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Show 472 Hunnenlager Hunnenlager, oder Hunnenring, auch Altes Schloss genannt, eine alte Befestigung auf dem Schlossberg bei Haspelscheid, Ka. Bitsch. Sie bildet eine Ellipse von 300X160 m; die Alauer, aus kleinen Bruchsteinen bestehend, ist ungefähr 5 m hoch, an der Grundfläche 12-15 m breit. Auf der von der Natur weniger geschützten Nordseite befindet sich ein zweiter Steinwall; zwei Eingänge, an der Ost- und AVestseite. Litteratur bei Kraus, Kunst u. Alterth. in E.-L. III, S. 190. Hunnertberg, H., 241,4 m, westl. Hunkirch, Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins. Hunschweiler s. a. Kleinhunschweiler. Hunschweiler, Hfe. (Gde. St. Petersholz, Ka. AVeiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 18 E. 2 Hsr. Bilden den Rest des abgegangenen Ortes Hunschweiler (s. d.). Hunschweiler, abg. Ort, östl. von Thannweiler. Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). Hundes wilre 1269; H u n z w i 1 r Alitte des 14. Jhdts.; Honville ca. 1700. - 1269 von der Strassburger Kirche an Rudolf von Habsburg gegen Verzicht auf die A'ogtei zu Rufach zu Lehen gegeben. Zur Pfarrei St. Petersholz gehörig. Soll 1633 durch die Schweden zerstört worden sein. Jedoch war nach anderer Ueberlieferung schon 1552 nur noch ein einziges Haus vorhanden, sodass es wahrscheinlich ist, dass das Dorf schon im 14. oder 15. Jhdt. abgegangen ist. Siehe Hunschweiler und Kleinhunschweiler, Höfe. Hunspach, Df. (Ka. Sulz u. AV. [s. 1790], Kr. Weissenburg, U.-E.). 759 E. 148 Hsr. (12 GRe.) - 160 m. - AG. Sulz u. W . (5,9); HSt. H. (1,5). - Hunesbach 1324. - Die Gde. umfasst den HO. H. (709 E. 145 Hsr.) und die AO. Grasersloch, Hunspacher-Alühle, Oberhof; ferner den verschw. O. Nsuhof - P. T. HSt. (s. 1855). Ortseinn. StEBez. Sulz u. AAT. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Rott. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Schünenburg (s. 1808, früher zur Pfarrei Keffenach). Ref. Pfarrei des Konsistoriums Bischweiler. Sprengel: H., Höfen, Ingolsheim, Leitersweiler. - Getreidemühle. A'ieh-zuchtgenossenschaft. H. war ursprünglich Reichslehen im Besitz der Puller von Hohenburg. 13bl wurde es denselben von Karl IAr. verliehen, 1401 von Kaiser Ruprecht bestätigt. Cm diese Zeit jedoch verpfändeten es die Hohenburg an Kurpfalz. Diese zog denn auch 1457 H. als zur hohenburgischen Erbschaft gehörig ein. 1504 wurde jedoch der Ort von Kaiser Alaxi-milian I. Kurpfalz genommen und an Pfalz-Zwei brücken gegeben, in dessen Besitz er bis zur Revolution verblieb (Amt Kleeburg), seit 1680 unter französischer Oberhoheit. - Kirchlich gehörte H. vor der Reformation zum Landkapitcl AVeissenburg des Bisthums Speier. 1530 wurde zu H. die Reformation eingeführt. Es wurde protestantische reformirte Pfarrei mit Filialen Ingolsheim und (seit 1635) Höfen. Kirche 1758 erbaut. Die Kirchenbücher gehen bis 16S1 zurück. Die Katholiken gehörten im 18. Jhdt. zur Pfarrei Keffenach. Gemeinde wald (Oberförsterei AAreissenburg) 76,7 ha. Hunspach s. Thalbach 11. Hunspacher Mühle, AI. (Gde. Hunspach, Ka. Sulz u. AV., Kr. AA'eissenburg, U.-E.). 11 E. 1 Hs. Soll seit Ende des 17. Jhdts. bestehen. Hupbach s. Doller 16. Huppach, AVlr. (Gde. u. Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.i. 190 E. 32 Hsr. - Hubacker 1488; ma. Hobach.- 1358 zuerst erwähnt. Darin eine Kapelle, erbaut 1692 (die Nachrichten über eine schon vor 1692 vorhandene AVall-fahrtskapelle sind ganz unsicher) durch einen der Söhne des Dodimond, des Arztes Ludwigs XIAr., im A'erein mit einem andern Eremiten; 1696 der Jungfrau Alariä geweiht; wird auch Kl e in-E insi ed ein genannt. AVallfahrtsort. I >;is erste Aluttergottesbild, welches darin aufgestellt wurde, war dem in Einsiedeln verehrten ähnlich, also schwarz. Durch reichliche Schenkungen erwarb die Kapelle bald ein - Husenburg. A'crmögen. 1744 wurde der Leichnam des hl. Deodatus dorthin verbracht. AA'ährend der franz. Revolution wurde die Kapelle zerstört; das Aluttergottesbild war vorher im AValde vergraben worden und wurde 1795 in einer provisorisch errichteten neuen Kapelle wiederum aufgestellt. Dem provisorischen Bau folgte 1807 durch Pfarrer Thaler ein völliger Neubau, der 1869 abermals einem schöneren, auf Veranlassung des Pfarrers Noll ins AVerk gesetzten Bau weichen musste. Letzterer, durch den Krieg gestört, wurde 1875 beendet. Das alte Aluttergottesbild wurde um 1880, nachdem es durch einen schwachsinnigen Kapellenpächter verbrannt worden war, durch ein modernes ersetzt. Lintzer, E.. Le pelerinage de H. (Rev. cath. d'Als. N. S. 16, 1897, S. 118-125.) [Auch bes.:] Rixheim [1897]. Hureau, verschw. Hf. (Gde. Bourdonnaye, Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). Schon 1696 erwähnt, lag in der Nähe des Schlosses Alarimont, war Lehen des Bisthums Aletz und zur Herrschaft Alarimont gehörig. Ueber Zeit und Ge-i legenheit des A^erschwindens des Hofes ist nichts bekannt, doch bestand er noch Ende des 18. Jhdts. Hurenfels, früher und neuerdings wieder Hunnenfels genannt, Felsen mit einer grossen Höhle. Der östlidie Theil des schroffen Felsrandes am südlichen Ausläufer des AVustwiller Berges, 2 km nordöstl. Bitsch, vom Vog.-Club zugänglich gemacht und mit Tischen u. s. w. versehen. Hurengraben s. 111 87. Hurenkehlerweiher (Gde. Alutterhausen, Ka.Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 0,11 ha. Eigenthum der Landesverwaltung. Forellenfischerei. Huriin, Le, B., s. Hörnleskopf. Hurst, Hs. (Gde. Kinzheim, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). Früher besonderer AO. der Gde. Kinzheim, zählt jetzt zur HSt. AA7anzel derselben Gde. Hurst, AVlr. (Gde. Kestenholz, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 31 E. 7 Hsr. Soll schon im 18. Jhdt. bestanden haben und hiess früher Abtissenhurst. Hurtzelweiher im Larggebiet, 1,6 km nordöstl. Niedersept und 1,3 km südöstl. Largitzen - 2,80 ha. Fischerei. AVird alle 6-10 Jahre abgelassen und 2 Jahre lang bebaut. Abfls. zum Largitzerbach s. Larg 11. Hury, Wir. (Gde. St. Kreuz,Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 51 E. 8 Hsr.; am Bächlein gleichen Namens, das in den Thimbach fliesst; hier war im 18. Jhdt. eine Steinkohlengrube. Hury s. Tännchel. Hurybach s. Leber 17. Husar, Staatswald (Gde. Kappel, Ka. u. Kr. Saarburg, L.). 93 ha. Oberförsterei Saarburg. (Eiche, Buche,Hainbuche. Esche, Espe, Erle, LTlme.) Aluschelkalk. Scheint Domäne der Herrschaft Finstingen gewesen zu sein. Husarenhof, Fsths. (Gde. Berthclmingen, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.). 5 E. 1 Hs. 1888 auf der Stelle des ehemaligen Forsthauses Theilung (s. d.) erbaut. Husen, chemal. Burg bei Hüttenheiin (Ka. Benfeld, Kr. Erstein, U.-E.). Auch Husenburg genannt. Anfang des 14. Jhdts. im Besitz des Strassburger Geschlechts der Alanse, dann der Riff; in Folge der Räubereien der letzteren 1465 von den Strassburgern genommen und zerstört. Nichts erhalten. Husenburg, Burgruine (Gde. Lautenbach-Zell, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). Auch Husersc hloss genannt. Die bürg ze Husenburg 1250. 673 m. Auf einem Felsen am Einfluss des Seebaches in die Lauch. Mur bachisches Lehen im Besitz des nach der Burg benannten Geschlechts: cit. 1271 Theodoric ab dem Haus; 1300 Dietrico et Johanni Ulrico fratribus de Domo. - Die Burg lag in der Nähe der Konsularstrasse. Römische Funde. - Vgl. Husserwald. Husenburg, Felskegel, 672,7 m, mit den spärlichen Resten des gleichnamigen Schlosses (auf AIB. Husserschloss), |