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Show 588 Longwy - Lorry. ringen Ende des 13. Jhdts. an Bar abgetreten haben ; wurde wieder lothringisch durch die Vereinigung der beiden Herzogtümer Lothringen und Bar. Durch den Vertrag von Ryswyk 1697 wurde die Stadt L. mit einigen Dörfern der Probstei an Frankreich abgetreten. Die zur Kastellanei gehörigen Orte des heutigen Bezirks Lothringen wurden der Probstei Villers-la-Montagne zugetheilt. Es waren Aumetz, Bure, Deutsch-Oth. Lüdelingen, Nonkeil, Obange, Oettingen, Redingen, Rüssingen, Tressingen. L o n g w y . Kanton. Von dem Ka. L. (Arrondissement Briey, Departement Mosel) sind 1871 deutsch geworden die Gden. Redingen und Rüssingen. Dieselben wurden durch Verordnung vom b. März 1873 dem Ka. Fentsch Kr. Diedenhofen i zugetheilt. L o o c h , Wir. <Gde. Stossweier, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E). 28 E. 6 Hsr. - Zu Loch, L o c h e n 1339. Im L o h e 1607. L o o s h a g , Hf. .Gde. Niederhagenthal, Ka. Hüningen, Kr Mülhausen, O. E . Minder übliche Bezeichnung für den AO. Klepferhof (s. d.) ders. Gde. Loosthal, Fsths. (Gde. Neuweiler. Ka.Lützelstein, Kr. Zabern. U.-E.). 5 E. 1 Hs. Hiess früher S p r u n g ; war schon Fsths. des Stiftes Neuweiler im 18. Jhdt. Lorbeeralmendgraben s Rohrbach Zorn 12. L o r e n z , Sgm. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, '<r. Saarburg, L.>. 1 Hs. Soll schon Ende des 18. Jhdts. befanden haben. L o r e n z e n , Df. .Ka. Saarunion [1793-1801 Ka. Die-n. eringen]. Kr. Zabern, U.-E.). 473 E. 104 Hsr. (10 GRe.) - A G . Saarunion (7,3); Bhf. Domfessel (1,6). - Curta Lau-rentione 739. - Die Gde. umfasst den HO. L. 447 E. 0 o Hsr.), die A O . Magdalenenhof und Waderhof und die verschw. O. Limbach iz. Th., vgl. Domfessel und Völlerdingen), Wachten iz Th., vgl. Diemeringen), Wadermühle. Walkmühle und Wersingcn. - StEBez. Diemeringen. Armr. (s. 1860). Wasserltg. > Anlagejahr unbekannt i. F w . (s. 1872, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Saarunion (s. 1802). Schutzheiliger hl. Laurentius .10. Aug.). Filialen: Bütten, Dehlingen, Diemeringen. Mackwciler, Ratzweiler. Prot. Pfarrei Augsb Koni., s. 1853 zum Konsistorium Die-meringen, Inspektion Lützelstein gehörig. - Getreidemühle. Brauerei. L. gehörte (seit 1323 als Lehen von Kur-Trier) zur Grafschaft S a a r w e r d e n is. d.i; bei deren Theilung (1745 fiel es an Nassau-Saarbrücken (Amt Harskirchen i. Begütert zu L. von 12b2-1558 Kloster Wernesweiler. Das Schloss (erhalten 2 Thürme und Eingangsthor aus dem Mittelalter) zu L., ca. 1330 von den Grafen von Saar werden erbaut, 1450, 20. Nov., von den von Lichtenberg und ihren Verbündeten nach mehrtägiger Belagerung eingenommen, 1570-lo73 an Steyss von Görnitz verpfändet, 1649 von den Schweden erobert, wurde, nachdem es schon 1573 einmal erneuert worden war, Anfangs des 18. Jhdts. umgebaut und vergrössert und diente wiederholt den Fürstinnen von Nassau-Saarbrücken als Wittwensitz, zuletzt der Wittwe des Prinzen Heinrich von Nassau-Saarbrücken, Charlotte Sophie geb. Grälin von Erbach T 1795). Es wurde 1793 als Nationalgut verkauft- L. war schon vor der Reformation Pfarrei Landkapitel Bockenheim des Bisthums Metz). Gegen 1554 Einführung der Reformation. Seitdem bis 1629 und dann wieder seit 1671 prot. Pfarrei, bis 1894 mit Filiale Domfessel. Das Patronatsrecht besass die Herrschaft. Kath. Pfarrei von lb'29-33 und loh.- 7o und wieder seit 1683. Die Filialen der kath. Pfarrei scheinen vor der Revolution dieselben gewesen zu sein wie heute. Simultaneum von 169s-177o. Die Kirchenbücher der prot. Pfarrei gehen bis 1071 zurück. - Im Schlosse zu Lorenzen. dem Wittwensitze der Gräfin von Nassau-Saarbrücken, vermählte sich am 21. September 1719 Herzog Christian III. von Bayern-Zvveibrücken, Pfalzgraf bei Rhein, der Grossvater des Königs Maximilian Josef I. von Bayern, mit der Tochter Caroline des Grafen Ludwig Krato von Nassau-SaarbrUcken-Saarwerden und der Gräfin Philippine Henriette von Hohenlohe-Gleichen. - L liegt an den Keltenwegen von Obermodern durch's Moderthal und durch's Graufthal. Gallo-römisches Grabfeld. Spätgothische evangelische Kirche, vor 1554 erbaut, 1623 und 1877 erneuert. Die kath. Kirche ist 1770 erbaut worden. Ueber das Schloss s. o. G e m e i n d e w a 1 d (Oberförsterei Saaranion) 47,3 ha. B r u n s, P., Lorenzen. (Gedenkblätter, hrsg. von Chr. G. Hottinger Nr. 1.) Strassburg [1894]. L e v y , Jos., Das alle Schloss zu Lorenzen im U.-E. Zabern 1898, Ders., Regesten der Pfarrei L. (Strassb. Diözesanbl. N. F. II, 1900, S. 258- i 2b7, 299-308, 372-384.) L o r e n z s c h e u e r , verschw. Hf. (Gde. Bertringen (?), Ka. Metzerwiese, Kr.Diedenhofen-Ost L.i. Als Hof der Herrschaft B e r t r i n g e n 1681 erwähnt; diese Angabe scheint sich indessen auf Bertringen in Luxemburg zu beziehen. Lorient, Hsr. (Gde. Vallieres, Ka. u. Kr. Metz, L.t. S E. 2 Hsr. U m 1800 entstanden. L o r q u i n s. Lörchingen. Lorraine p r o p r e Lorraine proprement ditei ist eine, auch amtlich gebrauchte, im Ib. und 17. Jhdt. übliche Bezeichnung für das B a i l l i a g e N a n c y das dadurch von den beiden andern Bailliages, Allemagne und Vosges, als das eigentliche Stammland unterschieden wurde, das man im lo Jhdt. auch L'ancienne Lorraine nannte. L o r r y b. M e t z , Df.(Ka. Metz [1790Ka. Maizieres. 1792 KHO., 1802-70 Ka. Metz L], Kr. Metz, L.t. b26 E. 174 Hsr. (12 GRe.» -A.-, L.- und SchwG. Metz (5,4); Bhf. Woippy (3,3). - L a u r i a c u m 945; L o r e y devant Metz 1130. - Die Gde. umfasst den H O . L. b. M. (559 E. 150 Hsr.), die A O . Chene, Fort Schwerin (früher Tignomont genannt), Moulin-Bas . (wozu auch der früher besonders erwähnte AO. Cartonne-rie gehört i, Moulin-en-Mie, Vigneulles is. 1809, vorher selbständig! (der frühere A O . L a Forte hängt mit dem HO. zusammen i u. den verschw. O. Moulin-Haut. - Ortseinn. StEBez. Metz. IL (Pllegeanstalt St. Christiana s. Vigneulles . - Wasserltg. (s. 1869). F w . (s. 1852, 1 Spritze). - Kath. Hilfs- ! pfarrei des Archipr. St. Vincenz in Metz (s. 1802). Kirche des hl. Clemens (23. Nov.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Metz, die Juden zum Rabbinat Metz. - Geschäftssprache franz. - Kleine Getreidemühle. Viel Mirabellenbau. L. gehörte zu dem P a y s Messin (Wal de Metz) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, zu welcher Vigneulles z. Th. und die Vogtei über den ehemaligen Besitz der Abtei St. Martin in Vigneulles gehörten. Der B an St. Paul war eine Grundherrschaft des Domkapitels von Metz. Die Abteien Ste. Glossinde und St. Martin waren ebenfalls in L. begütert. Die ältere Geschichte von L. ist nicht bekannt. L. war 1279-1385 Besitz der Metzer Familie de Laitre, 1385 der Hungre (4 Sechzehntel), Baudoche (3 Sech-j zehnteL, de Laitre (6 Sechzehntel), de la Cour (3 Sechzehntel). 1404 werden statt der letzteren die Bouchatte und Paillat genannt. 1430 erwarben die Baudoche de^ Paillat'schen Antheil, sowie den der Bouchatte, während ihnen durch Heirath das Uebrige zufiel, so dass sie u m die Mitte des 15. Jhdts. in L. alleinige Herren wurden. A m Ausgang des lo. Jhdts. wurde von ihren Erben die Herrschaft verkauft an mehrere prot. Familien (Legoullon, Ingenheim, Busselot), welche dort den Protestantismus einführten, der jedoch unter Ludwig XIV. sehr zurückging. Die Couet du Vivier, Erben der Legoullon (gegen 1605), erwarben 1640 den Antheil der Ingenheim, 1080 den der Busselot und behielten L. bis zur Revolution. Das Dorf wurde in den häutigen Kriegen u m Metz mehrfach geplündert und verwüstet, so 1442, 1490 und 1493, 1518, 1590, 1635 und 1642. - L. war bis 1802 Pfarrei des Val de Metz. Kirche 1414 erbaut, durch Peter Baudoche, zu Ehren des hl. Clemens, Bischofs von Metz. Vor 1414 gehörte L. zur Pfarrei Woippy. Der Kirchen-satz sowie die Zehnten gehörten dem Domkapitel. - In L. |