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Show Lindgrub - 3. Rohr-, i. u. Lf. Speckbach mündet südwestl. Zemmingen, entspringt südöstl. Rohrbach - Landskncchts-und Z e m m i n g e r w e iher - 5 km, 5 Brücken. 4. Abfls. des G e r m i n g e r b u s c h weihers, mündet westl. Germingen - 0,6 km. 5. N o l w e i h e r b a c h , mündet südwestl. Germingen (M., M K . - 1,5 km, 1 Brückei, Abfls. desBrül-weihers, mündet südl. Bisping-Nolweiher - 9 km, 5 Brücken. (Zufl.: Ober w eih er bach , Abfls. des Oberweihers, mündet nördl. Disselingen - 0,3 k m ; Freibur-gerbach, entspringt südl. Freiburg-Disselingen, Disse-lingerweiher - 5 km, 5 Brücken.) 6. Abfls. des A r m e - xousseweihers, mündet südl. Germingen - 1 km. 7. Abfls. des Guitchuirweihers, mündet südl. Germingen - 1 km. Lindgrub, Hf. (Gde. Breitenbach, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 12 E. 1 Hs. 1838 entstanden. Lindkopf, 625 m, östl. über dem Sattel Peternit zwischen Gebweiler und Rimbach-Zell. Auf dem M B . ist der südöstlich davon gelegene Kopf ib32 m ) , der den Namen Rehbrunnenkopf führt, als Lindkopf bezeichnet. L i n d o w e . abgeg. O., bei Maursmünster (Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). L i n d o w e 1487. - Bischöflich Metzer Lehen, zur Herrschaft Ochsenstein gehörig (s. d.>. - Zeit des U/ntergangs unbestimmt. L i n d r e - B a s s e , Df. (Ka. Dieuze [s. 1790], Kr. Chäteau- j Salins, L.). 359 E. 89 Hsr. (10 GRe.) - 215 m. - A G . Dieuze (2,8); Bhf. Dieuze (3,3'. - L e u d e 1269; L y n d e n 1280; L a \ Baisse Linder 147b; N i d er linde 1525. - StEBez. Dieuze. ! Regenstat. (211 m ) . F w . (s. 1887, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Dieuze (s. 1802) mit Lindre-Haute als I Annexe. Kirche des hl. Remigius (1. Okt.), Neubau von 1893. - Geschäftssprache französisch. L.-B. gehörte zu der Probstei Dieuze und war Sitz einer Meierei derselben, zu welcher L.-B. und Lindre-Haute, Angweiler, Tarquinpol und Zemmingen zählten. L.-B. und Lindre-Haute bildeten damals nur eine Dorfschaft, welche im 13. Jhdt. mit der Saline und dem dortigen Schlosse | Eigenthum des Hauses Saarbrücken-Zweibrücken war. 1261 wurde das Salz werk von Lindre dem Gottfried von Bertringen zeitweise überlassen; 12(»7 bei dem Tausche zwischen Lothringen und Zweibiücken (S. Moersberg, Herrschaft) ging die Herrschaft Lindre mit der Hälfte der Saline an Lothringen über. Die andere Hälfte blieb bei Zweibrücken, aber als lothringisches Lehen, für welches 1344, 1399, 141s, 1448, 14.57 und zuletzt 1471 gehuldigt wurde. Die Saline, u m welche das Dorf wahrscheinlich entstanden war, wurde Ende des 15. Jhdts. ausser Betrieb gesetzt, und das Haus Zweibrücken wurde mit 400 Goldgulden, auf die Saline Dieuze angewiesen, entschädigt. In beiden Lindre hatte die ehemalige Abtei Lixheim Güter und Renten ; diese wurden 1536 von Zweibrücken- i Bitsch erworben und dann vom Grafen Georg der Abtei Vergaville überlassen, w o dessen Schwester Ottilie Nonne war. Auch Abtei Wernesweiler in der Pfalz, sowie die Herren von Germingen waren in Lindre begütert. - L.-B. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Vergaville, von welcher 1802 Zemmingen abgetrennt wurde. Die Pfarrkirche zum hl. Remigius war früher in Lindre-Haute, und in L.-B. befand sich nur eine Kap. zum hl. Kreuz. Erst im 18. Jhdt. wurde die Pfarrkirche nach L.-B. verlegt. Den Kirchensatz hatte der Herzog von Lothringen. - Merovingischer Gräberfund. In der Pfarrkirche wird ein aus der Römerzeit stammendes korinthisches Capital, wahrscheinlich aus dem benachbarten Tarquinpol, als Taufstein benutzt. Im Garten des Herrn Masson archäologische Reste aus der LTmgegend. Gerne in de w a l d (Oberförsterei Dieuze) 17,3 ha. L i n d r e - H a u t e , Df. (Ka. Dieuze [s. 1790], Kr. Chäteau- Salins, L.). 91 E. 25 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Dieuze (2,7); Bhf. Dieuze (3,2).- L i n d e 1327; L a H a u t e Linder 1476; Oberlinde 1525. - Die Gde. umfasst den H O . L.-H. (78 E. 23 Hsr.) und die A O . Bois-Brule" und Nothvigne. - StEBez. Dieuze. Wasserltg. (s. 1845). - Annexe der kath. -ingolsheim. 577 Hilfspfarrei Lindre-Basse; Kirche des hl. Gilerianus (7. Mai). Ohne Vlkssch., benutzt die Vlkssch. von Lindre-Basse. - Geschäftssprache französisch. W a r Bestandtheil der Dorfschaft und Pfarrei Lindre- Basse is. d.). Die alte Mutterkirche zum hl. Remigius stand früher in L.-H. Sie wurde nach ihrer Zerstörung im 17. Jhdt. nach Lindre-Basse versetzt, w o früher nur eine Kapelle zum hl. Kreuz stand. Ancelon, Note sur le b£nitier de L.-H. (Journal de la Soc. d'arch. lorr. 10, 1861, S. 98-100.) L i n e n b e r g oder Linnenberg, 450 m, a m rechten Ufer der Rothen Saar, östl. Alberschweiler, Ka. Lörchingen. Das rückwärts (nördl.) anschliessende Plateau heisst . Prinzen w e g s d.). Ling, G r o s s e r u. Kleiner, plateauartige Erhebung, 348,1 m, TP., südöstl. Rohrbach, Kr. Saargemünd. Linge, Hfe. (Gde. LTbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E). 20 E. o Hsr. - Gazon du Lcinge Wald 1 1701. Linge, L e , amtlich Scheitholz .Forstort), der an der Bezirksgrenze gegen das Thal von Unterhütten vorspringende Berg, 1040 m, südl. Weiler Unterhütten, Gde. Urbeis, Kr. Rappoltsweiler. Den obern Theil bei der Bezirksgrenze nennen die Bewohner des Münsterthaies S c h r a t z m ä n n e le (s. d.). Lingolsheim, Df. (Ka. Geispolsheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.). 1784 E. 257 Hsr. (18 GRe.) - 140 m. - A G . Illkirch (8,6); Bhf. Lingolsheim (0,9). - Lingolnes-heim um 1120, 1285; ma. Lingelse. - Die Gde. umfasst den HO. L., den A O . Fort Kronprinz von Sachsen und den verschw. O. Sundheim. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Bhf. (s. 1864). Gendarmeriestation. Ortseinn. StEBez. Ulkirch-Grafenstaden. Arzt. Armr. (s. 1858). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Geispolsheim (s. 1862, vorher Filiale von Holzheim). Schutzheiliger hl. Johannes der Täufer (24. Juni). Prot. Pfarrei Augsb. Konf, seitet\val809 zum Konsistorium Dorlisheim (Inspektion St. Thomas in Strassburg) gehörig. Zur Pfarrei gehört seit 1875 auch die Kolonie Ostwald (s. d.). Synagoge, zum Rabbinat Strassburg gehörig, seit 1863. - Fabrik landwirtschaftlicher Geräthe; Fabrik von lohgarem Leder (Adler & Oppenheimer, 1871 begründet, [1894] 232 Arbeiten; Fabrik von Dreh- und Schnitz-waaren (Bierlein; hölzerne Tabakspfeifen 1; zwei Senffabriken. Malzfabrik. Zwei Oelmühlen. Hausindustrie: Gänsemästerei, auf eigene Rechnung. Holzhandel. L. war reichsritterschaftlich; schon Anfang des 12. Jhdts. in einem Güterverzeichniss der Abtei Maursmünster erwähnt. 1178 erscheint auch die Abtei Sturzelbronn daselbst begütert. L. war Reichsgut und in der ersten Hälfte des 14. Jhdts. als Reichslehen im Besitz derer von Eplig. 1344 verlieh Kaiser Ludwig der Baier nach Resignation des Dietrich von Eplig den Ort dem Heinrich von Landsberg, dessen Geschlecht ihn von da ab bis zur Revolution besessen hat. Das Schloss zu L. wurde 12bl von Bischof Waller von Strassburg eingenommen und zum Stützpunkt seiner Operationen gegen die Stadt Strassburg gemacht. Nach der Schlacht von Hausbergen 1262 wurde es von den Strassburgern verbrannt. In den Kriegen des 17. Jhdts. hatte L. viel zu leiden. 1674 wurde es bis auf das Schloss völlig zerstört. Erst im 18. Jhdt. hob sich der Ort wieder. Adliges Geschlecht von L. im 13., 14. und 15. Jhdt. erwähnt. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel Oberehnheim. Im 15. Jhdt. Rektorat und Dekanat. In der zweiten Hälfte des Ib. Jhdts. wurde die Reformation zu L. eingeführt. Prot. Pfarrei seit 15s9. Simultaneum seit 1741. Patronatsrecht und Zehnten besass das Strassburger Domkapitel. Die jetzige Kirche ist 1750 erbaut und 1877 erneuert worden, ein prot. Pfarrhaus besteht erst seit 1850, bis dahin wohnte der Pfarrer in Strassburg. Die Kirchenbücher gehen bis 1793 zurück. Die Katholiken gehörten zur Pfarrei Holz- 37f |