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Show Fliegerkapelle - Flörchingen. 297 s. 18-0, vor 1802 und 1808-20 Filiale von Bergbieten.. Schutzhl. hl. Hippolytus (13. Aug.). Wallfahrtsort. Filiale: Balbronn (1802-1808 und s. 1847; 1808-47 Filiale von Westhofen). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. B:.lhronn. - Steinbruch (Gips). F. war reichsritterschaftlich. Ursprünglich war es im Besitz des Bisthums Strassburg, von dem es die unterelsässischen Landgrafen zu Lehen trugen. Diese verkauften es 1359 wieder ans Bisthum. Später (wahrscheinlich noch im 14. Jhdt.) k a m es als bischöfliches Lehen an die Herren von Landsberg, die, eine vorübergehende Belehnung an Dietrich Rebstock (1430) abgerechnet, bis zum Ende des 15. Jhdts. im Besitz des ganzen Dorfes blieben, und von da ab bis zur Revolution im Besitz des halben. Die eine Hälfte kam nämlich um 1490 an die Jörger von Strassburg, wurde von diesen 1504 der Stadt Strassburg verpfändet, und ging 1511 völlig in deren Besitz über (bis zur Revolution) und wurde dem Amte Wasselnheim zugetheilt. - Kirchlich war F. Filiale der Pfarrei Bergbieten. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Haslach) 39,7 ha. Fliegerkapelle, ein Heiligenhäuschen in einem Sattel, 450 m, des das Kaysersberger Thal von dem Ammersch-weierer Thal trennenden Gebirgsrückens (Sommerberg). Ueber den Namen und die daran sich knüpfende Sage s. Stöber, Elsäss. Sagen, Neue Ausg. I, S. 96 und 145. Fliesborn s. Lallier (Gde. Vry). Flocourt, Df. (Ka. Pange [1790 Ka. Thimonville, 1795 -1802 Ka. Remilly], Kr. Aletz, L.). 238 E. 76 Hsr. (10 GRe.) - 245 m. - A G . Remilly (7,0); Bhf. Baudrecourt (6,4). - F 1 o-doaldi curtis u m 1050; Flocorl 1300. - StEBez. Remilly. Fw. is. 1866, 1 Spritze). - Filiale der kath. Pfarrei B6ehy (s. 1802, vorher von St. Epvre). Kirche des hl. Laurentius - Geschäftssprache franz. W a r Df. des Pays Alessin, Franc alleu, und Sitz zweier verschiedener Herrschaften mit getrennten Bannen und ganzer Gerichtsbarkeit. Die eine, B a n St. A r n o u l d , war Besitz der Abtei St. Arnulf wegen ihrer Herrschaft Alorville a. d. Nied (s. d.). Die andere, B a n l'Ecölätre, gehörte zum Aletzer Domkapitel. Schirmherren des Bannes St. Arnould waren seit 1531 die Grafen von Salm als Herren von Viviers, welche dort wie in der Herrschaft Alorville ein Drittel der Gerichtsgefälle bezogen. - F. war bis ls02 Filiale der Pfarrei St. Epvre. Flörchingen, Df. (Ka. Hayingen [1790-1802 KHO., 1802-1901 Ka. Diedenhofen], Kr. Diedenhofen-West, L.). 1523 E. 278 Hsr. (18 GRe.) - 170 m. - A G . Diedenhofen (6,1); Hp. F. (0,8).- Florinkengas 869; Floringias 893; Flo-rengias um 1080; F l o r c h a n g e s 1236; Flörchingen 1334; Florehanges 1393; F l o r a n g e 1869. - Die Gde. umfasst den HO. F. (875 E. 152 Hsr.), die AO. Bettingen, Daspich (s. 1802, vorher A O . von Ehingen), Ehingen (s. 1812, vorher selbständig), Ehinger-Alühle (St. Peter», Häuser b. Schremingen, Neuhaus (Alaison-Neuve) und die verschw. O. Harlingen und Alagdeburg (war ein Theil des A O . Bettingen). - P. Hp. (s. 1893). StEBez. Diedenhofen. Armr. (s. 1881). F w. (s. 1857, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Diedenhofen (s. 1802), zu der bis 1877 auch Schremingen (dann selbständig) gehörte. Kirche der hl. Agathe (5. F-ebr.) 1876 neugebaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Steinbruch. Sandgrube. Kleine Gerberei und 2 kleine Getreidemühlen. AVeinhandel. AVar Sitz der H e r rschaft (resp. Probstei)Flörchingen (s.d.). Es scheint, dass ursprünglich der Ort, sowie die ganze Umgegend Bestandtheil des Königsguts Diedenhofen war. Diedenhofen selbst war Ende des 9. Jhdts nicht mehr Residenz der Könige von Lothringen. U m S60 hielt sich König Lothar schon in Flörchingen auf. 869 weilte Karl der Kahle dort. 2. Febr. 893 König Arnulf. 896, 22. Jan. und 3. Alai sowie 898 urkundete König Zwentibold in Flörchingen. Hier versammelte sich (899) u m letzteren der lothringische Adel, um gegen Karl den Einfältigen von Frankreich zu ziehen. Als königliche villa wird F. seitdem nicht mehr erwähnt. Es war u m 1080 Hauptort der damals lothringischen allodialen H u i schalt Flörchingen und blieb es bis zur Revolution (siehe Herrschaft F.). - 1232 wurde das Schloss durch den Grafen von Bar (mit den Aletzern verbunden) zerstört, dasselbe geschah 1267. 1324 griffen die Aletzer die Burg umsonst an. 1443, während der Belagerung von Diedenhofen, hatte Herzog Philipp von Burgund sein Hauptquartier in F. Damals fanden dort ebenfalls Conferenzen zwischen Burgund und den Abgesandten des Herzogs von Sachsen statt wegen des Besitzes von Luxemburg. 1514 wurde das Schloss und die Umwallung F.'s von der Diedenhofener Garnison zerstört. 1552, sowie 1042-46 wurde das Dorf geplündert und verwüstet. - F. war Pfarrei des Archipr. Diedenhofen. Der Pfarrsitz befand sich ursprünglich nicht in F.. sondern im verschw. Dorfe Herlingen (s. d.i, nach Zerstörung desselben wurde er nach F. verlegt. Den Kirchensatz hatten abwechselnd der König und das Domkapitel Aletz, als ehemaliger Besitzer von Herlingen. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Diedenhofen) 17.8ha. Litt er.: d'Huart, Emm., Notice sur le village de Florange. (Revue d'Austrasie.) Levallois, J., Notice sur la miniere de fer de Florange. (Memoires de l'Ac. de Stanislas 1850, S. 108.) F l ö r c h i n g e n (Florange), Herrschaft, später Probstei. Luxemburgisches Lehen ; bestand aus : a) den Herrschaftsdörfern, umfassend die Gcmeindebänne 1. Ersingen z. Th. (Df. Ersingen z. Th.); 2. Fl ü r ch i n g e n z. Th. (Schi. und Df. Flörchingen, im heutigen Banne von Flörchingen, Schi, und AVlr. Daspich, Df. Ehingen z. Th., Hf. Alagdeburg [abgeriss.]); 3. S c h r e m i n g e n (Df. Schremingen, Df. Suzingen). 1625 kamen noch hinzu: 4. Algringen z. Th. 'Df. Algringen z. Th. mit den Höfen Batzenthal und Charennes>; 5. Alarspich (Marsbach) (Df. Marspich, Wir. [früher Hof] Lev ringen. Hf. Konaeker); 6. Nilvingen 'Df. Nilvingen i. Ferner gehörte die Alosel von der L'eckingerbrücke bis bei Gassion zur Herrschaft. - bi den L e h e n in den Ge-meindebännen von: 1. B u s s z. Th. (Df. Buss z. Th., Schi. und Df. Blettingen z. Th , Df. Landerfingen z. Th.i; 2. Flörchingen z Th. (Schi, und Hf. Bettingen z. Th.i. AVegen des Lehens « E n n e r y > s. dort. Flörchingen wird S93 als curia regia» bezeichnet und war der Sitz eines Königsgutes, das wohl ursprünglich nicht auf die Grenzen des späteren Lehens Fl. beschränkt war. Dieses Gut kam schon während des 11. Jhdts. in Besitz der Herzoge von Lothringen. In einer Urkunde von 1080-1090 wird Flo-rengias als Allod derselben erwähnt. Die Nachricht, dass Kaiser Lothar 1130 seinem Neffen Robert, dem Sohn des Herzogs Simon I. von Lothringen, das alte Königsgut Flörchingen geschenkt habe, scheint demnach nicht haltbar. Es ist eher an eine Theilungsbcstätigung zu denken. Nach Flörchingen nannte sich diese Nebenlinie des Hauses Lothringen «de Florange \ Eine jüngere Linie von Florange nahm den Namen «von Ennery- an, nach der später durch Heirath von den Herren von Bolchen theilweise erworbenen Herrschaft E n n e r y , welche z. Th. Lehen von Flörchingen blieb. 1224 hat Philipp von Florange gleichzeitig Burg Flörchingen und seine übrigen Allode dem Grafen von L u x e m b u r g nach dem Herzoge von Lothringen zu Lehen aufgetragen und sich als «homme lige> des Herzogs von Luxemburg für Flörchingen und die dazu gehörigen Forsten erklärt. Nach dem Erlöschen des Hauses Florange- Ennery (1335) erbte Elisabeth, die Schwester des Robert von FL, vermählt mit Colard von Lenoncourt, Flörchingen mit den Lehen Ennery und Blettingen; 1420 ging das Erbe durch eine Tochter aus dieser A'erbindung, Johanna von Lenoncourt, auf deren Gatten, Colard de Alar-ley de Saulcy über, dessen Enkelin Johanna 1449 das Erbe ihrem Gatten, Robert de la Alark, Herrn von Sedan aus |