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Show 3 12 Geispolsheim - Geiswasser. in Aletz gefallen. - Der Dinghof zu G. gehörte d e m Strassburger Domkapitel. Weisthum des 13. Jhdt. - Kirchlich gehörte G. z u m Landkapitel Benfeld. 1464 Rektorat, Primissariat und 7 Kaplaneien, die 1551 mit denen von Erstein vereinigt wurden. Zur Pfarrei gehörten ausser d e m abgegangenen Orte Hattisheim, dessen Vikariat 1705 nach G. transferirt wurde, 1763 auch die Katholiken von Bläsheim und Enzheim. D as Zehntrecht und das Patronat, das im 15. Jhdt. als Unterlehen der Herren von Ettendorf im Besitz der Kageneck gewesen war, w a r später im Besitz des Domkapitels. Geschichtliche N o t i z über G. Strassburg, Leroux 1834. Geispolsheim, Kanton (Kr. Erstein, U.-E.). Umfasst die Gden. Bläsheim, Düppigheim, Düttlenheim, Enzheim, Esi bau, Fegersheim. Geispolsheim, Holzheim, Ichtratzheim, Ulkirch-Grafenstaden, Lingolsheim,Lipsheim, Ostwald. Plobsheim und enthält auf 141,1756 qkm 3775 bewohnte Häuser etc. mit 21235 Einwohnern. - Der Ka. Geispolsheim, 1790-95 zum Distrikt, 1800-1870 zum Arrondissement Strassburg gehörig, umfasst seit 1790 dieselben Gden. wie heute, ausser Holzheim, welches erst 1802 aus dem Ka. Alolsheim hinzukam. Geissbach oder Geispen graben s. 111 24. Geissberg, A\'lr. iGde. Altenstadt, Ka. u. Kr.Weissenburg, LT.-E.i. 39 E. 8 Hsr. Das schlossartige Gebäude soll 1692 von der Familie von Hatzel gegründet worden sein. Der Wir. 1706 entstanden. Der G., das Centrum der französischen Aufstellung in der Schlacht bei AVeissenburg am 4. Aug. 1870, wurde von dem 5. und 11. deutschen Armeecorps nach verlustreichem Kampfe erobert. In der Nähe 2 Gräber mit Denkmal des Königs-Grenadier-Regiments Nr. 7; ferner das grosse Denkmal der 3. Armee mit dem 1891 angelegten Sammeigrabe, in welchem die Gebeine aller südl. der Lauter gefallenen Kämpfer vereinigt sind; endlich ein kleiner Denkstein auf der Stelle, wo der General Douay gefallen ist. Ferner ist 1897 ein Denkstein der schle-sischen Jäger auf dem Geissberge eingeweiht worden. Geissberg, auch Herrenberg oder Leyenberg genannt, IL. in unmittelbarer Nähe (südl.) von Pfirt. [«Berg genant der Lewenberg . . . von dem hindern Schlossthor hinab, stosst oben vf den Lewenberg» 1567.] Geissberg, rebenbewachsener H., 255,4 m, östl. Kicn-heim, Ka. Truchtersheim, Ldkr. Strassburg. Geissberg, Vorhügel, 243,2 m, TP., s. AVeissenburg, mit dem Schloss gl. N. Beim Angriff auf den G. in der Schlacht bei AA'cissenburg, am 4. Aug. 1870, dienten die drei Pappeln hinter dem Schlosse als Richtpunkt. Letztere, von den Besitzern abgehauen, sind 1S73 ersetzt worden. Geissberg, H., s. Schleithal, Ka, Weissenburg. Geissberg, H., 305 m, südl. über A'arsberg, Ka. u. Kr. Bolchen. Geissbuckel, B.,043 m, nordwestl. über Reichenweier, Kr. Rappoltsw eiler (oberhalb des Sommer-oder Lusthauses, 596 m). Geisse s. Ober-Geisse. Geisselbachkopf, nördl. A^orsprung des Sprickels- Lierges, südl. Dollern. Ka. Masmünster [an Geisselbachkopf 1567]. Geisselbronn, Fbr. (Gde. Schweighausen, Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E. i. 27 E. 3 Hsr. 1725 als Tabackmanufaktur errichtet, dann Krapp- und Oelmühle, von 1842 an AVoll-spinnerei, seit 1880 Packpapierfabrik der Aktiengesellschaft Unterclsässischer Papierfabriken. Zu G. wurde Ch. Joh. AVilh. Bartholomess geboren (1815-56), Verfasser zahlreicher philosophischer Schriften in franz. Sprache, in denen er sich besonders mit der deutschen Philosophie beschäftigte. Geissenberg, IL, östl. Neeweiler, Ka. Lauterburg, Kr. Weissenburg Geissenhof, Hf. (Gde. Mombronn, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 36 E. 1 IL. L'm 1750 erbaut. Geissenstall i ider Hundsprung, Osthang des Breit-schlosses i s. d i. G e i s s e r t w e i h e r im Illgebiet, 1,5 km, östl. Largitzen und 2,5km südwestl. Heimersdorf - 1,20 ha. Fischerei. Wird alle 6-8 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Senn weih er. Geissfels, 616,4 m, vorspringende Felsplatte mit präch- • tiger Aussicht südl. Fsths. Haberacker, Gde. Reinhards-j münster, Ka. Alaursmünster. Südwestl. unter demselben der , Gei ss fei s w a s e n , mehrfache AA'egekreuzung. Geissfelsen, franz. R o c h e des chevres, Kopf mit Felspartie im Grenzkamm, ca. 870 m, in der Höhe (nordöstl.) der Hochlirst (Chäteau de Faite), w. Alarkirch. Geisshof, AVesthang gegen das Rehbachthal, südöstl. Schönburg, Ka. Lützelstein. G e i s s k o p f , 736 m, nordöstl. über Rimbach bei Gebweiler. G e i s s m ü h l e , AI. (Gde. Hessdorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen. L. . o E. 1 Hs. Bestand schon 1835. Erbauungszeit unbekannt. Geisthalbach s. Lauch 17. Geisterbrünnlein, franz. Fontaine des Espri ts, Felspartie, ein Felsen mit Gang und mächtiger Felsenplatte auf dem Tännchel (Deutschen Hochfelsen i. Vergl. Alündel, Die A'ogesen, 8. Aufl.. S. 363. Geistkirch, Df. (Ka. Vic [17^0-1802 Ka. Alarsal], Kr. Chäteau-Salins, L ) . 302 E. 81 Hsr. (10 GRe.i - 240 m. - A G . Vic (11,2); Hp. Gisselfingen (10,4). - Giverlise 1160; Givrelize 1325; Gevelize alias Gerskirch 1325; Juvelise 1869. - Zwischen G., Alarsal und AVeisskirchen soll das verschw. Df. Hüblingen gelegen haben. - StEBez. Bourdonnaye. F w . (s. 1874, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic (s. 1802); Kirche des hl. Germanus 131. Juli). - Geschäftssprache franz. G. war Dorf der Kastellanei Alarsal (s. iL). Unter den Gütern der Abtei Salival wird 1160 «das allodium de Giverlise- erwähnt; 1189 schenkte AVilhelm von Gella-court seinen Antheil an diesem Allode an dieselbe Abtei. Durch verschiedene Schenkungen des 13. und 14. Jhdts. hatte die Abtei Senones auch Güter in G. erworben. 1325 verpfändete Bischof Heinrich von Aletz dem Renaud von CheTisey das Dorf G. mit i A^ogtei- (Renten in Xanrey. 1392 reversirten dafür die Renguillon, 1405, 1460 und 1480 die Gournay. 1661 ist G. an Frankreich durch den A'ertrag von Vincennes abgetreten und dem Bailliage Saarlouis zugewiesen worden. 1721 hat Lothringen seine herrschaftlichen Rechte in G. dem Herrn von Kikler zu Lehen gegeben. - G.war schon 1360 Pfarrei des Archipr. Alarsal. Den Kirchensatz hatten abwechselnd die Aebte von Senones und Salival. Im Friedhofe stand ehemals eine alte Kapelle, die als Pfarrkirche diente. - In G. wurden Römische Alünzen sowie Alerovingische Schmucksachen gefunden. G e m e i n d e w a l d 21,9 ha (Oberförsterei Dieuze). G e i s w a s s e r , s. a. Obergeiswasser. G e i s w a s s e r , Df. (Ka. Neubreisach [s. 1790], Kr. Colmar, O.-E... 21o E. 60 Hsr. (10 GRe.) - 195 m. - AG. Neubreisach (9,0); Hp. Neubreisach-Stadt (8,4). - Hiess bis zum 18. Jhdt. Giesswasser. - Die Gde. umfasst den HO. G. (186 E. 50 Hsr.i und den A O . Obergeiswasser. A n die Gemeindegemarkung stösst die abgesonderte Gemarkung Alt- Breisach (Theil der Gemarkung der bad. Gde. A.). StEBez. Neubreisach IL - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Neubreisach (s. 1839, vorher Filiale von Obersaasheim). Schutzheiliger hl. Fridolin (6. März). Der Bann von G. bildete noch am Ende des 18. Jhdts. eine Rheininsel und gehörte zu Biesheim. Alit diesem war es Amtsgut der Reichsschultheissen /u Breisach und wurde j 1568 der Stadt Breisach verpfändet, 1756 von dieser an , die Grafen AValdner von Freundstein verkauft, doch hatte ; noch 1770 das Haus Oesterreich das Einlösungsrecht darauf, während Biesheim unmittelbares Lehen geworden war. G e m e i n d e w a l d (Oberförstei Colmar-Ost) 57,2 ha. |