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Show Marienthal - Marimont. <cl Kr. Forbach, L.I. 125 E. 32 Hsr. - Klei n-Hel leringen IbSl; Mariendale 1682. - Vor 1811 selbstdg. und s. 1790 zum Ka. St. Avold gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. - Kirche des hl. Michael. - Verfertigung von Schuhnägeln als Hausindustrie, auf eigene Rechnung. - Das Dorf war früher zwischen der Herrschaft Falkenberg (s. d.) und der bischöflichen Herrschaft Helleringen getheilt. Letzterer Antheil bestand nur aus einem Hofe. Das Dorf selbst scheint altes Lehen der Kastellanei Homburg gewesen (Ritterburg) und im 16. Jhdt. an die Harraucourt gelangt zu sein. Diese haben es mit Falkenberg vereinigt, nachdem es mit Homburg 1581 an Lothringen verkauft worden war. - Klein-Helleringen dagegen scheint nach 1682 an die de Montluc, dann de Lampoignon übergegangen zu sein, welche es 1701 den Haön zu Schwerdorf verkauften. - M. war vor 1802 selbständige Pfarrei des Archipr. St. Avold. Den Kirchensalz hatten die Herren von Falkenberg. Orts w a l d i Oberförsterei Püttlingen) 14 ha. Marienthal, Hf. (Gde. u. Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen- Ost, L.). 13 E. 2 Hsr. - V o r e n h o f 14. Jhdt. und noch 1S03; N o n n e n scheuern 1317. - Hiess im 14. Jhdt. Vorenhof; da er aber 1317 durch das Kloster M „ bei Mersch, in Luxemburg erworben wurde, erhielt er seitdem die Namen Nonnenscheuer und Marienthal. Er wird von Bou-teiller (Dict. topogr. de l'anc. dept. de la Moselle. Paris ls74. S. 160) mit M., Ka. St. Avold verwechselt. - Römische Goldmünzen des Kaisers Konstantin. Marienthal, Wir. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 189 E. 30 Hsr. - P. F. Oeffentl. Fernsprechstelle (s. 1898). Hp. (s. 1855). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hagenau. Wallfahrtsort der schmerzhaften Mutter Gottes. 1863-66 eine neue Kirche erbaut. Zu der Pfarrei gehört auch der A O. Marienthal (Hardt) der Gde. Gries. - Priesterhaus (s. 1806 . Karmeliterinnenkloster (s. 1888). - 1225 gründeten Burkard, dominus et miles in Wangen, und seine Frau Ida von Finstingen die Kirche in M., der Sage nach neben einer Einsiedelei des Albert von W a n g e n (Albert-Bethaus). 1257 machte Anselm von Wangen Schenkungen an die Kirche M., in Jemselben Jahre gründeten die Wangen und die Wasigenstein, die a m dortigen Rothbäche] begütert waren, dort ein Kloster für Wilhelmiten. Dasselbe wurde 1525 im Bauernkriege geplündert, blieb seitdem verfallen und wurde durch den letzten Prior 1543 der Stadt Hagenau übergeben. Diese trat es 1614 an die Jesuiten ab, unter denen M. ein berühmter Wallfahrtsort wurde. V o n Stanislaus Lesczinski und seiner Tochter, der späteren Königin von Frankreich, wurde das Kloster während ihres Aufenthaltes in Weissenburg häutig besucht und reichlich dotirt. Nach Aufhebung des Jesuitenordens (1764) wurden die Güter des Klosters durch Staatsrathsbeschluss vom 7. März 1766 dem Bisthum überwiesen; das Kloster selbst wurde durch den Kardinal von Rohan mit Weltpriestern besetzt. Während der Revolution wurde es als Staatsgut eingezogen und verkauft. 1804 wurde die Kirche dem Kultus wieder eröffnet. 1822 wurde die Wallfahrt erneuert, nachdem die nach Ottersweier in Baden geflüchteten mittelalterlichen (14. und 15. Jhdt.) Gnadenbilder u. s. w. wieder zurückgebracht waren. 1829 wurde die Kirche vom Bisthum Strassburg erworben, 1864-66 erweitert und neugebaut (dreischiftige gothische Basilika). - M. liegt am Kelten-, später Römerwege von Brumath nach Selz. Römische Funde. Litter.: Bussierrc, Vte. de, Notice sur le pGlerinage deN.D. deM. (Bas-Rhin). (Rev. cath. d'Als.I, 1S59, S. 281-293.) [Auch bes.] Strasb. 1850. Unsere Liebe Frau zu M. Das ist historischer Religions-bericht von S. Marienthal bei Hagenau gelegen. Mainz 1615. Geschichte der Wallfahrt in M. von ihrem Ursprung bis auf d. Gegenwart. M. [o.J.] Klein Karl, Der Wallfahrtsort M. Histor. Skizze. Strassb. 1883. Ring, M a x de, Le pelerinage deM. en Alsace. 2 ed. Strasb. 1858. Ohl, L., Marienlhal. Notice historique. (Le Passe-i Temps d'Als.-Lorr. VII, 1896 Nr. 12-21.) Schenck, J. G., | Unser liebe Fraw zu M., Hall und Sichein. Das ist Bericht von Gottshauss M., bey Hagenaw im Elsass gelegen. Meyntz 1608. Unterricht über die in M. im Jahre 1804 aufgerichtet« Bruderschalt, unter dem Titel der glorreichen Jungfrau Maria. Strasburg lsll und Hagenau 1819, [Wernert, J.,] Der Gnadenort M. im Elsass. strassb. lsso. (Ders.,] Die Basilika-Feier und die Stiftung des Collegiums zu Marienthal. Strassburg 1893 Marienthal (Hardt), Wir. (Gde. Gries, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 151 E 22 Hsr. Soll im 17. Jhdt. entstanden sein hatte 1720 vier Häuser. Der Name Hardt («Hartu kommt schon 1331 vor. Der Ort gehont zu der kath. Pfarrei Marienthal (s. d.i bei Hagenau. Marienthalerstrasse, IL Gde, Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Ende der 60er Jahre des 19. Jhdts. erbaut. Marieulles, Df (Ka. Verny [1790 Ka. Corny, 17''"- 1802 Ka. Augny], Kr. Metz, L.). 504 E. 164 Hsr. (12 GRe.) - 230 m. - A.-, L.- u. SchwG. Met/ (16,6); Bhf. Noveant 9,5 - Mariolas o91 ; Maceriolas 952; Margoil 1161; M a - reuille 15. Jhdt. - Die Gde umfasst den HO. M (272 E 92 Hsr.) und die A O . Bury und Vezon (s. 1812, vorher selbstdg.) - StEBez. Verny. Wasserltg. (s. 1883, erweitert 1895). Fw. (s. 1889, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pournoy-la-Grasse s 1802). Der AO. Bury wird jedoch von Pournoy-la-Chetive pastorirt Kirche des hl Martin (11. Nov.). - Geschäftssprache französisch. M. gehörte zu dem P a y s Messin (Isle) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Es war alter Besitz der Abtei St. Arnult bei Metz, der ihr 691 durch Herzog Drogo, den Sohn Pippin's, geschenkt worden sein sollte. Der Ort verblieb mit Kirchensatz und Zehnten bei St. Arnulf bis zur Revolution. 1169 wird ein Isemhardiis von M., wohl Ministeriale der Abtei, genannt. - M. war früher Pfarrei ' des Metzer Archipr. Mousson. Marigoutte, Hf. Gde. St. Kreuz im Lcberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 1 Hs. Soll schon Anfang des 18. Jhdts. bestanden haben. Marigoutte, B.. s. Marienberg. M a r i m o n t s. a. Schloss Marimont. M a r i m o n t , Df. (Ka. Albesdorf [1790-1802 Ka. Bcs- ', singen], Kr. Chäteau-Salins, L.). 115 E. 34 Hsr. (10 GRe.i - 275 m. - AG. Albesdorf (7,91; HSt. Nebing (2,2). - Morsberg 1125; M a r i m o n t 1710. - Die Gde. umfasst den HO. M. (79 E. 30 Hsr.», den A O . Schloss Marimont und die verschwundenen O. St. Antoine und St. Firmin. - HSt. Nebing ' (s. 1877). StEBez. Bensdorf. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Albesdorf (s. 1839, vorher seit 1802 Annexe der Hilfspfarrei I Nebing. Kirche des hl. Dionysius (9. Okt.). - Gehörte zu der ehemaligen Probstei Dieuze und war Bestandtheil der Herrschaft M. (s. d.) dann der Kastellanei M. (s. d.). 1280 Schlacht bei M. zwischen den Metzer Bürgern und Herzog Ferry III. von Lothringen, die mit der Vernichtung des lothringischen Heeres endigte. - M. war bis zur Revolution Annexe der Pfarrei Bessingen. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Albesdorf) 52,5 ha. M a r i m o n t M o e r s b e r g ) Herrschaft; der Sitz. Schloss Mörsberg, lag im Seillegau; in der Umgegend war schon 718 die Abtei Weissenburg i. Eis. begütert (Altdorf, Bessingen u. s. w.). In Insmingen, Dorsweiler, Sotzeling, Bride u. s. w. hatte Abt Fulrad von St. Denis bei Paris durch Schenkung Karls des Grossen Besitz, ebenso war in der Nähe das Priorat Zell dieser Abtei begütert. Die Obcr-vogtei über diesen Besitz von St. Denis hatten die ersten Herzoge von Oberlothringen, sei es als Nachkommen der | Grafen von Chaumontois und vom Seillegau, sei es als Herzoge. Durch die Erbtochter Sophie gingen diese Rechte | auf das Haus Bar-Mümpelgard über, und durch eine Tochter |