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Show 188 Colmar - Colinen. zigs 1813. Friedrich H a r t m a n n - M e t z g e r , Sohn des oben erwähnten Andreas Hartmann, geb. 1772, gest. 1861 in .Münster. (Hossindustrieller, Deputirter der Stadt Colmar und seil 1846 Pair von Frankreich. Er erwarb sich ein besonderes Verdienst um die Erbauung des Schluchtpasses is. d.c Louis Marie Jean Baptist Baron Atthalin (1784- 1856), Generalleutnant und Pair von Frankreich. Xavier H u n k l e r (1794-1853), A'orsteher des Kollegs in Schlettstadt, Ehrenkanonikus der Kathedralen in Paris und Strassburg, gestorben als Kantonspfarrer in AA^asselnheim ; auch als Schriftsteller bekannt. Armand Joseph B r u a t (1796- 1855), Französischer Admiral, Gouverneur der Alarquesas- Inseln 'lsl.:- 18), w o er das französische Protektorat sicherte, dann der Antillen 1848-1852), Oberbefehlshaber der Flotte im Krimkriege. Karl Friedrich K ü h l m a n n , geb. 1803, gest. 1881 in Lille, Chemiker und Grossindustrieller. Ignaz Chauffeur (1808-1879), Advokat. Bekannt durch seine Bibliothek von Alsatica, die er der Stadt Colmar geschenkt hat. Gustav Adolf Hirn (181.5-1890), geboren in Logelbach, gestorben in Colmar; berühmter Physiker. F e r d i n a nd D a n z a s (1817 - 88), Dominikaner und berühmter Ala-ler und Zeichner. Alarie Viktor Chauffour, geb. 1819, gest. 18S9 in Paris, Rechtsgelehrter und Schriftsteller. Jean Jacques Dietrich (1820-1881), Archäologe. August Neff-tzer (1820-76), Journalist und Schriftsteller, Begründer des • Temps» (1861). Xav. M o s s m a n n (1821-93), Historiker, Stadtarchivar inC.Henry Wilhelm, geb. 1821, Rechtsanwalt in Colmar, nach 1870 Friedensrichter in Fontaines bei La Chapelle, dann in Alormaut, zuletzt in Pantin, gest. 1890. Er sammelte nach und nach eine der grössten Bibliotheken über den Benediktinerorden, die er seiner Mutterstadt Colmar vermacht hat. Charles Frederic Faudel (1826-93), Arzt und Naturforscher, A^orsitzender der naturhistorischen Gesellschaft in Colmar. Louis Philipp H u g o t (1837-64), .Stadtbibliothekar und Archivar in Colmar. G e m e i n d c w a l d , Oberförsterei Colmar-Ost (867,1 ha) und Colmar-West oj,; na). 192 in über dem Aleere. Alluvium. (Eiche, Hainbuche, Esche, Ulme, Rüster, Tanne, Buche.) Der Wald St. Gilles bildete früher eine Domäne der Probslei St. Peter, welche die Stadt Colmar am 9. Apr. 1575 in Folge Kaufvertrages von der Stadt Bern nach Säcu-larisation der Abtei Peterlingen erwarb. Der AVald Rothlei h 1 c desgleichen. Das Recht der Stadt Colmar am Nieder wald wurde 1350 von Johann von Rappoltstein bestätigt. Der Walddistrikt N e u 1 and gehorte der Stadt Colmar schon zur Zeit des Einfalles der Armagnaken 1444. Litter.: Eine Aufzählung der ungemein zahlreichen Litteratur über Colmar würde hier zu weit führen. Eine umfassende Bibliographie über Colmar von A. AValtz wird im Laufe des Jahres L1 12 erscheinen. Bis dahin sei verwiesen auf die a m Schlüsse des Artikels Elsass angeführten Bibliographien. Der obige Artikel beruht auf eingehenden Studien im Colmarer Stadtarchiv, die Notizen über die Bauten auf der Schrift von E. AValdner, Auf einem Rundgange durch Colmar iC. 1894', von welcher in der Festschrift des Weinbaukongrcsse-s 1900 eine verbesserte Autlage erschienen ist. C o l m a r , Kanton Kr. Colmar, O.-E.). L'mfasst die Gene mden Colmar und Heilig-Kreuz und enthält auf91,1847qkm 129 bewohnte Häuser etc. mit 34471 Einwohnern. 1790 um-fasste der Kanton C. nur die Stadt C, erst 1802 k a m die vorher zum Ka. Rufach gehörige Gde. Heilig-Kreuz. dazu. 1790-95 gehörte der Ka. zum Distrikt C, s 1800 z u m Arrondissement Colmar. C o l m a r . Kreis (O.-E.). L'mfasst die Kantone: Andolsheim. Colmar. .Münster, Neubreisach, AVinzenheim mit zusammen 62 Gemeinden und enthält auf 660,5693 q k m 12203 bewohnte Häuser etc. mit 8753S Einwohnern. Gebildet den 6. Febr. 1871 als Unterpräfektur; Kreis durch Cesetz v o m 30. Dez. 1871. - Der Distrikt C. iDep. Oberrheim umfasste 1790 die Kantone: Colmar, Egisheim tt,1 Ensisheim, Horburg tt. Kaysersberg (1796 aufgehoben), Alarkirch, Alünster Neubreisach, Rappoltsweiler, Reichenweier tt, Rufach, Sulz, Türkheim tt- Das A r r o n d i s s e m e n t C. umfasste 1802-1870 die Kantone: Andolsheim**,2Colmar, Ensisheim, Gebweiler **, Kav sersberg** (hatte 1790-95 bestanden, dann durch Schnierlach ersetzt), Alarkirch, Münster, Neubreisach, Rappoltsweiler, Rufach, Schnierlach, Sulz und AA'inzenheim**. Von diesen kamen Ensisheim, Gebweiler, Rufach und Sulz nach 1870 zum Kr. Gebweiler, Kaysersberg, Alarkirch, Rappoltsweiler und Schnierlach zum Kr. Rappoltsweiler. B a n d , O., Wandkarte des Kreises Colmar. Gebweiler, Boltze 1874. C o l m a r , Reichstagswahlkreis, umfasst nach Beschluss des Bundesrathes (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 1. Dez. 1873) den Kreis Colmar. - AVahlergebnisse: Jahr 1874 1877 1878 1881 1SS4 1887 1800 1893 Eingeschr. Wähler 16149 16565 16467 16569 16268 16650 16994 17171 St Colmarbach Abgegeb. immzettel0 o 76,1 49,0 07,3 58,3 49,4 83,4 53.9 74,8 s. Blind 3, Rh Davon f.d. Gewählt. 42,7 47,3 49.5 43,9 17,6 66,2 50,7 37,2 % ein-Rhonc-Kanal Gewählt Sühnlein Grad Grad Grad Grad Grad Grad Preiss. 11. Colmarerstrasse (Ostheimerstrasse), früher AO., jetzt Theil der Gde. Rappoltsweiler. Colmarer-Zweigkanal s. Rhein-Rhone-Kanal 10, 11, Lauch, Quatelbach, Colmen, Df. (Ka. Busendorf, [1790 vorübergehend Ka. Alenskirchen, dann Ka. Grosshemmersdorf, 1802 Ka. Busendorf], Kr. Bolchen, L.c 253 E. 61 Hsr. (10 GRe.) - 215 m. - AG. Busendorf (8,4); BSt. Gerstiingen (5,6). - Colman 1153; Cormus 1177; Colmen 1319; Coilmont 1377. - Die Gde. umfasst den HO. C. (233 E. 58 Hsr.) und die AO. Be-mertschen, Dampontshof, Mühlgarten. - StEBez. Busendorf IL - Annexe der kath. Hilfspfarrei Neunkirchen. Kapelle der hl. Alargaretha. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kleine Getreidemühle und kleine Sägemühle. C. war Dorf der Prob st ei Sierck (Aleierei Bisingen) zum Theil Domäne, zum Theil Lehen von Lothringen. Ein Drittel des Grundbesitzes gehörte zur Karthause Rettel. Der Ort scheint zum alten Hausbesitz des Hauses A'alcourt gehört zuhaben. 1153 schenkte Adelheid von A'alcourt bei der Stiftung des Kloster der Augustiner in Alerzig Güter in Colmen und Flasdorf an dasselbe. Nach Aufhebung des letzteren wurden diese Güter (1182) an die Abtei AVadgassen überlassen. U m 1179 besassen Peter A7ogt von Aletz aus dem Hause Volmeringen bei Bolchen und seine Ehefrau Demud Güter in Colmen. Dieser Besitz ging dann mit Kerlingen im 15. Jhdt. an die Karthause Rettel über. Colmen war 1319 im Besitz des Hauses Sierck, 1381 Lehen desselben an die von Bech. 1377 haben Jean de Vy und Catharina von Berg (eine Nebenlinie der von A'alcourt) noch an Lothringen für Flasdorf und Coilmont reversirt. Ib81 war das Lehen an Lothringen gekommen und mit der Aleierei Bisingen vereinigt worden. 1742 war Colmen mit der ganzen Gerichtsbarkeit und zwei Dritteln des Grundbesitzes in Händen derdeHaen zu Schwerdorf. - In einem Hügelgrab bei C. wurden gefunden zwei neolithische Steinbeile, eine Pfeilspitze aus Feuerstein nebst einer Alenge von Kieselsteinen. Römische Reste. Merovingisches Grabfeld, darin Waffen jener Zeit. Gemeinde wald 42,1 ha (Oberförsterei Busendorf). 1 Die mit 2 Kreuzen bezeichneten wurden 1802 aufgehoben. 2 Die mit 2 Sternehen versehenen wurden 1802 neu ge-j bildet. |