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Show 166 Chätel-St. Germain - Chaudebourg. 1210 urkundet Bischof Bertram im Novo Castro, welches, als sitz der Vogtei von Montigny, durch ein gleichnamiges, 1130 schon genannte- Rittergesehlecht gehütet war. In dem Kriege des Jahres 1232 wurde die Burg durch die Metzer und den Grafen von Bar zerstört. U m diese Zeit scheint das neuerbaute Schloss den von Neufchatel zu Lehen gegeben worden zu sein. D e m Bisthum wurde IUI, 1441, 1460 noch dafür gehuldigt, und die Herrschaft 1634 und 1685 noch als Lehen desselben aufgeführt. Die Neufchatel. welche Ende des 13. Jhdts., nach der Erwerbung des Vogteilehens von Varize, sich auch von Varize nannten, sind um 1422 im Mannesstamme ausgestorben. Durch Heirath folgten die Desch (1460-1488), dann die de H e u (1535), endlich 1600 1665 die de Gournay im Besitze. Weitere Besitzer waren: 1681- 1690 v. Ingenheim, 1691 - 1701 Cannetel, 1728-1734 Pierre, 1788 Ancillon. - Die Burg, welche 1444 zur L'ebergabe gezwungen, 1489 z. Th. verbrannt, 151.', von den Kaiserlichen besetzt worden war, wurde 1552 auf Befehl des Herzogs von Guise abgebrochen. Der Donjon (Bergfried), welcher noch bis 1809 inmitten beträchtlicher Ruinen bestand, wurde damals niedergerissen und die Trümmer zum Bau des Hofes Chäteau-Bas (s. d.) verwendet. - Chätel St. Blaise war Annexe der Pfarrei Augny und besass eine Kapelle des hl. Blasius - Die Ruinen sind beim Bau des Forts Graf Hä-scler abgetragen worden. Chätel-St. G e r m a i n , Df. (Ka. Gorze [1790Ka.Mou-linsb. Metz, 1795-1802 Ka Rozerieulles|,Ldkr. Aletz, L.c 697E. 184 ILr. 12 GRe.i - 2 1 0 m . - *.G. Ars a. d. Mosel (7,6); Hp. Ch. (0,0). - Castellum 74.5; St. G e r m a i n dessoubs i l i n d 1LU; Chaistel St. G ermain 1121; ma. C h a t 6. - Die Gde. umfasst den HO. Ch -St. (,. 640 E. 171 Hsr.i; die A O . Envie, Folie, Leipzig, Longeau, Moskau, Aloulin- Neuf, Petit Chätel, A'este Kaiserin; die verschw, 0. Moulin des dies und Taie. (Die früheren AO Chahury, Ck'-ry. Garde-de Dic-u, Moulin-haut und Moulin-le-petit hängen jetzt mit dem HO. zusammen.) Hatti 1810 1828 das vorher und nachher selbständige Lessy zum AO. - P. F. Hp. (s. 1894). i »rtseinn. StEBez. Longeville b. Metz. Armr. gegr. vor 1840), Sparkasse (s. 1891 .Wasserltg. - 1830, erneuert 1895/97). Fw. s. 1852, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Gorze (s. isol). Kirche des hl. Germanus oll. Juli). - Geschäftssprache franz. - Drahtwaarenfabrik von Cannepin (1834 gegründet. 113 Arbeiter.), mit eigener V« rzinkerei. Herstellung von Nägeln, Stiften, Spiralfedern. Stacheldraht, Ketten, Thür- und Fensterbeschlägen, Schlössern u. s. w. 1897 we-ientlich verbessert und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, Kleine Getreidemühle. Weinhandel. Ch.-St. G. war Dorf der bischöflichen Herrschaft 'les Quatre Mairies (s. d.), zu welcher der B a n 1'EvOque und die ganze Gerichtsbarkeit über den B a u St. A'incent gehörten. Aussi rdem gehörten zum Dorfe: Der B a n St. Paul, ebenfalls mit ganzer Gerichtsbarkeit, war Besitz des Metzei Domkapitels. Der Ban St. Sauveur, Besitz des Stifts sauveur in Metz, auch mit ganzer Gerichtsbarkeit, wozu der ehemalige Weiler Clarey (s. d.) gehörte. Der B a n St. Vincent, Grundherrschaft der gleichnamigen Abtei mit Priorat, schon 11 lo bestätigt. Der Ban de M o u z o n , zum Priorat Rozerieulles gehörig (s d.). her Ban Cuny- Gervaise, Lehen des Bisthums, an Metzer Familien vergeben. - Chätel war ehemaliger Besitz der Metzer Kirche, welche einen ansehnli'li.ii ["heil desselben der Abtei St. Vincent bei ihrer Gründung überliess. Diese errichtete dort ein Priorat zu Ehren deshl. Germanus, aus welchem Bischof Johann von Apremont beim Baue des neuen Schlosses die Mönche vertrieb. Das Prioral bestand jedoch bis 1584. Es wurde damals mit dem Tische der Conventuellen> vereinigt und durch eine einfache Einsiedelei ersetzt, welche 1760 abichen wurde. - S c h l o s s , Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auf der Stelle der älteren mittelalti rlichen Burg einst in vorrömischen Zeiten Befestigungen standen, welche von den Römern benutzt wurden. Reste beider Perioden sind wiederholt dort gefunden worden. Im 11 Jhdt. war die Burg der Stammsitz eines Alinisterialcn Geschlechts, welches sich von der Burg, de Castello, nannte, ein Richardus de Castello wird schon 1070 genannt. Alit Hilfe der Einwohner erwarb 1225 Bischof Johann von Apremont die Burg für sein Bisthum zurück und ertheilte desshalb 1226 den Einwohnern einen Freiheitsbrief. Ein neues Schloss ist dann 1231 gebaut, aber 1234 von den Metzern belagert und, wie es scheint, nach dem in demselben Jahre erfolgten Frieden abgebrochen und nicht mehr aufgebaut worden. Einige Reste davon sind noch übrig u. als gesch. D k m . zur Erhaltung bestimmt. - Das Dorf hatte, wie die anderen Dörfer des «A'al de Aletz , in den fortwährenden Kriegen des Alittel-allers v iel zu leiden. A'on einem alten festen Hause im Dorf ist noch ein Thurm übrig. - Ch.-St. ('.. war ehemals Pfarrei des Archipr. Val de- Aletz Kirchensatz und Zehnten hatte die Abtei St. Vincenz von Alters her. Der Pfarrtitel, welcher ursprünglich mit dem Priorat verbunden war, wurde erst 1760 mit der Dorfkirche vereinigt. 1808-1826 hatte Ch,- St.G. Lessy, das dann selbständig wurde, als Filiale. - Im Gebiete der Gde. 19 Kriegergräber von 1870/71, davon 4 auf dem Kirchhofe. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Metz) 162 ha, (ca. 6 ha an den Militärfiskus verkauft. Mittelwald.) Bouteiller, de, Ch.-St. G. iAlem. So, arch. Mos. IX, 1866, S. :. C h ä t e l a i n e s - W e i h e r im Seillegcbjet. 2 k m südöstl. Gisselfingen - 0,19 ha. Fischerei. AVird alle 2-3 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Alönchs-w < i li e r. C h ä t e n o i s s. Kistenholz. Chatillon, Mei. i rde. Plaine, Ka. Saales, Kr, .Molsheim, U.-E. 5 | . 1 lls. 1842 erbaut. Chatillon, ze-rst. Schloss u. Hf. (Gde. St. Julien, Ka. u. Kr. AL-tz, L.c Chastillon 1235; Chaistillon 1303. - W a r Schloss und Hof des Pays Messin Haut-Chemin), Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit; gegen 1240 wurde Hol Chatillon, der 1.55 im Besitz des Johann Bataille war, der Abtei Chatillon en VoeVre geschenkt. 1370 war das Gut an die Abtei N. I). du Pontiffroj gi langt und von dii ser den Baudoche und de Heu zu Lehen überlassi n word< n. Erbe der de Heu waren 1600 die Frau von Villarnould, 1681 die d'< »r.the, 1728-1783 die de Lue. - Chatillon, das im Kri< ge 1870/71 durch die Franzosen zerstört worden ist, war Annexe der Pfarrei Vallieres. - Ruinen sind noch vorhanden. Chätillonbaeh oder Goutte Verdenal entspringt am Süd-Hange des Breitensteins im Schirmecker Walde, bildet - 1,2 k m - die Grenze zwischen Elsass und Lothringen und - 2 k m - zwischen Lothringen und Frankreich, mündet in Frankreich in die Vezouse - 3,5 km. Chätillon-Höhe, Baracke u. W . Gde. St. Julien b. Metz, Ka. u. Kr, Metz, L. . 88 E. 2 Hsr. - Unter diesem Namen werden seit 1893 das früher als besond rei A O geführte W . Freitag und die sogen. Keslinger Baracke zusammengefasst. Chatry, verschw. Schloss (Gde. .Movenvic, Ka. Vic, Kr. Chäteau Salins, L.). L a g zwischen A'ic und Movenvic; dei Flurname Chatrv erinnert jetzt noch daran. Das schon Anfing des 12. Jhdts. erwähnte Schloss wurde durch den Metzer Bischof Stephan von Bar zerstört (um 1130), Auf der Stelle desselben erbaute Bischof Gerhard von Relanges um 1301 eine neue Burg, welche später nicht mehr erwähnt wird. Die Stelle gehörte noch im 18. Jhdt. zur Domäne der Kastellanei A'ic. 'Das Wort Chatry bedeutet in der Mundart »Schloss ,) Chatte p e n d u e s. Katzenstein. Chaudebourg (Schadenburg), HL (Gde u. Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L ) . 14 E. 2 LIsr. - Soll nach der Ueberlieferung u m 1560 von dem damaligen gleich- |