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Show Landser - Landskron. ".".1 L a n d s e r , Df. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Mülhausen, O.-E.). 377 E. 8S Hsr. (10 GRe.) - A m Niedermattgraben. 2o0 m. - AG. Sierenz (7,b); KrHO. Mülhausen (10,7); Hp. Schlierbach (4,4). - Castrum Landtsera 1246; Lantzer 1303. - Die Gde. umfasst den HO. L. (359 E. 87 Hsr.), den A O . Klostcrmühle und die verschw. O. Mers-hcim und Ochsenmühle. - P. T. Notar. Seit 1892 Gerichtstage. Ortseinn. StEBez. für die Gden. Brubach, Dietweiler, Flachslandcn, Geispitzen, Landser, Niedersteinbrunn, Ober-steinbrunn, Rantsweiler, Schlierbach, Waltenheim. Armr. (s, 1824). Oeff. Vorschusskasse (s. 1888). Wasserltg. (s. 1889). - Kath. Pfarrei IL Kl. (s. 1802, 1808-19 mit Dietweiler als Filiale). Kirchenfest 15. Aug. (Maria Himmelfahrt). D e k a nat, umfassend die Pfarrei L. und die Hilfspfarrcien Bartenheim, Brinkheim, Brubach, Dietweiler, Flachslanden, Geispitzen, Helfrantskirch, Kappeln, Kötzingen, Niedermagstatt, Niedersteinbrunn, Obermagstatt, Obersteinbrunn. Rantsweiler, Schlierbach, Sierenz, Stetten, Uffheim, Wahlbach, Zassingen. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. Ursprünglich sammt der Burg (124b erwähnt, im Besitz der Herren von Butenheim, die es 12b9 dem Bisthum Basel übergaben und als Lehen desselben zurückerhielten. Bald darauf aber nahmen die Butenheim L. auch von Kaiser Rudolf von Habsburg zu Lehen und verkauften es schliesslich demselben. So ging L. dem Bisthum verloren. L^nter habsburgisch-österreichischer Herrschaft wurde L. mit seiner Burg Sitz der gleichnamigen Herrschaft (s. d.) und des Obervogtes. Anfangs befestigt und daher Stadt, wurde L. im 14. Jhdt. zerstört und bereits 1394 nur Dorf genannt. Eine zweite Zerstörung erlitt es 1409 im Kriege zwischen Habsburg und Basel. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel Inter Colles des Bisthums Basel. Alte Pfarrei; Kaplanei. Das Patronatsrecht besass die Herrschaft. 1054 ein Kapu-zinerkloster in L. errichtet, bestand noch 1790. In den Gebäuden desselben bestand 1S44-72 eine Redemptoristen-niederlassung. - L. liegt an einer Römerstrasse von Beifort über Altkirch nach Kembs (Cambete). Die Kirche ist modern. Renaissancebrunnen von lbbl mit schildtragenden Löwen, einem beliebten Motive jener Zeit. Einige spätgothische und Ri-naissancehäuser. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Mülhausen) 17,3 ha. Landser, Herrschaft. Die österreichische Herrschaft, deren Hauptort L. war, zerfiel in zwei Aemter: 1. Ober-L. (Ober-Amt), mit den Dörfern Landser. Attc-nsch-weiler, Blotzheim, Dietweiler, Geispitzen, Helfrantskirch, Kappeln, Kembs (nur gewisse Rechte), Kötzingen, Neudorf, Niedermagstatt, Niedermichclbach, Niederranspach, Obermagstatt, Obermichelbach, Oberranspach, Rantsweiler, St. Ludwig, Schlierbach, Stetten, LTfl'heim und Waltenheim. 2. Unter-L. (Unter-Amt), mit den Dörfern Baldersheim, Banzenheim, Battenheim, Blodelsheim. Dessenheim, Habsheim, Hirzfelden, Ottmarsheim, Rixheim, Rumersheim und Sausheim. Zur Herrschaft gehörige, im Besitz von ober-elsässischen Adligen befindliche L e h e n waren die Dörfer: Bartenheim, Brinkheim, Brubach, Eschenzweiler, Homburg, Hüningen, Klein-Landau, Münchhausen, Niffer, Niedersteinbrunn. Obersteinbrunn, Roggenhausen, Sierenz und Zimmersheim. Die Herrschaft setzte sich zusammen aus altem habs-burgischem Stammgut (so Ottmarsheim, Bartenheim, Habsheim, Schlierbach u.a.) und ehemals Murbachschem Klostergut, das mit der Klostervogtei an die Habsburger kam. Ein Theil der Orte m a g auch altes Landgrafschaftsgut gewesen sein. Hervorgegangen aus dem Gebiet von L. sind die späteren österreichischen Herrschaften Isenheim (s. d.) und Bollweiler (s. d.) und zum Theil auch Ensisheim (s. d.). Die Herrschaft L., deren Hälfte, Nieder-L., noch im 14. Jhdt. zum Amte Ensisheim gehörte, ward mehrmals (1406, 1450, 1469 und 1519) verpfändet und wiedereingelöst. Die letzten Pfandinhaber waren (von 1529-156S) die Grafen von Ortenburg. 1643 ist L. als österreichischer Besitz an Frankreich abgetreten worden. Bereits 1645 hatte Ludwig XIV. die Herrschaft an die Gebrüder von Herwart aus Augsburg verlehnt, von denen sie durch Heirath und Erbschaft an Joh. Friedr. de la Tour, Marquis de Gouvernet, kam. - Zur Zeit der französischen Revolution war ganz L. im gemeinsamen Besitz der Gräfinnen von S^nozan und PeTigord und der Grafen von Miramon und Veine, die es durch Erbschaft von den Gouvernets erworben hatten. Litter.: Memoire pour les communautes du bailliage de Landser en Alsace contre le seigneur du bailliage. 1733. Urbaire et Tarif des droits, renti s et revenus seigneurieux de la seigneurie de L. rödigez par ecrit par J. B. Schaub. [Colmar 1347 L a n d s e r , Kanton (Kr. Mülhau-en, O.-E.). Umfasst die Gden. Bartenheim Brinkheim, Dietweiler*, Geispitzen*, Helfrantskirch, Kappeln, Kembs-, Kötzingen*, Landser*, j Niedermagstatt*, Niedersteinhrunn*, Obermagstatt*, Obersteinbrunn*, Rantsweiler*, Schlierbach*, Sierenz*, Stetten, Uffheim*, Wahlbach*, Waltenheim*, Zassingen* und enthält auf 147,0953 qkm 2363 bewohnte Häuser etc. mit 13017 Einwohnern. Der Ka. L., 1790-95 zum Distrikt, 1800-1857 zum Arrondissement Altkirch, 1857-70 zum Arrondissement Mülhausen gehörig, umfasste seit 1790 ausser den oben mit Sternchenbezeichneten Gden. noch Banzenheim, Eich wald,Eschenz-weiler, Habsheini, Homburg, Klein-Landau, Niffer, Ottmarsheim, Riedisheim, Rixheim, Zimmersheim, welche, ebenso wie Kembs, 1795 zum Ka. Habsheim kamen; ferner Obermorschweiler, welches 1795 dem Ka. Altkirch zugewiesen wurde, und Brubach, welches durch Verordnung des Statthalters vom o. Jan. 1902 mit dem 1. Apr. 1902 in den Ka. Mülhausen-Süd überging. Aus letzterem Ka. erhielt der Ka.L. 1795 Bartenheim, Brinkheim, Helfrantskirch, Kappeln, Stetten; aus dem Ka. Lutterbach bekam er 1802 die Gde. I Flachslanden, gab sie jedoch 1S79 an den Ka. Mülhausen ab und erhielt dafür aus dem Ka. Habsheim die Gde Kembs aufs Neue zugewiesen. 1830 erhielt der Ka. noch einen Gebietszuwachs dadurch, dass bei Auflösung der Gde. Neuweg (s. d., Ka. Hüningen. die Wir. Löchle, Richartshäuser, Si häferhof und Stutz, welche früher Theile derselben gewesen waren, in den Ka. L. übergingen, und zwar wurden die ersten 3 der Gde. Kembs, der letzte der Gde. Barten- ' heim zuertheilt. Walter, Theob., Die verschw. Ortschaften de-s Kantons L. in Geschichte und Sage. (Erwinia 4, 189b c»7, S. 44-46, oo-ioi, 121-124 i L a n d s k n e c h t h o f , Hf. Gde. u. Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.>. 2 E. 1 Hs. Lansquenet 18. Jhdt. - War Hof der ehemaligen Grafschaft Rixingen. 1724 zuerst erwähnt. L a n d s k n e c h t s w e i h e r im Meurthegebiet (243 m über dem Meer 0,2 k m südl. Hellocourt und 3,5 k m nordwestl. Rixingen - '-' ha. Abfls. s. Sanonbach 2. L a n d s k n e c h t s - w e i h e r im Seillegebiet (214,8 m über dem Meere) 0,5 km westl. Rohrbach. - 38 ha. Karpfen-fischerei. Wird alle 3 Jahre abgelassen und bebaut. Besitzer : Masson de Montalivet in Paris. Zu- und Abfls. s. Linderweiher 3. Landsknechtsweiherbach s. Sanonbach 2. L a n d s k r o n , Burgruine (Gde. Leimen, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, O.-E.). 559 m. Ursprung unbekannt. Vielleicht ursprünglich dem Bisthum Basel gehörig und von einem der Bischöfe aus dem Hause Röteln, Leuthold (1191- 1213), oder Walter (1213-15), den Grafen von Röteln gegeben. Letztere erscheinen schon im 13. Jhdt. als Besitzer des Schlosses; von ihnen hatten es die Münch zu Lehen, die sich danach Münch von L. nannten (1267 Heinrich Münch von L.). Nach dem Aussterben der Röteln kam L. 1315 an die Markgrafen von Hochberg. 1503 an Baden. Doch besass letzteres später nur die Hälfte der Burg, die andere Hälfte I erscheint als österreichisch. LTnterlehner blieben die Münch |