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Show Metz - Metzer Land. 679 Mercy b. Metz, das aus dem Ka. Ars-Laquenexy stammte, vor 1802 alle dem Ka. Vallieres angehörten ; der 3. die 3. und 4. Sektion der St. M. und die Gden. Augny, Montigny, b. M., Sablon. St. Privat (s. 1809 A O . von Montigny), alle vorher dem Ka. Augny angehörig. Alle diese Gden., ausser Mercy b. M., welches schon 1605 zum Ka. Pange kam, und der St. M. selbst, aus welcher 1871 ein besonderer Stadtkreis gebildet wurde, blieben auch nach 1870 beim Ka. M.; es kamen noch hinzu aus dem Ka. Briey: Bronvaux. Montois-la- Montagne (mit s. A O . Malancourt, der 1894 selbständig wurde), Pierrevillers, Rombach, Roncourt, Ste. Marie-aux- Chenes, St. Privat. M e t z , Stadtkreis L.i. Umfasst die Gde. M. und enthält auf 6,7428 qkm 2985 bewohnte Häuser etc., mit 59794 Einwohnern. Gebildet durch Verordnung des Civilcommis-sars vom 12. März 1871 als Unterpräfektur; Kr. durch Ges. vom 30. Dez. 1871. LTeber Distr. und Arr. M. s. Ldkr. M. Metz-Stadt und Metz-Land, Reichstagswahlkreis, umfasst nach Beschluss des Bundesrathes (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 1. Dez. 1873) den Stdkr. und den Ldkr. M. Wählergebnisse: Eingeschr. Abi Jahr Wähler 1874 1877 1878 18S1 1S84 1887 1890 1893 24 138 23 780 24038 24133 23409 23722 24339 25043 jeb. Davon S t i m m e n 0nGevvählt.o0 54,1 Gewählt ,1 54,1 Dupont des Loges 53,8 51,1 Bezanson 69,6 40,1 ders. 41,8 40,1 ders. 70,5 38,0 Antoine SN,t 61,3 Antoine 44,s 38,3 Delles 69,6 39,5 Haas Metzeral, Df. (Ka. Münster [s. 1790], Kr. Colmar, O.- E.). 1691 E. 207 Hsr. (18 GRe.) - 484 m. - A G . Münster 6,7); Bhf. Metzeral (0,5).- Mezerol 817 (?), M e c e r o l 12. Jhdt.;ma. Matzeral. - Die Gde. umfasst den H O . M.'981 E. 157 Hsr.), die AO. Altenhof, Anlasswasen, Auf Rain, Erberhof, Geisläger, Gerbholz, Herrenberg (Fsths), Herrenberg (Sennh.), Kastelbergwasen, Kerbholz, Kleine Hahnenbrunnen. Köpfle, Mittlach, Phereywasem Salzbach. Schiessloch, Schiessroth, Schiessrothrieth, Schmelz, Schnepfenrieth, Schweissel, Steinabrück, Steinwasen, Tann-Weigle, Wormspel und die verschw. O. Altweiher, Langmiss, Lieberei und Pfeiferberg. - P. III. Kl. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1902). Bhf. (s. 1893). Gendarmeristat. Ortseinn. StEBez. Münster IL Regenstation mittlach. Fw. (s. 1867, 6 Spritzen). - Filiale der kath. Hilfspfarrei in .Mühlbach. Schutzhl. hl. Blasius. Pfarrei Augsb. Konf. s. 1. Juli 1897) des Konsist. Münster. Die Kirche 24. Okt. 1897 eingeweiht. Friedhof 1896 eingeweiht. Vorher zur Kirchgde. Mühlhach gehörig. - Steinbruch. Spinnerei Jakob Immer. 1S59 von der Firma Klein Vater und Söhne gegründet: 13- 14000 Spindeln, 94 Arbeiter. 240 Wasserpferdekräfte, bei Wassermangel wird die fehlende Kraft durch Dampf ersetzt. Kleine Getreidemühle. Käsehandel. Elektrische Strassenbe-leuchtung. Jeden Freitag Wochenmarkt. M. war eins der 6 grossen Dörfer der Herrschaft M ü n s t e r, deren Schicksale es theilte (s. d.). Es wurde 823 von Ludwig dem Frommen der Abtei geschenkt. Begütert war in M. infolge Schenkung des Herzogs Atticus das Kloster Ebersmünster, und noch 1320 besass dasselbe Obereigenthumsrechte an der grossen Sigolsheimer Waidmark, welche das Weissthal und das obere Münsterthal umfasste. Die Abtei Münster hatte in M. einen mit Asvl-recht begabten Dinghof, den am Anfange des 15. Jhdts. Johannes von Schrankenfels zu Lehen trug. Ordnungen aus dem Anfange des 15. Jhdts. s. bei Stoffel, Weisthümer S. 197 ff. _ M . liegt an einem Keltenwege im Münsterthale ; im Moränengebiet des grossen Beichengletschers. Neolithische Funde. Gern ein de w a l d (Oberförsterei Münster I 1230 ha. 500-1361 m über dem Meere. Grauwacke. Granit. 'Eiche, Buche, Tanne Fichte, Krummholzkiefer, Ahorn). - Metzeral und die Gden. Münster, Sulzbach, Eschbach, Luttenbach, Breitenbach, Sondernach, Hohrod, und Sulzern bildeten mit der Kaiserlichen Stadt Münster ein Gemeinwesen, welches wiederum ein Glied des Bundes der 10 freien elsässischen Reichsstädte war (1354). Alle Bewohner dieses Gemeinwesens hiessen Bürger der Stadt und des Thals Münster s. Münster und Münsterthal). Nach der Revolution erhielt zwar jede Gde. ihren Maire und ihren Gemeinderath, aber der Bürgermeister von Münster hatte den Vorsitz der Genossenschaft, welche in ungetheiltcm Besitze ihrer gemeinschaftlichen Waldungen verblieb. 1833 wurde die Theilung angeordnet und 1846 im Verhältniss zu der Einwohnerzahl, wie sie im Jahre 1789 in den einzelnen Ortschaften bestand, zur Ausführung gebracht. M e t z e r b a c h s. Anzelingerbach 5. M e t z e r e s c h , Df. (Ka. Metzerwiese 11790-1802 Ka. Lüttingen], Kr. Diedenhofen-Ost, L ) . 471 E. 141 Hsr. 110 GRe. i - 220 m. - AG. Diedenhofen (13,2); Bhf. Kedingen (2,5). - Motze Esch 1594. - Die Gde. umfasst den HO. M. (467 E. 140 Hsr.) und den A O . Kirsehermühle, ferner die verschw. O. A y (?'. Esche, St_ Sebastian, Terlingen (?). - StEBez. Metzerwiese. Sparkasse (s. 1890). Ew. 's. 1887, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Metzerwiese (s. 1804) Schutzhl. hl. Stephanus (26. Dez I. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Kleine Getreidemühle. Das Df. war zwischen der Luxemburgischen Herrscha f t W e i n s b e r g , s.d. und der Lothringischen Herrschaft H o m b u r g a. d. Kanner (s. d.) getheilt. Der erste Theil, Cour de Zand • genannt, stand später unter dem franz. Bailliage Diedenhofen, der zweite, «Cour de Funkelen«, unter der lothringischen Probstei Sierck. In Metzeresch war früher die Abtei St. Arnulf begütert, später Rettel wegen Kedingen (s. d.i. Auch die Abteien St. Peter (1235) in Metz und Villers-Bettnach sowie die Herrschaft Inglingen und im 18. Jhdt. Meilberg hatten hier Besitz. Der Luxemburgische Theil scheint 1560 und 1640 mit dem Pays messin vereinigt gewesen zu sein. 1681 war er mit der Herrschaft Lüttingen vereinigt. Der Lothringische Theil wurde 1661 an Frankreich abgetreten. - M. war schon im 14. Jhdt. Pfarrei, damals und bis 1802 zum Archipr. Kedingen gehörig. Den Kirchensatz hatte die Karthause von Rettel, früher die Abtei St. Arnulf. Durch Kaufvertrag von 1656 und 1662 kamen die von Weinsberg und Bertringen an die Herrschaft Lüttingen übergegangenen Antheile an Metzeresch an die Herrschaft Homburg, und zwar 1656 der Antheil der Herren von Pallant und der d'Attel, 1662 der von J. Cabannes. sämmtlich Mitherren von Lüttingen. G e m e i n d e w a l d i Oberförsterei Kedingen) 126,7 ha. (Eichen- Mittelwald . Soll seit 1686 im Besitz der Gde. sein. M e t z e r G a u s. Pagus Metensis. M e t z e r L a n d >Pays Messini. (S. auch Th. I, S. 290-93 und den Artikel Metz, Grafschaft.! Das Bisthum Metz hatte schon im 8. und im 9. Jhdt. weltlichen Besitz innerhalb wie ausserhalb seines Sprengeis und hatte für diesen Besitz die Immunität von den königl. Grafen und deren Gerichtsbarkeit schon unter den Merovingischen Königen erhalten, die ihr 775 durch Karl den (..rossen bestätigt wurde. Darnach durfte kein Richter die Dörfer, Burgen, Höfe des Bisthums oder die dem Bisthume unterstellten Klöster betreten, der Graf konnte die freien oder leibeigenen Unterthanen des Bisthums zu den öffentlichen Gerichten (Malberge) oder zu einem sonstigen Gebote (audientiae) nicht rufen. Die Beamten des Bisthums sollten die LTnterthanen des Bisthums vor dem Grafen-Gericht vertreten and die Bussen erheben. Die bischöflichen Besitzungen waren überdies von gewissen Steuern. Zöllen und Abgaben befreit. Das Bisthum hatte dagegen seine eigenen Richter und Beamte für die ihm vom |