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Show 632 Marsal. F o u r l e m a n n , J. B.. Etudes sur quelques localitgs de la Lorraine. I. Marsal. La Revue Nouv. d'Als.-Lorr. 1, Nr. 11 15. <>kt. 1881.) Schmit, J. A., D e Vic a M. Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 25, W o . S. 31-38). Benoit, A., Episode du Blocus de Marsal en 16.52. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 15, 1866 S. 155-158). G e r m a i n. L., La cloche de Marsal (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 37, 1888, S. 127-130). La cloche de M. Rev. nouv. d'Als.-Lorr 9, 18S9, S. 131-133). Berger e, Note sur une inscription trouv^e k M. (M6m. de l'Ac. de Metz 1842-43, Ire ptie. p. 386). Dupre, M., Memoire sur les antiquites de Marsal et Movenvic (in den Mi-langes d'archeo-logie publ. par Seb. Bottin). Paris 1831. Holder. Alt-Cel-tischer Sprachschatz 2, 436. Keune, im Jahrb. d. Ges. für lothr. Gesch 9 S. 155, 3 u. 165,6, Ancelon,Surles habitations lacustres connues sous le nom de briquetages de la Seille. (Bulletins de la Soc. d'anthropologie. Seance du 23 octobre 1879). Arteze de la Sau vagere, Recherches sur la nature et l'etendue d'un ancien ouvrage des Romains, ap-peli communement briquetage de Marsal, avec un abregt de l'histoire de cette ville. Paris 1740. Beaupri, J, Note sur le briquetage de M (Journ. de la Soc. d'archeol. Lorr. 16, 1897, S. 117 f.). Cournault, Charles, Note sur le briquetage de la Seille, ä Marsal. (Journal de la societe" d'Arch^o-logie lorraine et du Musee historique lorrain 36, S. 36 f.). Grosse. H., Neue Versuche üb. d. Zweck des Briquetagi 'Jahrb. d. Ges f. lothr. Gesch. 13,1901, S. 394-401.) K e u n e, J. B., Das Briquetage im oberen Seillethale. [Mit vollständiger Litteraturangabe.] (Ebd. S. 366-394.) M a r k u s e , Die Briquetagen. (Die Umschau, hg. v.J. H. Bechhold, 5, 1901. Nr. 49, S. 970 ff.) Paulus, E„ Les Briquetages de la Seille. Metz 1889. (Deutsche l'ebcrsetzung im Korrespondenzbl. des Gesammtvereins d. dtsch. Geschichts-u. Alterthumsvereine. Vgl. auch Protokolle der Gen.-Versig. \ 1889 Marsal, Archidiakonat und Archipresbv terat. M. war vor 1802 Sitz eines Archidiakonats und Archipresbyterats des Bisthums Metz Zu dem Archidiakonat gehörten die Archipresbyterate Diedenhofen, Habudingen, Kedingen, Marsal. Mörchingen, Rombach, St. Avold und Waibelskirchen; das Archipresbv terat umfasste auf heute deutschem Gebiete die Pfarreien Bessingen, Bourdonnaye, Donne-lav. Geistkirch, Harraucourt a. d. Seille, Klein-Bessingen, Lagarde, Lezey, Maizieres, Marsal, Moncourt, Mulcey, Omni, ray, St. Medard, Weisskirchen. Marsal, bischöfliche Vogtei "der Kastellanei, umfasst, . 1 Marsal (Stadt und Saline, 2. D o n n e l a y z. Th. (ohne den Rixingen'schen Hof Bin), 3. Harraucourt mit dem Lehen Maldini'-, I. Geistkirch (Juvelize), 5. St. Medard mit dem Lehen (Vogtei) Bathelemont. - M. mit den dazu gehörigen Dörfern gehörte zum Seillegau, scheint aber schon im lo. Jhdt. unter die Landeshoheit des Bisthums Metz, gekommen zu sein, das nicht nur das frühere königliche Salzregal dort ausübte, sondern auch die Hochvogtei über die von zahlreichen geistlichen Stiftern, meist durch königliche Schenkungen erworbenen Besitzungen und Sudrechte, welche abzulösen und in Renten oder Salzlieferungen zu verwandeln das Bisthum stets bestrebt war Auch weltliche Herren hatten Rechte an den Salzwerken von M., zu deren Behauptung sie Besitz nächst M. erwarben und Befestigungen anlegten. Stefan von Bar, Bischol von Mi tz (1120-63), hat eine Burg des Herzogs von Lothringen und eine des Grafen von Homburg (Metz) bei M. zerstört. Die Vogteirechte der Grafen von Saarbrücken über den Besitz der Abtei Neumünster in M. hat Bischof Johann 1235 erworben. Jakob von Lothringen, Bischof von Metz, hat die hei dir Theilung des väterlichen Nachlasses erworbenen Rechte in M. 1260 dem Bisthum vermacht. Lothringen hat sich wiederholt der Stadt M. bemächtigt, so 1273, wobei Bischof Lorenz gefangen genommen und M. mit Vic als Pfand für das Lösegeld bestellt wurde, das erst etwa 20 Jahre darauf eingelöst worden zu sein scheint. Im 14. und im lö. Jhdt. schloss das Bisthum mit dem Herzogthuine wiederholt Verträge wegen gemeinschaftlicher Ausbeutung der Salzwerke auf längere Zeit, so 1342, 1402, 14o4, 1413; , Lothringen erwarb dann 1426 die Pacht der Salzwerke, welche seitdem wiederholt, zuletzt 1516, erneuert wurde. Lothringen hat dann 1567 eine Pfandschaft auf M. und 1571 dieses selbst als Erblehen erworben. Durch Vertrag vom 14. Dez. 1.593 hat Lothringen die volle Landeshoheit über das A m t M. (die Stadt und die Dörfer Harraucourt, Geistkirch, Saint-Medard und Donnelav) tauschweise g-egen Ueber-lassung der herzoglichen Mairie Reme"re"ville und Gerbi-villers u. s. w. erworben. In Donnelay hatte das Bisthum nur die Vogtei über den Besitz des Stiftes Neuweiler im Elsass, der 1471 auf das Kapitel St. Peter in Finstingen übergegangen war; 14*3 wurde das Gericht in Donnelav dem bischöflichen Gerichte in M. als Berufunggericht unterstellt, bezüglich des Betriebes der Salzwerke blieb es bei den Vereinbarungen von 1.571. Frankreich hat im Vertrage von St. Germain 16. Nov. 1594 diesem Tausche zugestimmt, (wobei statt des Tausches eine Geldleistung vereinbart wurde). Das bischöfliche Gericht in M. das zugleich Berufungsgericht für die Kastellaneien Habudingen, Freiburg und Lagarde war, wurde 1594 nach Vic verlegt. [dPr.]. Marsal, Kastellane; oder Prevöte" des Herzogthums Lothringen. Nachdem Lothringen durch Vertrag mit dem Bisthume Metz vom 14. Dez. 1593 die bischöfliche Vogtei oder Kastellanei M. erworben hatte (s. M., bischöfliche Vogtei;, hat es diese zunächst einem Bailliage nicht unterstellt. Obwohl Frankreich im Vertrage von St. Germain lo. Nov. 1594 der Erwerbung von M. zugestimmt halte, hat es doch, weil Lothringen die vereinbarten Zahlungen nicht einhielt, und weil die Zustimmung des Domkapitels und die Geneh-i migung der Kurie noch ausstanden, diese Umstände zum Vorwande genommen, durch Staatsrathsbeschluss vom 13. Dez. 1601 zu bestimmen, dass ein dem Amte M. gleichwertiges Lothringisches Gebiet an das Bisthum abgetreten und dem Protektorate des Königs, das dieser seil 1552 über Metz ausübte, unterstellt werde. Frankreich hat hierauf M 1631 erobert und durch Vertrag von Vic (31. Dez. 1631) die Festung M. als Depot auf drei Jahre erhalten. Im Vertrage von Paris (29. März 1641) wurde bestimmt, dass M. dem Herzoge zurückgegeben, aber vorher geschleift werden sollte. Im Vertrage von Nomeny (31. Aug. 1663) verpflichtete sich Lothringen, M. mit den dazu gehörigen Dörfern zurückzugeben. Zuvor schon hatte sich Frankreich durch den Vertrag von Vincennes (28. Febr. 1661) die Dörfer D o n n e lay, Geist kirch (Juvelize) und L e z e y (letzteres früher zur PreA'öte Einville gehörig), abtreten lassen. Die Bestimmung des Friedens von Nymwegen (25. Jan. 1679, Art. 12), dass die Festung M. französisch bleiben sollte, hat Lothringen nie anerkannt; Frankreich hat hierauf durch Beschluss der Reunionskammer vom 23. Mai 1680 M. mit den dazugehörigen Dörfern reunirt. Die Bestimmung des Vertrages von Ryswyk (30. Okt. 1697), dass M. an Lothringen zurückzugeben sei, hat Frankreich nicht vollzogen. Erst durch den Pariser Vertrag vom 21. Jan. 1718 ist Lothringen wieder in den Besitz der vollen Landeshoheit über das Amt M. gekommen. M. wurde 1751 mit Harraucourt, : St. Medard und Bathelemont, die nach Abtretung der vorgenannten 3 Dörfer (1661) an Frankreich Lothringen verblieben, dem Bailliage Presidial von Dieuze zugetheilt; die frühere PreA'öte wurde nicht beibehalten. Für die Dörfer des Gerichtes M. galt ein besonderes Gewohnheitsrecht, (coutume de Marsal), das dem Gewohnheitsrechte des bischöflich Metzischen Gebietes (coutume du Temporel de 1'EvGche de Metz) in einer älteren Fassung entsprach, 1627 redigirt und durch Dekret vom 13. März 1627 bestätigt. Schon durch den Vertrag vom 14. Dez. 1593 war bestimmt worden, dass die bischöflichen Dörfer, für welche das bischöf- |