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Show 360 (.ravier - Grcndelbruch. überlassen, welche in der Nähe das gegenwärtige Dorf Gravelotte aufbauen Hessen. Gravier, Hfe. (Gde. Urbeis, Ka. AVeiler, Kr. Schlettstadt, U.-E. . 13 E. 2 Hsr. Entstehungszeit unbekannt. Gravieres, verschw. O. (Gde. u. Ka. A'ic, Kr. Chäteau- Salins, L ) . Gravieriis 1158. - G. scheint ein A'orort der Stadt A'ic gewesen zu sein; genaue Lage unbekannt. Auf dem dortigen Besitze der Abtei Gorze hatte Bischof Stephan von Bar ein Sud werk für elf Salzpfannen errichtet, welches er schliesslich der Abtei zurückgab. 1184 wird Gravieres noch durch päpstliche Bulle als Besitz der Abtei bestätigt. Graviotte, Weiher von (Gde. Gisseltingen, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L. . 1,50 ha. Karpfenlischcrei. Privatbesitz. GrefFierkopf, franz. H a u t du greffier, 635,3 m, oberhalb des St. Ouirinsfelsens, franz. Fauteuil de St. Quirin (s. d.i, in dem Bergrücken auf dem linken Ufer der Rothen Saar, westl. über Sagemühle Teufelsloch. Greften, abgeg. O. zwischen Häsingen und Hegenheim (Ka. Hüningen, Kr. Alülhausen, O.-E.). Grefftin 1234; Greften 1491; Kräftenspitz 1765. Begütert: 1234 Kloster St. Alariä .Magdalena zu Basel. Gregorienthai wird der obere Theil des Thaies der Fecht bis zur Stadt Alünster genannt nach der Benedik-tincrabtei St. Grcgorien zu Alünster, welche das Thal einst besass. In der Stadt Alünster zweigt es sich in das von der Fecht durchströmte Grossthal mit 4 Gden. und in das Kleinthal, durch welches der sogenannte Thalbach fliesst, mit 3 Gden. Gregorthalbach s. Leber 15. Greifenstein, Burgruine (Gde., Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). Griffenstein 13 und 14.Jhdt. -3oOm. -Bestand aus zwei Burgen, deren hintere, auch Gross-G. genannt, der Alitte des 1'.'. Jhdts. angehört, während die vordere, Klein- G., 100 Jahre jünger sein dürfte. Die ältere Burg vermuthlich von den Ochsenstein erbaut; jedenfalls war sie schon IL'17 in deren Besitz. Sodann linden wir G. als ochsenstei-nisches, in der Alitte des 14. Jhdts. jedoch schon bischöflich strassburgisches Lehen in Händen eines nach G. benannten Geschlechtes, das zuerst 11.57 erscheint und u m 1450 erloschen ist. Seit dein Anfang des 15.Jhdts. und noch mehr seit dem Aussterben der <;. waren die Burgen im Lehensbesitz von zahlreichen, häufig wechselnden Gancrben, deren jeder einen gewissen Antheil an ihnen besass, nämlich der Alünch von Wilsperg, der Lützelburg, der Finstingen (1425), der Puller von Hohenburg (1444), der Grafen von Saarwerden (1441), der Rüst, der Hoffwart von Kirchheim, seit 1467 auch der Kurpfalz. Im Anfang des 16. Jhdts erwarb das Bisthum dann allmählich die verschiedenen Theile zurück. 1043 war G. schon im Verfall. 1670 wurden Steine des Hauptthurms zum Bau des Zaberner Schlosses verwandt. Die Reste sind a m 30. Juli 1075 von den Franzosen gesprengt worden. Die Burg gehörte zum bischöflichen Amte Zabern. Gesch. D k m. - Keltische Ringwällc. Römischer Grabfund. Fischer, Dag., Notice hist. sur le chäteau de G. Saverne 1873. Ders., Die Burg G. und der St. A'citsbcrg nebst dem ehem. Burggebiete. Zabern 1876. G r e i f e n s t e i n e r m ü h l e , AVirthsch. (Gde, Ka. u. Kr. Zabern, LL-E.). 1898 an Stelle der 1895 abgebrannten Alühle gl. N. erbaut. Greifensteinerwald, Staatswald (Gde, Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). 829 ha. Oberförsterei Zabern. Forsthäuser Walk und Schweizerhof (Buche, Eiche, Fichte, Tanne, Kiefer i Buntsandstein. Burgruine Greifenstein; der AVald gehörte früher den Herren von Greifenstein; kam 1397 in den Pfandbesitz der Alünch von AVilspcrg, 1419 der Lützelburg; Ende des 15. und Anfangs des 16. Jhdts. vom Bisthum Strassburg erworben (s. Greifenstein). 1792 vom Staat eingezogen. A m 3. Juni 1S84 durch Tausch die Enklaven Veits- I berg (4 ha) und Schweizerhof (6 ha) erworben AVcrthvolle Steinbrüche a m Alarne-Rheinkanal. Greinersmühle (Untermühle), Hs. (Gde. Bettweiler, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L. I. 3 E. 1 Hs. Bestand schon Anfang des 19. Jhdts., war bis Ende der 60er Jahre Getreidemühle, wurde dann zu einer Gipsmühle umgebaut, 1 die aber auch seit mehreren Jahren nicht mehr betrieben | wird. G r e m e c e y , Df. (Ka. [1790-1802 Ka. Bioncourt] u. Kr. Chäteau-Salins, L.). 129 E. 53 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Chäteau-Salins (13,4); Bhf. Chambrey (8,0). - Gramecis 1128; G r e m e c e y 1398. - StEBez. Vic. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäieau- Salins (s. 1802; bis 1807 mit Annexe Pettoncourt). Kirche des hl. Vitus (15. Juni). Geschäftssprache französisch. AVar Dorf und Bestandtheil der Herrschaft Chambrey (s. d.). Eine von Chambrey durch Trennung gebildete Herrschaft G. scheint erst im 18. Jhdt. errichtet worden zu sein. Sie war 1702 Besitz der Familie Poinsignon, 1742 der Bardou- Duhamel. - G. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Delme. Der Kirchensatz, welcher schon im 12. Jhdt. dem Domkapitel von Aletz gehörte, wurde 1598 mit dem Seminar von Pont-ä- Aiousson vereinigt, und stand nach Aufhebung desselben dem Bischof zu. G r 6 m e c e y , Staatswald in den Gden. Gremecey, Chambrey und Fresnes-en-Saulnois (Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.). 125 ha. Oberförsterei Chäteau-Salins. Forsthaus Fresnes. (Eiche, Buche, Hainbuche, Aspe, Esche, Linde, Ulme, Ahorn, Erle, Birke, Weide, Apfel, Kirsche, Birne, Elsbcere, Vogelbeere, Rosskastanic, Akazie, Schwarzdorn, AVeissdorn, Hasel, Liguster, Hirschhollunder, Hartriegel, Waldrebe, Geisblatt, Faulbaum, Epheu, Spindelbaum, Goldregen.) Keuper, Aluschelkalk. Diluvium, Gips. - Der AVald, ursprünglich Domäne des Bisthums Aletz (Kastellanei Vic), scheint im 14. Jhdt. in Stücken verkauft worden zu sein. Im lo. Jhdt. haben die Herzoge von Lothringen grössere Theile des Waldes für den Betrieb der vom Bisthum Aletz gepachteten Salinen erworben. Dorf und Bann Gremecey, die durch den westphälischen Frieden französisch geworden waren, sind an Frankreich irrthümlich noch im Vertrage von Vincennes 28. Febr. 1661 abgetreten worden. Frankreich hat eine durch den AVald von Gremecey führende, bei Fresnes-en-Saulnois von der alten Etappenslrasse Alctz- Vic abzweigende und bei Chambrey in die Etr. ppenstrasse Nancy-ATc mündende Strasse herstellen lassen, als Alariä Leszczinska 1725 die Brautfahrt über Aletz nach Paris unternahm, damit sie französischen Boden nicht zu verlassen brauchte. Die noch erkennbare Strasse heisst heute noch Route de la Reine. G r e n b e r g , Osthang über (westl.) Hof bei Saarburg. G r e n d e l b a c h s. Breusch 28. G r e n d e l b r u c h , Df. (Ka. Rosheim [s. 1790], Kr. Molsheim, LL-E.). 1330 E. 274 Hsr. (12 GRe.) - 500 m. - AG. Rosheim (12,7i; Bhf. Lützelhausen (4,3).- G r u n d e l b a c 1068; ma. Grandelbruech. Die Gde. umfasst den HO. G. (1226 E. 251 Hsr.), die A O . Baschney, Gothei, Hclienmatten, Hohbühl, Muckenbach, Neuenmatten, Obermühle, Papiermühle, Sägemühlmattc, Schwarzbachthal, Untermühle, AVelschcn-matten und die verschw. O. Alagelrain und Aluckenbach. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle. StEBez. Rosheim. Armr. (s. 1851). Fw. (s. 1873, 2 Spritzen). Wasserltg. (s. 1866). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rosheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Philipp und Jakob (1. Alai). Filialen: Girbaden und Laubenheim (beide Gde. Alollkirch), ferner Rossberg (Gde. Börsch). - Sektion des Vog.-Cl. (s. 1892, vgl. Molsheim). - Steinbruch. Baumwollwcberei (Blech: 1894, 66 Arbeiten; Papierfabrik; Getreidemühle; 4 Sagemühlen. Alehlhandel. - Luftkurort. Besuch (1899, bis 10. Aug.): 179 Personen. G. gehörte ursprünglich zur Burg Girbaden, welche sich I im Besitz der Grafen von Egisheim-Dagsburg befand, und |