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Show 838 Germingerbuschweiher - Gcrschweiler. (11,1). - G r i m a n g a m a r c a 7.85 (Trad. AViz.); G e r e m a n g e 1315; G e r m v n g e n 1381. - Die Gde. umfasst den H O . G. (304 E. 95 H s r . die AO. Moulin, Romersberg, Stranhof, Ziegelhütte und den verschw. O. Nacker. - StEBez. Rixingen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Rixingen (s. 1802) zu der 1807-45 auch Zemmingen gehörte. Kirche de3 hl. Petrus und Paulus 129. Juni). - Geschäftssprache franz. 1648 war G. getheilt: Das Schloss war L e h e n des B i s t h u m s Aletz,"das Dorf aber lothringisch, und gehörte zur PrevotC Dieuze, und zwar als Lehen mit ganzer Gerichtsbarkeit. - Dieser Ort dürfte wohl das 785 unter den Besitzungen der Ahtei AVeissenburg erwähnte Grimanga sein. 1315 erklärte Rudolf von Rodt. Sohn des Heinrich von Germingen (schon 12.56 wird ein Heinrich von Germingen «provisor domus de Bassala [St. Johann von Bassel] erwähnt), dass er das Schloss, welches er auf seinem Allode aufgeführt hatte, dem Bisthum Aletz zu Lehen aufgetragen habe. Im selben Jahre reversirte Hennemann von Alörsberg gegen Burghut in Albesdorf für das feste Haus von G. an das Bisthum Metz. 1321 weiden Colard und Hennemann von G. genannt. 133.3 musste AVilhelm von Dorsweiler in einer Fehde mit dem Herzog von Lothringen, dem Grafen von Bar und dem Bischof von Aletz, das Schloss dem Letzteren abtreten, wofür dieser sich Lothringen gegenüber verpflichtete, die Burg nicht zu veräussern, bevor nicht AVilhelm von Dorsweiler mit dem Herzog sich abgefunden haben würde. 1345, nach einem ATergleiche mit dem Bisthum Aletz, erklärte sich Peter von Dorsweiler als Lehensmann des Bischofs Adhemar für Helflingen und G. Nach dieser Zeit erscheinen die Dorsweiler von Alörsberg nicht mehr im Besitze des Schlosses; die von G. dagegen dürften seitdem die alleinigen Lehensträger gewesen sein. Es ist zu vermuthen, dass sie mit den Alörsberg und den Dorsweiler, wenn nicht eines Stammes, so doch verwandt waren. Zu dieser ehemaligen bischöflichen Herrschaft gehörte ein Theil vom Dorfe Rodt mit les Bachats, Hermelingen, Hessen und Weiler bei St. Quirin, welche jedoch alle als besondere Lehen zu betrachten sind. Durch Heirath ging dieser Besitz an die Herren von Custine über. 1561 gab Alartin von Custine seinen Revers für das feste Haus von G. ab. Die Familie besass es bis zur Revolution. - Das Dorf G. wird 1341 unter den Dörfern der Kastellanei Freiburg aufgeführt, und in einem späteren Verzeichnisse wird ausdrücklich bemerkt «L'evech6 n'y possede plus que la maison forte». AA'ie und wann das Dorf an Lothringen kam, ist nicht bekannt. A m 22. Alärz 1542 verkaufte der Herzog Anton von Lothringen dem Hanns von G. für 3000 fl. die Herrschaft G. «reservt5e la souverainet£, le ressort. le liefet autres choses ä nous echues par d£faut de la ligne de ceux de D'Openstein I Doppelstein i ou Falkenstein, k präsent dite de Alüntzheimer». 1594 wird G. unter den Dörfern der Kastellanei Dieuze aufgeführt. - 1577 war die Deutschordenskomthurei Saarburg in G. begütert. - G. war vor dem Konkordat (1802) Pfarrei des Archipr. Vergaville. Der Kirchensatz, welcher durch die Herzoge von Lothringen an das Collegiatstift St. Georges in Nancy geschenkt worden war, wurde Anfang des 17. Jhdts. der Primatialkirche von Nancy zugewiesen. - Die Kirche ist ein einfacher Bau aus ] dem Jahre 1729. Von der alten ist nur die an der Nordseite angebaute damalige gothische Schlosskapelle erhalten. Das alte Schloss ist ganz umgebaut, der jetzige Bau ist aus dem 18. Jhdt. G e r m i n g e r b u s c h w e i h e r im Seille gebiet (217,4 m ü. M.), 2 k m westl. Germingen - 8,94 ha. Fischerei. AA'ird nicht abgelassen. Besitzer Alasson de Alontalivet zu Paris. Abfluss s. Linderweiher 4. Gersbach s. 111 16. G e r o l d s e e k , N a m e zweier zu der Alark Alaursmünster gehörigen Burgen, Gross- und Klein-G. (s. d.) und eines nach der ersteren Burg benannten elsässischen Dynastengeschlechts, der Herren von G. a m AVasichen, das u m 1120 mit Otto von G. zuerst erwähnt wird, der Strassburger Kirche einen Bischof gab (Heinrich IV. 1263-73) und 1390 mit Volmar von G. ausstarb. - Die Hauptbesitzung dieses Geschlechts war die Herrschaft G., die sie seit dem 12. Jhdt. als Lehen der Bischöfe von Metz besassen. Sie umfasste den grössten Theil der Mark Maursmünster und ist, da sie nahezu (und für die spätere Zeit ganz) identisch mit dieser ist, geschichtlich unter Maursmünster, Alark, behandelt (s. d.). Erben der G. für die Herrschaft wurden (1390) die Lützelstein zur Hälfte, die Ochsenstein und die AVangen zu je ein Viertel. Die AVangen nahmen daher später den Namen «von G. a m AVasichen» an. Als später (1487) ein Theil der Herrschaft vorübergehend an die Rappoltstein kam, führten diese seitdem denselben Beinamen. - Die von Pappenheim behauptete, von Grandidier angenommene, von Lehr aber bestrittene, ursprüngliche Verwandtschaft der G. im Elsass mit den G. (Hohengeroldseck) in Baden ist nicht nachweisbar, jedoch nicht unwahrscheinlich. Lehr, E., Les dynastes de Geroldseck-es-A^osges. (Bull. de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e ser. VII, 1869, Alem.. S. 22-64.) Pib erb ach et P a p p e n he im, Mathieu de, Tractatus seu hist. de origine . . . baronum de Gerokeck in: Reinhard, Pragm. Gesch. des Hauses G. Frankfurt u. Leipzig 1766. Lehr, E., L a Seigneurie de Hohengeroldseck et ses possesseurs successifs. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e sCr. t. VI, AI6m. S. 62.) Grandidier, Oeuvres in£d., ed. Liblin, p. 4. G e r o l d s e c k an der Saar, Schlossruinen (Gde.Niederstinzel, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.). Guerolzach 1359. Die alte Burg G., 1216 schon erwähnt (siehe Herrschaft Finstingen). wurde 1381 verwüstet. 1473 als noch bestehend aufgeführt, 1675 aber als seit 200 Jahren zerstört, bezeichnet. Das Schloss stand in einer AAriese und war von 2 AVassergräben umgeben. Die Umfassungsmauern bis zur Höhe des AVehrgangs mit einem halben Rundthurm sind fast gänzlich erhalten. - In der Nähe römischer Alünzfund. Ob unter der Burg G. a m A\Tasgau, die Aloscherosch in der Schrift -Gesichte .Philanders von Sittewald» erwähnt, diese Burg oder Gross- bez. Klein-G. bei Hägen (Kr. Zabern) zu verstehen ist, ist streitig. Litt er. (s. a. Gross-G.): Schlosser, H., J. M. Aloscherosch und die Burg G. im Wasgau. (Mitth. der Ges. z. Erh. d. gesch. D k m . im E. 2. Folge XVI, 1893, S. 10-83.) Gide, G.r L e chäteau de G. sur les bords de la Sarre. (In: Gide, G., Essais historiques. Rixheim 1896.) G e r o l d s e c k an der Saar, ehemalige Herrschaft, s. Finstingen, Herrschaft. G e r s b a c h , AVlr. (Gde. Steinsulz, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.). 90 E. 18 Hsr. AVasserltg. (s. 1888). Früher selbstg. Dorf. Geroltzbach 1327. Durch den Gersbachgraben von Steinsulz getrennt. In früheren Zeiten soll sich dort ein Ritterschloss befunden haben, dessen letzte Reste erst im 18. Jhdt. entfernt worden sein sollen. G e r s b a c h oder G e e s b a c h s. Giessen 8. G e r s c h w e i l e r abg. O. bei Pfetterhausen (Ka. Hirsingen. Kr. Altkirch, O.-E.). Geriviler 1181, in Gerswil b a n n 1471, G e r s c h w eilerber g 1687. Begütert: 1181 Kl. Bellelay (Diöz. Lausanne), 1188 Kl. Grandgourd (Diöz. Lausanne), dieser Besitz wird 1256 von AValter von Hasenburg (Asuel) erworben, der Zehnte 1296 von Diebold von H. dem Kl. Bellelay gegeben. Walter und Ulrich Diebold von H. schenkten 1326 dem Kl. Lützel Kornzins in G. Der Hasen-burgsche Besitz gelangte 1471 an Stoffel von Schönenberg, dem er verpfändet war. - Gegen 1331 genannt Heinrich von Dattenried als Habsburgischer Lehensträger in G. - Zerstört im 15. Jhdt. Der Sage nach überlebten nur 10 Familien den Untergang des Dorfes. Sie zogen nach Pfetterhausen, mussten sich aber ein eigenes Gotteshaus bauen, das als |