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Show 550 Land fürsten weihet' - Landsberg. Landfiirstenweiher, im Illgebiet, 1,7 k m südwestl. Hirzbach - 6,40 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Besitzer: Baron von Reinach. Abfls. s. 111 36. L a n d f ü r s t e n w e i h e r g r a b e n s III !i L a n d g r a b e n s. Eberbach Sauer) 13, Gebolsheimcr-bächel 3, 111 52, Rhein 7, Lauch 26, Moder 12, 15, 18, 29. Landgrafschaft s Ober-EI sass , Landgrafschaft, und Unter-Elsass. Landgrafschaft. Landgrundgraben s. III 4. L a n d i n g e n , Df. Ka. Lörchingen [s. 1790], Kr. Saarburg, L. . 219 Iv 82 Hsr. (10 GRe.) - 300 m. - A G . Lörchingen (3,0); Bhf. Heming (3,9). - L a n d e l d i n g e n 1050; L a n d a n g e 1285. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw O. Homburg. - StEBez. Lörchingen. Fw. s. 1848, 1 Spritze - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Lörchingen (s. 1802), zu der auch Aspach und Neufmoulins gehören. Kirche der hl. Margarethe (20. Juli). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Deutsch-Avricourt. - Hausindustrie: Stickerei, für Geschäftein Lörchingen. - Geschäftssprache französisch. L. gehörte zu der Herrschaft Türkstein (s. d.); wird zuerst 1050 unter den Gütern der Abtei Hessen, später, und noch 1344 aN Dorf der Herrschaft Türkstein erwähnt. Nach vollständiger Zerstörung des Dorfes Anfangs des 15. Jhdts. scheint L. nach 1433 eine selbständige Lehensherrschaft geworden zu sein, welche die Herren von Haussonville zu Chatillon von 14b0-1494 acht Mal gemuthet haben und schon 1499 mit der bischöflichen Baronnie St. Georg vereinigt hatten .s. Haussonville). 1 Jöl war die Deutschordenskomthurei Saarburg daselbst begütert - L. war vor dem Konkordat Pfarrei des Archipr. Saarburg. Kirche 1828 erneuert. Den Kirchensatz hatten durch Vertrag v.,n 1541 abwechselnd Abtei Haute-Seill,. als Nachfolgerin in den Gütern der Abtei Hessen und die Freiherren von St. Georges. - Römische Reste, besonders Münzen. Landonvillers, Df. (Ka. Lange [1790 Ka. Kürzel; 1795-1802 Ka Waibelskirchen], Kr. Metz. L. . 135 E. 36 Hsr. 10 GRe. - 220 m. - AG. Remilly 20,3 : HSt. L. (0,5). - Landonis villarc 13. Jhdt.; Ladonviller 1361; ma. Landdorf. - Die Gde. umfasst den H O . L. (122 E. 33 Hsr.) und den AO. Francaloff (das früher als A O . betr. Le Ouig-not hängt mit dem HO. zusammen.. - P. T. HSt. (s. 1873 StEBez. Kürzel. - Filiale der kath. Hilfspfarrei Kürzel. Schlosskapelle des hl. Karl Borromäus. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Kürzel. Kleine Getreidemühle. L. gehörte zum P a y s Messin Haut-Chemin) und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Ursprünglich war L. Bestandtheil der Herrschaft und Vogtei Kürzel (s d.). bei welchen es noch im lo. Jhdt. aufgeführt wird. Durch Kauf der herrschaftlichen und Vogtei-Rechte entstand Ende des 16. Jhdts. die neue Herrschaft. Als Besitzer werden genannt: 1347 die Gournay, 1404 die Drouin, 1582 die Lcduchat, 1618-1665 Legoullon, 1665 de Buy, Maillet, 1673 bis 1700 de Monacq, los] je Custine. zur Hälfte de Monacq, z H. Jacobe'e Maillette, 1700 St. Blaise [170s Alleinherr], 1751 de Blair und de Menonville, 1772 de Menonville allein. - L. war stets Annexe der Pfarrei Kürzel. Landorf, l>f. Ka. Grosstänchen [1790-1802 Ka. Mörchingen], Kr. Forbach, L.). 3hO E. 122 Hsr. (10 GRe.) - 215 ni. - AG. Grosstänchen (10,7); Hp. L. (1,5). - L a n d e n d o rf 1 ", Landorf 1254. - Hatte 1813-1835 Enschweiler (vor-und nachher selbständig) als AO. - P. T Hp. s. 1877 . i 'i ( -einn. StEBez. Mörchingen. Armr. (s. 18311. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Mörchingen (s. 1802), zu der (s. 1808) auch Ober-Sülzen 'Gde. Sülzen) gehört. Kirche des hl. Bartholomäus (24. Aug.. L. gehört.- zu der Herrschaft M ö r c h i n g e n (s. d.) und war sitz einer herrschaftlichen Meieiei. welche L., Harprich und Weiler umfasste Die Hälfte von L. war schon im 14. Jhdt. den Herren von Bacourt durch die Grafen von Salm zu Lehen gegeben und kam u m 1460 durch Heirath an die von ! Kriechingen s. Enschweilcr). - 1005 war hier die Abtei. Neumünster in der Pfalz begütert. Ende des 17. Jhdts. wurden die öden Banne von L., Harprich und Destrich den Bürgern | von Mörchingen überlassen. - L. war von jeher Pfarrei des j Archipr. Mörchingen. Bis 1802 gehörte noch Weiler (Ka. Grosstänchen) und bis 1850 Enschweiler zur Pfarrei. Der i Kirchensatz, welcher ehemals Besitz von Neumünster war. wurde gegen 126 I dem Stiftskapitel Oberho.nburg überlassen und kam später an das Seminar St. Simon. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Falkenberg) 110,9 ha. (Eichen und Buchen.) Alter Besitz der Gde. La m l re m o n t s. Lemmersberg. L a n d r e v i n g e n , Theil der Gde. Buss (Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). - L a n d re v a n g es 1299; Land-r o w a n g e s 1485. - Früher selbständige Ortschaft des Schultheissenamtes R ö r c h i n g e n hinsichtlich der hohen 1 Gerichtsbarkeit. Buss, Blettingen (s. d.) und L. bildeten eine Probstei-Herrschaft von Diedenhofen. 1299 verglich sich ein Warinus von L. mit der Abtei Villers-Bettnach wegen Rörchingen. L. war im 15. Jhdt. im Pfandbesitze der Familie Louve aus Metz. Im Vertrage von Brügge (6. Febr. 144os, zwischen Burgund und Metz, hat sich Luxemburg die allgemeine Landsteuer und die Verfolgung von Majestätsverbrechen vorbehalten. Auch die Herrschaft Bertringen hatte hier einige Güter. L a n d r e v i n g e n , verschw. Hf.(Gde. Lommcringen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). - Landrevange 1269 und 1783. - W a r ehemals Bestandtheil der Mairie du Sart de Trieux (s. d.i, zuletzt nur noch Hof, dann Mühle und Einsiedelei zwischen Trieux und Lommcringen. 1883 durch Feuer zerstört. L a n d s b e r g , Fsths. (Gde. Heiligenstein, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 8 E. 1 Hs. Bei der Ruine Landsberg s. d.i. Die Erbauungszeit ist unbekannt. L a n d s b e r g , Burg und Herrschaft (im O.-E.) s. Hohlandsberg. L a n d s b e r g , Burgruine (Gde. Heiligenstein, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt. U.-E.). - Alter Sitz des Geschlechtes derer von Landsberg, u m 1200 von Konrad von L. auf dem von der Aebtissin Edellindis von Hohenburg geschenkten Boden erbaut. Das Geschlecht der L. gehörte zur Reichs-ritterschaft und war neben den Andlau, W a n g e n und Rathsamhausen eines der vornehmsten und reichsten Adelsgeschlechter im Unter-Elsass. 1144 mit Konrad und Günther von L. zuerst erwähnt. A m bekanntesten ist Herrad von L., die berühmte Aebtissin von Hohenburg, Verfasserin des Hortus | deliciarum (vgl. Odilienberg, Kloster). Mehrere Mitglieder des im 13., 14. und 15. Jhdts. ausserordentlich zahlreichen Geschlechts waren Vizthume des Bisthums Strassburg, ein Walther von L. 1322 Reichsschultheiss von Hagenau, andere waren Canoniker des Domstifts Speier. Zu Ende des Ib. Jhdts. nahmen die L. die Reformation an, vermochten sie aber in ihren Besitzungen nicht dauernd einzuführen. Nur in Lin-golsheim gelang es ihnen, weil sie dies als Reichslehen besassen. Im 17. und 18. Jhdt. (bis zur Revolution) hatte die Familie folgende zum Territorium der unterelsässischen j Reichsritterschaft gehörige Besitzungen: Burg Landsberg, ein adliges Haus zu Mutzig, die Dörfer Düttlenheim. Düp-pigheim, ein Drittel von Hipsheim, Landersheim, Niederehnheim, Meistratzheim, Zellweiler, Lingolsheim (als Reichslehen:, Truttenhausen und einen Antheil an Quatzenheim. Das Geschlecht, 1773 als freiherrlich anerkannt, starb 1837 mit Alex. Ludw. v. L. zu Niederehnheim aus. Die Ruine der Burg i-t heute im Besitz des Freiherrn von Türkheim. - Unten an der Burg Spuren einer Umwallung aus der Bronzezeit. Spach, Le chäteau et la famille de L. (Bulletin de la Societe p. 1. cons. d. mon. hist. d'Alsace. IL Serie, VI. S. 173 -179.) Schmidt, Ch , Herrade de L. 2e. 6d. Strasb. [1897.] |