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Show Metz. ooO Die Kirche bestand bis zum Jahre 1755. Bei Anlage resp. Erweiterung des heutigen Paradeplatzes wurde sie niedergelegt und die Pfarrei mit der von St. Victor vereinigt. Litter.: Hist. de M. I, 389. - S. Hilaire-le-petit. Ehemalige Pfarrkirche in unmittelbarer Nähe des heutigen Justizpalastes. Der Pfarrer St. Hilarii 1190 genannt. Wurde im Jahre 1449 nach Zerstörung des Klosters St. Symphorian als Abteikirche benutzt. Der Pfarrsprengel wurde zwischen St. Veit und St. Victor getheilt. Neubau unter Leitung des Henry de Ranconval seit dem Jahre 1481. Wurde bei Anlage der Citadelle 1562 niedergelegt. Hist. de. M. IL 648. - S. Hil aire-le-Grand. Pfarreikirche- in der Nähe des Pont Remont (heutige Barbarabrücke vor dem Arsenal); wurde 1552 bei Anlage des Retranchement de Guise niedergerissen. - S. J a c q u e s (St. Jacob). Pfarrkirche, a m heutigen Jacobsplatze gelegen. W u r d e vom Bischof Stephan im Jahre 1137 dem Kollegiatstifte S. Salvator gegeben, damit aus den Einnahmen der Kirche die Dächer des Salvatorstiftes erhalten werden konnten. Im Jahre 1574 wurde ein Theil der Kirche auf Befehl des Gouverneurs abgetragen, weil von hier aus die Citadelle beschossen werden konnte. Ein Thurm und ein Portal wurden jedoch neu gebaut, damit St. Salvator, dessen Kirche ganz niedergelegt war, sich dieser Pfarrkirche für den Gottesdienst bedienen konnte. Die Pfarrei als solche bestand noch bis zum Jahre 1562 und wurde dann unter die Pfarreien Ste. Croix, S. Gorgon, S. Simplice und S. Martin vertheilt. S. auch S. Sauveur. Hist. de M. II, 173. - S. Jean-Bapti ste (St. Johannes Baptistai ursprünglich wohl Taufkirche von St. Petrus in der Ahtei St. Clemens. Dann Pfarrkirche für die Villa St. Clementis auf dem Banne von Sablon, erwähnt in der L'rkunde Bischof Herimanns von 1090; gehörte der Abtei St. Clemens. Zerstört im Jahre 1552. Hist. de M. II, 350. - S. Jean-Baptistc. St. Johannes-Bap-tista. Vor der Westfront der Kathedrale; wahrscheinlich Rund- oder Polygonalbau und als bischöfliche Taufkirche an Stelle derjenigen desselben Namens bei St. Clemens erbaut, nachdem der Bischofssitz nach St. Stephan verlegt worden war, erwähnt im Ceremoniale. Ist beim Bau der gothischen Kathedrale niedergelegt worden. Hist. de M. I, 351. Prost La cathedrale de Metz S. d. Index besonders § 43. - St. J e an de la citadelle; St. Johannes. Pfarrkirche in der heutigen Citadelle gelegen. Bischof Friedrich von M. gab 1173 das Patronat der Kirche der benachbarten Petersabtei. Da sie in späterer Zeit mit dem Doppelnamen St. Jean et Vit erscheint, so dürfte die alte Pfarrei St. Vit nach Niederlegung ihrer Pfarrkirche mit St. Jean vereinigt worden sein. Ist erst seit der Revolution aufgegeben und niedergelegt worden. - St. J o h a n n e s e v a n g e l i s t a alte Bezeichnung für St. A r n u 1 f s. d. unter Benediktinerabteien. - St. Julien, a m Desiremont (Fort Ste.-Croix) gelegen. Ad. St. Julianum (945). dann Pfarrkirche des Vororts St. Julien. - Der Pfarrer de St. Juliano 1190 unter den Stadtpfarrern genannt. Auch die Prozession, welche nach dem Ceremoniale (c. 1200) nur städt. Kirchen berührte, ging von St.Hilaire nach der Kirche St. Juliani und dann weiter nach St. Maximin. Durch den Herzog von Guise 1552 niedergelegt. - St. L a u - rentius, ehem. Pfarrkirche in Sablon, erwähnt in der Urkunde Bischof Herimanns von 1090 «in villa quae dicitur ad Basilicas», in der Nähe des heute noch vorhandenen Kreuzes des hl. Fiacrius. - St. Livier (St. Li v a r i us> zwischen Diedenhofener und St. Medardenstrasse ursprünglich dem hl. Polieuctes geweiht, nahm den neuen Namen erst seit Uebertragung der Gebeine des hl. Livarius, welche bis dahin in St. Vincenz waren, an. Das Patronat hatte ursprünglich St. Symphorian, seit 1444 aber das Kloster St. Martin von M. Translationsfest a m 14. Juli mach der Hist. de M. am 28. April; dieser Tag ist vielleicht Translationstag der Gebeine nach St. Vincenz, wohin sie Bischof Theoderich gebracht hatte i. Die Kirche war nach dem Belle-Isle'schen Plane drei-schiflig. Erwähnt im Ceremoniale. Hat seit der Revolution j aufgehört als Pfarrkirche zu dienen.Li 11 e r.: Hist. de. M.I, 231. II, 78; 040. - Chapelle des Lorrains dicht bei der Kathedrale auf dem heutigen Paradeplatzc zum Andenken an den Sieg der Stadt über den Herzog Nicolaus von Loth-ringen( 1473i imjahre 1475gegründet, 1478geweiht, 1754-55nie- • dergelegt. Der Plan der Kirche von dem Metzer Architekten Chausse.Hist. de M. 11,670. Begin, Cathedr. de Metz II, 387 ff. - St.Ludovicus (St. Louis) ehem. Friedhofs-Kapelle des Spitals St. Nicolaus, zerstört 1444, wieder aufgebaut, niedergelegt 1552. - St. M a r c e l l u s (St. Marcel) ehem. Pfarrkirche an der heutigen St. Marcellenstrasse gelegen. Ursprünglich Kapelle für die zu St. Vincenz gehörige bedienstete Laienschaft. Seit dem 13. Jhdt. Pfarrkirche, deren Patronat der Vincenzabtei verblieb. Kirchweihe am 1. Sonntag des Juli. Zur Pfarrei gehörten Ban-St. Martin, Goupillon und la- Ronde, les-Grandes-Tappes und einige Häuser von Devant-les- Ponts. Litter.; Hist.de M. II, 77. - St. M a r i a ad Mar-tyres 'Notre Dame-aux-martyrs) auch St. Maria extra muros, ehem. Pfarrkirche in Sablon erwähnt in der Urkunde Bischof Herimanns von 1090 als -in villa quae dicitur ad Basilicas ». 1137 dem Kapitel von St. Salvator durch B. Stephan ' bestätigt. - St. M a r t i n i St. Martinus in Curtis), Pfarrkirche, ursprünglich vor den Mauern der Stadt gelegen und nach Analogie anderer Städte wohl die alte Marktkirche (der Markt auf dem Champ-ä-Seillei. W e n n auch das Datum ihrer Gründung nicht nachzuweisen ist, so darf m a n doch nach dem 1 Namen schliessen, dass sie zu den ältesten Pfarrkirchen der Stadt gehört. Im Jahre 1212 wurde das Patronatsrecht durch Urkunde Friedrichs IL dem Spital St. Nicolaus übertragen. Der heutige Bau zum Theile aus dem Ende des 12. und Anfang des 13. Jhdts., Querschiff, Chor und Unterbau des Westthurms aus dem 15. Jhdt. Dreischiflige ge- 1 wölbte Basilika mit 7 Langhausjochen, einschiffigem Querhaus und nach 5 Seiten des Achtecks geschlossenem Chor. I Auf der Strasscnseite noch Reste römischen Mauerwerks, vielleicht eines Thurmes der Stadtbefestigung. Litt er.: ! B o u l a n g e , Union des A n s I, 181. Abel, Mem. de la soc. d'archeol. de la Mos. V, 200 (Glasgemälde) VIII, 21 (Grabplatte i XVII, 115 (römischer Thurm). Bull. III, 186 (Statue des hl. Martin'. Boulange, Mem. de l'acad. de Metz X X X II 159 (Grabplattem. HannonCelles II, 17, 112, 113, 114.118, 183, 184, 199, 225, 226 (Grabinschriften). Bouteiller, Eloge de Metz 130. - St. M a x i m i n (St. Mamin) Pfarrkirche in der Mazellenstrasse. 94-^ erwähnt. Der heutige Bau in seinen ältesten Theilen aus dem Ende des 12. und Anfang des 13. Jhdts. (Urkunde Bertrams von 11911. UYsprünglich drei-schifliges flachgedecktes Langhaus von 7 Jochen, Kreuz-schift mit halbrundem nach 7 Seiten des Zvvölfecks ge-theiltem gewölbten Chor. Die alte Bauart zeigt nur noch der Chor, die Vierung und der Vierungsthurm. Patron war das Domkapitel; Kirchweihe am 2. Adventssonntage. Litt er.: Abel, Austrasie IV, 557. Chabert. ebd. VI, 426. Lorrain, Bull, de la soc. d'archeol. de la Mos. X, 59 (Stein-inschrifti. Die Inschriften bei Mannoncelles II, 73, 109, 110, 111, 112, 114, 116, 118, 119, 121. - St. M e d a r d (St. Medardusi. Pfarrkirche in der Medardenstrasse. erwähnt im Ceremoniale. Damals noch ausserhalb der eigentlichen Stadt. Die Pfarrei wurde mit der von S. Livier vereinigt. Das Patronat hatten die Stiftsherren von Homburg. Zerstört bei der Belagerung durch Karl V. - Notre D a m e (Eglise de l'Assomption) in der Ziegenstrasse. L'rsprünglich lag auf diesem Platze der Tempel der Reformirten. Das Terrain wurde 1642 v o m Könige den Jesuiten überlassen, die 1665-1739 eine neue Kirche bauten und daneben ihr College hatten. In der Revolution war die Kirche Klublokal. 1803 wurde | sie Pfarreikirche. Kreuzförmige dreischiflige mit Kreuzgewölben gedeckte Basilika in Renaissanceform. S. Jesuiten. - Chapelle de la Paix s. St. Fiacrius. - St. Paul, in unmittelbarer Nähe der Stephanskirche innerhalb des Claustrums gelegen. Erwähnt als eigentliche Stiftskirche in der |