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Show Maursmünster. 03" (Bulletin ecelesiastique de Strasbourg IV, S. 153-156.) Sigrist, F., Histoire de l'abbaye de Marmoutier et des insti-tutions benedictines en Alsace. (Rev. cath. d'Als. N. S. 1, 1832-33, S. 23-28, 86-94, 157-162,219-227.271-277,350-360, »04-409, 498-507; 2, 1883-84, S. 419-422, 467-471, 575-584, 641-648, 735-740; 3, 1884/85, S. 552-558, 600-615, 751-765.) [Auch besonders erschienen :] Strasb. lsoo. Paulus, N.. Die ehem. Benediktinerabiei M. im Elsass. [Im Anschluss an die Schrift v. Sigrist.] (Hist.-pol. Blätter 125, 1900, S. 536-540.) Spach, L., L'abbave de Marmoutier et le couvent de Sindeisberg. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 4, 1860-1861, 2. S. 107-144.) | Auch bes.] Strassburg 1861. Wieder abgedr. in den Oeuvres choisies III, S..s7-114. [Ders.,] Die Abtei M. und das Kloster von Sindeisberg, strassb. Ztg. 1872 Nr. 133-135. 137.) Ingold. A. M. P., Mantiscrits grecs j et latins de l'abbaye de Marmoutier en Alsace. (Le Biblio- j graphe moderne 1, 1897, S. 85-89.) M a u r s m ü n s t e r , Kanton Kr. Zabern, U.-E.). Umfasst die Gden. Allenweiler, Birkenwald, Dimbsthal, Got- j tenhausen, Hägen, Hengweiler, Hohengöft, Jettersweiler. Kleingöft, Knörsheim, Krastatt. Landersheim, Lochweiler, Maursmünster, Ottersweiler, Rangen, Reinhardsmünster, Reutenburg, Stilenthal, Schweinheim, Singrist, Thal b. Maursmünster, Westhausen, Zehnacker, Zeinheim und enthält auf 122,4841 qkm 2250 bewohnte Häuser etc., mit 10312 Einwohnern. - Der Ka. M., 1790-95 zum Distrikt Hagenau, I- 0-1870 zum Arrondissement Zabern gehörig, umfasste schon seit 1790 die heutigen Gden. mit Ausnahme von Gotten-hausen, Ottersweiler und Schweinheim, die ihm erst 1801 aus dem Ka. Zabern zugewiesen wurden. Eine weitere Aen-derung der Kantonsgrenzen fand dann 1884 statt, indem ein Theil der Gemarkung der Gde. Hägen an die Gden. Garburg und Hültenhausen 'Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.) abgetreten, und ein Theil der Gemarkung der Gde. Hültenhausen der Gde. Hägen zugewiesen wurde. - Die Reformirten des Ka. werden von der ref. Pfarrei Kossweiler bedient. M a u r s m ü n s t e r , Mark. Anfangs m a r c a Aquilei-ensis (Eichelmark), auch T e r m i n u s und provincia genannt, Bezeichnung für ein ursprünglich im Besitz der etwa 590 gegründeten Abtei Maursmünster befindliches umfangreiches Gebiet zwischen Zorn, Mossel und Zinsel, das dann, durch lange Jhdte. der Abtei entfremdet, 1705 wieder in den Besitz derselben zurückkehrte. Der Umfang des Gebietes hat sich im Laufe der Zeit stets verkleinert. 1705 gehörten noch dazu: die Stadt Maursmünster mit Schloss Weyersburg und den Weilern Sindeisberg (Sindels-hofen und Buchberg) und die Dörfer Altenheim (doch war dies als Lehen vergeben und daher reichsritterschaftlich), Dimbsthal, Garburg und Gottenhausen, Hägen, Reutenburg, Salenthal, Singrist, Thal mit den Weilern Schwebweiler und St. Gallen, sowie die Burgen Gross- und Klein-Geroldseck. Ursprünglich aber umfasste die Mark ausserdem noch die ganze Herrschaft Ochsenstein (s. d.i mit den Orten Allenweiler, Furchhausen. Hengweiler, Dillersmünster (Rein-hardsmünster), Haberacker, Wolschheim. Jettersweiler, Schweinheim und der Burg Ochsenstein, ferner die Burgen Lützelburg und Barr (Hohbarr) und endlich noch die (später in bischöfl. strassb. Besitz übergegangenen Dörfer Orters-w ciler. Lochweiler, Kleingöft und Betbur (jetzt abgeg.). Abgeg Orte innerhalb der Mark waren Buch Büren und Scaphusa. Dieses ganze Gebiet soll der Ueberlieferung nach der Abtei M von König Childebert geschenkt und von Theoderich IV. bestätigt worden sein. Mit der Abtei kam es dann später (wahrscheinlich im 9. Jhdt. unter Ludwig dem Frommen) unter die Oberhoheit der Bischöfe von Metz. Diese übertrugen die Schutzvogtei über Kloster und Mark den Herren von Geroldseck (erste Erwähnung dieses Verhältnisses im Anfang des 12. Jhdts,. und aus dieser Schutzvogtei entwickelte sich allmählich der Zustand, wie wir ihn später linden: das Kloster hat thatsächlich seine Besitzrechte an I der Mark verloren, und diese befindet sich als Lehen des Bisthums Metz im Besitz der Herren von Geroldseck und führt seitdem auch sehr häutig den Namen < Herrschaft G e r o l d s e c k » . So blieb es bis 1390, nur dass u m 1200 das Dorf Garburg zur Mark hinzukam, im 14. Jhdt. jedoch die Herrschaft Ochsenstein und die andern obengenannten Dörfer und Burgen tillmählich von ihr abgetrennt wurden. 1390 starben die Geroldseck aus, und nun wurde die Mark in drei Theile getheilt. Die Hälfte fiel an das Bisthum Metz zurück und wurde den Grafen von Lützelstein zu Lehen gegeben, je ein Viertel kam an die Schwäger des letzten Geroldseck Rudolf von Ochsenstein und Erhard von Wangen. Diese drei Theile der Mark haben nun für fast drei Jhdte. ihre besondere Geschichte. 1. Der L u t z eist ei nische Theil. 1393 und 1451 an das liisthum Strassburg verpfändet, daneben in kleineren Antheilen an Lichtenberg, Leiningen, die Bayer von Boppart verliehen, wurde nach Aussterben der Lützelstein 1460 gleichfalls in '_' Theile getheilt, deren einer den Leiningen, der andere den Grafen de la Palud, Herren von Varambon, zuliel. Das leiningensche Viertel wurde 1500 von Lothringen erworben ; das andere Viertel kam 1485 durch Verzicht der de la Palud an die Rappoltstein. ging 162b an die Landsbcrg und 1642 an die Schellenberg über. 2. Das Ochsensteinische Viertel, während des lS.Jhdts. vielfach verpfändet (Pfandinhaber von Theilen desselben waren 1304 Kurpfalz. 1425 die Rathsamhausen zum Stein, 1440 Fleckenstein, 1436 die Bayer von Boppart, 1457 der Bischof von Strassburg) war nach dem Aussterben der Ochsenstein (1485) streitig zwischen den Rappoltstein und dem Ochsenstein'schen Allodialerben, dem Grafen Heinrich von Zweibrücken-Bitsch, wurde jedoch 1490 dem letzteren zugesprochen. Von Zweibrücken 1527 den Rathsamhausen z. St. verpfändet. 1550 wieder eingelöst, k a m es nach Aussterben der Zweibrücken 1570 an Hanau-Lichtenberg und wurde von diesem 1631 gleichfalls an Lothringen verkauft, das nun im Ganzen die Hälfte der Mark in seiner Hand vereinigte. 3. Das W a n g e n s c h e Viertel, 1410 und 1486 z. Th. dem Strassb. Bischof verpfändet, 1499 und 1518 der Abtei Maursmünster, wurde 1537 von den Wangen wieder völlig eingelöst und blieb zunächst in deren Besitz. - Trotz dieser Zersplitterung im 15. und 16. Jhdt. blieb doch die Mark M. eine geschlossene Einheit. Sie wurde in Wahrheit nicht ur.ler ihre verschiedenen Inhaber und Pfandinhaber getheilt, sundern diese insgesammt bildeten eine gemeinsame Genossenschaft (Ganerbiat), die Gemeinherren der Mark, welche in Gemeinschaft das ganze Gebiet verwalteten, auf gemeinsamen Landtagen (schon 1458) das nöthige beriethen und zusammen den Verwalter der Mark, den sogen. Baumeister, wählten und einsetzten. Daher denn auch die Mark M. im 16. Jhdt. als i-Nässischer Landstand auf den unterelsässischen Landtagen vertreten war. - Bis in das 7. Jahrzehnt des 17. Jhdts blieb die Mark zersplittert. Dann aber erfolgte innerhalb weniger Jahre ihre Wiedervereinigung in einer Hand. Franz Egon, Graf von Fürstenberg, u m diese Zeit Bischof von Strassburg, erwarb 1664 das an Lothringen gekommene Hanau-Lichtenbergische Viertet der Mark, 1667 das Wangensche Viertel, loTl das Schellenbergischeund das Lothringische Viertel. Bis 1705 blieb die nun wieder vereinigte Mark im Besitz der Grafen von Fürstenberg. 1705 wurde sie vom Grafen Anton Egon an die Abtei Maursmünster verkauft, die somit wieder in den Besitz ihres ältesten, ihr so lange entfremdeten Gebietes kam. - Vergl. Hertzog, A.. Rechts- und Wirthschaftsverfassung des Abteigebietes Maursmünster, Strassb. 1888. Benoit, Anh., La marche de Marmoutier. d'apres les archives d^parte-mentales de Nancy. (Rev. d'AN. N. S. 4, 1890, ^s 68-86). Fuchs. A , Die Marca aquileiensis "der Eichelmark (Jb. f. Gesch. E.-L.'s. 4. 1888, S. 122-129). Ristelhuber, P. La marche d'Aquilee. (Bull, de la Soc. p. la cons. des Mon. hist. d'Als. 'Je ser. 2, M e m , p, 184 etc.). |