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Show m Heinrichsdorf - Heitweilcr. bürg (s. d.). Es wurde durch Patentbriefe vom 1.5. Alai 1614 vom Herzoge Heinrich von Lothringen auf dem Banne der zerstörten Ortschaft Schwangen gegründet und zuerst durch flüchtige Katholiken aus Arzweiler im Fürstenthum Lixheim besiedelt. Die Freiheiten der ersten Bewohner sind durch Prinz Ludwig von Guise-Pfalzburg 26. Nov. 1622 erweitert worden. - H. war seit 1614 Pfarrei des Archipr. Saarburg, Bisthum Aletz. Nach IL war bis 1863 Dannelburg eingepfarrt. Heinrichsdorf, Staatswald, (Gde. Heinrichsdorf, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). 332 ha. Oberförsterei Pfalzburg. Forsthaus Bodenmark. (Buche, Hainbuche, Tanne, Kiefer, Eiche. Fichte, Ahorn, Esche, Birke. Erle, Pappel, Lärche l Vogesensandstein; Schleifsteinbrüche. Der Wald hiess früher S c h w a n g e n und war Domäne der Lützelstein'schen, seit 1584 Lothringischen Herrschaft Pfalzburg. Herzog Heinrich von Lothringen hat durch Patentbrief vom 15. Alai 1614 2071 Morgen im AValde Schwangen an Unterthanen zur Rodung und Gründung des Dorfes Heinrichsdorf überlassen; der übrige Theil des AATaldes blieb Domäne und ist 1624 an das Fürstenthum Pfalzburg, 1702 wieder an L., 1718 an Frkr. übergegangen. H e i s c h b u r g Kopf, auch Galgenstein (so auf A1B), 884,5 m, die südl. Fortsetzung des Arorderen Hirzen-steins (s. iL), nördl. Alasmünster. [Hcwerspcr g 1568.] Heisenstein, Wir. (Gde., Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 11 E. 2 Hsr. Bhf. (s. 1884). - Besteht s. 1837. H e i s k o p f , ca. 030 m, mit dem südl. Ausläufer, dem V o r d e r e n Heiskopf (MB. A^ordercr Heisherg), 578,2 m, nördl. Aloosch im Thurthal. H e i s s e n b ü h l , röm. Tumulus zw. Largitzen und Friesen (Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E). Heissenrain, AVlr., s. Chaude-Cöte (Heisscnrain). Heissenrainbach s. Weiss 7. Heissenstein, Hf., (Gde. Nothalten, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.i. 1 Hs. 1857 entstanden. Heissenstein, Porphyrfclsen auf dem linken Ufer der Lauch, gegenüber der Eisenbahnhaltestelle gleichen Namens bei Gebweiler; derselbe wurde bei Anlage der Eisenbahn Gebweiler-Lautenbach z. Th. weggesprengt. (Ueber die Sagen s. Stöber, Elsäs^. Sagen. Neue Ausg. I, S. 57 und 132 Li Heissrain, franz. Chaud-Rain, 903,8 m, Kopf im Grenzkamm, am obern Ende des Klein-Rumbaehthales, bei St. Kreuz im Leberthal. Heitenberg, H., südwestl. Gingsheim, Ka. Hochfelden, Ldkr. Strassburg. Heiteren, Df. (Ka. Neubreisach [s. 1790], Kr. Colmar, O.-E.i. 729 E. 181 Hsr. (12 GRe.) - 200 m. - AG. Neubreisach <5,7); Hp. Neubreisach-Stadt (6,1). - Heiderheim 759; ma. Haitere. - Die Gde. umfasst den H O . H. (714 E. 177 Hsr.), die A O . Thierhurst und Heitercr-Alühle und den verschw. O. Thiernheim. - P. (s. 98). Ortseinn. StEBez. Neubreisach IL F w . (s. 1887, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Neubreisach (s. 1802). Schutzhl. hl. Jakobus (25. Juli). H. war H O . des gleichnamigen, ausser H. aus Baigau, Hettenschlag, Rüstenhart und AVeckolsheim bestehenden Rappoltsteinischen Amtes (s. H., Amt.). Zwing und Bann sowie das Gericht des Ortes hatten im 13. und am Anfange des 14. Jhdts. die von Ansolzheim von Jungholz, von Baldeck, von 1315-1507 die von AVittenhcim und nach ihnen die Stürzel von Buchheim als Rappoltstcinisches Lehen inne. Im Jahre 1507 trugen die Herren von Rappoltstein H. als Alannlehcn der Abtei Alurbach auf. \ron 1315 bis ins 16. Jhdt. waren die Edlen von AVittenhcim damit belehnt; nach ihrem Aussterben (vor 1518) wurde H. herrschaftliches Do-manialgut. A m Ende des 18. Jhdts. war das Df. in den Händen der Familie Larcher zu Colmar, von welcher es auf die Familie de Salomon überging - Die Herzöge von Oesterreich als Landgrafen des O.-E. bezogen von H. 60 Viertel Hafer für die Herberge und ein Huhn von jeder Herdstätte, ihnen dienten die zugezogenen Leute und ausserdem übten sie durch ihren A'ogt zu Ensisheim die Gerichtsbarkeit über Diebe und Frevler aus. Seine nutzbaren Rechte zu H. gab Oesterreich 1315 Conrad von AVittenhcim und später den Herren von Rappoltstein zu Lehen. - Begütert in H. war 759 Kloster Münster, 1090 Kloster Heilig- Kreuz. Der Bischof von Strassburg besass daselbst einzelne Unterthanen. 1376 belehnte Graf Siegmund von Thierstein Rutzeman von Radersdorf mit dem Kirchensatz und dem Laienzehnten zu H., welche bis dahin Rcinbold von Ansolzheim von dem verstorbenen Grafen Rudolf von Nidau zu Lehen gehabt hatte. - 1355 wurde das Df. in einer Fehde der Colmarer mit der Familie von AVittenheim von den ersteren verbrannt. - Die Pfarrei zu St. Jakob gehörte zum Landkapitel Citra Rhenum des Bisthums Basel. Den Kirchensatz hatten 1789 die Familien von Toirot, von Alüllcr und das Kloster LTnterlinden in Colmar. Zu der Pfarrei gehörte die Wallfahrtskapellc Thierhurst, welche in der Revolution zerstört wurde. S. Thiernheim. - H. liegt an der Consularstrassc von Basel-Augst nach Strassburg etc. Römische Funde. G e m e i n d e w a l d (Rheinwald) (Oberförsterei Colmar- Ost) 178,6 ha. (Hainbuchen, Eichen, Ulmen, Dornen und Strauchhölzer.) Im Besitze der Gde. seit 1799 in Folge von Kantonnierung. Heiteren, Amt. Das Rappoltsteinische A m t Heileren umfasste zu Ende des 17. Jhdts.: 1. Dorf Heiteren mit herrschaftlichem Haus und Hof; 2. Dorf Baigau; 3. Bann und Meierei Hettenschlag; 4. Dorf Rüstenhart; 5. Dorf Weckolsheim. - 1. Heiteren war uraltes Eigen der Herren von Rappoltstein (s. Rappoltstein - Herrschaft) und wurde 1507 zu einem Alurbacher Lehen gemacht. Vgl. Heiteren, Df. - 2. Bai g a u war österreichisches Lehen, welches die Herren von Rappoltstein seit 1491 gemeinsam mit Va-lentin von Neuenstein, seit 1500 allein inne hatten. - 3. Het-tcnschlag. Von dem früheren Dorfe Hettenschlag lindet sich gegen Ende des 15. Jhdts. nur noch die Benennung des Banns. Dieser war im Jahre 1498 im Besitze der Herren von Rappoltstein, die ihn (nach Schöpflin) im Jahre 1495 von denen von Reichenstein gekauft haben. Im Jahre 1507 gaben sie «Hattenschlag, Zwing und Bann mit aller Bannherrlichkeit und Gerechtigkeit» als Eigen dem Abte von Alurbach auf und erhielten es als Lehen zurück. Die oben gesetzte Bezeichnung <Bann und AIeierei> findet sich in einer Aufstellung der Rappoltsteinischen Kanzlei aus Ende des 17. Jhdts. Das jetzige Dorf H. scheint also erst im 18. Jhdt. aufgebaut zu sein. - 4. Rüstenhart, angeblich im Jahre 1692 an Stelle des früheren Dorfes Rüschheim erbaut, findet sich in der unter Hettenschlag erwähnten Aufstellung der Rappoltsteinischen Kanzlei. - 5. W e c k o l s h e i m scheint gegen Ende des 15. Jhdts. durch Kauf in Rappoltsteinischen Besitz gelangt zu sein. 1507 wurde es als Eigengut dem Abt von Alurbach aufgetragen. Im Jahre 1699 verkaufte die Herrschaft Rappoltstein 41/2 Juchart Feldes vom AVeckols-heimer Banne «zur fortification der neuen stat Breisach». Heiteren-Hart, ehemal. Staatswald (Gde. Heiteren. Ka. Neubreisach, Kr. Colmar, O.-E.). 322 ha, v o m Staate 1854 verkauft; früher zur Herrschaft Rappoltstein gehörig (s. H., Amt, und Hartwald, Staatsforst). Heiterer M ü h l e , Hf. (Gde. Heiteren, Ka. Ncubrei-sach, Kr. Colmar, O.-E.i. 6 E. 1 Hs. Soll seit mehr als 100 Jahren bestehen. Alühle seit 1872 wegen AA^assermangels ausser Betrieb. In der Nähe eine kleine Aluttergotteskapelle, die u m 1850 von den Eheleuten Auch. Dietsch erbaut worden ist. Heitweiler, verschw. O., der anscheinend in der Nähe von Colmar und Andolsheim lag. Hctcwilr 1278-1493 |