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Show Löchersbach - Lörchingen. 583 dem Amte Zabern vereinigte. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel Zabern. Die Pfarrei wurde durch Mönche der Abtei Maursmünster versehen, die auch das Patronatsrecht besass. Als Filiale hatte L. im 18. Jhdt. das Dorf Schweinheim, 1808-20 Reutenburg. - Fränkische Gräber des 6.-8. Jhdts. Alter Taufstein aus dem 10.-11. Jhdt., als Brunnentrog dienend. Kirchthurm aus dem 15. Jhdt. und ein Sakramentshäuschen aus derselben Zeit. Löchersbach, Fbr. (Gde. Lambach, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.i. 3 E. 1 Hs. 1681 schon erwähnt als Mühle der Herrschaft Bitsch is. d ). 1735 als Getreidemühle neuerbaut und seit 1850 Pappfabrik. Löchersbach, verschw. M. (Gde. Obergailbach, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.). Noch 1730 erwähnt. Löchersbaeherweiher im Saargebiet, 1,5 km südl. Lambach und 1 0 km nordwestl. Lemberg - 2 ha. Mühlenbetrieb. Privatbesitz. Zu- und Abfls. s. Schwalb. Löchle, Wir. (Gde. Kembs, Ka.Landser,Kr. Mülhausen, O.-E.). 140 E. 25 Hsr. War ein Theil der 1830 aufgelösten und unter die 3 Nachbardörfer Kembs, Bartenheim und Blotzheim vertheilten Gemeinde Neuweg (s. d.) im Ka. Hüningen. Entstanden nach Anlegung der grossen Rheinstrasse zwischen Breisach und Hüningen ilb83). Löchlefelsen, Felsenrücken, östl. der Schlossruine Hohen-Ptirt bei Pfirt gegenüber; der westliche Absturz desselben heisst die Kanzel. Löchlein, verschw. M. (Gde. Jettingen, Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). Vnder dem lo 1372; im Lochfeld 1540. 1880 abgebrannt. Löffelbach. Hf. (Gde. Weiler, Ka. u. Kr. Thann, O.-Ej. 18 E. 3 Hsr. Entstand gegen 1780. Löffelberg, amtlich Feldberg genannt, 336 m, östl. Klangen, Gde. Kemplich, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen- Ost. Lö ff eiseben. Hf. .Gde. Lautenbach-Zell, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 6 E. 2 Hsr. - Löffels seben 18. Jhdt. - Soll im 17. Jhdt. entstanden sein. Löffelthalbächel s. Bärenbach (Zorn) 5. Löger, Geh. (Gde. Dollern, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.i. 10 E. 1 Hs. Soll seit ungefähr 3)0 Jahren bestehen. Lörchingen, Df. (Ka. gl. N. [s. 1795], Kr. Saarburg, L.). 748 E. 223 Hsr. (12 GRe.) - 280 m. - KrHO. Saarburg (10,3); HSt. L. (1,2).- Launarigo 699; Lor chinges 1128; Lorken, Lorching 1168; Lorquin 1869. - Die Gde. umfasst den HO. L. (702 E. 219 Hsr.) und die AO. Guinguette, Hasard, Kammerholz, Vierwinden, Zufall (die früheren AO. Haute-Ville und Tannerie zählen jetzt zum HO.). - P. III. Kl. T. HSt. (s. 1892). AG., umfassend die Ka. L. und Rixingen. Notar. Gerichtsvollz. Gendarmeriestat. Obergrenzktr. Nebenzollamt IL VerkehrsStA. StEBez. für die Gden. Alberschweiler, Aspach, Fraquelfing, Hattigny, Heming, Hermelingen, Landingen, Laneuveville b L., Laseemborn, L., Me'tairies- St. Quirin, Neufmoulins, Niederhof, Nitting. St. Quirin, Türkstein, Wasperweiler, Weiher. Gde.-Fassaichungsamt. Kantonalarzt. Apoth. Armr. (s. 1. Mai 1822). Sparkasse (s. 1887). Oeff. Vorschusskasse (s. 1900). Fw. (s. 1880, 4 Spritzen». - Kath. Pfarrei IL Kl. (s. 1802). Sitz eines Archipresbyterats des Bisthums Metz, die Pfarrei L.und die Hilfspfarreien Alberschweiler, Hattigny, Heming, Landingen, Laseemborn, Niederhof, Nitting. St. Quirin, Weiher umfassend. Kirche zu Ehren der Kreuzerhöhung (14. Sept.). Kapelle U. L. Frau von Einsiedeln und Kapelle der hl. Anna Zur Pfarrei gehört auch Laneuveville b. L. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Deutsch-Avricourt I s. 1894, vorher zu Saarburg), die Israeliten zum Rabbinat Pfalzburg. - Dampfsägemühle von L. Vallet (15 Arbeiter), Herstellung von Holzleisten, Fournirblättern, Schuhleisten u. s. w.; 1894 wurde die Holzschuhfabrikation mitMaschinen eingeführt und 1S97 die elektrischeBeleuchtung des Ortes mit übernommen. L. ist der Hauptsitz der Haus- | industrie der Weissstickerei. Handel: Bretter, Wein. 2 Buchhandlungen, von denen eine nach 1S71 entstanden. Uraltes Dorf 's. u.j der Herrschaft Türkstein (s. d), schon b99 urkundlich erwähnt. Die Abtei Weissenburg war damals dort begütert. 1258 hatte die Deutsch-Ordenskom-thurei Saarburg Besitz in L. Im 13. Jhdt. Theil der bischöflichen Kastellanei Türkstein, später 11499; Sitz einer Baronnie (s. Herrschaft Türkstein i. Nach der Zerstörung des Schlosses Türkstein, die 1634 auf Befehl des Kardinals Richelieu er-i folgte, wurde der Amtssitz der Herrschaft Türkstein nach L. verlegt. Zwischen L. und Hessen schlug 1312 Herzog I Ferri von Lothringen aufständische Edelleute, die ihm die Huldigung für ihre Lehen versagt hatten. Als solche werden die Grafen Johann von i Leiningen-)Dagsburg und Ludwig von Rixingen bezeichnet; jedenfalls sind die Vornamen unrichtig. Das Dorf war Anfang des 15. Jhdts. zerstört und noch 1433 unbewohnt. - Eine Pfarrei in L. wird schon im 12. Jhdt. erwähnt is. Priorat). Sie gehörte im 14. Jhdt. zum Archipr. Saarburg. Das Patronat ging von der Abtei Senones im 16. Jhdt. an die Herren von L. über. Auf der Stelle eines älteren gothischen Baues, von welchem geringe Reste noch vorhanden sind, ist 1749 die heutige Kirche erbaut worden. - Der Ort ist reich an archäologischen Funden, die sich z. Th. in der Sammlung des Dr. Marchai (jetzt Besitz der i Gde. L.) befinden. Besonders zu erwähnen sind zwei Stein-j beile, römische und gallorömische Münzen, Steinsculpturen, zwei Votiv-Altäre mit Ceres und Fortuna. Neuerdings sind noch (bei Ausgrabung einer ländlichen Bauanlage) gefunden worden: eine Bronzestatuette eines Bockes, ein muschelför-miger und eine Anzahl runder Knöpfe aus Bronze von verschiedener Grösse; dann noch andere Bronzegegenstände, | zwei Eisenreife von einer aus Holzröhren gebildeten Wasserleitung u. a. Aus der Merovingerzeit wurden beim Bau des Rathhauses verschiedene Gräber mit Waffen, Halsbändern, '• Thongefässen und anderen Gegenständen blossgelegt. Durch ' den Gemeindebann zieht eine Römerstrasse. - In L. ge- I boren: Jos. Nicolas Noel, chev. de Brice, geb. 24. Dez. 17S3, , f Nancy 3. Febr. 1851, Oberst in der franz. Armee, befehligte 1814 ein Freikorps in den Vogesen. Ferner: 12. Aug. 17b9 Nie. Marie Thiry, franz. General unter dem ersten Kaiserreiche, 1809 Baron de l'Empire, t 1845. Marchai, Antiquites decouvertes ä Lorquin. i Journ de la Soc. d'arch. lorr. 6, 1*57, S. 10S-111.) Lörchingen, Baronie, s. Türkstein, Herrschaft. Lörchingen, Kanton (Kr. Saarburg, L.). Umfasst die Gden Alberschweiler*, Aspach*, Fraquelfing*, Hattigny, Heming*, Hermelingen*, Landingen*, Laneuveville b. Lörchingen*, Laseemborn, Lörchingen*, Metairies-St. Quirin, i Neufmoulins*, Niederhof*, Nitting*. St. Quirin*, Türkstein, Wasperweiler*, Weiher* und enthält auf 210,7885 qkm 171.5 bewohnte Häuser etc., mit 7063 Einwohnern. - Der Ka. L., 1790-95 zum Distrikt, 1800-1870 zum Arrondissement Saarburg gehörig, umfasst bereits s. 1790 die meisten der ihm heute angehörenden Gden. (oben mit einem Sternchen be- | zeichnet', nur Hattigny, Laseemborn und Türkstein wurden ihm erst 1S02 aus dem Ka. Cirey zugewiesen. Metairies St. | Quirin, das erst in der Revolutionszeit zur Gde. erhoben worden ist, fehlt in der Eintheilung von 1790, war aber da- ! mals wahrscheinlich AO. von St. Quirin, gehörte also gleichfalls zum Ka. L. Ausser den heutigen Gden. zählte 1790- | 1802 zu ihm noch Herzing (1802 zum Ka. Rixingen), Barchingen, Hessen und Schweixingen (1802 zum Ka. Saarburg). Seit 1795 gehörten noch zu ihm Barville (s. 1820 AO. von Nitting), s. 1802 Rodt (s. 1823, zum Ka. Saarburg gehörig), 1 sowie Bertrambois, Cirey, Nonhigny, Parux. Petit-Mont, St. Sauveur, Tanconville und Val-de-Bon-Moutier, die ausser Raon-Ics-Leaux 1871 franz. geblieben sind. Raor.-lis-Le;.ux wurde zwar beim Friedensschlüsse 1871 an Deutschland ab- ! getreten, kam aber auf Grund des Art. 10 der Zusätzlichen ; Uebereinkunft vom 12. Okt. 1871 zu dem Friedensverträge |