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Show Bibisch - Biblisheim. 89 scheint, auf dem ttlten Bann eines schon sehr früh verschwundenen Ortes. Denn B. dürfte wohl das Biberaca in pago Saroinse sein welches 699 der Abtei Weissenburg geschenkt und von dieser 719 dem Grafen Adalgard als pre-carium überlassen wurde. 847 hatte der Chorbischof Landfried in B. Besitz, den er ebenfalls der Abtei AVeissenburg schenkte. - 1361 als Pfarrdorf noch erwähnt, scheint in den Kriegen zu Anfang des 15. Jhdts. zerstört und erst später auf derselben Stelle wieder aufgebaut worden zu sein. Es blieb bis zur Revolution im Besitz der Familie v. Lützelburg. B. war vor 1740 Annexe der Pfarrei Bruderdorf, dann wurde es zur Pfarrei des Archipr. Saarburg erhoben, mit Dreibrunnen und Harzweiler als Annexen. Den Kirchensatz hatte der Bischof von Aletz. - In den Fundamenten der alten, 1720 gebauten Kirche wurde 1836 das obere Bruchstück eines Basreliefs mit Alercur gefunden. Bibisch, Df. (Ka. Busendorf [s. 1790] Kr. Bolchen, L.L 442 E. 98 Hsr. (10 GRe.) - 225 m. - AG. Busendorf (6,8); Bhf. Busendorf (7,2). - Biversim 1250; Biverse 12(4: Biberse 1296; B i v e r s h e i m 1594; Bibisch 1726. - Die Gde. umfasst den HO. B. (230 E. 55 Hsr.) und die A O . Bi-bischer Hof, Klosterhof (Kesselchen), Neudorf (s. 1810, vorh. selbstg.), Rodlach (dgl.); den verschw. O. Hofgarlcn. Zwischen Bibisch und Waldweisdorf (Kr. Diedenhofen) lag der verschw. O. Collanhof. - StEBez. Busendorf IL - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Busendorf (s. 1804); Kirche des hl. Laurentius (10. Aug.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. B. war Dorf der L a n d schul the isser e i Sierck (s. d.). Zu dieser gehörte aber nur die Hochgerichtsbarkeit, das übrige war Kirchengut der Abtei Villers-Bettnach und Domäne von Lothringen. 1683 beanspruchte der Abt das Hochgericht noch als seinen Antheil. - 1258 vermachte Wilhelm von Bibisch sein Allod der Abtei Freisdorf. 1250 fand zwischen der Abtei Arillers-Bettnach und den Edeln von A'olkringcn eine Vereinbarung statt, wegen der A\rälder von B. 1264 verpfändete Ritter Arnold von Volkringen mit Zustimmung seines Lehensherrn, AVirich von Fentsch, seine Anrechte an diesen Wäldern für 400 Pf. 1307 verkaufte Wilhelm von Sötrich, Sohn des oben genannten Arnold, seinen Besitz in B., den er von Hugo von Amelle, Herrn von Fentsch, zu Lehen trug. Das Dorf wurde während des dreissigjährigen Krieges völlig zerstört. A'gl. Bibischer Forst. - B. war alte Pfarrei des Archipr. Kedingen. Die jetzige Kirche ist 1881 erbaut worden. Den Kirchensatz hatte die Abtei Villers- Bettnach. G e m e i n d ewald 69,1 ha (Oberförsterei Busendorf). B i b i s c h b a c h s. Alosel 29. Bibischerbach, Hf. u. AI. (Gde. Filsdorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 14 E. 2 Hsr. Die Alühle (zuerst Oel-, dann Getreidemühle, jetzt ausser Betrieb) wird 1835 zuerst erwähnt, der Hof besteht seit 1850. Bibischerbach s. Nied IS. Bibischer Forst -Gde. Bibisch, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.j. Grosser, der Abtei Villers-Bettnach gehöriger Forst in den Bannen von Bibisch u. s. w. (Vgl. unten und Willerwald, Staatswald Gde. Bibisch und Grossholz, Gde. Bibisch.) Vögte von \rilIers-Bettnach im Bibischer AValde waren die Herren vonAALalcourt,dann deren Nachkommen die Herren von Fentsch (Fontoyj, welche dieArogtei an dieA'olkringen verlehnten, Letztere haben sich mit der Abtei 1250 über die beiderseitigen Rechte verständigt. Die Herzoge von Lothringen haben nach Einziehung der Vogtei mit der Abtei eine Halb-theilung der Waldungen vereinbart; Lothringen hat seine Rechte theilweise an die Herrschaften Berus, Rothendorf und Freisdorf zu Lehen gegeben. Der Forst ist mehrfach zur Anlegung neuer Siedelungen gerodet und vergeben worden; so entstanden in Theilen des Forstes Bibisch: Rodlach <1585; «auf der Rollach»), St. F r a n z (1624 im «Vierherrenwalde », an welchem Lothringen, die Abtei Arillers-Bettnach. die Herrschaften Berus und Rothendorf Rechte hatten), N e u dort im Morgenwalde 1582 und 1606), der Bibischer H o f (Klein-Bihisch oder Bibersheim 1536; 1742 erfolgte dort eine weitere Rodung), S c h e u r e n i 1605 im Grüenwald und Bruchwald-, wieder eingegangen), K r e u z (Lacroix) 1583, N e u - S c h e m e r i c h und E n g e lin gen (s. Inglingerhof) 1570. |dPr.] Bibischer Hof, Wir. 'Gde Bibisch, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 28 E. 5 Hsr. - Klein Bibiche 1742. - AA'ar Weiler der Probstei Busendorf. S. Bibischer Forst. B i b i s c h m ü h l c h e n , verschw. AL ((ide. u. Ka. Aletzerwiese, Kr. Diedenhofen, L.). Auch Metzerwieser Alühlchen genannt, stand am Bibischbach und isl etwa Ende der 7i er Jahre abgerissen worden. Das zugehörige Wohnhaus wurde erst u m 1887 abgebrochen. Bibischer Spitze, Kopf, 282,5 m, TP, nordöstl. über Bibisch, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen. B i b l e n h e i m , AVlr. (Gde. Sulzbad, Ka. u. Kr. Alolsheim, U.-E.). 26 E. 5 Hsr. - Rest eines früher sehr bedeu- , tenden Dorfes (Buhil en h ei m, B i belnheim 1028; B u - belnheim um 1120; Babil e n h e i m 1128; B y belnheim Alitte des 14. Jhdts.). - W a r zur Hälfte kaiserlich, zur Hälfte j bischöflich strassburgisch. Der kaiserliche Theil gelangte vor l 1526 an die Landsberg und wurde 1554 durch Kauf ebenfalls bischöflich. Bischöflicher Dinghof. -Begütert: ab 1120 Kloster Alaursmünster; 1317 Kloster St. Stephan (Strassburg). - Pfarr-Rektorat und von Anfang des lS.Jhdts. ab Sitz eines Landkapitcls (s. u.); ab 1578 (bez. 1754) Annexe des neuer-richtetc- n Pfarr-Rektorats Sulzbad. Kirchenheiliger St. Markus. Die Kirche wurde 1781 wegen Baufälligkeit für den Gottesdienst geschlossen, 1818 abgerissen. - 1556 wurde das ; Dorf mit Sulzbad vereinigt, nachdem bereits viele Einwohner sich dahin begeben hatten. Aröllig zerstört wurde es lo7J; es ; zählte damals nur fünf Einwohner. - Das Landkapitel B., 1408 zuerst erwähnt, 1760nach Alolsheim verlegt, umfasste vor der Revolution 23 Pfarreien. Walter, L., U n village disparu. (Rev. cath. d'Als. X. S. VIII, 1889, S. 134-137, Ls3-lso 570-374, 421-425.) [Auch bes.:] Molsheim lsoo. Biblensteinerhof, Hf. (Gde. u. Ka. Sennheim, Kr. Thann, O.-E.i. Früherer, weniger gebräuchlicher Name für den AO. Obere-Ochsenfeldhof (s. d.) derselben Gde. Bi b l m g e n . AVlr. 'Gde. Alerten, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 308 E. 66 Hsr. - Buvelingen 1216; B e u - v a n g e sous Beirain 1289; Bubelingen 1365. - Kapelle des hl. Sebastian. - Hausierhandel mit Besen und j Dachschindeln. - AVar Dorf der Herrschaft Berus (alte j Herrschaft), zu welcher jedoch nur die Hochgerichtsbarkeit gehörte; das übrige war Kirchengut der Abtei Busendorf, die dort schon 1216 Besitz hatte und dazu 1365, 1403, 1439 noch verschiedene Erwerbungen machte. Der Ort wurde im dreissigjährigen Kriege ganz zerstört. Er zählte Ende des 17. Jhdts. nur zwei Bewohner. - 1289 wurden in ^Beuvange sous Beirain» die Truppen des Herzogs von Lothringen durch den Bischof von Aletz geschlagen. Biblisheim, Df. (Ka. AVörth [1790-1802 Ka. Sulz u. AAL], Kr. AVeissenburg, L'.-E.). 235 E. 44 Hsr. (10 GRe.) - 155 m. - AG. AVörth a. d. Sauer (8,0); HSt. B. (0,4). - Bihures-dorf 773 (Trad. AA'iz.); Biberesdorf837 (ebd.); Bibel ies 1310; ma. B i w weise. - HSt. (s. 1891). StEBez. AVörth a. d. i Sauer I. Armr.(s. 1878). - Filiale der kath. Pfarrei AValburg | s. ! 1808, vorher von Gunstett). Schutzheiliger Joh. d. Täufer. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Alorsbronn. - Ziegelei und Kalkfabrik. Gewerkschaft Rudolf-Biblisheim-AValburg (Pe-trol.- Bw.), best. s. 1881, 78 Arbeiter; Eigenth. : Elsäss. Petr.- Ges. in AValburg (Sitz in Amsterdam); 1897 Raffinerie erbaut. Hanfreibemühle. AVollspinnerei (A.Seltzer; 1894: 1360 Spindeln, 19 Arbeiten. Getreidemühle. B. wird schon 773 erwähnt; damals erscheint die Abtei | AVeissenburg, wie noch wiederholt im 8. und 9. Jhdt., da- |