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Show Bitzenbächlein - Blämont. 107 Bitzenbächlein s. Larg 20. Bixköpfel, 401' m, Auslaufer der Hohen Schwärz, nw. über Kienzheim bei Kaysersberg. Bizingen, Df. (Ka. u. Kr. Bolchen [1790-1802 Ka. Waibelskirchen], L.). 120 E. 36 Hsr. (10 GRe.) - 220 m . - AG. Bolchen (7,*.; HSt. Contchen (4,9). - Biziza 1060; Büzingen 1240; Benai 1L'74; B o n n a g e 1575; B a n n aj 1869. - Die Gde. umfasst den HO. B. (107 E. 34 Hsr.) und die A O . Bizinger-Mühle und Itzing. - StEBez. Bolchen I. Wasserltg. l*.so-oii wiederhergestellt.. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Waibelskirchen, Kapelle z. E. der Geburt Alariä, 1858 neu gebaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei St. Avold. B.war Dorf der luxemburgischen Herrschaft Roll in gen (s. d.). Es wurde Ende des 17. Jhdts. Sitz einer besonderen Herrschaft, welche Bizingen, Wieblingen, den luxemburgischen Theil von Heisdorf und den gel rennten Bann von lizingcii umfasste. Diese wurde durch die Herren von Rollingen zur Hälfte einem Herrn Stoutz verpfändet, zur Hälfte den Herren von AVaibelskirchen überlassen. - Bizingen war alter allodialer Besitz der Grafen von Luxemburg. lOoä schenkte Bischof Adalbero III. von Aletz, ein geborener Graf von Luxemburg, dem Stifte St. Sauveur in Aletz seinen patrimonialen Besitz, in welchem seinem Bruder, dem Grafen Conrad, noch ein Sechstel zustand. 1240 scheint das Dorf schon nicht mehr im Besitz des Stiftes u, wesen zu sein. Damals trugen die von Arolmeringen dort ein Burglehen der Finstingen-Falkenberg. 1274 schenkte Johann von A^arsberg-Rollingen für sein Jahresgedächniss (iüter in Bizingen an die Abtei Busendorf. In Bizingen waren die Abteien St. A'incenz in Aletz und A'illers Bettnach begütert. Im 1*. Jhdt. wird daselbst eine Kapelle des hl. Hubertus erwähnt. B o u l a n g e , G., Note sur Bannav. (Alem. de l'Ac. de Aletz 1852-53. le partie, p. 411) B i z i n g e r - M ü h l e , Hs. (Gde. Bizingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). 3 E. 1. IL. Ihs 1892 Alühle. B l ä s e n m ü h l e , AVollspinnerei (Gde. u. Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Soll seit mehr als 100 Jahren bestehen und war bis u m 1*76 Alühle. B l ä s h e i m , Dl. (Ka. Geispolsheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.). 822 E. 106 Hsr. (12 GRe.) - 150 m. - A G . Ulkirch- Grafenstaden (9;0); Hp. Düppigheim (5,9).- Bledensheim 1239; ma. Blase. - Im Banne von B. lag zum Theil der verschw. O. Alongolsheim (vgl. Enzheim), ferner der verschw. AO. Glöckelsberg- Telegraphenbetriebsstelle mit Off. Fernsprechstelle (s. 30. Aug. 1901).Ortseinn.StEBez.Illkirch-Grafen-staden. Kreisthierarzt für den Kr. Erstein. Armr. I s. 15.Jan. 1804). A'erbds.-Fw. is. 1**Q, 5 Spritzen.) - Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1802 zum Konsistorium Dorlisheim, Inspektion St. Thomä in Strassburg gehörig). Die Katholiken gehören zur Pfarrei Geispolsheim. - 2 Kalk- und Ziegelöfen. Hausindustrie: Hausw eherei, nur im AA'inter, auf eigene Rechnung. B. war reichsritter schaft lieh. Es wird zum eisten Male 10511 in einer den Besitz der Abtei Hohenburg bestäti-gendenBulle Leos IX. erwähnt : soll früher aufdemGlöckels-berge (s. d.) gelegen haben, w o auch später noch die Pfarrkirche stand, deren Thurm noch erhalten ist (gesch. Dkm.). 1540 lag das Dorf bereits an der heutigen Stelle. Der Ort war Reichsgut, 1349 im Pfandbesitz des Herrn Metzinger, kurz darauf in den Händen der Herren von Schönau, die ihn 1366 dem Groshans von Rosheim abtraten. Dessen Schwiegersöhne verkauften B. zur Hälfte an die Familie Bock, die dann 1429 laut Bestätigung Kaiser Siegmunds auch die andere Hälfte mit dem Schlosse erwarb. A'on da ah blieb B. als Reichslehen im Besitz der Bock, zunächst des einen Zweiges, der sich danach Bock von B. nannte (1640 ausgest.), dann im Besitz des andern, der Bock von Gerstheim, bis zur Revolution. Erst im 19. Jhdt. wurden durch die Grafen von Dürekheim- Alontmartin, die Erben der Bock von B. und Gerstheim, die letzten Güter der Familie verkauft. Der Dinghof gehörte dem KlosterHohenburg. Weisthum des 14. Jhdts 1592 wurde B. von lothringischem Kriegsvolk verwüstet; die geflohenen Einwohner kehrten erst im folgenden Jahre zurück. 0-12 w urden die Lothringer von den Strassburgern bei B. geschlagen 1674im Okt. und Nov. waren B. und 5. r benachbarte j Glöckelsberg mehrfach Standort der brandenburgischen und kaiserlichen Truppen, i Schlacht bei Enzheim.. - B. war schon im spateren Mittelalter Pfarrei. L'm 1540 wurde die Reformation daselbst eingeführt. Sitz eines prot. Pfarrers seit 1560. Die alte Pfarrkirche (St. Blasius) stand nicht im Orte selbst, sondern auf dem benachbarten Glöckelsberge, w o ihr Thurm noch steht (jetzt Aussichtsthurm . und diente zugl. i. h dazu, das Herannahen von Feinden den umliegenden Orten warnend zu verkündigen. 1762 wurde im Orte eine neue Kirche gebaut, die alte Kirche aber weiter unterhallen, sie blieb die Grabstätte der Familie Bock von B. und Gerst-h'im. Bis zur Revolution wurden in ihr noch Leichenpre-digten gehalten. 1829 wurde sie wegen zu befürchtenden Verfalles abgebrochen und die Steine beim Bau des jetzigen Gemeindehauses von B. benutzt. Zehnten und Patronatsrecht zu B. besass von alters her und auch nach der Reformation das Stift St. Leonhard bei Börsch. Die Kirchenbücher g. h. n (mit Unterbrechungen) bis 1569 zurück. Die Katholiken sind seit Alitte des lo. Jhdts. nach Geispolsheim eingepfarrt. Litter.: V o m Glöckelsberge. Das DorfB. und die Bergkirche. (Vogesen-Blatt. Beil. d. Strassb. post» ist»*, Nr. 15.) B l ä s i w e i h e r fBläsi- u. Bläsisweyer 1791], im ] Larggebiet 1,8 k m östl. Altentich. 2,5 k m sw. Ballersdorf und 1,5 k m nö. St. Ulrich - 1,3 ha Fischerei. AVird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zur L a r g s. Altenach. B l ä s m ü h l e , M. (Gde. Obermodern, Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern, L'.-E. . 11 E. 1 Hs. Soll seit 1641 bestehen. B l ä s i g w e i h e r [Pleszigweiher 1763], im Larggebiet 1,2 k m nordöstl. Niedersept und 1.1 k m nordöstl. Obersept - 2,50 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und 2 Jahre lang behaut. Privatbesitz. Abfluss zum Schillig-w e i h e r. Bläuelhof, verschw. AI. (Gde, Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.c Bis etwa 1*7.5 im Betriebe, a m Lützelbach , gelegen, im Bläuelhof , ehem. Nanu- des Herrengartens. B l ä m o n t , Bailliage. Zu dem 1751 errichteten Bailliage B. des Herzogthums Lothringen gehört von heute reichsländischen Gden. nur die Hälfte des Dorfes Avricourt is. d.) dessen andere Hälfte zu den 5 Bisthümern gehörte und Foulcrey. Durch Edikt vom Juni 1772 wurde das j Bailliage B. dem Siege Präsidial in Nancy unterstellt. [dPr.] B l ä m o n t (Blankenberg), Grafschaft "der Herrschaft. I B. lag im französischen Sprachgebiete zwischen Aleurthe und Vezouse im ehemaligen Albegau (Pagus Albensis 661, A l b e c h o v e 870); eine Grafschaft Bl. wird zuerst 938 er-i wähnt. Der N a m e Blankenberg ist nicht einheimisch, ge- ; hört vielmehr dem spateren deutschen Sprachgebrauche an. Von den Ortschaften der Grafschaft B. gehören nur Avricourt (Elffringen)und F o u l c r e y i\rolkringen) dem Reichslande an, und zwar Avricourt zur Hälfte dem B'schen Lehen ogi villers. Früher gehörten dazu auch Hattigny, Ibigny und der Bann des später entstandenen Dorfes H a y e des A l l e m a n d s (s. diese Artikel), welche, wie auch Foulcrey (letzteres zur Hälfte) zur B.sehen Herrschaft C h a tillon gehörten, die drei erstgenannten Dörfer wurden aber schon 1324 mit der Herrschaft Türkstein des Bisthums Aletz vereinigt, während der Antheil von B. an Foulcrey nach einer L'ebereinkunft von 1592 Lehen von Rixingen bleiben sollte. B. gehörte zur weit ausgedehnten, vom L'rsprunge der Alosel bis an den Sanon reichenden Grafschaft Chaumontois. deren Grafen um 960 ausgestorben sind. Die Herzoge von Oberlothringen 959 bis 1033), die einer jüngeren Linie des Hauses Chaumontois angehörten, welche einen grossen Theil |