| OCR Text |
Show 220 Diesdorf - Dieuze. in Aleilberg waren. - 1395 fand zwischen den Edeln von Kriechingen und anderen des Landes bei D. ein Gefecht statt. - Früher standen in D. zwei Schlösser. Das noch übrig gebliebene gehörte im 18. Jhdt. den de Gevigny, von denen es an die Familie du Coetlosquet kam. - Das andere war Besitz der noch lebenden Familie Durand de Distrof. Gemeindewald (Oberförsterei Kedingen) 47.2 ha. Diesdorf, Herrschaft. Luxemburgisches Lehen; um-fasste noch 1496 die Gemeindebänne von: 1. Bettsdorf z. Th. (AVlr. Menchen); 2. Diesdorf z. Th. (Df. Diesdorf, Df. Künzig, Df. Stückingen z. Th.); 3. Königsmachern (bis 1370); 4. M e tzerwie se (bis 1301): 5. Wolsdorf z. Th. (Df. AVolsdorf z. Th.i. - Die Herrschaft D. war zuerst, ivie es scheint, Bestandtheil der Herrschaft Aleilberg. Ein Adelsgeschlecht des Namens von Distorf, aus dem Hause Rodemachern, wird noch im 14. Jhdt. erwähnt. Lehensträger waren gegen Ende des 14.Jhdts.de Houle, 1391 L a Tour durch Heirath, 1443 von Hoyps, 1481 Trist ant, 1501 und noch um 1550 die Seh i f f el di n g en, denen die W o l k - ringen und "die Gondersdorf mach 1589) folgten; als Theilcrben der Gondersdorf erscheinen 1639 die Schauenburg neben den Sybricht von Neuerburg; von letzteren ging durch Heirathen Distorf über auf die Familien de la Serre und du Magny; 1722 und noch 1782 war das Lehen z. Th. in Händen der de Gevigny, durch Kauf von den de la Serre (5. Alärz 1714) z. Th. in Händen der Durand von Diesdorf. Zur Herrschaft D. gehörten 27 Häuser in Diesdorf und 12 in Stückingen, ferner das Lehen Diesdorf mit Schloss, Freihof und 3 Häusern; dazu zwei Herrschaften in Aletzerwiese und ein Hof in AVolsdorf. Diesen, Wir. (Gde. Porcelette [s. 1811], Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). 217 E. 40 Hsr. - Diesen cense et moulin 1683; Dezin 1756. - A'or 1811 selbstdg. und s. 1790 zum Ka. Berus, s. 1795 zum Ka. Bisten, s. 1802 zum Ka. Saarlouis und 1815-29 zum Ka. Busendorf gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. D. war Weiler, früher in Ober- und Niedcr-Diesen geschieden, der Grafschaft Saarbrücken Herrschaft L'eber-herrn, s. d.). Durch den A'ertrag vom 15. Febr. 1766 wurde D., das 1683 den de Vassart als Erblehen überlassen worden war, an Frankreich abgetreten. Diesenackergraben s. III 26. Diesenerbach s. Bist 3. Diesener 'Weiher im Saargebiet i217 m), im AVeiler Diesen, nordöstl. Porcelette - 2,30 ha. Fischerei und Alühlen-betrieb, wird zwar abgelassen, aber nicht bebaut. Privatbesitz. Zufl.: Strohbrück erbach, entspringt südöstl. Diesen - 1 km und A'ol 1 w i c sgr abe n , Abfl. des Porcelette r Weihers; Abfl. s. B i st 3. Diespach, Df. (Gde. Plaine, Ka. Saales, Kr. Alolsheim, LT.-E.). 110 E. 32 Hsr. - D isch pach 1576; ma. Düechpa. - D. gehörte zur Grafschaft Salm (s. d.); bei der Erbtheilung von 1598 den Rheingrafen zugewiesen. Dietersbach, verschwundene Ortschaft in der früheren Herrschaft Bitsch, 1594 als Hof erwähnt, scheint im 17. Jhdt. zerstört worden zu -.ein. Dietersberg, H , nördl. Mühlhausen, Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern. Dietersberg, 115 m, am linken Ufer des Biberbaches, nw. Walscheid, Ka. Saarburg. Dietersberg s. auch Alontdidier. Dieterskopf, 340 m, zwischen Sparsbach und Wein-hurg hei Buchsweiler. Diethausermühle (Martinmühle), AI. (Gde. Gommersdorf, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). 5 E. 1 Hs. - Tiecenouse 1251; die m u H zu Itenhusen, 14. Jhdt. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. Dietlachgraben s. Zwölfmühlenkanal 5. Dietlingen, verschw. Df. Gde. Folklingen, Ka. u. Kr. Forbach, L.). Dyttlingen 1446; Dietlingen l.">77 u. 1681. - D. war Dorf der Herrschaft Forbach (s. d.i. Es bestand noch 1618, wird aber 1684 als verlassen bezeichnet. Im 18. Jhdt. waren nur noch eine Scheuer und die Ueber-bleibsel einer zerstörten Kapelle übrig. 300 bis 400 m von der alten Dorfstätte entfernt, befindet sich die Dehlinger (Dietlinger?) Alühle. Dietrich, Sgm. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 1 Hs. Hiess bis 1893 Dietrichsmühle. 1699 als Alühle erbaut, gehörte zur Grafschaft Dagsburg. Dietrichskopf, 415 m, nnö. Lichtenberg an der Bezirksgrenze von Unter-Elsass und Lothringen. Dietrichsmühle, Sgm. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). S. Dietrich, Sgm. Dietrichstein, Felsen im Axwald bei Gebweiler, unter dem der Sage nach ein alter König ruht, der alle 100 Jahre aufsteht und seine Helden mustert. Ueber die Sage s. Bleicher et Faudel, Materiaux IA', 171. Dietweiler, Df. (Ka. Landser [s. 1790], Kr. Alülhausen, O.-E.). 430 E. 100 Hsr. (10 GRe.) - 250 m. - AG. Sierenz (7,3); Hp. Schlierbach (4,0). - Dietwilr 1286; Tictwilr 1303; ma. Dietwiller. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. Ort Meienhart, ferner zwischen D. und Schlierbach der verschw. Ort Essweiler. StEBez. Landser. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Landser (1802-08 und s. 1819; 1808 - 19 Filiale von Landser). Schutzheiliger hl. Nikolaus (6. Dez.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Getreidemühle mit Wasserkraft. Gehörte zur österreichischen Herrschaft Landser (s. d.), Amt Ober-Landser. Güter daselbst besassen : 1262 die Johanniterkomthurei Colmar, 1380 die" Schaller von Basel und Stift St. LVsitz (Schweiz). 1409, im Kriege zwischen Basel und den Habsburgern, wurde das Dorf verbrannt. - Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Inter colles des Bisthums Basel. Alte Pfarrei (schon im 13. Jhdt.). Das Patronatsrecht besass die Abtei Lützel. - Tumulus der Hallstatt- La-Tene-Zeit. Der aus dem 14. Jhdt. stammende Kirchthurm dient jetzt als Chor; spätgothische Custodia. Dieuze, St. (Ka. gleichen Namens [s. 1790], Kr. Chäteau- Salins, V.<. 6278 E. (Sterbf. 18,5, leb. Geb. 20,3 auf 1000.) 558 Hsr. (21 GRe.) - Serv.-Kl. III. - An A'erbach, Spinbach und Seille.- 210 m - KrHO. Chäteau-Salins (19,2); Bhf. D. (0,6). - Duosa 1025; Duese 1255; Castrum de Duesa 1308; Thus 1525; ma. Dus. - Die Gde. umfasst den HO. D. (>255 E. 555 Hsr.) und die AO. Essart und Fort (Altes Schleusenwerk). - Inf.-Regt. Nr. 136. Prv.-Amt. Garn.-Verw. Garn.-Laz. Kom. der Kgl. Bayer. 5. Kav. Brig. 3. Bayer. Chevauxlegers-Regt. vacant Herzog Alaximilian. - P. I. KL T. Bhf. (s. 1864). Stadtfernsprecheinrichtung (s. 3. Nov. 1900). j AG., umfassend den Ka. D. Notar. Gerichtsvollz. Kantonal- Polizeikommissar für den Ka. D. Gendarmeriestat. Ober-försterei i Forstaufsichtsbez. Aletz-Dieuze). Oberstktr. StA. I. Salzsteueramt IL Kl. Ortseinn. VerkehrsStA. Stktr. StEBez. für die Gden. D., Gebesdorf, Gisselfingen, Genesdorf, Güblingen, Kerprich b. D., Lindre-Basse, Lindre-Haute, Alulcey, ' St. Medard, Tarquinpol, A'ergaville, AVeisskirchen. Gde.- Fassaichungsamt. Oktroi (durch Dekret vom 22. Fruct. XI = 10. Sept. 1803). Höhere Mädchenschule der Schulschwestern von Peltre (s. 1612). 9 Aerzte, darunter 1 Kantonalarzt und j 6 Militär-Aerzte. 2 Apotheken. Hospital St. Jakob (s. 1719, 48 Betten, davon 38 für Kranke und Sieche, 10 für Waisen; Grundbes. 178,98 ha, darunter 1,2 ha Wald). Niederlassung der Schwestern des Ordens de St. Charles (Alutterhaus in Nancy). Societe des dames de la maternite (s. ca. 1825). Societe des demoiselles de charite (s. 1828). Armr. (s. 1. Jan. 1S44). A'ereine Petite Charite und Grande Charite. Sparkasse (s. 1887, vorher 1856-70 Filiale von Nancy). Oeff. Vorschusskasse (s. 1891), umfassend die Gden. Bessingen, Biedesdorf, Burgaltdorf, Dommenheim, Gebesdorf, Genesdorf, Gisselfingen, Güblingen, Kerprich b. Dieuze, Kuttingen, Lieder-l singen, Lindre-Basse, Lindre-Haute, Alulcey, Rohrbach, St. |