bernold von Strassburg Güter zu K. durch Tausch vom Grafen Erchangar im Nordgau. Im 12. Jhdt. hatte auch die Abtei Lorsch (Hessen) Besitz zu K., 1207 das Spital zu Hagenau laut Bestätigung König Philipps von Schwaben. K. war Reichsgut und gehörte zu den 28 Dörfern der sog. «Grafschaft» (s. d.i, in deren Besitz der Bischof von Strassburg und der Kaiser sich 1236 so theilten. dass beide die Hoheitsrechte gemeinsam ausübten. Noch in der Mitte des 14. Jhdts. besass der Bischof die Hälfte des Dorfes. Später muss dieselbe jedoch ans Reich zurückgefallen sein, denn wir finden K. nachher als Reichsdorf der Landvogtei Hagenau zum Schultheissenamt Batzendorf gehörig. Den Laienzehnten zu K. bes.iss seit 1405 Lichtenberg als Reichslehen, seit 1489 Hanau-Lichtenberg. - Kirchlich war K. bis 1802 Filiale der Pfarrei Bernolsheim, dann bis 1808 selbständig mit Filiale Rotteisheim, dann bis 1872 Filiale von Brumath, dann wieder selbständig. Den Zehnten besass zu zwei Drittel das bischöfi. Seminar zu Strassburg, zu ein Drittel das Spital Stephansfeld. Krienerhof, Hs. (Gde. Walscheid, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 8 E. 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt Krims, Mei. (Gde. Dollern, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 6 E. 1 Hs. Soll seit ungefähr 300 Jahren bestehen. Krippenberg, 105 m, östl. Lemberg, Ka. Bitsch. In ' dem Sattel südlich davon, 353,4 m, der Korrfels. Krippengrienschluth s. Rhein 9. Krispingen. abg. Ort, am linken Illufer bei Walheim, theilweise an der Stelle des jetzigen Friedhofes dieses Ortes (Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). Gehörte zur Herrschaft Altkirch. 1421 Heinrich von K. - Pfarrei (1441; des Landkapitels Sundgau. Das Df. ist vor 1441 zerstört worden, die Kirche erhielt sich bis 1841 als Pfarrkirche von Walheim (s. d.). Den Kirchensatz hatte der Rath von Thann im 17. Jhdt., die Familie Mazarin bis 1785, dann der Herzog von Valentinois. - An das Df. erinnern noch die Namen Krispenfeld, Kri sp i ngerf eld und Krispingerhölzle. Krittbächlein s. 111 63. Krobhof, verschw. Hf. (Gde. u. Ka. Pfalzburg; Kr. Saarburg, L... 1S89 abgebrochen. Krökel oder Krakelseheuer verschw. Hf. (Gde. Escheringen, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.).Lag zwischen Escheringen und Entringen, war Besitz der Luxemburgischen Abtei Münster. War 1370 erbaut und 1371 durch Mathias von Preisch an die Abtei Münster in Luxemburg verkauft worden. Angeblich im 30jährigen Kriege zerstört. Kröttweiler, Df. (Ka. Selz [1790-1802 Ka. Lauter-i bürg], Kr. Weissenburg, U.-E.). 1.51 E. 27 Hsr. (10 GRe.) - 145 m. - AG. Lauterburg (14,0); HSt. Niederrödern .4,9). - Ch rodoldeswilare 742, Krautweiler 18. Jhdt. : ma. Gräbere. - StEBez. Niederrödern. Armr. (Gründungsjahr unbekannt, besteht seit etwa 30 Jahren). - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Niederrödern. Die Katholiken gehören s. 1802 zur Pfarrei Trimbach (vorher zu Niederrödern). - Hausindustrie: Haarnetzstrickerei, für Firmen. K., ursprünglich Eigenthum der Abtei Selz, gehörte später als markgräfl. badisches Lehen zu dem im Besitz der Herren von Fl ec k e n s te i n befindl. Amte Rödern (s. d.). und kam 1720 an die Rohan-Soubise. 147o besass der Abt von Selz noch einige Rechte in K. - Die Reformation wurde in K. 1543 eingeführt; Filiale der prot. Pfarrei Niederrödern. Das Patronat besassen die Herren von Fleckenstein. 1685 Simultaneum. Die Katholiken gehörten zur königl. Pfarrei Niederrödern. Kröttweiler-Mühle. M. (Gde. Trimbach, Ka. Selz, Kr. Weissenburg, U.-E.). 14 E. 1 Hs. Besteht s 1804. Kromsweiler, verschw. Df. (Gde. Brauweiler, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg. L.i. Grone sn i vill er 1405; Gro-m ans weiler 1485. - 1756 noch als Hof erwähnt. War Lehen des Bisthums Metz, zur Ganerbschaft Lützelburg gehörig. Scheint im 30jährigen Kriege eingegangen zu sein. Krone, A n der, Hs. Früher bes. AO. der Gde. Riedisheim Ka. u. Kr. Mülhausen. O.-E.), jetzt Theil des AO. Rix heimer weg ders. Gde. Vff dem K r o n n be r g 1554. Kronenburg, Df. (Gde. Strassburg, Ka. West [extra murosj, Stkr. Strassburg, U.-E.). 3596 E. 294 Hsr. - ma. Kroneburgg, Kroneburri. - P. III. Kl. T. Oeff. Fern-sprcchstelle. Garnisonlazareth. Ortseinn. Bethlehemstift (ev. Waisenanstalt, Privatanstalt, 1888 von Pfarrer Horning und dessen Frau gegründet und heute noch geleitet). - Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. Alt- St. Peter in Strassburg. - Strbst. (s. 1887). Kronenburg war ursprünglich der Name eines Wacht- |