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Show 2*70 Erlengrabcn - Ernolsheim. weiler und Kossweiler an die Haindel von Breitenbrück, in deren Besitz es fortan verblieb. Es war 1659 schon verfallen. Anfangs des 19. Jhdts. soll aus seinen Trümmern der AVlr. Diebach (s. d.) erbaut worden sein. Auf der Stätte des verschw. Schlosses steht s. 1872 ein Landhaus. Erlengraben s. Fecht 25, Larg 8, 22, Alossig 17. Erlenhof, Hf. (Gde. u. Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). 7 E. 1 Hs. - 1818 durch den Grafen von Helmstadt zu Hingsingen und Alörchingen erbaut. Erlenhof, Hf. (Gde. Thal bei Alaursmünster, Ka. .Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). 10 E. 2 Hsr. Soll neueren Ursprunges sein. Erlenhof, verschw. Hf. (Gde. Girlingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). Herluof 1171. - 1171 schenkte Heinrich von Cons-la-Grandville an die Abtei A'illers-Bettnach das Gut Herluof, das in den beiden Bannen von Gehnkirchen und Girlingen lag, aber zur letzteren Herrschaft gehörte. Erlenkopf, B., 394 m, an der Bezirksgrenze von Unter- Elsass und Lothringen, südl. des Breiten- oder Zwölf- Apostelsteines an der Strasse Wingen-Saareinsberg. Erlenkopf, 735m, nördliche Fortsetzung des Pierronsberges (s. d.). zwischen dem Gelben-Zorn- und dem Schnoken-lochthal. Erlenkopf, B. auf der elsässisch-pfälzischen Grenze (Gipfel, 435 m, in der Pfalz gelegen), nnw. Sturzelbronn, Ka. Bitsch. Erlenmissrunz s. Fecht 2. Erlenmoosbach s. AA'indsteinerbach 1. Erlenmühle, AI. (Gde. Fegersheim, Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, L'.-E.c 3 E. 1 Hs. Soll seit mehr als 100 Jahren bestehen. Erlenmus, Fsths. (Gde. Sturzelbronn, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 5 E. 1 Hs. Regenstation 280 m. U m 1873 erbaut. Erlenrunz s. Thur 3. Erlenwaldgraben s. Eberbach 13. Erlenwasen, Hsr. (Gde. u. Ka. Alünster. Kr. Colmar, O.-E.). 143 E. 7 Hsr. 1826 erbaut. Erlenweiher im Illgebiet, 2,5 km nördl. Bisel - 0,95 ha. Fischerei; wird nicht angebaut. Gemeindebesitz. Abfl. zum Herren weiher (Heimersdorf). Erlingen, verschw. Df. (Gde. Hilbesheim, Ka. Finstingen. Kr. Saarburg, L.i. Ehrungen 1382. - 1382 wird E. als Allod des Lützclsteinischen Hauses bezeichnet und1 wurde dem Kaiser AArenzel damals zu Lehen aufgetragen. Die Altmühle (s. d.i soll ein Rest des angeblich im 30jährigen Kriege, wahrscheinlich aber viel früher, zerstörten Ortes sein. Ermelsbach, ehem. AVald. (Gde. Bergheim, Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Ermelspach 1307, Er-merspach 1463, Er ml spach 1481. Lag in unmittelbarer Nähe der Burg Reichenberg; zur Herrschaft Reichenberg gehörig und an Oesterreich abgetreten 1307; 1404 und 1507 lothringisches Lehen (vgl. Reichenberg). Ein angrenzendes Gelände, die Ermelspach winterhalde, war wiederholt (1463, 1491, 1498) Gegenstand eines Streites zwischen der Herrschaft Rappoltstein und der Stadt Bergheim. Ermelsbach, AVIL s. Hl 52. Ermensbach, Wir. (Gde. Rimbach, Ka. Alasmünster, Kr. Thann, O.-E.). 124 E. 26 Hsr. ma. Erme (r)schbach. Soll zur Zeit des 30 jährig. Krieges schon bestanden haben. Westlich davon eine Kapelle <Zu U. L. Fr. von der immerwährenden Hilfe , 1840 durch wohlhabende Familien aus E. erbaut. Ermerich, bewaldetesPlateau, 300,7m, südl.Alstingen, Ka. u. Kr. Forbach. Ermingermattgraben s. Saar 9. Ermsbach s. Doller 7. Ernenwasser s. Larg 8. Erneswilre, verschw. Ortschaft (Gde. Gosselmingen, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.). Im 15. Jhdt. in einem Todtenbuch des Collegiatskapitel von Saarburg wird ein Bann in Gosselmingen, «Erneswilre» genannt; wohl Bezeichnung einer verschwundenen Ortschaft. Ernolsheim, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Alolsheim, U.-E.). 633 E. 124 Hsr. (12 GRe.) - 180 m. - AG. Alolsheim (7,9); Bhf. Düttlenheim (2,3). - Elnolsheim 1128; Hernoldes-heim 1182; Arnoltzheim 1280; ma. Arlse. Im Gebiet der Gde. lag der verschw. Ort Breuschwald. (s. d.) - Ortseinn. StEBez. Alolsheim. Armr. (s. 1832). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alolsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Cosmas und Damianus (27. Sept.). Filiale Kolbsheim. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Kolbsheim. - Hanfreibemühle; Getreidemühle. E. wurde 1280 von dem Grafen Heinrich von A'eldenz und dessen A^ettern, den Herren von Geroldseck, für 240 Alk. dem Bischof Heinrich IV. von Strassburg verkauft und blieb seitdem im Besitz des Bisthums (Amt Dachstein, s. iL). Begütert zu E. waren : Abtei Alaursmünster 1128, Kloster Haslach 1182. Im 15. Jhdt. war E. Pfandlehen der Herren von Pfettisheim, die 1516 ausstarben, dann der Familie Ritter von Urendorf. Letztere (1636 ausgestorben) erbaute 1554 zu E. ein Schloss im Renaissancestil, Schloss Urendorf (s. d.) genannt. Es ist dasselbe, welches 1651 als reichsritterschaftlich und im Theilbesitz der von Bettendorf und von Landsberg erscheint, 1732-54 den de Clery und ausserdem im 18. Jhdt. den AVimpfen gehörte. 1440 besassen die Herren von Fleckenstein württembergische Lehen zu E. -Ein adeliges Geschlecht von E. wird 1318 erwähnt. - 1202 wurde E. von den Strassburgern zerstört. 1603 Gefecht bei E. zwischen Brandenburgern und Lothringern.- Kirchlichgehörte E. vorl802zum Landkapitel Alolsheim. Das Patronatsrecht und den Zehnten (seit 1498) besass die Probstei Haslach. 1464 Rektorat, Plebanat. Zur Pfarrei gehörte seit 1694 Kolbsheim als Filiale, ferner wurde auch Breuschwald, ein jetzt verschwundenes Lustschloss bei Dachstein, von dort aus pastorirt. Ernolsheim, Df. I Ka. [s. 1790] u. Kr. Zabern. U.-E.). 513 E. 134 Hsr. (12 GRe.) - 220 m. - A.- u. LG. Zabern (6,5); HSt. Dossenheim (3,0). - Hero lz he i m 1127; Heroldesheim 1158; E roi desh eim 1178; ma. Arl s e , A rrlse. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. Ort Zell a. d. Zinsel (s d.). - Ortseinn. StEBez.Zabern. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Wasserltg. (s. 1880). Fw. (s. 1876, 3 Spritzen). - Filiale der kath. Hilfspfarrei in St. Johann bei Zabern. Kirche des hl. Alichael, simultan, aber nur an 2 Tagen im Jahre von den Katholiken benutzt. Prot. Pfarrei (s. 1546), seit 1852 zum Konsistorium Dettweiler (vorher zum Konsistorium Ingenheim), Inspektion Buchsweiler, gehörig. Filiale St. Johann bei Zabern (bis 1848 auch die Alühlen des Zinsclthales, die dann nach Dossenheim eingepfarrt wurden). - Sägemühle. E. war im Besitze der Herren von Lichtenberg und galt als Allod, wohl weil es aus dem ehemaligen Gut der Abtei Neuweiler herstammte. Bei der lichtenbergischen Erbtheilung von 1480 kam E. mit dem Amte Buchsweiler, zu dem es gehörte, an Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. Begütert zu E. waren Kloster St. Johann bei Zabern und Abtei Neuweiler (1127). Das Schlösschen zu E. war reichsritterschaftlich und 1651 im Besitz der von Bettendorf und Gremp von Freudenstein, vor der Revolution gehörte es den von Lützelburg. - Ein adeliges Geschlecht von E. wird 1158 erwähnt. - Eine Kirche zu E. wird schon 1178 erwähnt; sie gehörte sammt dem Zehnten : der Abtei Neuweiler (Bestätigung Papst Alexanders III.). I E. war Pfarrei schon vor der Reformation, die 1545 eingeführt I wurde. DasPatronalsrecht hatte die Herrschaft.Simultaneum (auf 2 Tage im Jahr beschränkt) seit Ende des 17. Jhdts. Die Katholiken waren nach St. Johann eingepfarrt. Gemeinde wald (Oberförsterei Buchsweiler) 277 ha. In der Ebene (Strikwald): Eiche. Im Gebirge: Tanne, Kiefer, Buche. Im Besitz der Gde. seit 1808. Bis dahin ungetheilter I Besitz von 4 Gemeinden (s. Dossenheim). |