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Show Diczthal - Dinzhcim. 22; weiler und die Aleierei Insmingen (s. d.) zugetheilt wurden. Die Prevöte wurde 1751 in ein Bailliage mit ausgedehnterem Bezirke umgewandelt, nachdem schon 1741 an Stelle der recettes in D., Alarsal, St. Avold, Insmingen und Alörchingen eine recette des finances und 1747 aus den gruverics von D.. Marsal und St. Avold eine maltri.se des eaux et forets mit dem Sitze in D. gebildet worden waren. Das Bailliage D. erhielt durch kgl. Edikt 1772 die Befugnisse eines bailliage presidial. [dPr.] Diezthal, Fsths. (Gde. Offweiler, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 4 E„ 1 Hs. 1894/95 erbaut. Diezthalbach s. Rothbach (Moder) 8. Dillersmünster, abgeg. Ort an der Stelle des heutigen Reinhardsmünster (Ka. Alaursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). Dillirescella c. 1120, Dillersmünster 1487. - Gehörte zu der ursprünglich einen Theil der Alark Maursmünster bildenden Herrschaft Ochsenstein (s. d.), die als Metzer Lehen im Besitz der Ochsenstein war, nach deren Aussterben (1430) vorübergehend an die Rappoltstein, dann an Zweibrücken-Bitsch und 1570 an Hanau-Lichtenberg kam. Der Ort wurde im 16. Jhdt. zerstört (vielleicht im Bauernkriege 1525, nach andern erst Ende des Jhdts.). An seiner Stelle wurde 1616 das Dorf Reinhardsmünster gegründet (s. d.). -Kirchenheiliger von D. war St. Leodegar. Der romanische Glockenthurm der Kirche stand bis 1855. Dillingerhütte s. Rcdingerhüttc (Gde. Redingen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). D i m b ä c h e l s. Breusch 29. D i m b s t h a l , Df. (Ka. Alaursmünster [s. 1790], Kr. Zabern, U.-E.). 232 E. 63 Hsr. (10 GRe.) - 300 m. - A.- und L G. Zabern (9,2); Bhf. Alaursmünster (2,7). - D u m p h e i s t h a l um 1120; ma. Dimbstel. - StEBez. Alaursmünster IL Armr. (s. 1871). AVasserltg. (s. 1S90|91). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alaursmünster (s. 1870, vorher seit 1S08 Filiale von Birkenwald, früher von Alaursmünster). Schutzheiliger hl. Symphorianus (22. Aug.). Filiale Hengweiler (s. 1870, vorher Filiale von Reinhardsmünster). Die Protestanten gehören y.ur Pfarrei Allenweiler. D. gehörte zu der ursprünglich im Besitz der Abtei Alaursmünster befindlichen, schon früh jedoch als bischöfliches Aletzer Lehen an die Herrn von Geroldseck verlehnten nach deren Aussterben 1390 einen Gemeinbesitz vieler Herrn bildenden, seit 1705 wieder ganz im Besitz der Ahtei befindlichen Alark Alaursmünster is. d.i. Die Abtei erscheint c. 1120 in D. begütert; später hatten auch die Herren von Müllenhcim Besitzungen daselbst. - Kirchlich war D. Filiale der Pfarrei Alaursmünster. - Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt. G e m e i n d e wald 14,6 ha (Oberförsterei Zabern). D i m m e l b a c h s. Spiegelbach 1. D i n c h w e i l e r , abgeg. Ort (Gde. Ingweiler, Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern, U.-E.). Flurnamen erhalten: «bei der Dinchwillerer Kirche». Letztere ist als «Gieweiller Kirck» auf der Karte von Cassini vermerkt. D i n g s h e i m , Df. (Ka. Truchtersheim [1790-1802 Ka. Oberhausbergen], Landkr. Strassburg, U.-E.). 462 E. 91 Hsr. (10 GRe.) - 155 m. - AG. Truchtersheim (9,1); Strbst. Oberhausbergen (4.6).- T u n c h i n a s h e i m 788 (Trad. Fuld.); D u n g e n e s h e i m 1116; ma. Dinse, Dense. - P. F. Ortseinn. StEBez. Wiwersheim. Armr. (s. 1877). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Truchtersheim. Schutzheiliger hl. Kilian (8. Juli,. Zur Pfarrei gehören ausser D. noch die Katholiken in Mittel-, Nieder- und Oberhausbergen. - •Strassenbahnhaltepunkt (s. 1887). Schon 788 erscheint die Abtei Fulda in D. als begütert. 1116 erlangte auch das Strassburger Domkapitel durch Schenkung Besitz daselbst. D. gehörte zu den 28 Dörfern der sogenannten «Grafschaft > (s. d.), in deren Besitz sich 1236 das Reich und das B i s t h u m Strassburg theilten. Die Reichshälfte überliess Kaiser Maximilian I. 1512 durch Tausch gleichfalls dem Bisthum (Amt Kochersberg): sie hatte vorher der Landvogtei Hagenau unterstanden. Die Vogtei zu D. war 1547 von Kaiser Karl IV. dem Reimbold von Schönau verliehen worden. Der Dinghol zu D., St. Peters-Dinghof genannt, gehörte dem Stifte Jung St. Peter zu Strassburg (Weisthum des 16. Jhdts.). - Ein adeliges Geschlecht von D., wird schon 1141 erwähnt, im 15. Jhdt. ausgestorben.- Kirchlieh gehörte D. zum Landkapitel Betbur und war Pfarrei mit Filiale Griesheim (im 16. Jhdt. und 1727-1802 und 1802-1820) und Ober-, Alittcl-und Niederhausbergen. 1808-20 gehörte auch Pfulgriesheim dazu (1015-1727 war D. Filiale von Griesheim). Das Patronatsrecht besass das Stift Jung St. Peter zu Strassburg. Kapelle St. Ouirinus und Wendelinus. erbaut 171'), vergrössert 1756. D i n k e l g r a b e n s. Deutsche Nied 4. D i n s h e i m , Df. (Ka. [s. 1700] u. Kr. Alolsheim, L'.-E.). 1120 E. 2.53 Hsr. (12 GRe.) - 200 m. - AG. Alolsheim (5,7); HSt. Gressweiler (1,2). - Dunginisheim Anfang des 11. Jhdts.; D i n g s h e i m b 1171 ; ma. Dinse. - Die Gde. umfasst den HO. D. (1090 E. 249 Hsr.) und die A O . Breuschmühle und Brcuschwerk. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle. StEBez. Alutzig. Armr. is. 1849c - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alolsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Simon und Judas (28. Okt.). Kapelle «Unserer lieben Frau Wallfahrt). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Dorlisheim. - Zwei Steinbrüche ; Eisenwerk «Breuschwerk»; zwei Oelmühlen ; Färberei und Appretur; vier Getreidemühlen. U m 940 erwarb das Strassburger Thomasstift Güter zu D. (die Namen Didinnc-schaim 699, und Didineshaim 770 sind wohl auf Deidesheim, nicht auf D., zu beziehen) ; 1141 hatte auch Koster Haslach Besitzungen daselbst. D. gehörte zum Bisthum Strassburg und zwar zum Amte Schirmeck (s. d.i, dessen Schicksale es theilte, insbesondere auch die lange Verpfändung vom 1366-1510. Es gehörte zu denjenigen Orten des Amtes, welche die A'ogtei Ochsenstein (s. d ) bildeten und unterstand gerichtlich dem Schultheissenamte Niederhaslach. A'or dem 30jährigen Kriege hatte D. 60 oder SO Bürger. 1660 nur noch 22. 1760 zählte das Dorf wieder 100 Familien. Der Dinghof zu D. gehörte ursprünglich der Abtei Senones, später den Rathsamhausen zum Stein. - Im 15. Jhdt. betrieb das Frauenwerk für den Bau des Strassburger Alünstcrs Steinbrüche zu D. - Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Alolsheim. 14o4 Rektorat und Plebanat. Das Patronatsrecht gehörte den Inhabern des Schlosses Girbaden (s. d.i als bischöflich strassburgisches Lehen. Schon im 9. Jhdt. soll sich in D. ein Frauen-(Beginnen-) Kloster befunden haben, das zum Koster auf dem Odilienberg gehörte. Heute an seiner Stelle Kapelle «Unserer lieben Frau auf dem Gewann Fraumatt. - D. liegt am Keltenwege von Alolsheim nach Schirmeck. Römische Funde. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Lützelhausen) 373,9 ha. (Tannen-Hochwald.) Im Besitze der Gde. seit 1833, durch Theilung. Vgl. auch Heiligenberg, Gemeindewald. Dinsheimer Kanal s. Breusch 34. Dinzel s. Zinsel (Moder). Dinzen, Fsths. (Gde. Heilig-Kreuz, Ka. u. Kr. Colmar, O.-E.). 14 E. 2 Hsr. 1823 erbaut. S. den abgegangenen Ort Dinzheim. D i n z h e i m , abg. Ort im Banne der Stadt Heilig-Kreuz (Ka. u. Kr. Colmar, O.-E.). Zuerst 759 erwähnt als villa Tunginisheim qui est in m a r c a H e r u n c h e i m (Herg-heim); T u n g e s h e i m 1335; Tingensheim 1344.- Begütert daselbst waren Kloster Alünster 759, Kloster Murbach 1250, Kloster Unterlinden in Colmar 1278-15. Jhdt., Kloster Alarbach 1429. - Nachdem der Ort 1444 durch die Armagnaken zerstört worden war, wurden Gemeinde und Bann der Stadt Heilig-Kreuz einverleibt. Der N a m e lebte als Flurname fort: «dingsen weg» 15. Jhdt., < dingesheim weg> 1516, «thingsen Brunnen, Thingsen wasen» 1586, und ist noch jetzt in dem des |