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Show Bii desdorf - Biessermattengraben. 91 Burg), der Hof B. aber blieb habsburgisch (1303). Der dritte Theil des Hofes war damals seit 60 Jahren den Herren von Ratolzdorf (Rodersdorf, Schweiz i für 15 AI. verpfändet. Alit dieser Familie soll das jüngere im 14. Jhdt. erloschene Geschlecht von B. stammverwandt sein (s. o.i. Begütert in B. war auch Kloster Beinwyl (Solothurn) 1194, sowie die Deutschordenskomthurei Aiülhausen-Rixheim. - Die Kirche von B. war vor der Revolution Filiale von Rodersdorf (Schweiz). - Fränkische Gräber. G e m e i n d c w a l d 85.8ha (Oberförsterei Pfirt). Biedesdorf, Df. (Ka. Dieuze [1790-1802 Ka. Bessingen |, Kr. Chäteau-Salins, L.). 286 E. 86 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. Dieuze (7,9); HSt. Vergaville (5,6). - Budestorf bei Aleresberg 1263-66; Buderstroff 1448; Biders-troff 1623 ;Bidestroff 1869; ma. ebenso. - Die Gde. umfasst den HO.B. (258 E. 82 Hsr.) und die AO. Biedesdorfer-Mühle, Providence, St. Katharina, Wolfert. - StEBez. Lauterfingen. Fw. (s. 1880, l Spr.). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Dieuze (s. 1802). Kirche des hl. Alichael (29. Sept.), 1879 erbaut. - Geschäftssprache französisch. - Kalksteinbruch. AVar Df. und Lehensherrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Probstei Dieuze. - Biedesdorf war alter Bestandtheil der Kastellanei Mörsberg. 1263 hatte Heinrich Graf v. Saarwerden dem Johann v. Warsberg ein Fünftel im Hofe von Biedesdorf übertragen. 1263 schenkte Graf Stephan v. Saarbrücken, Probst von Neuhausen, die Hälfte seines Hofes in Biedersdorf bei Alörsberg an die Abtei Wadgassen. 1266 huldigte Graf Emich von Leiningen, auch ein Sprosse aus dem Geschlechte der Grafen v. Saarbrücken, bei Lothringen für seinen Antheil an Alarimont und tür die Hälfte von Biedesdorf. Dieser Antheil ging durch Heirath, als Lehen von Lothringen, an das Haus Blämont über. 1327 wurde er durch dasselbe an die v. Bourdonnav als Afterlehen vergeben. 1344 kam das Dorf an die v. Kerpen. 1411 hatten es die AVisse von Gerbeviller. AVeitere Lehens-sträger waren 1569 die de Thurilly, 1501-1621 die de la Ruelle, 1664 de Alarcheville, 1689 reversirte die Familie de Philibert für das Dorf mit ganzer Gerichtsbarkeit, für das Schloss und den Llof (über 800 Morgen Lande 1771 -1777 waren Lehensträger die von Rambervillcr, deren Erben die des Solome' waren. - B. w;ir vor 1802 Pfarrei des Archipr. A'ergaville. Den Kirchensatz hatte die Herrschaft. - Reste des alten Schlosses. B i e d e s d o r f e r b a c h s. Seille 3. B i e d e s d o r f e r - M ü h l e , Hs. (Gde. Biedesdorf, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). 4 E. 1 Hs. - Bis 1883 Alühle. B i e g e n , Hf. (Gde. u. Ka. Alaursmünster, Kr. Zabern, U.-E.i. 4 E. 1 Hs. 1863 entstanden. Biegen b. d. Auenmühle, Hs. (Gde. u. Ka. Maursmünster, Kr. Zabern. U.-E.). 7 E. 1 Hs. 1852 entstanden. Biehlacker, Sennh. (Gde.Moosch,Ka.St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 1 Hs. - 15.50 im L'rbar von St. Amarin als Bölacker erwähnt. Die Weide gehörte der Abtei Murbach. 1693 wird die Wiederherstellung der Melkereien auf dem Rossberg erwähnt; 1788 wurde der Beiacker einem Alelker von A'ogelbaeh für 2800 1. verpachtet. B i e h l b e r g < Bühlberg?), H. zwischen Pfarrebersweiler und Herrchweiler, Ka. St. Avold, Kr. Forbach. Biehler, Gärtn. (Gde. u. Ka. Sulz, Kr. Gebweiler, O.-E.). 17 E. 2 Hsr. Besteht s. 1850. Bienengraben s. Zorn 40. Biennette, Wir. (Gde. Thannenkirch, Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 24 E. 5 Hsr. Bienath auf einer älteren Karte des französischen Generalstabs. - Die Entstehung des AA'eilers soll ins 18. Jhdt. fallen. B i e n w a l d s. Mundatwald. B i e r b a c h s. Schwalb. 7. B i e s (La Bise), verschw. Hf. (Gde. Altenbach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 1857 abgebrannt. B i e s e n b e r g AIB. Bissem b erg), Plateau 380 m. südl. der Strasse Stürzelbronn-Bitsch, zwischen den Forsthäusern Herzogshand und Bisseinberg, Gde. Bitsch. A m Südrand der Aussichtspunkt Schönbl ick». B i e s e n b e r g e r - oder Glasb ronner wei her, 2 zu-sammenhängende Weiher im Modergebiet (238 m üb. Meer) bei Sgm. Glasbronn, lo k m östl. Bitsch. - 1,5s ha; Karpfen- Fischerei und Mühlenbetrieb. AVird nicht abgelassen. Staatseigenthum. Zu- und Abfluss s. Windsteiner b a c h 2. B i e s h e i m , Df. (Ka. Neubreisach ]s. 1790J, Kr. Colmar, O.-E.c 1577 E 300 Hsr. 12 GRi - 190 m. - AG. Neubreisach (3,2); Hp. Neubreisach-Stadt (2,6). - Buzenseim HOL'-.!; ma. Biiise. - Die Gde. umfasst den H O . B. (1330 E. 285 Hsr. und die A O . Rheinbrücke und Strohstadt; den verschw. O. Birsen. - P. F. Ortseinn. StEBez. Xeubreisach I. Schlachths. 's. 1867). Verbds.-Fw. (s. Ls77, 3 Spritzern. Krgv. (s. 26. Dez. 93). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Neubreisach (s. 1802.) Schutzheiliger Johannes d. Täufer (24. Junic Filiale: A'ogelgrün und Volgelsheim. Rabbinat (s. 1830). Sprengel: Biesheim, Neubreisach. - Kl. Getreidemühle mit AVasser- und Benzinkraft. Viehhandel. B. scheint ursprünglich dem Bisthum Basel gehört zu haben; wenigstens erbaute Bischof Heinrich von Neuenbürg ein festes Schloss daselbst. Später in österreichischem Besitz, war B. lange Amtsgut der Reichsschultheissen von Breisach. Zuerst 1507, dann 1568 kam das Dorf durch A'erpfändung für 1.500 Gulden an die Stadt Breisach, welche im Besitz desselben blieb, bis sie es mit den dazu gehörigen Rheininseln Vogelgrün und Geiswasser 1756 an den Grafen Waldner von Freundstein verkaufte. L>as auf die Krone Frankreich übergegangene Einlösungsrecht des Hauses I Oesterreich wurde 1770 auf A'ogelgrün und Geiswasser übertragen, während B. unmittelbares Lehen wurde. - Begütert in B. war im K). Jhdt. das Kloster Ebersmünster. 1103 verbriefte der Basler Bischof Burchard von Hasenburg dem von ihm gegründeten Kloster St. Alban zu Basel die Schen-i kung der Kirche zu B. nebst Zubehör und bestimmte, dass dasselbe einen Prior mit der Seelsorge daselbst beauftragen sollte. Seitdem war B. der Sitz eines von St. Alban ahhäng- | igen Cl unia cense r-Pri ora t s. 1180 von Bischof Heinrich von Horburg eingezogen und 1184 dem Orden wieder eingeräumt, wurde 1555 das Priorat von der Stadt Basel als Inhaberin von St. Alban an die Stadt Breisach verkauft, die es später an die Grafen AValdner von Freundstein veräusserte. - 151.5 erhielt Heinrich Mörser einen Hof und den Kornzehnten in B. von der Herrschaft Rappoltstein zu Lehen. - AVährend der Belagerung Breistichs durch die Schweden 1638 verbrannt, wurde B. nach dem westfälischen Frieden wieder aufgebaut, u m lo74 von neuem zerstört zu werden, als die Brandenburger hier und in Volgelsheim Batterien angelegt hatten. Nach der Schleifung der Strohstadt (s. d.) 1698 siedelten sich deren Bewohner in B. an. A m 14. Sept. 1870 fand hier ein Scharmützel zwischen Franctireurs und badischen Truppen statt, in welcher die ersteren zersprengt wurden. - Die Kirche zum hl. Johannes dem Täufer, bereits 1103 erwähnt, gehörte zum Landkapitel citra Rhenum des Bisthums Basel; den Kirchensatz hatte zunächst St. Alban in Basel, dann seit 1553 Breisach, zuletzt die Grafen von Waldner. In B. befand sich auch eine aus Rufach dahin ver- ! legte AValltahrt zum hl. Johannes d. Täufer Eine von den j Juden zu B. eigenmächtig errichtete Synagoge wurde 1726 auf Befehl des Conseil Souverain d'Alsace niedergerissen. - B. liegt an der Konsularstrasse von Basel-Augst nach Strassburg. G e m e i n de wald (Hartwald) 341,3 ha (Oberförsterei Colmar-Ost c (Hainbuchen, Eichen, Ulmen.) Litt.: Alemoire pour le comte F. Dag. AATaldner de Freund-stein contre Li commune de Biesheim. 1777 Biesheimerkanal s. Rhein 5. Biesheimerrhein s. Rhein 5. Biessermattengraben s. Blind 2. |