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Show Kurzelerbach - Kutzenhausen. 5 15 lignv, Domangeville, Fröcourt, Kürzel, Landonvillers, Maizeroy, Maizery, Mont, Pange, Pont-ä-Chaussy, Sanry a. d. Nied, Silbernachen. 1792 blieben von diesen nur Chevillon, Kürzel, Landonvillers und Pont-ä-Chaussy im Ka. K., Silbernachen kam zum Ka. Rollingen, die übrigen Gden. zum Ka. Maizeroy; dagegen kamen neu hinzu aus dem Ka. Haiss: Mussy-l'Eveque, Niedbrücken (Pontigny), Sillers und Tennschen. Kurzelerbach s. Franz. Nied 19. Kurzenhausen, Df. (Ka. Brumath [1790-1805 Ka. Bischweiler], Kr. Strassburg. U.-E.). 534 E. 118 Hsr. (12 GRe.) - 140 m. - AG. Brumath (10,1); Hp. Kurzenhausen (0,6). Kurtzenhusen 1441; ma. Kurzzehüse. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. O. LTnterberg. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Hp. (s. 1855). Ortseinn. StEBez. Strassburg V. Armr. (s. 1823). Krgv. (s. 13. Jan. 1889). - Filiale der kath. Pfarrei in Gries (s. 1843, vorher von Weitbruch). Kirche des hl. Michael. Filiale der prot. Pfarrei in Gries. Simultankirche. - Zwei Ziegelstein- und Kalköfen von G. Schäfer und G. Hickel. Hausindustrie: Leineweberei, auf eigene Rechnung. Tabackbau. K. war ursprünglich Reichsgut und im Besitz der unterelsässischen Landgrafen von Werd. Diese verkauften es 1332 als Reichslehen an die Herren von Lichtenberg. Nach deren Aussterben (1480) kam es mit dem Amte Brumath, zu dem es gehörte, an Zweibrücken-Bitsch, 1570 an Hanau- Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. Zu Ende des 14. Jhdts. war das Dorf den Herren von der Weitenmühle verpfändet, 1401 wieder eingelöst. - Kirchlich gehörte K. seit Einführung der Reformation (1570) zur protestantischen Pfarrei Gries. Die Katholiken waren nach Weitbruch eingepfarrt. Gemeinde wald (Oberförsterei Bischweiler) 110,8 ha. Forstort Hardt 150 m über dem Meere, Bruch wald und Dornwald niedriger. Hardt mit frischem tiefgründigen Diluvium; Bruchwald und Dornenwald gehören noch dem Rhein-Alluvium an. Hardt: Kiefer auf 56,6 ha; Eiche auf J.s ha; Buche auf 0,8 ha; Hainbuche auf 0,5 ha; andere Laubhölzer auf 0,7 ha. Bruchwald und Dornwald: Eiche auf 5.4) ha; Esche auf 2,5 ha; Hainbuche auf 4,5 ha; andere Laubhölzer auf 3,5 ha. Der Wald war früher gemeinsamer Besitz von K. und Gries; 1820 fand die Theilung statt. Kurzerode, Wir. (Gde. St. Johann-Kurzerode, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L). 43 E. 10 Hsr. - Kuzzen-rode 13S2; Cour t z erode 1661. - War Dorf der Herrschaft B ursch e id (s.d.), 1324 als zerstört erwähnt. 1382 aber unter den Dörfern, welche Graf Heinrich von Lützelstein dem Kaiser Wenzel als Allode aufgetragen hat (siehe Grafschaft Lützelstein) aufgeführt. K. ist 1527 von den Münch von Wilsberg an die von Landsberg gegen Ueber-lassung ihres Antheils an den Dörfern Steinbrück und Mittelbronn gelangt. 1661 mit Burscheid, in dessen Banne es damals lag, von Frankreich, trotz Widerspruchs von Lothringen, besetzt und behalten. Der Ort, welcher während des 30jährigen Krieges wieder zerstört worden war, bestand 1661 nur aus drei verfallenen Häusern. - Im 18. Jhdt. war K. Annexe der Pfarrei Burscheid. Jetzt gehört es zur Hilfspfarrei St. Johann-Kurzerode. Kurzeroderbach s. Zorn 12. Kutschenfelsen s. Erdmännelefelsen. Kuttelbach s. Weiss 11. Kuttingen, Df. (Ka. Dieuze [1790 Ka. Angweiler, später bis 1802 Ka. Bessingen], Kr. Chäteau-Salins, L ) . 267 E. 82 Hsr. (10 GRe.) - 225 m. - AG. Dieuze (10,3); HSt. Lauterfingen (4,7). - Cuttingosvilla 765-92; Cuttinges marca 783; Kossingen 1178; Cuctanges 1481; Cutting 1869; ma. Kötting. - Die Gde. umfasst den HO. K. (257 E. 78 Hsr.) und den AO. Esperance. - StEBez. Lauterfingen. Fw. (s. 1877, 1 Spritze). Wasserltg. (s. 1810). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Dieuze (s. 1802), zu welcher bis I 1807 auch Zemmingen und bis 1845 auch Rohrbach gehörten. Kirche des hl. Martin (IL Nov.). Geschäftsspra.h. französisch. K. gehörte zu der Propstei Dieuze (s. d.). Es war früher Bestandtheil der beiden lothringischen Kastellaneien Mörsberg (Marimont) und Dieuze und alter Besitz der Elsässischen Abtei Weissenburg (705-777) (s. iL). Simon, Ritter von K., ein Lehensmann der Grafen von Zweibrücken zu Mörsberg (Marimont), schenkte seinen dortigen allodialen Besitz, nebst dem Patronat von Rohrbach und Gütern in Angweiler und Kirberg an das Deutschordenshaus in Saarburg. 1328 hatten die Herren von Dorsweiler das Dorf z. Th. inne als Lehen von Zweibrücken. Dieser Zweibrücken'sche Antheil, der 1297 nicht mit Mörsberg an Lothringen abgetreten worden war, wurde erst 1606 bei der Regelung der Zweibrücken'schen Erbschaft an Lothringen überlassen. - In K. war 1624 die Herrschaft Finstingen begütert. K. war ferner im 17. Jhdt. Sitz einer Meierei, zu welcher K., Lauterfingen, Geinslingen, Bessingen und Dommenheim gehörten. - 1721 hat die Familie de Philibert für das Dorf gehuldigt. - K. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Vergaville. Kirche 1730 erbaut. Der Kirchensatz, welcher 1178 der Abtei Neuweiler zustand, und welchen 1222 die Deutschordenskomthurei Metz, wahrscheinlich als Geschenk des Grafen Albert von Metz, erhielt, wurde später im 15. Jhdt. durch die Herren von Finstingen erworben. - Geburtsort des Abb6 Moye, Stifter des Ordens des Soeurs de la Providence von St. Johann von Bassel. Gemein de wald (Oberförsterei Albesdorf) 82,8 ha. Kutzelvinningen. Ehemaliger Hof der Herrschaft Flörchingen ; 1686 aufgeführt. Kutzenhausen s. a. Oberkutzenhausen. Kutzenhausen, Df. (Ka. Sulz u. W . [s. 1790], Kr. Weissenburg, LL-E.i. 730 E. 149 Hsr. (12 GRe.) - 160 m. - AG. Sulz u. W . (2,5); Bhf. Sulz u. W . (3,1). - Chuzzin-husi 742; Cozzinheim 784; ma. Kutzehüse. - Die Gde. umfasst den HO. K. (442 E. 88 Hsr.) und den AO. Oberkutzenhausen. Bis 1888 hatte es auch Merkweiler und Hölschloch zu AO. Ersterer wurde dann selbständig und Hölschloch sein AO. Der früher als AO. bezeichnete Wir. Feldbach hängt jetzt mit dem HO. zusammen. - T. Oeff. Fernsprechstelle. StEBez. Sulz u. W . Armr. (Gründungs-jahr unbek.) - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz u. W . (s. 1802). Schutzheiliger hl. Georg (23. April). Filiale: Lobsann; ausserdem gehören zur Pfarrei die Katholiken in Merkweiler. Prot. Pfarrei Augsb. Konf., seit 1852 zum Konsistorium Sulz u. W . (vorher Konsistorium Hatten) der Inspektion Weissenburg gehörig. Zur Pfarrei gehören auch die Protestanten in Merk weiler und Surburg. Simultankirche. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Sulz u. W . Svnagoge (seit Ende des 18. Jhdts.). Jüdischer Friedhof in Sulz u. W. - Getreidemühle. Branntweinbrennerei. Getreide- und Branntweinhandel. K. wird schon 742 erwähnt. Die Abtei Weissenburg war damals sowie 756 und 784 in K. begütert. K., auch Nieder-K. genannt (zum Unterschied von dem im selben Banne gelegenen Wir. Ober-K., s. d.), war der Hauptort des im Besitz der Fleckenstein, seit 1705 der Grafen von Hanau- Lichtenberg, seit 1736 der Landgrafen von Hessen- Darmstadt befindlichen Amtes K. (s. d.), dessen Schicksale es theilte. 1301 erscheint der Hof von K. als Lehen der Ettendorf im Besitz der Fleckenstein. 1381 wurde das halbe Dorf vorübergehend dem Bischof von Strassburg verpfändet. Gewisse Rechte zu K. besassen auch die Lichtenberg, welche dieselben 1440 durch Vertrag mit den Fleckenstein regelten. In K. lagerte König Albrecht I. 1298. - 1543-50 wurde in K. die Reformation eingeführt. Prot. Pfarrsitz, zugleich für alle übrigen Dörfer des Amtes K. Die jetzige Pfarrkirche 1764 erbaut. Simultaneum seit 1693 (oder einige Jahre früher). Kath. Pfarrei (königlich) 1693 zum Landkapitel Unter-Hagenau gehörig, mit denselben 35f |