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Show Bettenhofen - Bettingen. 85 des Pfarrhofes verwendet wurde. Im neuen Dorf wurde schon 1632 eine Kirche gebaut, der heutige Bau stammt von 1841 B e t t e n h o f e n , Df. (Gde. Gambsheim, Ka. Brumath Landkr. Strassburg, U.-E.). 575 E. 137 Hsr. - Hat wahrscheinlich mit Gambsheim ehemals zur Abtei Honau gehört Später war es im Besitz des B i s t h u m s Strassburg \,,u Wanzenau) und theilte die Schicksale von Gambsheim (s. d), so auch dessen A'erpfändung 1398-1468. - B. war alte Pfarrei <Kirche des hl. Celsus und Nazarius) mit Filialen Kilstett und Gambsheim bis zur Revolution. Das Patronatsrecht besass ursprünglich die Abtei Honau, später das Stift Alt- St. Peter zu Strassburg. Bettiny. verschw. Ort:- (Gde. Avricourt, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). A'on 1488 bis 1632 wird in der Gde. Avricourt ein AA'eiher dieses Namens erwähnt; ob auf der (,e-markung eines verschwundenen Dorfes, ist unsicher. Bettingen, Df. (Ka.u.Kr.Bolchen [1790-1802 Ka. Ottendorf], L.). 204 E. oo Hsr. (20 GRe.) - 205 m. - AG. Bolchen (7,6); Bhf. Bolchen (8,2). - Bettingia 1093; Betin-chen 1179; B a i t a n g e 1369; B e t t a n g e 1869. _ Die Gde. umfasst den H O . B. (199 E.58 Hsr.) und den A O . Champion. - StEBez.Bolchen I L - Kath. Hilfspfarrei (s. 1804) des Archipr. Bolchen. Kirche des hl.Petrus und Paulus (29. Juni). Annexen: Girlingen und Colmingen (Gde. Gelmingen). Etwaige Protestanten gehören zur Pfarrei St. Avold. - 2 kleine Ziegeleien. B. war Dorf der lothringischen Herrschaft Berus (s. d.), zu welcher jedoch nur die Hochgerichtsbarkeit gehörte. Das Uebrige war Lehen und Kirchengut. 1742 befand sich die Hälfte im Besitze der Herren von Eltz zu Freisdorf, welche aber 1681 nur noch ein Viertel inne hatten; die andere Hälfte besassen die Herren von Bock zu Petringen und von Kreier, zu Alengen. Auch die Deutschordenskomthurei Aletz besass in B. Güter und Gefälle. Der zur Herrschaft Dalheim gehörige Hof in B., Lehen der Abtei Busendorf, dürfte wohl eher im Dorfe Bettingen, Lide. AValdwiese, Ka. Sierck, zu suchen sein. Das Dorf war früher in Gross- und Klein- Bettingen getheilt. - B. war bis zum Konkordat Pfarrei des Archipr. Kedingen. Den Kirchensatz und die Zehnten hatten die Abtei Busendorf (schon 1176 . Bettingen, Df. (Ka. St. Avold |s. 1790], Kr. Forbach, L.). 285 E. 65 ILr 'In GRe.) - 240 m. - AG. St. Avold (9,8); Bhf. Beningen (2,3). - B e t t a n g e und Bettingen 1270; Bettanges pres de H o m b o u r g 1485; Betting les St. A v o l d 1869. _ 1810-33 AO. von Beningen. Die Gde. umfasst den H O . B. (232 E. 56 Hsr.) und die A O . Beim Bhf. Beningen, Guthaus (auch Steingrube genannt), Krebsmühle; die verschwundenen Orte Hagenmühle und Lohmühle. - StEBez. St. Avold. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Avold (s. 1843, vorher Annexe der Hilfspfarrei Beningen). Kirche des hl. Bartholomäus (24. Aug.), 1875 erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei St. Avold. - 4 Sandsteinbrüche (zusammen 9 Arbeiter). Grössere Dampfmühle (9 Arbeiter); kleine Getreidemühle. Die Zugehörigkeit von Bettingen ist für 1648 nicht sicher festzustellen. - Im Revers des Prinzen von Lixheim an die Chambre Royale für die Herrschaft Homburg-St. Avold wird Bettingen mit der ganzen Gerichtsbarkeit als Bestandtheil derselben bezeichnet, und zwar in der Aleierei Sengbusch. Später ist das Dorf immer als bischöfliche Lehnsherrschaft des Bailliage A'ic aufgeführt, bei welcher es bis zur Revolution verblieb, und zu welcher es wohl auch lo48 eigentlich gehörte. Die frühere Geschichte des Ortes ist nur sehr wenig bekannt. Im 17. Jhdt. war Bettingen durch den Dottelbach in Ober- und Nieder-Bettingen, zwei verschiedene Hochgerichtsherrschaften, geschieden. Herrschaft Ober- B e 11 i n ge n scheint, wenn keine A'erwechselung mit einem anderen Bettingen vorliegt, das Gut Bettingen zu sein, in welchem das Kapitel St. Arnuald bei Saarbrücken schon im 13. Jhdt. mit ganzer Gerichtsbarkeit begütert war Vögte des Stifts St. Arnuald sind die Edeln von Kirkel aus dem Hause Saarwerden gewesen. 1270 haben dies, die Vogtei Bettingen dem Johann von Warsberg als Lehensaufbesserung verliehen. 1278 hat dagegen das Kapitel seinen ganzen dortigen Besitz an Johann von Frankenberg auf Lebensdauer verpachtet. Nach Aufhebung des Stiftes ging Bettingen an die Grafen von Nassau-Saarbrücken über. Nachdem noch Graf Johann IA'. 1574 die dortigen Vogteirechte, welche damals Wilhelm Krantz von Geispolsheim zu Hellimer besass, erworben hatte, vergab er diese Herrschaft als Lehen von Saarbrücken an die von Niedbrücken. Diese wurden im 17. Jhdt. von der, de Chirlay, dann den de Paviot beerbt, welchen die de Betiu-fort und Richard im Besitz folgten. Herrschaft Nieder-Bettingen mit dem Schlosse Salberg wird zuerst 1485 als bischöfliches Lehen in Händen der von Brücken zu Hingsingen erwähnl. Es war wohl ursprünglich und damals noch Bestandtheil der altenLehens-herrschaft Homburg (s. Ritterburg); als Erben der Brücken und Alitherren von Bettingen werden 1485-1494 die von Helmstatt, Soetern, von Pallant, von Heringen, dann noch die von Eltz und Haussonville genannt. 1624 war Nieder-Bettingen z. Th. in den Besitz der Freiherren von Henningen gekommen, welche es dem Prinzen von Lixheim verkauften. Wohl wegen dieser Erwerbung wird Bettingen im Revers an die Chambre Royale aufgeführt worden sein. 1o30 überliess der Prinz dem Herrn de Carelle die Herrschaft zu Lehen. 1681 waren dort die Conde de Li Croix und des Guiotz Herren über zwei Drittel, das übrige Drittel war in Händen der Herren de Haön von Burgesch, spatere Lehensträgerin war die Familie Alangay aus Saarlouis. Bettingen und Umgegend war schon zur Römerzeit bewohnt. Bei den Eisenbahnbauten im Jahre 1869 stiess man auf umfangreiche römisch-gallische Reste. Darunter war ein Basrelief mit der Inschrift Censorinus fecit, und ein zweites mit der Darstellung einer Frau, welche in der Linken einen Stab mit einem Eber trug. In der Nähe der Römerstrasse auf dem Kanton «Heidenschloss» wurden 1879 die Reste einer ausgedehnten römischen Villa aufgefunden : Küche. Stall, AA'ohnzimmer Hessen sich noch deutlich erkennen. Dazu wurden eine Alenge von Scherben, von Alünzen und anderen Gegenstände blossgelegt. Der Rest des alter. Schlosses wurde 1880 wegen Baufälligkeit abgerissen. Bettingen, Df. (Gde. AValdwiese [s. 1802], Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 115 E. 39 Hsr. - Betingen 1030; Bettingen 1594; Betting 1869. - Vor 1S7L' selbständig und mit seinem AO. Gongelfangen s. 1790 zum Ka. AValdwiese, 1795-1806 zum Ka. Launsdorf, dann zum Ka. Sierck gehörig. 1812 mit Gongelfangen AO. von Waldwiese. Hat seinen besonderen Bann behalten. W a r Dorf der Herrschaft Alensberg (s. d.c Bettingen wird zuerst 1030 als Annexe der Pfarrei AValdwiese erwähnt; es war ursprünglich wohl, wie dieses, alter Besitz der Abtei Rettel, welcher später den Untervögten der Abtei, den Herren von Sierck, überlassen wurde. 1613 gehörte Bettingen und Gongelfangen noch zur Herrschaft Alensberg, wurden aber später von derselben verkauft und getrennt zur selbständigen Hochgerichtsherrschaft erhoben. 1681 waren beide im Besitze der Familien de Rorthay und Darbois, welche sie 1701 an die Herren von Burgesch veräusserten. (Grundherr in Bettingen war bis zur Revolution das Karthäuser-Kloster Rettel geblieben. Ein Hof in B gehörte, wie es scheint, zur Herrschaft Dalem. Orts w a l d 40,2 ha i Oberförsterei Kedingeni. Bettingen, Schi. u. Hf. (Gde. Flörchingen, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West, L.). 39 E. 5 Hsr. - Baitanges 1352. - Hierzu gehörte der verschwundene Hof Alagdeburg (s. d.;. B. war L e h e n der Herrschaft Flörchingen. Es wird als solches schon 1352 erwähnt und durch Edle dieses |