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Show 90 Biblishcim - Biederthal. selbst als begütert. Das Dorf, Reichsdorl der Landvogtei Hagenau, gehörte ursprünglich dem in der ersten Hälfte des L.1. Jhdts. von demGrafen Theoderich von Alömpelgart im heiligen Forst gestifteten Benediktiner-Frauenkloster B., das später der österreichischen Jurisdiktion zu Hagenau unterstand, 1648 an Frankreich kam und bis zur Revolution bestand. Im 18. Jhdt. zählte es ungefähr 15 Nonnen. Im Bauernkriege (1"25) und im 30jährigen Kriege wurde das Kloster wiederholt geplündert. - Kirchlich gehörte B. zum Landkapitel L'nter-Hagenau und zuerst zur Pfarrei Alorsbronn, dann zur Pfarrei Gunstett. - Reste der Benediktinerinnenabtei. Sockel der Kirche aus dem 12. Jhdt. Osttheil des ChorsockeN aus dem 10.-11. Jhdt. Biblisheim, verschw. Kl. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau. U.-E.). S. Biblisheini, Df. Biblisheimerbach s Saun 15. Biblosheim, verschw. O., zw. Rheinau (Kr. Erstein) u. Saasenheim (Ka. Alarkolsheim, Kr. Schlettstadt, L'.-E.). Soll im 30jährigen Kriege zerstört worden sein Bibra, verschw. Hs. (Gde., Ka. u. Kr. Metz, L.). Lag in der Bannmeile von Aletz vor dem Deutschen Thor. 1552 abgerissen; 1475 zuerst erwähnt. Bichtstein oder Pichtstein, IL, 960 m, TP bei 939,3 m, nw. Sulzern bei Alünster. Bickeberg oder Bückenberg, Ausläufer nördl. über Osenbach, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler. T P bei .503,9 m. Z u gebui'kc ... a n J e n g e b ü g w e g e 1427-1496 ; zu g e b ü g 1451; b y c k e n b e r g 1489. Bickelstein s. Bückelstein. Bickenalb, Die, [ Bicke h a l b e lo. Jhdt., Peculte 1778; Pickolt] entspringt in Kl. Rederchingen - Höllingen, Bettweiler (2 AI.', Rimlingen (M.), Erchingen - tritt nördl. Güderkirch '2 AI.) auf bayerisches Gebiet und mündet südl. Zweibrücken in die H ö r n , welche in den E r b a c h (Blies) geht. - 9 |<m, 3 Brücken. Hauptrichtung von Süd nach Nord. Zuflüsse: 1. M a r x b a c h link. IT. mündet in Bettweiler - 2 km, 2 Brücken. 2. B i s b a c h recht. LT. mündet in Bettweiler - 1,8 km, 2 Brücken. 3. E r c h i n ger b a c h link. Lf. - 1,6 km, 2 Brücken. B i c k e n h o l z , Df. (Ka. Finstingen 11790-1802 Ka. Lixheim], Kr. Saarburg, L.c 128 E. 4o Hsr. (10 GRe.) - 320 m. - AG. Finstingen (14,6); Bhf. Rieding (10,7). - St. Alarie 1630; hiess von 1630-1793 Ste.-Mar ie- de-B ickenholz. - StEBez. Finstingen. - Filiale der kath. Hilfspfarrei Fleisheim (s. 1804, vorh. selbstdg.). Kirche z. E. Alariä Geburt.- Hausind.: Nähen lederner Handschuhe, für eine Firma in Lixheim. B. war Dorf des F ü r s t e n t h u m s L i x h e i m (s. d.), auf einer Rodung im gleichnamigen AValde, im Banne von Fleisheim (s. d.i durch Patentbriefe vom 17. Aug. 16.30 vom Fürsten Ludwig unter dem Namen «Ste. Marie» gegründet und an Ansiedler aus Fleisheim und Schalbach überlassen. - IL war im 18. Jhdt. Pfarrsitz des Archipr Saarburg. Den Kirchensatz hatten die Fürsten von Lixheim. Die bei der Gründung gebaute Kirche war schon 1750 vollständig zerfallen. Biding s. Büdingen (Ka. Grosstänchen . Bidingen, Wir. 'Gde. Homburg-Kedingen, Ka. Aletzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 35 E. '» Hsr. - B u d a n ge 1204; B ü d i n g e n 1318. W a r Weiler der Herrschaft Homburg-Kedingen (s.d.) und gehörte zur Hilfspfarrei Endorf. - B. war ursprünglich Besitz des Metzer Stiftes St. Peter ad Imagincs und kam später an die Abtei Villers-Bettnach. - Die A'ogtei, welche die Herren von AVarsberg inne hatten und zu Lehen weiter vergaben, kam durch Schenkung des Besitzers an dieselbe Abtei. Wie und wann der Ort nachher an die Herrschaft Homburg gelangte ist nicht bekannt. Orts w a l d s. Homburg-Kedingen. Bidlingen, Df. Ka. Aletzerwiese [1790-1802 Ka. Inglingen], Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 227 E. 65 Hsr. (10 GRe.) - 205 m. - AG. Diedenhofen (16,2); Bhf. Diesdorf (8,2). - Budeliacumi?) ö33; B u o d e l i n g a 12. Jhdt.; Budelingcn 1317; Budling 1869. - Die Lide, umfasst den HO. B. (224 E. 64 Hsr.) und den A O . Busbacherhof. (Die früher noch zur Gde. gehörigen AO. Hellingen, Hellin'ger Alühle und AVeckringen bilden seit 17. Apr. 1901 die besondere Gde. AVeckringen, s. d.) - StEBez. Aletzerwiese. Wasserltg. (s. 1886). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Aletzerwiese (s. 1804 die Gde. B. (bis 1S94 auch Weckringen) umfassend. Kirche des hl. Quirinus (30. Alärz), 1872 erbaut. Etwaige Reformirte gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - KL Getreidemühle. B. war Df. der Herrschaft B u s c h b a c h e r h o f (s. d,). Der Ort scheint ursprünglich z. Th. Besitz des Hauses Valcourt, z. Th. der Abtei Aletlach und Bestandtheil der Herrschaft Udern gewesen zu sein, mit welcher er noch im 18. Jhdt. vereinigt war. Im 12. Jhdt. besass sie in B. 8 Hüben. Obervögte der Abtei waren die Herzöge von Lothringen, welche die Hohe Gerichtsbarkeit und die Vogtei wahrst lo inlich an das Haus Sierck zu Lehen vergaben. Die Ahtei erhielt dazu 1266 von dem Hause Sierck die Grundherr-lichkeit mit mittlerer und niederer Gerichtsbarkeit und reversirte dafür noch 1681 und 1731. 1565 hat die Abtei einen Theil ihrer Renten in B. den Faust v. Stromberg verkauft. 1682 hatte sie dort nur noch einen Hof. - Bidlingen war Sitz eines Edelgeschlechtes dieses Namens, welches im 14. und 15. Jhdt. erscheint. Ein Hof in B., Besitz der Abtei Hornbach, wurde 1211 an die Abtei Busendorf verkauft. - Die ehemalige Pfarrkirche, zu Ehren der hl. Simon undjuda (28.Oct.), stand auf dem Hackenberg (s. iL), eine neue wurde 1872 im Dorfe selbst erbaut, auf der Stelle einer alten Kapelle. Bidlingen oder Hackenberg war einst Pfarrei des trierischen Landkapitels Perl. Der Kirchensatz gehörte zur Herrschaft Busbacherhof. G e m e i n d e w a l d iOberförsterei Kedingen) 117,9 ha. (Buchen, Eichen und Hainbuchen. Mittelwald.) S. a. Monneren. B i e b e r b ä c h e l oder H a l b m ü h l e n b a c h s. Sauer 18, 111 51. Biedengraben, AV. (Gde. Lubeln. Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). 5 E. 1 Hs. - Besteht seit etwa Alitte des 19. Ihdts. Biederthal, Df. I Ka. Plirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.i. 245 E. 58 Hsr. (10 GRe.) - 390 m. - A G . Pfirt (13,0); HSt. Werenzhausen (10,9). - Biederdan 1141; ma. Bied'l. - j Die Gde. umfasst den H O . B. (234 E. 57 Hsr.) und den AO. Leuhausen; die verschw. Orte Bisdorf, Niedermühle und Sisesdorf. - StEBez. Pfirt IL Nebenzollamt IL KL AA'asserltg. 1892 erweitert). - 1802-42 Filiale von Wolschweiler, dann kath. Hilfspfarrei des Ka. Plirt. Schutzheiliger hl. Alichael (29. Sept.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Kl Getreidemühle mit Dampf- und Wasserkraft kürzlich eingegangen. Das Dorf war Lehen der österreichischen Grafschaft Pfirt. Lehensträger s. 15S0 die Freiherren Reich von Reichenstein aus dem Bisthum Basel. Das Schloss, nach Aussterben der 1141 erwähnten älteren Adelsfamilic des Namens im Besitz Kaiser Friedrichs L, k a m durch diesen 1167 an Albrecht von Habsburg unter den Entschädigungen für Ansprüche der Gemahlin desselben, einer Tochter Konrads von Pfullendorf, auf die Pfullendorfer Erbschaft. 1269 wurde die Burg B. von Graf Gottfried von Habsburg-Lau-fenburg für 260 Alark an den Bischof von Basel verkauft; es ist anzunehmen, dass dabei der im habsburgischen Thei-lungsvertrage 1239 erwähnte Wald « Der H a g zu Biedirtan> mit verkauft wurde, da er 1392 unter den Lehen genannt wird, welche Putschmann von B., der letzte nachweisbare Spross der Familie, v o m Bischof von Basel trug. Dieses Schlo-s heisst jetzt B u r g und liegt in der Schweiz (Gde. |