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Show 120 Bolerbach - Bollweiler. B o l e r b a c h oder Boiler s. Mosel 34. B o l e r - M ü h l e , AI. iGde. Breisdorf. Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 7 E. 1 iL. Alte Bann-AIühle des W -ili-rs Boler, gehörte zur Herrschaft Rodemachern. Bollachgraben s. .Moder 24. Bollee s Gi ande-Bollee. Bollenberg, Kap. östl. von Orschweier (Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E i D e m hl. Kreuze geweiht, soll uralt sein. i Vgl. auch den folg. Art.) Bollenberg, Hfe. (Gde. Rufach [2 Hsr.] u. AAT-sthalten |1 Hs.], Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). 17 E. 3 Hsr. - Liegen auf dem zu den Gden. Rufach, Orschweier und Wi sthalten gehörenden Bollenberg (s. iL). In ihrer Nähe stand bis zur Revolution eine Kirche der hl. Pollona, welche früher Pfarrkirche von Orschweier gewesen sein soll. Es wurden hier Sarkophage aus dem 7. und *. Jhdt. gefunden, von denen sich einer im Aluseum zu Colmar befindet. Ausserdem neolithische Funde. Bollenberg, 363,1 m, TP, isolirter, aus Jurakalk bestehender A'orberg mit zahlreichen A'ersteinerungen und seltenen Pflanzen, Fundort für Trüffeln, südl. Westhalten, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E. Der N a m e rührt wohl von der Kirche her, die ehemals a m Berge lag und die der heiligen Polona iSt.-Bollen) geweiht war (Chapelle de Ste- Polona sur le Bollenberg, Rev. d'Als. 1859, 53), w o auch ein grosser Jahrmarkt gefeiert wurde. [Ad forum Bollen-burc 12. Jahrh.; an den bollenburg w e g e 1372; an holen borg 13*o; bollenberg 1489 und in dieser Form später öfter.] In der Sage gilt er als einer der Vcrsamni-lungsplätzc der Hexen im Elsass. St ober, Elsäss. Sagen, N. A. I, S. 68 und 135. De Ring, Alax, Le Bollenberg. (Rev. d'Als. 1861, S. 561-566.) Kessler, Fritz, Le Bollenberg. (Bull, de la Soc. industr. de Alulhouse LIV, 1**4, p, 211.) [Auch besonders:] Alulh. 1**4. Derselbe, A propos des sgpultures du Bollenberg, en No-vembre 1*94. (Bull, de la Soc. industr. de Alulhouse 65, 1895, S. 324-329.) (Auch besonders:] Alülhausen 1895. Ingold, .V, Schreiben des Freiherrn Nikolaus zu Pollwyler an den Bischof von Strassburg, in Betreff der Besitzung des Bollenbergs, 10. Alai 1555. (Als. X, 307-310.) Bollenberg, IL, 350,2 m, nw. AVeitersweiler, Ka. Lützelstein. Boller s. Alosel 34. Bolles, Hfe. (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 11 E. 2 Hsr. L e c h a m p des Bolles (Flurn.) 1721. Die Gebäude bestehen etwa s. 1790. Bolliberg, IL, 30.5 m, südl. Füllern, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch. Bolligs R u h e , Aussichtspunkt mit Bank, an der Haslacher Strasse südl Papiermühle bei AA'asselnheim. Bollingen, Df. (Ka. Fentsch, [1790 Ka. Aumetz. 1802-70 Ka. Audun-le-Roman|, Kr. Diedenhofen-AVest, L.). 388 E. 117 Hsr. (10 GRe.) - AG. Diedenhofen (21,7); Bhf. B. (1,3). - 315 m. - Bonn enges 1178; B o langes 1278; Bollingen 18. Jhdt.; frz. B o u l a n g e . - Die Gde. umfasst den H O . B. (251 E. 83 Hsr.) und die AO. Amalienzcche. Bettstcin (Bassompierre s. 1812, früher selbst.), Esperance, Grube Reichsland, AIoyeuvre-AIühle (Moulin-de-Moyeuvre). - P. Bhf. (s. 1. Nov. 1*09). - StEBez. Fentsch. Wasserltg. (s. 1891), im AO. Bettstein). Fw. (s. 1855, 1 Spr.) - Kath. Hilfspf. (s. lsol) de- Archipr. Aumetz. Kirche z. E. Alariä Geburt v Sept.) Kap. des hl. Quirinus, nördl. vom Orte. - Ge-schäftssprache französisch. - Neutral erklärter Grenzweg (hinsichtlich des Zollverkehrs) zwischen Grzst. 145 und 146, sowie 169 und 174. Länge 160 m und 1360 m. Angrenzende frz. (.den. sind Beuvillers und Sancy Die eine Hälfte der Weglängen hat Frankreich, die andere die Landesverwaltung von Elsass-Lothringen zu unterhalten. - Eiscnerzbergwerke der Gesellschaft Reichsland . 1S93 eröffnet (1899 150 Arb.) Amalienzechc(Grube Kruppe Eisensteingrube. 2 Steinbrüche (zus. 19. Arb.c Kleine Getreidemühle. B. war Dorf der Prevöte Sancy, und zwar Lehen derselben. Es scheint zuerst Bestandtheil der Herrschaft Sancy gewesen, dann während des 13. Jhdts. an ein gleichnamiges Rittergesehlecht, als Burglehen vergeben worden zu sein. Heinrich von Bollange ^tarb als der letzte seines Stammes im Jahre 1439. Die Herrschaft kam dann an die i Familien von Housse, Buvigny, 1612 Le Bouteiller de Senlis, 174° an die Familie von Eltz. Durch Schenkung vom Jahre 1178 hatte AVilhelm A'ogt von Chiny seinen dortigen Besitz an die Abtei Villers-Bettnach vermacht. - B. war bis 1804 Pfarrei des trierischen Landkapitels Luxemburg. Der Kirchensatz gehörte zur Herrschaft. - In einem Hügelgrabe wurde eine gallische Spatha mit anderen Schmuckgegenständen und Thongcfässen gefunden. G e m e i n d e w a l d Bollingen-Bettstein (Oberförsterei Diedenhofen) 124 ha (83,3 ha zu Bollingen und 40,7 ha zu Bettstein). B o l l m e s s m i s s , Sennh. (Gde. Stossweier, Ka.Alünster, Kr. Colmar, O.-E.c 1 Hs. Soll Jahrhunderte alt sein. Bollsteln, Felsen, im hintern Thale des Graberbaches, , sw. Dollern, Ka. Alasmünster. A m Pollstein, im B ollst ein 1567. Bollweiler, Df. (Ka. Sulz (s. 1790], Kr. Gebweiler, O.-E.i. 114ä E. 214 Hsr. (12 GRe.) - 235 m . - A G . Sulz (4,0); Bhf. B. (0,6). - Ballon evillare 786; ma. Bollwiller. - L'mfasste früher die A O . Pachthof und Priorei, welche jetzt zum H O . zählen. - P. III. Kl. T. Oeffentl. Fernsprechstelle. Bhf. (s. 1841). Ortseinn. StEBez. Sulz. Schlachths. (s. 1879). Krgv. (s. 1. Alärz 1893). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz (s. 1852, vorher Filiale von Feldkirch). Schutzheiliger hl. Karl Borromäus (4. Nov.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. Rabbinat (s. 1845»; der Sprengel umfasst B., Ensisheim und Regisheim. Synagoge s. 1868. Judenfriedhof in Jungholz. - Baumschule, im 18. Jhdt. gegründet durch einen von dem Grafen von Rosen, Herrn von Bollweiler <s. u.i aus der Schweiz berufenen Johann Baumann, dessen Nachkommen noch im Besitze sind und das Unternehmen von 2 auf 40 ha erweitert haben: Obstbäume, Lauh-hölzer. Alleebäume, Ziersträucher und Tafeltrauben. Josef Baumann führte zuerst die amerikanische Rebe Isabella, irrthümlich Raisin du cap genannt, in Europa ein. Durch Heirath kam im lo. Jhdt. ein Theil der Baumann'schen Gärten an F. G a y aus Lutry bei Lausanne. Das Etablissement umfasst jetzt 70 hti, theils in Bollweiler, theils in Nachbar-gc- nieinden. Franz Emanuel Gay, gest. 1876, hat zuerst den sogenannten Rigol- oder LTmspatpflug in der Baumschule angewendet. Aleist Obstbaumzucht; jährlicher Versandt 300000 Stämme. - Kleine Ziegelei. Baumwollweberei Leo Koehler (besteht s. 1731, jetzige Firma s. 18*6, 300 AVebstühle, 300 Dampfpferdekräftc, 177 Arbeiter). AHehhandeL B. war im Besitz der Familie von B. (s. B., Herrschaft). Im 14. Jhdt. war es zeitweilig in den Händen der Waldner von Freundstein, doch behielt der Strassburger Bischof das Oeffnungsrechl. Begütert waren hier die Klöster Aliirbaeh 786, Ebersmünster 817, 1298 die Johanniterkomthurei Sulz, 1316 die Kapelle von Lieu croissant in Sulz. Die 1 alte Ortschaft stand an der Stelle, w o heute das Schloss (spätgothischer Bau) steht. 1652 wurde der Ort von den Lothringern bis auf 3 Häuser niedergebrannt. - In französischer Zeit war B. A m t der Subdelegation Colmar mit den Orten B., Feldkirch, Pulversheim, Ungersheim. zwei Dritteln von Regisheim, Heimsbrunn und Flachslanden. - Es ist unbekannt, oh B. vor der Revolution eine Pfarrei hatte; im Schloss befand sich eine Kapelle des hl. A'incenz, über welche die Inhaber der Herrschaft die Kollation hatten. - B. liegt an einem Keltenwege von Ottmarsheim über Pulversheim nach Sulz und Gebweiler. Tumulus der Hall-statt- La-Tene-Zeit. Spätmittelalterliches Schloss, mit Wassergräben umgehen. |