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Show Memersbronnbach - Mengen Ol"' gemachten grossen Schenkungen diente, war 1264 zugleich Herberge und Spital und erhielt damals von Johann von Warsberg 8 Morgen Wald, Wiese und Feld in M. 1336 wurde das Dorf durch den Gross-Komthur verpfändet und blieb es bis 1366. Nach Aufhebung der Komthurei Metz, 1553, kam M. an die Komthurei Beckingen und blieb bei ihr bis zur Revolution. Die Abtei Longeville hatte in M. einige Güter. Das ehemalige Spitalhaus des deutschen Ordens lag an der alten Römerstrasse. - M. war bis zum Konkordat Filiale der Pfarrei Buschborn. - Römische Reste und Münzen. Gemeinde wald (Oberförsterei Bolchen i 10,1 ha. Memersbronnbach s. Deutsche Nied 15. Memmelshofen, Df. (Ka. Sulz u. W . [s. 1700], Kr. Weissenburg, U.-E.). 293 E. ö9 Hsr. (10 GRe.). - 205 m. - AG. Sulz u. W . (3,5): Bhf. Sulz (3,9). - Meimelshoffen 1347; Mei nh ol shofen 1456; ma. Mammelsthioffc. - Die Gde. umfasst den HO. M. (265 E. 63 Hsr.) und die AO. Meisenthal und Wintzenmühle. - StEBez. Sulz u W . Armr. (Gründungsjahr unbek. i. - Filiale der kath. Pfarrei Keffenach (s. 1802, früher zu Kutzenhausen). Schutzheilige hl. Katharina (25. Nov.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Sulz u. W . - Getreidemühle. 2 Branntweinbrennereien. M. gehörte zur Herrschaft Fleckenst ein und zwar zum Amte Sulz (s. d.), das die Fleckenstein schon seit 1271, anfangs in Gemeinschaft mit den Puller von Hohenburg, später jedoch allein als Lehen der Erzbischöfe von Köln besassen. Nach Aussterben der Fleckenstein 1720 kam M. an die Rohan-Soubise. - 1543-50 wurde die Reformation in M. eingeführt; es wurde Filiale der protest. Pfarrei Sulz u W. Auch die Katholiken von M. gehörten seit 1693 zur königl. Pfarrei Sulz u. W . (Landkapitel L'nter-Hagenau), 1763 aber zu Kutzenhausen (dass. Landkap.!. Der Zehnte zu M. war im Besitz der Lichtenberger, seit 1570 der Grafen von Hanau-Lichtenberg Gemeind e wal d (Oberförsterei Weissenburgi 54,4 ha. Menabois, Hf. (Gde. Leberau, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.E.). 1 Hs. Benoisboix 1517; le Benaulx bois (Benabo s) 1596; südl. von Leberau. Menchen, Wir. (Gde. Bettsdorf [s. 1S11], Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 77 E. 27 Hsr. Vor 1811 selbständig und 1790-1802 zum Ka. Lüttingen, dann zum Ka. Metzerwiese gehörig. Bildet eine besondere Untergemarkung. M a n c e i u m 875; M a n c e y 962; M a r c e y 1250; M e n schen 1536; M a n c y 1869. Der Ort gehörte früher zu den Herrschaften Diesdorf und Bertringen (s. d.), er war aber schon im 14 Jhdt. mit der Herrschaft Lüttingen vereinigt. 875 und 962 hatte dort die Abtei Ste. Glossinde in Metz Güter. 1224 erhielten die Malteser in Pierrevillers durch Schenkung eines Herren von Bertringen ein Hofgut in Menchen, für welches sie noch 1634 reversirten. Dieser Besitz war dem Ordenshause von Wolsdorf zugewiesen worden, welches den Hof bis zur Revolution behielt. Auch die Herren von Bolchen, Mitherren von Ennery, hatten dort Besitz, welcher später den de Heu zu Ennery überlassen wurde. 1787 war Lehensträger von M. Hannibal Petit, Baron von Maubuison; er wurde beerbt von seiner mit dem kurpfälzischen Rathe Karl August Freiherr von Leoprechting verheiratheten Tochter. Orts wald (Oberförsterei Kedingen) 38,3 ha. Menchhofen, Df. (Ka. Buchsweiler [1790-18:2 Ka. Ingweiler], Kr. Zabern, U.-E.). 372 E. 71 Hsr. (10 GRe.) - 185m. - AG. Buchsweiler (5,5); HSt. M. (0,1). - Menchen-hoven 1178; ma. Man n i ch ho ff e. - HSt. (s. 1895), Oriseinn. StEBez. Ingweiler. Armr. (Gründungsjahr unbek.) - Filiale der kath. Pfarrei Ingweiler (Kirche der hl. Katharina [25. Nov.] simultan) und der prot. Pfarrei ebenda. - Getreidemühle. M. war ursprünglich im Besitz der unter Oberhoheit des Bisthums Metz stehenden Abtei Neuweiler (Bestätigung des Hofes mit der Kapelle durch Papst Alexander III. 1173) l und kam später als Metzer Lehen an die Herren von Lich-j tenberg, die es dem Amte Buchsweiler zutheilten. Mit diesen ging es bei der lichtenbergischen Erbtheilung von 1480 an Hanau-Lichtenberg über, 1736 an Hessen-Darmstadt. Ein adeliges Geschlecht von M. im 14. Jhdt. wiederholt erwähnt. - Kirchlich gehörte M. nach der (1545 eingeführten) Reformation zunächst zur prot. Pfarrei Obermodern, seit c. 1622 zur Pfarrei Ingweiler. Die Katholiken waren eben- | falls nach Ingweiler eingepfarrt. Eine im Besitz der Abtei Neuweiler befindliche Kapelle zu M. schon 1178erwähnt (s.o.). G em ein d e w a 1 d (Oberförsterei Ingweiler) 71,3 ha. Menckegrotte, von einem natürlichen Felsdach überragte Grotte, mit einem Tisch und Bänken, am Nord-hang des Kastelberges im Mossigthal; benannt zu Ehren des langjährigen Vorsitzenden der Sektion Wasselnheim des | Vog.-Clubs, Forstmeister Mencke. Mengen, Df. (Ka. Bolchen [1790 Ka. Brittendorf. 1792- 1802 Ka. Ottendorf], Kr. Bolchen, L.). 219 E. 64 Hsr. (10 GRe.) - 235 m. - AG. und Bhf. Bolchen (7,5). - Mekinge 114s; M e i g u i n g e n 1235; M e i i g a n g e 1307; M e g a n g e 1869. - Die Gde., 1813-33 AO. von Gehnkirchen, vor 1813 selbständig, umfasst den HO. M. (132 E. 35 Hsr.i und den AO. Rederchen (s. 1833. vorher s. 1813 A O . von Gehnkirchen, vor 1813 selbständig'. - StEBez. Bolchen I. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Gehnkirchen (der A O . Rederchen gehört jedoch zur Hilfspfarei Brittendorf). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kleine Getreidemühle. Dieses lothringische Dorf war zwischen der Grafschaft Bolchen und der Probstei Conde und der Cour de Perl noch 1648 in Bezug auf Hochgericht und Grundbesitz getheilt. Der Antheil der Herren von Bolchen gehörte zur Dorfschaft Gehnkirchen (s. d.i und hatte dieselben Schicksale wie diese. M. scheint ursprünglich Bestandtheil der Herrschaft Vry (s. d.) und, obwohl das Gegentheil oft behauptet worden ist, Stammsitz der Edeln von M. aus dem Hause Rollingen gewesen zu sein. Dass diese später auch Bliesmengen besassen, ändert nichts an der Sache. 1270 wird Johann von M. Vogt von Gehnkirchen genannt; 1271 verkaufte Walter von M. eine Wiese in Gehnkirchen an Villers-Bettnach. Ferry, Herzog von Lothringen, bestätigte um diese Zeit die Schenkung des Johann von M. an die Abtei Villers-Bettnach in Eppingen, Gliesborn und Girlingen. Die Abtei behielt dort Mittel- und Grund-Gerichtsbarkeit bis zur Revolution. 1742 war die Grundherrschaft in Händen der von Bock und Koeler als Lehen der Abtei. Die Deutschordenskomthurei Metz besass in M. Güter und Gefälle. - M. war von jeher Annexe der Pfarrei Gehnkirchen. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Bolcheni 3o,l ha. M e n g e n , Herrschaft. (Vouerie de Chaussy). Die Herrschaft M. führt ihren Namen nicht von dem in seiner Nähe gelegenen Dorfe des Ka. Bolchen, sondern nach der Familie von Mengen (Bliesmengen? s. Mengen, Df.), welche Besitzer derselben waren. Die Herrschaft umfasste: 1. Kürzel z. Th. (Pont-ä-Chaussy, Urville, Menüs und herrschaftliche Rechte in Dorf Kürzel). 2. Landonvillers. 3. Silbernachen z. Th. (Dorf Frecourt zur Hälfte). 4. Wieblingen z. Th. (Wir. Plappecourt). - Der Wir. Pont-ä-Chaussy war ursprünglich der Hauptort des Bannes von Kürzel (1271 Kelz, Kalscherbrueck) und Pfarrsitz. Lothringen scheint dort ein Grenzgericht für seine deutsch sprechenden LTnterthanen unterhalten zu haben, im 14. Jhdt. wurden dort auch die marches d'estault zwischen Stadt und Bisthum Metz abgehalten. Aus diesem Gerichte scheint Lothringen ein Lehen gebildet zu haben, das im 13. Jhdt. den Bailly's d'Allemagne als Amtsgut verliehen wurde, so 1262 an Johann von Warsberg aus dem Hause Rollingen, der 1272 voue" de Chaussy et justicier du Duc et du Princier (Domdechanti de Metz, auch Justicier de Lorraine, genannt wird; wobei zu erwähnen ist, dass das Dom- |