| OCR Text |
Show Erzach - (769 qkm) der Gemarkung Krautergersheim (Ka. Oberehnheim) der Gemarkung Bischofsheim (Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim) zugewiesen wurde. Saile, F. X., Wandkarte des Kreises Erstein. 1 : 40000. Gebweiler, Boltze 1876. Erzach, abgeg. Ort zwischen Köstlach und Mörnaeh (Ka. Pfirt. Kr. Altkirch, O.-E.). Oe re n zach 1286, 1380. 1286 Kuno von Oerenzach. - 1303 steuerte E. (Orenzach) zum habsburgischen Aleierthum Sept. (Vogtei Dattenried, Herrschaft Beifort.) Die Benennung Grenzach Lei Trouillat III, 61 beruht wohl auf fehlerhafter Lesung (für Orenzach). Erzberg, Hf. (Gde. A'olksberg, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 1 Hs. Hier waren im 18. Jhdt. Eisenerzgruben, die der Grafschaft Lützelstein gehörten. Erzenbach s. Thur 32. Erzenbachkopf, B., 797,6 m, nordöstl. Bitschweiler bei Thann. Auf dem westlichen Ausläufer, bei 556 m, TP. Erzhütte, Hf. (Gde. Langensulzbach [2 E. 1 Hs.] u. Nehweiler h. AVörth 13 E. 1 Hs.], Ka. AVörth, Kr. AVeissenburg, L'.-E.). 5 E. 2 Hsr. Aliniere 1S69. AVahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 17. Jhdts. entstanden. Erzlach, Fsths. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). o E. 1 Hs. 1844 erbaut. Erzlachgraben s. Eberbach 12. Erzmattengraben s. 111 46. Erzwäschgraben s. Saar 9. Esbach s. Nied 15. Esch s. auch Burg-Esch. Esch, Fsths. (Gde. Hatten, Ka. Sulz u. AV., Kr. AVeissenburg,. U.-E.). 3 E. 1 Hs. E. ist der Name eines Theiles des- Gemeindewaldes Aspruch (s. d.). Forsthaus E. 1848 erbaut. Esch, verschw. O. (Gde. Flasdorf, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen- Ost, L.). Gehörte zur Herrschaft Burg-Esch (s. d.) und lag im Banne von Zeringen (s. d.), oben am Wege nach AValdwiese. Der Grundbesitz gehörte z. Th. der Abtei, später der Karthause Rettel. - Der Ort wurde erst im 30jährigen Kriege zerstört. Eschau, Df. (Ka. Geispolsheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.). 1533 E. 286 Hsr. (18 GRe.) - 145 m. - AG. Illkirch (5,0); Strbst. Eschau (0,2). - Hascgaugia 778 (Copiei; Escowe 1255; ma. Aschau. - Die Gde. umfasst den HO. E. (1006 E. 186 Hsr.), die AO. A m Altenheimerhof, A m Hetzlader, Auf der Redoute, AVibolsheim und den verschw. Ort Egesheim. Ein Theil der Gemeindegemarkung liegt im Amtsbezirk Offenburg (bad. Gde. Altenheim). - P. F. Oeffentl. Sprechstelle. StEBez. Ulkirch- Grafenstaden. Armr. (s. 1830). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Geispolsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Trophi-mus (13. Alärz). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Plobsheim. - Fischerei. 3 Fabriken von Ziegeln und natürlichem Kalk. Oelmühle. Getreidemühle. Hanfmühle. Hausindustrie: Hausweberei, auf eigene Rechnung. Tabackbau. Taback-bauverein. Strbst. (s. 1886). E. verdankt seine Entstehung dem gleichnamigen Frauenkloster Benediktiner-Ordens, das um 770 vom Bischof Remigius von Strassburg in der Wibolsheimer und Plobsheimer Alark auf einer Illinsel gestiftet und bereits 778 von dem Stifter der Strassburger Kirche übertragen wurde. 926 wurde das Kloster von den Ungarn zerstört, zu Ende des Jhdts. von Bischof Widerold wieder aufgebaut. Vögte desselben waren im 13. Jhdt. die Herren von Rathsamhausen. Im 15. Jhdt. verfiel das Kloster und wurde 1525 vom Bischof von Strassburg aufgehoben. Dorf und Kloster kamen dann durch bischöfliche A'erleihung an das Strassburger D o m kapitel, in dessen Besitz sie geblieben sind. Das in dem Banne von Eschau gelegene Dorf Wibolsheim (s. d.) gehörte jedoch nicht dazu. Es war im Besitz der Rathsamhausen und reichsritterschaftlich. Der Dinghof zu E. gehörte dem Domkapitel. AVeisthum von 1346. - Kirchlich gehörte E. zum Landkapitel Rheinau. 1464 Rektorat, Plebanat und ischbach. 273 2 Kaplaneien. Zur Pfarrei gehörte- auch AVibolsheim bis 1802, auch der Oberjägerhof (Gde. Strassburg). Patronat und Zehnten besass das Domkapitel. - Bronze-Funde. Frühromanische Kirche aus dem 10.-11. Jhdt. In der Kirche ein Steinsarg (14. Jhdt.?), der angeblich früher die Gebeine der hl. Sophia und ihrer drei Töchter Glaube, Liebe und Hoffnung enthalten haben soll. Nach der einen Ueberlieferung soll derselbe im 30jährigen Kriege durch die Schweden aufgebrochen worden sein, nach der anderen hätten die Nonnen zur Zeit der französischen Revolution die Gebeine im Kirchhof zu E. vergiaben. Ferner Holzschnitzereien igesch. Dkm.i aus dem 15. Jhdt. G emeindewald (Oberförsterei Strassburg) 159,1ha. (Alittelwald von Eichen, Eschen, Rüstern, Birken, Pappeln und Weiden.) Im Besitz der Gde. seit Jahrhunderten. Verpflichtet zur Faschinenlieferung. Matuszynski, A. Note sur les fragments d'architec-turc trouves ä E. (Bull, de la Soc. p. la cons, des mon. hist. d'Als. 'Je. ser. t. V, Mem. p. 46-47.) Spach, L. L'Eglise d'Eschau d'aujourd'hui et l'ahbaye d'Eschaii d'autrefois. Strasbourg 1840. (Feuilleton de l'Alsace du 9 juin 1840.) Eschbach, Df. (Ka. Alünster [s. 1790]. Kr. Colmar, O.-E.). 439 E. 77 Hsr. (10 GRe.) 481 m. - AG. Münster (1,6); Bhf. Alünster (2,1). - Oschinsbach 13. Jhdt.; Eschens-bach (dgl.); ma. Eschbach, Eschbe. Die Gde. (die im •18. Jhdt. AO. der Gde. Alünster war) umfasst den HO. E. (236 E. 38 Hsr.) und die AO. Ablas (Abloss), Bächle, Eichwald, Erschlitt, Geisbach, Hutschengut. Alittel-Solberg, Alittlach, Ober-Solberg, Seilsbach. - StEBez. Alünster II. Fw. (s. 1863, 3 Spritzen). - Filiale der kath. (s. 1808-, vorher zu Alühlbach) und der prot. Pfarrei Alünster. E. war eins der drei kleinen Dörfer der Herrschaft Alünster, deren Schicksale es theilte (s. d.). Der Ort hatte mit Hohrod und Luttenbach einen gemeinsamen Schulzen. Die kath. Einwohner von E. waren bis 1808 nach Alühlbach eingepfarrt, seitdem nach Alünster, die prot. stets nach Alünster. Gemeinde wald (Oberförsterei Alünster) 167,9 ha. (Weisstannen-Hochwald.) Im Besitz derGde. seit 1846; früher ungetheilt mit den Gden. Alünster, Breitenbach, Luttenbach, Alühlbach, Aletzeral, Sondernach, Hohrod und Sulzern (s. Alünster). Eschbach, Df. (Ka. AVörth [1790-1802 Ka. Niederbronn], Kr. AVeissenburg, U.-E.). 694 E. 126 Hsr. (12 GRe.) - 190 m. - AG. AVörth a. d. Sauer (8,8); HSt. E. (2,2). - Eschbach 1166; Aspach 1365; ma. Aschbach. - (Die HSt. E. liegt auf dem Banne der Gde. Hagenau.) Ortseinn. StEBez. AVörth a. d. Sauer I. Armr. (s. 1850). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats AVörth (s. 1802). Schutzheiliger hl. Alartinus (11. Nov.). Filiale Laubach. AVendelinskapelle südöstlich vom Orte, 1822 erbaut durch Phil. Dapp. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Alorsbronn. - Kalk- und Ziegelofen. Oelmühle. E. wurde zu Anfang des 12. Jhdts. von dem Grafen Reginald von Lützelburg dem Kloster Alaursmünster geschenkt, von diesem jedoch schon 1166 für 100 Alark Silber an Kaiser Friedrich I. verkauft. 1219 schenkte Friedrich IL Güter zu E. dem Kloster Neuburg. Nach dem Untergang der Staufer wurde E. Reichsdorf der Landvogtei Hagenau, zum Schultheissenamt Forsthcim gehörig. Seit der französischen Herrschaft (1648) königliches Dorf. Im 14. Jhdt. war E. zeitweise den Herren von Winstein vom Reiche verpfändet. Otto von E. war 1292 und 1312 Stettmeister von Hagenau. - Kirchlich gehörte E. zum Landkapitel Ober- Hagenau. Ursprünglich soll es Filiale der Pfarrei Alorsbronn gewesen sein, noch 1521 wird blos ein Primissariat dort erwähnt, das noch 1763 bestand und dessen Collator der Bischof von Strassburg war. 1666 erscheint E. als eigne Pfarrei mit der Filiale Forstheim, zu der am Anfang des 18. Jhdts. noch Hegeney, Laubach und 18+ |